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Nordlicht – Aurora Borealis

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“No pencil can draw it, no colours can paint it, and no words can describe it in all its magnificence”
Julius von Payer – Explorer und  Nordlichtbeobachter

Sie werden sich wundern, geneigte Leserin und geneigter Leser, von mir zu lesen. In ihren Träumen forderten mich, wohl mehr unbewusst, diese niedlichen Buchfeen Siri und Selma auf, einen Gastartikel zu schreiben. So erlaube ich mir, mich vorzustellen: Ich bin das geladene Teilchen T32* auf dem langen Weg von der Sonne zur Erde. Immerhin bin ich 24 bis 36 Stunden ununterbrochen unterwegs, bis ich bei Ihnen ankomme. Ganz schön anstrengend!

Der Master wollte die Tage, da jeder vom Sonnensturm sprach, seinen beiden Buchfeen das Nordlicht zeigen, das ich und meine Kollegen an den Himmel zaubern, wenn wir mit Teilchen der Atmosphäre kollidieren. Aber, ach und weh, diese gräulichen Wolken bedeckten eifersüchtig den Himmel, dass kein Durchblick möglich war. Als Sonnenteilchen T32* beherrsche ich zwar den Magnetismus, naja, teilweise nur, aber Herr über die Wolken bin ich leider nicht.

Aber schauen wir uns die Szene im kleinen Dorf am großen Meer genauer an: Da sitzt die kleine Sirifee völlig sauer und knatschig auf Regalbrett 3, da der Master ihr verboten hatte, ihr McFee-Notebook zu benutzen. Er meinte, meine Sprache sei der Magnetismus, der Informationen auf der Festplatte verändern und unbrauchbar machen könnte. Boshafte Verleumdung ist das! Wir Teilchen haben uns vor der Abreise abgesprochen, diesmal den Menschen nicht zu schaden, wir halten uns edel zurück – ich T32* höchstpersönlich habe das angeordnet. Siri könnte beruhigt ihren McFee benutzen, aber das weiß der Master nicht, muss ich ihm zu Gute halten. Die knuffige Selma ist ebenfalls völlig sauer. Sie nörgelt, dass sie unbedingt Nordlichter sehen möchten. Gemein findet sie es, dass Masterchen im Dinaland schon häufig die Aurora Borealis erlebt hat, „aber ich nicht! Das ist voll ungerecht!“

Ja, ja, dieser jugendliche Idealismus, über den wir als Sonnenteilchen zum Glück erhaben sind. Gerechtigkeit? Was ist denn das? Naturgesetze, die kennen wir, aber diese Idee der Gerechtigkeit ist uns fremd wie das Wasser der Venus.

Näher rasend, höre ich Siri vorlesen, die wütend ihr kluges Fayrie-Lexikon Buch aufschlug, dass der Staub nur so herumwirbelte und der Buchwurm in Panik floh: „Vom Spätherbst bis Frühlingsbeginn sieht man die Nordlichter am wahrscheinlichsten.“
„Ja“, bestätigt Dina nickend, “bei uns in Norwegen kann man das Nordlicht zwischen September und April sehen, aber es hängt vom Wetter ab, da das Nordlicht mehr als 100 km über der Erde auftritt, weit oberhalb der Wolkendecke. Theoretisch kann man überall in Norwegen Nordlicht sehen. Die besten Orte liegen jedoch nördlich des Polarkreises.“

Siri liest unbeirrt weiter aus ihrem geliebten Lexikon: „Der Nordlichtgürtel trifft bei den Lofoten auf Nordnorwegen und folgt der Küste bis zum Nordkap. Nirgendwo sonst sind die Chancen für Nordlichtbeobachtungen so groß wie hier. Welchen Ort man sich in Nordnorwegen aussucht, ist egal. Häufig sieht man dasselbe Nordlicht auf den Lofoten wie in Tromsø, nur aus einem anderen Winkel. Meist ist das Wetter im Binnenland trockener als an der Küste und sorgt mit klarem Himmel für die größeren Chancen einer Sichtung. Doch bei Ostwind bietet auch die Küste eine klare Sicht. Dann lodert das Nordlicht in verschiedenen Strahlenbögen. Farbige Lichter, die von Orange über Lila und Grün bis hin zu Sonnenuntergangsrot variieren, tanzen über den Himmel. Fotos sind nichts als ein bleicher, statischer Schatten dieses Ereignisses.”

Der letzte Satz ärgert Selma enorm. Sie will nicht nur die Nordlichter sehen, sondern auch unbedingt fotografieren. Eigentlich müsste ich beleidigt sein, denn sie ist nicht an meinem Wesen interessiert, nur am Schein statt an meinem Sein. Sie liebt die Verbildlichung meiner Energie. Naja, immerhin, tröste ich mich. Wenn die wüssten, wie kraftraubend es ist, diese Lichter zu erzeugen, um sie wie farbige Vorhänge im leichten Windhauch zu bewegen.
Selma meinte zu einem Foto des Nordlichts: „Sieht aus wie Krepppapier, das vom Himmel herunterhängt.“

“Ich will jetzt Nordlichter sehen!”, ruft SelmaFee in ihrem Kuschelbettchen auf dem Regalbrett 3.
„Ich auch!“, schließt sich SiriFee an.
„Dieses Naturtheater überrascht mit einer spektakulären Lichtinstallation, wenn ihr es erlebt, könnt ihr euch glücklich schätzen. Für das Erscheinen gibt es nämlich keine Garantie, leider“, erklärt uns der Master.

