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Irgendlink – jetzt ist er weg

Veröffentlicht am

Oh, wir Buchfeen sind ganz traurig, snieff snief …
Gerade ist Jürgen Irgendlink auf sein bepacktes Rad gestiegen, um weiter um die Nordsee zu radeln. Das sind 6000 km, aber hallo, selbst für uns Feen eine gewaltige Flugstrecke.

Mit Jürgen unterhielten wir uns in der Sauna, beim Essen und Spaziergängen über das Bloggen, wobei wir spitze Ohren bekamen und Siri flattrig sich Notizen machte. Ja, der Irgendlink (Jürgens Pseudonym) bloggt täglich von seinen Reiseerlebnissen. Sein Markenzeichen ist das Foto, das in keinem Blog fehlen sollte. Wir leben ja in einer Zeit, in der die Bildkommunikation zunehmend wichtiger wird und das (leider!) auf Kosten des geschriebenen Wortes. Jürgen produziert Bildkollagen, die eine Geschichte erzählen und dem Betrachter die Freiheit lassen, ihre eigenen Träume darauf zu projizieren. Aber auch die Texte seiner England-Etappe des Nordsee-Umradelns bestechen durch ihren Charme. Es ist das fast naive Auge, das wirklich sieht. Der Blick ist nicht durch die Klassiker über England von Bill Bryson „Reif für die Insel“ und Werner Landburghs köstliche Doosie-Bücher verstellt, die unseren Blick auf die Insel prägen. „Und auch nicht durch Masters Buch ‚Magisch reisen: England‘“, muss ich, Selma Buchfee, feststellen. Theodor Fontane, zwar kein Radler aber begeisterter Wanderer beschreibt in „Englischer Sommer“ äußerst ironisch England aus einer ähnlichen Haltung wie Irgendlink heraus und prägte treffende Charakterisierungen wie „Der Zauber Londons ist – seine Massenhaftigkeit.“ Zum Glück hat der liebe Jürgen nicht einen Hauch von Hermann von Pückler-Muskaus „Reisebriefe aus England und Irland“, die uns Buchfeen zu skurril und elitär sind – aber ein Muss für jeden Gartenfreund.

Kurzum, es ist Jürgens frischer Blick auf England. Ja, Frische, das ist es, was Jürgen ausstrahlt.

Viel Glück für deine Reise gen Englands Norden wünschen dir die beiden Buchfeen Siri und Selma, die ganz fest ihre Flügel für dich kreuzen, wie es der Brauch im Feenland ist.

Und da wir ja als aufmerksame Buchfeen vom Jürgen gelernt haben, dass Bilder auf einen Blog gehören, hier ein paar Fotos von Jürgens Besuch bei uns von Dina.

Unsere schöne Kirche mit Dinas Lieblingsfotofenster. Leider hat es viel geregnet als Irgendlink zu Besuch war, wer hätte das gedacht. Es ist wie 1921, als T.S. Eliot „Das wüste Land“ schrieb, z.Zt. äußerst trocken bei uns – eben wüst wie Wüste. Wassernotstand. Wer seinen Gartenschlauch benutzt wird gevierteilt und geteert. Seinen Nachbarn soll man gar verpfeifen, wenn der seinen Garten sprengt – der Engländern ist konsterniert ob solcher Vorschläge, shocking!

Jürgen Rinck, der Irgendlink in Made in Cley, für uns Locals  „The Pottery“.

unser edler Ortsladen, wo Dina drinnen gerade verführerisch leckeren Kuchen kauft – sieht fast so aus, als ob der Jürgen vor den süßen Verführungen flieht  😉

So bloggt Jürgen, bei uns in the consevatory – das ist der Wintergarten.

Achtung, aufgepasst! Gleich spendet Irgendlink Toast!

Noch ein Blick in Masters Buch „Magie der Farben

und dann geht`s los

weg ist er

Über Dina

Notes on Seeing, Reading & Writing, Living & Loving in The North.

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  1. Oh wie sehr ich es vermisse, auf dem gemütlichen Teppich vorm Kamin zu liegen, all die anregenden Gespräche, das harmonische Einanderkennenlernen.
    Das machen wir mal wieder demnächst. Wo auch immer.
    Habt’s gut. Und danke für den Fisch.🙂

    Antworten
  2. Jetzt sind auch die Bilder geladen. Schöne Zusammenstellung. Das Wegradeln ist voll schräg.

    Antworten
    • Ich kann das nachempfinden, so richtig zum Wohlfühlen bei KB……..
      …und wenn du im Sommer mal den Strand entlang wanderst, herrlich, die wenigen Menschen und die vielen Vögel….
      herzliche Grüße von Pia

