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Siris Lieblingszitate, Voltaire

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Siris Lieblingszitate, Voltaire

Na heute knuddeln sich ja die literarischen Gedenktage:

Voltaire und Pasternak, welche Mischung, haben ihren Todestag und Adalbert von Chamisso feiert, in welchen Welten auch immer, seinen 230. Geburtstag. [hier muss sich unbedint der strenge Master einschalten, Siri hat sich wohl heute Morgen nicht ihre Brille geputzt oder schielt sie? Oh je, Voltaire und Pasternak starben zwar am gleichen Tag, aber am 30.5.,  Chamissos Geburtstag ist jedoch wirklich heute – Happy Birthday! Da mir aber auch das Zitat so gut gefällt, lassen wir es einfach stehen und ein bisschen über Pasternak zu wissen schadet ja auch nicht. Siri entschuldigt sich, sie ist völlig flügellahm am Boden zerstört, heul heul …]

Verwendet nie ein neues Wort, sofern es nicht drei Eigenschaften besitzt:
Es muss notwendig, verständlich und wohlklingend sein

Dieses Zitat stammt von dem einflussreichsten Aufklärer Europas, nämlich Voltaire, der sich zweieinhalb Jahre in England aufhielt und England als Wiege des parlamentarischen Systems bewunderte. Er besuchte auch Friedrich II. von Preußen in Potsdam, wo er aber schnell wegen windiger Bankgeschäfte und seiner spitzen Zunge in Ungnade fiel.

Boris Pasternak veröffentlichte nur einen Roman, der ihn jedoch weltberühmt machte: „Doktor Schiwago“. Ansonsten schrieb er Lyrik und übersetzte. Bekannt wurde er durch seine Übertragung von Goethes „Faust“ und seine Shakespeare-Übersetzungen. Pasternak sprach fließend deutsch, da er u.a. in Marburg studiert hatte.
Den Nobelpreis für Literatur 1958 musste er aus politischen Gründen ablehnen.

Adalbert von Chamisso war ein Reisender, ich würde ihn als „den ersten Weltbürger“ bezeichnen. Er nahm an der Weltumsegelung unter Otto von Kotzebue teil, kartografierte dabei einen Großteil der Küste Alaskas, beschrieb ihre Flora und die Lebensweise der Inuit. Das Wort „Parka“ führte er in die deutsche Sprache in seinem Buch „Reise um die Welt“ ein. Und wisst ihr auch, dass es eine Chamisso-Insel gibt, die nach ihm benannt ist?
Allerdings wurde euch sicher Chamisso (wie bei uns in der Feenschule) als typischer Romantiker vorgestellt, der in Berlin in deren Kreisen verkehrte und der den Peter Schlemihl erfand, den Mann, der seinen Schatten verkaufte. Habt ihr diese Märchenerzählung auch in der Schule gelesen? Der Master steht auf den Kunstmärchen der Romantik, bes. die von Chamisso, E.T.A. Hoffman und Ludwig Tieck (Empfehlung: Tiecks frühromant. Kunstmärchen „Der blonde Eckbert“)

Einen feinen Tag euch
Siri Buchfee

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

Eine Antwort »

  1. Naja, da Siri Buchfee flügelhängend zerknirscht ob ihres Fehlers in der Ecke sitzt, möchte ich doch unbedingt etwas zu ihrer Rechtfertigung bringen: Voltaire ist doch gerade so unaktuell nicht, da vor ein paar Tagen Friedrich II. dreihundersten Geburtstag hatte. Über die eigenartige gegenseitige Hassliebe zwischen dem Preußenkönig und dem berühmt berüchtigten Aufklärer wäre viel zu schreiben. Das hat natürlich einer schon gemacht und zwar Hans Joachim Schädlich in seinem gerade herausgekommenen, sehr zu empfehlenden Buch „Sire, ich eile: Voltaire bei Friedrich II.
    Feine Rezension hier: http://durchleser.wordpress.com/2012/02/04/durchgelesen-sire-ich-eile-voltaire-bei-friedrich-ii-v-hans-joachim-schadlich/

    Antworten

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