„Falsch!“, muss ich hier einwenden. Wenn Teilchen wie ich in großen Gruppen wie beim Schulwandertag unterwegs sind, treffen wir auf jeden Fall auf eure Atmosphäre, einen teilchenstrotzenden Ort, wo wir durch Vereinigung Licht erzeugen. Bei Sonnenwindaktivität können Sie immer mit Nordlicht rechnen.

Siri will wieder alles genau wissen. Sie liest in ihrem klugen Feen-Lexikon weiter: “Das Nordlicht entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen entlang des Magnetfeldes in die obere Atmosphäre der Erde eindringen. Beim Eindringen in die Erdatmosphäre in einer Höhe um 100 km stoßen sie mit Gasteilchen wie Stickstoff und Sauerstoff zusammen. Durch die Milliarden von Kollisionen entstehen Myriaden von Lichtfunken, die das Nordlicht in seiner Farbenpracht erscheinen lassen. Die Farben zeigen, welche Partikel zusammenprallen und welche Temperaturen in der Höhe des Nordlichts herrschen.”

Der Master weiß Geschichtliches zu berichten, “Schon auf schamanistischen Trommeln der Samen wurden Nordlicht-Symbole abgebildet. Im Samischen trägt das Phänomen verschiedene Namen. So wird es beispielsweise ‚Guovssahas‘ genannt, was ‘das Licht, das man hören kann’ bedeutet. Die Samen assoziieren das Nordlicht mit Klang. Auch ich hörte das Nordlicht knistern.“
„Das soll eine Täuschung sein!“, wirft Selma unterbrechend ein, „hörte ich von den trolligen Wissenschaftlern“ .
„Wie dem auch sei“, meint Siri stirnerunzelnd, leicht flattrig, „im Königsspiegel der Wikinger so um 1250 wird das Wort ‘Nordrljos‘ erstmalig benutzt. Damals wurde das Nordlicht mit diesen Walküren verbunden, deren Schilde das Mondlicht reflektieren und das flackernde Licht an den Himmel zaubern. Für die mehr pragmatischen Wikinger war es ein Licht auf dem Weg nach Grönland.“

Der Master setzt noch hinzu: „Im Mittelalter, wenn das Nordlicht weiter südlich in Europa gesehen wurde, verbreitete es Furcht und Schrecken. Als Zeichen der Pest und Unruhen wurde es gedeutet. Die Menschen sahen damals im Nordlicht Kriegsheere in voller Rüstung, grauenvolle Monster oder fürchterliche Flammen, dem Fegefeuer gleich.
Die alten Dichter ließen sich jedoch vom Nordlicht inspirieren. Begriffe wie Bifrost, Walküre und Gyldenbuste sind literarische Bilder für das Nordlicht. Bifrost, die Himmelsbrücke zwischen der Heimat der Götter und der Erde, war ein Bindeglied zwischen Leben und Tod. So wurde im Volksglauben das Nordlicht oft mit dem Tod verknüpft, häufig mit toten unverheirateten Frauen. Durch die Bögen des Nordlichts glaubten die Menschen, Kontakt mit den Toten zu bekommen. Als Überbleibsel dieser Tradition sah ich norwegische Kinder weiße Tücher schwenken, um das Nordlicht in Bewegung zu bringen.”

Ich fühle mich wirklich geehrt von euch Menschen, von dem, was ihr mir so alles andichtet.
Hui, im Sauseschritt komme ich euch näher und näher, während der Master etwas zeigt, was Ihr Menschen wohl ‚Mitleid‘ nennt. Er verspricht seinen bestgeliebten Buchfeen, ihnen das Nordlicht zu zeigen. Da sehe ich Selma wie der Blitz aus ihrem Kuschelbettchen springen, um ihre FayrieKon, das ‚Knipsiteilchen‘, wie sie es nennt, zu holen. Aber was schreit sie denn da herum und stampft mit ihren kleinen Füßchen energisch auf? „Wer hat meinen Aku gesehen? Hat den etwa einer von euch wieder ausgestöpselt? Wo ist der?“

Naja, Feen sind manchmal kopflos. Er lag aufgeladen in ihrem Feenbeutelchen. So schleicht sie wieder zurück auf Regalbrett 3 und legt sich die FayrieKon am Hals hängend ins Kuschelbettchen. Siri auf Regalbrett 4 ist genervt, „wann geht`s den endlich mit dem Nordlicht los?“
„Nun wird aber geschlafen! Gleich entführt euch ein Troll im Traum ins Nordlichtland. Gute Nacht!”