      Antworten
    • Lieber Irgendlink, huhu! Oh dear, es regnet wieder ganz doll in Cley. Klausbernd sagte gerade, unser armer Irgendlink, was mag er wohl jetzt gerade durchradeln? Du hast recht, he is more than a walking enzyclopedia, unser Master, der schon Bildung mit der Muttermilch aufnahm. Er erwähnte gerade beim Holznachlegen im Kamin Thomas Coraghessan Boyles „Wassermusik“: „Hoffentlich hat der wackere Irgendlink diesen pikaresken Roman nicht gelesen. Nachdem ich diesen köstlichen Roman genossen hatte, war mir klar, expeditionsartige Reisen über Land sind nichts für mich.“ Ich sehe das allerdings anders, wenn du „Wassermusik“ gelesen hast, kann dich nichts mehr erschüttern.
      Dina, der Master Klausbernd und unsere beiden Flatterwesen die Buchfeen Siri und Selma drücken dir fest die Daumen und Flügel, dass du fröhlich, leicht beschwingt durch Merry Old England gen Norden dahinradelst und weiterhin so fein von deinen Abendteuern berichtest.
      Ich schmeiße mich jetzt ins grüne Barbour Jackett, um den leckeren Käsekuchen von Deli John, jenem Delikassladen an der Ecke, zu holen. Du erinnerst dich? „Wenn daran vorbeigeradelt bin, bin ich on the road again“, sagtest du beim Abschied.
      Wir denken an dich, hab`s fein!
      „Liebe Grüße!“ ruft der Master, der im Schaukelstuhl Meyers Roman „The Seven-Per-Cent-Solution“ über Freud und Sherlock Holmes liest, wobei er immer wegdöst – psssst! aber nicht weitersagen, bitte!

      Antworten
  3. hach, ich bin gerührt ob eurer gastfreundschaft! und dankbar für diesen artikel und die bilder🙂
    herzliche grüße, sofasophia

    Antworten
  4. Pingback: Private Btrain vs. Common Brain | irgendlink

  5. Es mag seltsam anmuten, aber ich danke Euch für die Gastfreundschaft, die ihr dem «weltberühmten Nordseeumradler Irgendlink, der einst anno 2012 rund um das mittlerweile trocken gelegte Meer geradelt ist» (so schreibt er dort) gewährt habt.

    Ich wünsche allen Unterwegsseienden solche Gastgeber wie euch.

    Antworten
    • Ich verstehe was du meinst, Emil. Danke dir! Es war richtig, richtig schön den Irgendlink hier zu haben. Er wirkt erstaunlich jung und strahlt eine zauberhafte Frische aus. Wir haben uns gestern noch lange über den Besuch unterhalten, ja, Jürgen hat uns gut getan.

      Antworten
  6. Hallo, nochmal zur Titanic, wir schauen so nebenbei gerade eine Doku über Tauchgänge zurm Wrack…die Wissenschaftler staunen scheinbar sehr über merwürdige unbekannte Lebewesen, die nur innerhalb des Schiffes zu finden wären. Fingerartige Gewächse von der Decke, blauweiß schimmernde Würmchen am Mahagoni, Fledermausartige Irgeendwasse, Fischarten…….im Ersten…interessant, das Schiff gibt immernoch Rätsel auf.

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    • huch, entschuldigung die Tippfähler, hatte meine Brille nicht auf,tsts….

      In Cley ist es schöööööööööööön!!!! Ich weiß gar nicht ob es so toll ist, wenn das so viele wissen…..aber die auf Herz und Seele hören, werden bestimmt hinkommen…….

      Antworten
  7. Hach, so viel lächelnden Irgendlink zu sehen, das tut gut und – Ja, er ist’s – und auch mir ist’s ein Bedürfnis, Danke zu sagen. Wie gut, dass Irgendlink bei Euch eine so angenehme, anregende, in allen Belangen nahrhafte Station hatte. Speziellen Dank an Klausbernd für den speziellen Transport aus Berlin. Und speziellen Dank an Dina für so viel Lächeln und dafür, dass ich nun immerhin eine Vorstellung habe, wie es da so ist bei Euch Buchfeen. Was nur noch fehlt, ist ein Bild von Dina!
    Und für besseres Radel- und wahlweise Wohlfühlwetter organisiere ich morgen einen großen Sonnentanz. Wer tanzt mit?
    Herzliche Grüße über den Kanal –
    die frau freihändig

    Antworten
    • Sonnentanz wunderbar! Dann könnte es ja abwechselnd regnen und sonnig sein, oder gleichzeitig, dann kommt ein Regenbogen……
      Gehe jetzt wieder lesen!

      Antworten
    • Hallo hallo, guten Morgen, hier schreiben die Buchfeen Siri und Selma. Heute morgen tanzten wir mit unseren Freunden, den Blumenfeen, in Masters Garten unter den Apfelbäumen und … ja, ja, da staunt ihr: Wunderschöner Sonnenschein und relativ warm, um die 17 Grad C und das Barometer unserer Wetterstation steigt weiter. Der Sonnentanz – super Idee von der freihändigen Frau, wow – hat genutzt. Wir flattern jetzt mit Dina und dem Master zum Meer. Dina möchte Knipsis machen.
      Liebe Grüße von uns Buchfeen an den lieben Jürgen Irgendlink. Wir blasen dir das feine Wetter nach Norden, Selma pustet bereits wie eine Dampfmaschine.
      Dina und der Master lassen ganz lieb grüßen, „frohes Radeln!“ rufen sie aus der Küche.

      Antworten
    • Bilder folgen, versprochen!🙂
      Liebe Grüsse
      Dina

      Antworten
  8. ist ja irre – jeden Tag bloggen – bis die Kräuterfeen das schaffen ( meist siegt ja doch die Gartenlust)… kann es noch dauern.

    Und ist das erstrebenswert fragt sich sofort
    poppy die Kräuterfee

    Antworten
  9. Hi lieber Irgendlink

    Mit dem Kommentar von Poppy Kräuterfee aus Berlin bist du fast so berühmt wie der Pfarrer von Stiffkey, der zumindest auf meinem Blog hier fast so viele Kommentare wie du herausgefordert hat. Gratulation – und du weißt: Nimm dich vor den Tigerinnen in acht!

    Liebe Grüße
    Klausbernd

    Antworten
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