© alle Fotos: Bjørn Jørgensen, Arcticphoto
© Text: Klausbernd Vollmar

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

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  1. Wunderschöne Bilder. Es muss faszinierend sein, das Nordlicht so zu erleben. Vor vielen Jahren sah ich es einmal in Schleswig-Holstein, damals waren es rote Lichter die über den Himmel zogen, aber das hält keinen Vergleich mit den hier gezeigten Bildern aus.

    Liebe Grüße und einen schönen Abend, Szintilla

    Antworten
  2. Liebe Buchfeen,

    ich würde euch so herzlich gerne einladen das abenteuerliche Polarlicht zu beobachten, jedoch erscheint das Nordlicht in meiner Umgebung sehr selten. Etwas weiter nördlich sieht es besser aus! Nun?

    Liebste Grüße
    aus Stockholm wo der Sommer hoffentlich langsam zurückkehrt

    Antworten
    • Liebe Buchfeen,

      ihr seid herzlich eingeladen! Bei uns im hohen Norden sehen wir oft das Polarlicht, wann kommt ihr?
      🙂

      Liebe Grüße
      Per Magnus A

      Antworten
      • Lieber Per Magnus
        ich bin dabei, ich komme im Winter. Das war schon immer mein Traum, die Arktis und speziell Spitzbergen im Winter. Ich habe als Jüngling im lockigen Haar in finnisch Lappland, nördlich von Ivalo, einen Winter und mehr gelebt. Da war die Nacht heller als der Tag durch Nordlicht. Das würde ich gerne wieder einmal erleben. Also see you
        Klausbernd🙂

      • Das ist fein, ich freue mich auf euch!

  3. Tolle Fotos, es muss faszinierend sein das Polarlicht zu beobachten.

    Liebe Grüße, Szintilla

    Antworten
    • Ja – und genau wie Selma Knipsifee mache ich mir Gedanken über die Kamera, Einstellungen etc. So lange erscheint das Nordlicht nicht, da möchten wir bestens vorbereitet sein.🙂

      Wenn das Lexikon „die Fotos als ein bleicher, statischer Schatten des Nordlichtes“ beschreibt, da kann man nur ahnen, wie sich das Schauspiel am Himmel in der winterlichen Kullisse aufführt, ooooh wir sind gespannt, Per Magnus, wir kommen mit!

      Übrigens, der Norweger Lars Vegard (3.2.1888 – 21.12.1963) war ein bekannter Physiker und Nordlichtforscher mit Auzeichnungen aus der ganzen Welt und Verknüpfungen zu England und Deutschland. Er studierte in Cambridge unter J.J. Thompson und arbeitete mit dem Nobelpreisgewinner Wilhelm Wien in Würzburg zusammen.

      Liebe Grüße aus Bonn
      Dina

      Antworten
  4. oooh jaaaa, das möchte ich auch noch sehen… ein winterurlaub in samiland, der steht schon auf meiner wunschliste

    tausend dank für den artiekl und diese wunderbaren fotos

    herzlichst grüßt euch frau blau, heute kränkelnd und nicht uff arbeid

    Antworten
    • Oh, Du Arme, Gute Besserung dir!

      Liebgrüße auf dem Weg zur Arbeit
      Mail demnächst
      Dina

      Antworten
    • Guten Morgen, liebe Frau Blau,
      Klausbernd, Siri und Selma wünschen dir gaaaanz schnelle Besserung. Wir gehen jetzt Kompost umsetzen, oh dear, richtig Action.
      Ich fand meinen Winter in Samiland atemberaubend. Am Tag war`s nachtdunkel und nachts die Nordlichter … und bei Vollmond und Sternenhimmel umgab mich ein Glitzermeer, wegen der Reflektion auf den weiten weißen Schneeflächen (wird albedo genannt, wie der alchimistische Prozess, der die Reinigung beschreibt).
      Da ruft Gerrit von Schrottgorod, ich muss zum Schippen antreten. Huch, eigentlich bin ich doch der Boss hier – oder?
      Nochmals gute Besserung dir und ganz liiiebe Grüße
      Klausbernd und Siri und Selma von der teils bedeckten, teils sonnig warmen Küste Norfolks

      Antworten
  5. Naja, ich bin ja froh, dass der 35 Jahre jüngere Gerrit mir die schwere Arbeit abnimmt. Das geht sehr gut und mit Würde. Er zeigt mir nie, dass er so viel körperlich stärker ist. Aber du hast schon recht, ich muss schon aufpassen, dass ich mich mit meinen Bedürfnissen durchsetze, ähnlich wahrscheinlich wie mit pubertierenden Kindern (sagt der Kinderlose ;-))
    Es ist eine Männerfreundschaft zwischen Gerrit und mir, obwohl ich von seinen Eltern auserwählt wurde, ihn auf den „rechten Weg“ zu bringen. Gerrit ist der Oberfreak, aber das war ich auch in seinem Alter. Auf jeden Fall, ich zieh mir das Pädagogische nicht an und genieße mit ihm einem freakigen Monat, in dem wir Grundstück und Haus warten und ich mich jugendlicher fühle, als ich bin. Kommt gut! Er bewahrt mich davor, bieder zu werden😉
    Ganz liebe Grüße von uns allen
    Klausbernd und die flattrigen Buchfeen Siri & Selma, die noch immer völlig aus dem Häuschen sind nach ihrem Nordlichtraum letzte Nacht.

    Antworten
  6. “Guck mal, was ich hier im Internet gefunden habe! Tolle Fotos vom Polarlicht. Und schön erklärt, wie das funktioniert, haben die Leute das auch, richtig nett, mit Feen und einem Teilchen, das spricht.”

    “Einem Teilchen.”

    “Ja, so ein durch den Weltraum fliegendes Sonnenteilchen erklärt, wie Polarlicht entsteht.”

    “Hm.”

    “Guck Dir doch wenigstens mal die Polarlicht-Fotos an!”

    “Kenn ich schon, ich hab Nordlicht schon mal live gesehen.”

    “Du?”

    “Ja, in England.”

    “In England? Was meinst Du, weshalb das Polarlicht heißt! England liegt doch nicht am Polarkreis.”

    “Ich hab’s aber gesehen, als ich in Glasgow studiert habe.”

    “Du in Glasgow studiert? Und ein Polarlicht gesehen? Ich glaub Dir kein Wort.”

    “Du weißt halt nicht alles über mich.”

    “Dass Männer immer so angeben müssen!”

    “Ich hab’s gesehen und jetzt will ich in Ruhe lesen, ok.?”

    – – – –

    “Was liest du da eigentlich die ganze Zeit?”

    “So einen Bestseller.”

    “Du kaufst Dir doch sonst keine Bestseller.”

    “Hab ich auch nicht. Peter hat’s mir gegeben.”

    “Jetzt komm doch mal kurz gucken! So toll war Dein Polarlicht bestimmt nicht!””

    “Glaub ich Dir gerne, so toll war es nämlich auch gar nicht.”
    – – – –

    “Muss ja ein tolles Buch sein.”

    “Ist es auch.”

    “Wie heißt es denn?”

    “Shades of Grey”

    “Graue Schatten, was soll daran spannend sein?”

    “Ich find es spannend.”

    “Worum geht es denn?”

    “Hm. —- Pass auf: Ich erzähl’s Dir, aber nur, wenn Du aufhörst, mich mit sprechenden elektrischen Teilchen zu nerven und zu mir auf’s Sofa kommst!”

    Antworten
    • Lieber Mätes,
      Super! Vielen Dank, an diese Geschichte kann ich fein anknüpfen. Über „Shades of Grey“ möchte ich nämlich demnächst einen Blogbeitrag schreiben. So weiß ich schon, wie ich da anfange. Ich bin allerdings erst beim zweiten Band angelangt. Der Roman liest sich wie ein coitus interruptus, aber dazu später.
      Ganz liebe Grüße aus Cley next the sea, wo es unmöglicherweise gerade zu regnen beginnt und ich wettete a penny for a dime, dass es nicht regnen würde
      Klausbernd und seine beiden Buchfeen Siri und Selma, die Fans deiner Geschichten sind

      Antworten
  7. Oh, ich erblasse vor Neid. Seht euch mal das an: http://www.eveningnews24.co.uk/news/video_aurora_borealis_brings_stellar_northern_lights_show_to_norfolk_s_skies_1_1447528
    Das spielte sich genau über unserem kleinen Dorf am großen Meer ab, aber, wie gesagt, durch Wolken verhüllt. Wie Dina sagt, am Land ist die Luft trockener und deswegen klarer Himmel. Dieses Nordlicht ist letzten Samstag nachts nur etwa 10 Miles von uns entfernt aufgenommen worden.
    Liebe Grüße an alle
    Klausbernd, der jetzt seine Buchfeen Siri & Selma trösten muss.

    Antworten
  8. Tolle Fotos – gefallen mir sehr gut.

    Antworten
  9. Das wäre ein Traum, diese Faszination mit eigenen Augen sehen zu können.
    lg magdalena

    Antworten
    • Die Voraussagen sind, dass Nordlicht im kommenden Jahr relativ häufig zu sehen sein wird. Wenn du dazu noch etwas nördlicher wohnst, wirst du immerhin dessen Reflexion sicher mal zu sehen bekommen. Ich drücke dir die Daumen.
      Herzliche Grüße aus Nord-Norfolk (das etwa auf der geografischen Breite von Bremen liegt, also nicht gerade besonders nördlich) von
      Klausbernd und seinen beiden wieder munteren Buchfeen Siri und Selma🙂🙂

      Antworten
  10. Bei starker Sonnenwindaktivität kann sich die Grenze von Nordlichtsichtungen weit nach Süden verschieben. Aber meist sieht man südlich vom 60. Breitengrad nicht direkt die Aurora Borealis, sondern deren Reflektion an Inversionsschichten. Sicher sieht man das Nordlicht nur in Tromsö und Umgebung, wo auch über Nordlicht im großen Stil geforscht wird.
    Also die Grenze der möglichen Nordlichtsichtungen ist nicht starr festgelegt, aber je weiter nördlich und je kälter, desto besser.
    Auf der Südhalbkugel gibt übrigens das gleiche Phänomen, die aurora australis, die nur deswegen weniger beobachtet wird, da sie über Meer oder unzugänglichen Eiswüsten erscheint.

    Ganz liebe Grüße vom jetzt wieder sonnigen Meer.
    Klausbernd und die bereits müden Buchfeen Siri und Selma

    Ich habe übrigens eben noch Nachfolgegeschichten zu deinen Martinschen Geschichichten auf Dinas Blog http://toffeefee.wordpress.com geschrieben. Ich hoffe, sie gefallen dir

    Antworten
  11. Nachtrag: Am 6. April 2000 wurden Nordlichter in Deutschland bis etwas südlich von 48 Grad geografischer Breite gesehen. Das war aber ein außergewöhnlich günstiger Beobachtungstag. Also du hast in Kerpen Chancen, auch einmal Nordlichter zu schauen.

    Antworten
  12. Ach, ich beneide euch allein der Möglichkeit wegen, dass ihr theoretisch das Nordlicht sehen könntet. Wenn ich gewusst hätte was sich da anbahnt, wäre die Urlaubsentscheidung im Juni doch auf Norwegen statt auf Irland gefallen.🙂 Aber wer weiß, vielleicht irgendwann einmal…
    Liebe Grüße aus Wien in den hohen Norden!

    Antworten
  13. Liebe Karo,

    ich habe gerade keinen Atlas zur Hand, vermute aber, dass Wien etwa auf dem 48. Breitengrad liegt, also auf der Höhe, wo im Jahr 2000 gute Nordlichtsichtungen möglich waren. Da für nächstes Jahr stärkere Sonnenwinde vorausgesagt werden, hast du eine Chance, auch mal über Wien Nordlichter zu erleben. Wir halten dir die Daumen, ganz fest.

    Mit herzlichen Grüßen vom nördlichen Meer in den Süden
    Klausbernd und seine beiden emsigen Buchfeen Siri & Selma🙂🙂

    Antworten
  14. Guten Abend, lieber Klausbernd,

    das sind phantastische Aufnahmen … und wieder viele spannende Hintergrund-Infos zum Thema🙂

    Und tatsächlich haben auch wir hier im Süden Deutschlands schon einmal dieses unvergeßliche Schauspiel bewundern dürfen … Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir fasziniert aus dem Dachfenster geschaut haben und diese lilafarbenen Lichtspiele beobachtet haben – und das eigentlich gar nicht glauben konnten, denn sowas gibt es doch nicht bei uns ..dachten wir damals. Jetzt hab ich mal recherchiert, um sicherzugehen, dass meine Erinnerung mich nicht trügt, und hab diesen Link gefunden – das paßt auch zeitlich, denn wir haben noch nicht lange hier gewohnt damals, das weiß ich noch:

    http://www.planetarium-laupheim.de/presse_58.html

    bei den Stichworten Gerechtigkeit vs. Naturgesetze bin ich hängengeblieben ..und überlege grad, ob diese beiden unvereinbar sind – denn Gerechtigkeitsempfinden ist etwas subjektiv Menschliches .. die Natur folgt dagegen ihren ureigenen Regeln, ohne Wertungen oder Vergleiche vorzunehmen ..

    Liebe Abendgrüße zu Euch aus dem immer noch ziemlich stürmischen Schwabenländle,
    Ocean🙂

    Antworten
  15. Ja, ich glaube auch, dass Gerechtigkeit ein Kulturprodukt und die Natur eben natürlich ist, sozusagen nicht-kultürlich. Kultur und Natur, das sind zwei grundlegend verschiedene Systeme, die zwar Schnittmengen haben, aber auch völlig Verschiedenes darstellen. Daraus folgt: Gerechtigkeit ist unnatürlich – Dem würde Macchiavelli widersprechen, wenn er meint, das Recht sei an das Überleben des Starken gebunden, was es in der ital. Renaissance auch war. In dem Sinne wäre Recht = Gerechtigkeit natürlich, nämlich dem Überleben des Stärkeren dienend (übrigens wird Macchiavelli hier oft falsch zitiert, er sah diese Situation schon auch etwas kritisch), also ein sinnvolles, Spiel mit dem die Evolution auswählt. Oh dear, verzeih, jetzt bin gar unter der Hand bei Spencer gelandet, von dessen Sozialdarwinismus sich Darwin und ich dezidiert distanzierten😉
    Du siehst, liebe Ocean, auch mich verwirrt das Nachdenken über Gerechtigkeit und Naturgesetz.
    Ganz liebe Grüße dir von uns in Cley next the sea
    Klausbernd und seine munteren Buchfeen Siri & Selma🙂🙂

    Antworten
  16. Für alle die mit dem Gedanken spielen, das Nordlicht live im Norden zu erleben:

    Eine tolle Website in nor/eng/deut/franz

    http://www.virtualtromso.no/de/northern-lights/138-live-northern-lights-activity-and-forecast.html

    Liebe Grüße
    Dina

    Antworten
  17. Super! Danke liiiebe Dina! Das finden wir Buchfeen gaaanz toll!
    Feenhauch für dich von
    Selma Buchfee
    meine Schwester Siri liest gerade auf Anregung von Mätes Waggerl

    Antworten
  18. Liebste SelmaFee

    Ja, das verstehe ich gut, der fesche Waggerl interessiert mich jetzt auch, nach Mätes Bericht.

    Ich habe noch was, etwas ganz Tolles für Nordlichtfans; ein APP fürs Handy, was sagst du jetzt?!:-)

    Es gibt eine englischsprachige Applikation norwegischer Forschungsstationen fürs Handy, die stündlich aktuelle Informationen über die zu erwartenden Aurora-Aktivitäten und deren Ausbreitung in einer Stärkeskala von 1 bis 9 anzeigt. Näheres zur Nordlicht-Vorhersage (“Aurora forecast” anklicken ) hier:

    http://kho.unis.no/

    Wenn wir hinfahren, dürfen wir das Leuchten am Himmel nicht verpassen, nicht wahr.;-)
    Sag mal, wie findet Siri den Waggerl?

    Liebe Grüße mit ganz viel Feenhauch
    Dina
    ######

    P.S. Ich habe eine schicke gebundene Ausgabe vom „Schiffbruch mit Tiger“ für dich, das hast du dir doch gewunscht, oder?
    Hast du ein Vorschlag für ein Buch für deine Schwester?

    Ich habe mir „Die Geschichte des Bleistifts“ gegönnt, die hatte ich nur kurz beim Master gesehen. Wunderbar aufgemacht ist das Buch.

    Antworten
  19. „Die Geschichte des Bleistifts“ finde ich ein ein perfekt gemachtes Sachbuch, schöner, unterhaltsamer Stil, viel Information gefällig präsentiert und überhaupt das richtige Buch für einen Bleistiftfan wie mich.

    Ja, der Waggerl, ein ähnlicher Fall wie Hamsun, er war zweifelsohne ein Faschist, der für die Angliederung Österreichs ans Reich öffentlich plädierte und als diese geschah, freudig NSDAP Mitglied wurde. Sein Werk, well, bekannt wurde er durch seine Weihnachtsgeschichten, die Siri gerade gelesen hat. Sie meint: „vom Stil her perfekt, leicht ironisch, einfach nett zu lesen“. Dann fand jedoch Selma beim Staubwischen der Bücher unter meiner Treppe Waggerls „Das Wiesenbuch“. Und sogleich waren Siri und Selma hin und weg. Sie finden es das herausragendste Buch von Waggerl, einmal weil dort ein koboldartiges Mädchen drin vorkommt, in dass sich meine beide Buchfeen gleich verliebten, und zum anderen, da dieses Mädchen sich vom Erzähler emanzipierend immer wieder entzieht. Siri & Selma finden das raffiniert gemacht und sie meinen, das sei die modernste Geschichte Waggerls.

    Huch, ein Buch für meine Schwester … Sie ist ja Krimispezialistin, die Spannungslitur mit Anspruch goutiert, so wie Mankells „Der Chinese“, das ich ebenfalls ein tolles Buch finde. Mir, der ich weniger Krimis lese, hat in letzter Zeit am meisten von Anne Holt „Der norwegische Gast“ und von Gert Nygaardshaug „Der Honigkrug“ zugesagt. Am Honigkrug hat mir besonders gut der Plot gefallen und zugleich, dass man einiges über den Weinanbau in Frankreich lernt. Ich denke mir, so etwas liebt mein Schwesterlein. Für mich ist „Der Honigkrug“ neben Mankells „Der Chinese“ der Krimi, der mich am besten unterhalten und gebildet hat.
    Anne Holt ist da viel konventioneller, sie lehnt sich sehr an die Grand Dame der Krimischreiber Agatha Christie an. Wie in „Death on the Nile“ gibt es eine begrenzte Personenanzahl, die alle ein Motiv besitzen, und das ganze findet in einem eng begrenzten Raum statt, nämlich ein eingeschneites Hotel im Norwegischen Gebirge. Es ist aber nicht, wie sonst viele skandinavische Krimis, besonders grausam. Für den, der einen Krimi aus der Motivation heraus liest herauszubekommen „Who has done it?“ ist das sicher ein spannendes Buch. Literarisch finde ich jedoch „Der Honigkrug“ besser oder vielleicht sollte ich besser sagen unterhaltsamer.
    Mehr fällt mir jetzt nicht ein, da ich, wie gesagt, kein Krimileser bin, vielleicht weil es mich weniger interessiert herauszubekommen, wer denn nun der oder die Böse ist.

    So, jetzt sollte ich mit Siri & Selma zur Village Fete gehen, das größte Dorffest im Jahr. Meine Buchfeen lieben bei den „rural sports“ besonders das „welly throwing“, Gummistiefelweitwurf nach alter Wikinger Tradition. Habe ihr das schon versucht? Es ist verwunderlich, wie schwer es ist, seine Gummistiefel weit in eine bestimmte Richtung zu werfen. Ansonsten gibt`s fragwürdige Kunst, wie eine von oben bis unten umhäkelte Kirchensäule, und pfiffige moderne Kunst, bei man sich durch verzerrte Spiegel immer wieder anders erlebt. Siri & Selma lieben das. Was für ein Glück, wir haben jetzt gegen Mittag 28,7 Grad und strahlend blauer Himmel bei drei Windstärken, das ideale Village Feten Wetter und später drinks in the garden zu cucumber sandwitches.

    Wir sind dann mal weg.
    Ganz liebe Grüße an alle und ein fröhliches Wochenende
    Klausbernd und seine beiden munteren Buchfeen Siri & Selma🙂🙂🙂

    Antworten
  20. Na fein, da hoffe ich, dass die Cley Village Fete ein großer Erfolg ist, viel Spaß und liebe Grüße!

    Pssss an Sirifee, kannst du bitte schreiben, welches Buch du gerne für dein Buchregal hättest? Jetzt weiß ich, was ich demnächst für Tantchen besorgen kann🙂, die Frage war jedoch an SelmaFee gerichtet🙂🙂

    Antworten
  21. Oh, die Village Fete war sooo schön! Bestes Wetter und richtig old English, die Frauen flanierten in geblümten Kleidern über die Green, eine alte holländische Dampforgel spielte und was du waaas? Da gab`s einen Pappmönch mit ausgeschnittenem Gesicht, darin steckte die lieblkühne Selmamaus ihr Gesicht und weißt du, was ich da machte, für nur ein Pfund Sterling durfte ich eine Torte auf sie werfen und … Ich habe sie getroffen! Sie leckte sich kichrige genüsslich die Torte aus dem Gesicht. Du weißt ja sie hat diese lange Fayriezunge. Masterchen kaufte eine Erstauflage, die Biographie Robert Louis Stevenson von Frank McLynn – ich habe sie bereits gelesen, schon in der Fayrie-Schule, die Biografie ist super!

    Welches Buch ich gerne für mein Fayriebuchregal hätte? Oh, entschuldige, aber es ist vielleicht etwas abgelegen, aber das Buch von Umberto Eco über die Listen „Die Welt ist eine Liste“, ich glaube, so heißt es. Du weißt doch, liiiiebe DinaFee, Masterchen und ich lieben Listen und Ordnungssysteme. Meine Analytikerin meinte dazu ungehörig vorige Woche: „du bist ein analfixiertes Vatertöchterchen“. Da habe ich mir sofort eine andere gesucht. Aber ehrlich, Ordnung und Listen finde ich sooo spannend. Eigentlich fing doch mit Listen in Babylon unsere Kulturgeschichte des Schreibens an – oder? Listen, wie viel Sack Weizen etc. … Wir sind ja stets beschäftigt, unsere Bücher zu ordnen und Listen zu machen und von deinen DVDs bei uns. Ich glaube schon, dass mit Listen das Denken beginnt und überhaupt …

    SelmaFee hat nach der Village Fete, ja, nach dem Tortenwerfen erst richtig Hunger auf Süßes bekommen, sie flatterte zum königlichen Delikatessladen an der Ecke der Coasr Road und kam mit dem Allerleckersten nach Hause. Übrigens, liiiiebe Dina, Selmamäuschen interessiert sich auch für Listen: Listen vom Eingemachten, von der selbsttgekochten Marmelade und Jam für die B&B-Gäste und von den Büchern, die sie liest. Eigentlich, das muss ich schon sagen, liest sie ja völlig andere Bücher als ich, aber bei den Listen treffen wir uns.
    Masterchen erzählte uns neulich abends von seiner Zeit als Linguistik-Student beim Eco. Der führte ihn in die Semiotik ein und so interessieren wir uns natürlich auch für diesen intellektuellen Italiener, den wir für zu dick halten. Wir haben übrigens ALLES von ihn gelesen, ja, da staunst du, selbst seine „Einführung in die Semiotik“ – außer diesem Listenbuch und „Der Friedhof in Prag“. Weißt du eigentlich, dass wir drei hier Eco.-Fans sind. Nein, wir schwingen keine I-love-Eco-Fähnchen auf der Frankfurter Buchmesse und in Bologna, so sind wir nicht, aber wir lesen zusammen mit Masterchen alle Eco-Bücher und seine spannenden Aufsätze und Reden. Pssst, bloß nicht weitersagen, Masterchen, das glauben wir beiden Buchfeen, wäre gerne so wie Eco geworden, ein Büchersammler und sooo klug. Wir vermuten, deswegen hat er u.a. Mediävistik studiert.

    Naja,. das war aber jetzt genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich hoffe, dass Masterchen zu beschäftigt ist, die Mengen Lavendel im Haus unterzubringen, die wir gestern ernteten, und keine Zeit hat, dies zu lesen.
    Ganz liiiiiiiebe Grüße von deiner kluglieben SiriFee
    Selmalein ruft auch „Liiiiebe Grüße an die liiiiebe DinaFee!“

    Antworten
    • Liebe Siri,
      interessant, ínteressant! Wie darf ich mir eine Buchfeensitzung bei einer Analytikerin vorstellen? Da wäre ich gerne eine Fliege an der Wand.🙂

      Schönen Sonntag!

      Beste Grüße aus Far North
      Per Magnus A

      Antworten
  22. Hi, hi, meine Fayrielytikerin ist völlig fliegenfrei😉
    Also, stell dir das so vor, wir benötigen keine Couch wie Freud und Konsorten, sondern ich schwebe, so wie beim Floaten auf dem Rücken im Schwimmbad. Weißt du, lieber Per Magnus, wir Feen – und wir Buchfeen besonders – können uns einfach entspannt auf die Luft legen, sie ist uns ein weiches Kissen.
    Also die Fayrielytikerin sitzt unter mir, ich schwebe entspannt im Raum und plauderen einfach vor mich hin. Bei dieser Redekur werde ich zunehmend leichter und muss aufpassen, nicht oben unter die Decke zu treiben. Meine Fayrielytikerin nennt das „Abheben“.
    Hat die Fayrielytikerin ihren gesprächigen Tag, sagt sie statt „hmm“ auch manchmal „hmmm hmmm“. Eigentlich quatsche ich nur, naja, sie sagt „Hello, nice to see you“ und am Ende „a hundered Fayrietaler, please“ und das wär`s. Zum Zugucken wahrscheinlich fürchterlich langweilig. Aber ich finde es bis in die Fügelspitzen entspannend, einfach meine Gedanken unzensiert laufen zu lassen – ach, ich muss noch sagen, die Fayrielytikerin, du wirst es kaum glauben, hockt unter ihrem Schreibtisch. Warum? Na, dass ich sie nicht sehe und mich von ihrer non-verbalen Sprache oder so beeinflussen lasse. Hört sich exzentrisch an, aber nutzt, denn ich habe nie das Gefühl, in irgendeiner Weise beurteilt zu werden. Aber ich kann dir sagen, was da alles meinem feinen Feenmündchen entfleucht, ich glaube es ja selbst kaum.
    Dir im hohen Norden auch liebe Grüße von
    Siri Buchfee
    Selma und Klausbernd lassen auch lieb grüßen, sie sind mit dem Boot hinausgefahren, um Hummer zu fangen

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    • „Fayrielytics“, das ist ja wirklich Unterhaltung auf veryfairy hohem Niveau! 🙂

      Liebe Siri, vielen Dank für den Tipp „Die unendliche Liste“. Auch ich mag Eco sehr. Ich habe auf meinem Stapel ungelesenen Bücher „Die Suche nach der vollkommenen Sprache“, wie findest du dieses Werk von deinem Meister?

      Guten Appetit, Hummer hmmm.
      Bei uns in Schweden essen wir am liebsten Kräftor (Krebse), mit allem drum und dran, du verstehst was ich meine … unsere Kräftskivor (Krebsessen) ende August sind legendär.

      Sonntagsgrüße
      Buchdame

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  23. Ja, so bleiben wir bei den nordischen Themen vom Nordlicht down to earth zu Krebs und Hummer. Und hallo, hallo, du glaubst es kaum, wir fingen 3 Hummer in Reusen, wovon wir einen, da er zu klein war, wieder ins Meer entließen. Die anderen beiden sind prächtige Exemplare, die meine Schwester Selma gerade kocht.

    Well „Die Suche nach der vollkommenen Sprache“ ist linguistisch sprachhistorisch ausgerichtet. Wie bisweilen bei Eco wird abgelegenes Spezialwissen präsentiert, dessen Relevanz ein Outsider womöglich bezweifeln wird. Aber mich als Buchfee interessieren solche Texte, da ich wie Masterchen an den Worten, der Grammatik als Ordnungssystem und deren Geschichte interessiert bin. Wir Buchfeen ernähren uns ja von Worten – und von Hummer und Krebs – und da wollen wir schon wissen, wo die herkommen. Das ist ähnlich wie bei euch Menschen, die ihr bei eurer Nahrung auf die Reinheit achtet und wissen wollt, wo sie produziert wurden.

    Bei dem schönem Wetter flattere ich nun wieder in den Garten, richte den mächtigen Eichenblock als Tisch her und schaue, ob der Weißwein kalt steht. So wird unser Sonntagsnachmittags Tea gelingen. Eigentlich sollte ich mit Selma wie unser Nachbar heute den Rasen mähen, aber wir konnten Masterchen zu einem lasziven Nachmittag auf der Terrasse überreden.

    Ich kann mich noch gut an die berühmt berüchtigten Krebsessen in Schweden erinnern. Das war Kult! Es gibt da Bilder im hochgeheimen Archiv von Masterchen: Er mit 15 bei solch einer Krebsessenfete in Mittelschweden. Masterchen im Anzug, ich bin vor Lachen jetzt noch völlig fertig.

    Silbernen Feenhauch zu dir nach Schweden
    von Siri
    „von mir auch!“ ruft Selma, den großen Topf mit den beiden Hummern bewachend

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  24. Pingback: The Hollow Earth | kbvollmarblog

  25. Pingback: Nordic Light revisited | The World according to Dina

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