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Bauhaus Weimar

Veröffentlicht am

Keine Kunst ist vorübergehend, denn der Eindruck, den sie zurücklässt, ist bleibend.
Siri und Selma, auf dem Buchfeenausflug in Weimar – fayriefrei nach Goethe

Da haben wir in den Geschichten auf Dinas Blog, jenen berühmt beliebten „Martinschen Geschichten“, die Bauhausstühle öfters erwähnt. Auf Dinas Collage unten könnt ihr sie bewundern. Was mir besonders gut gefällt: Sie schwingen und geben sich nicht starr wie Holzstühle.
Selmas Kommentar: „Sie sind po- und rückenfreundlich“.

Der Bauhausbewegung, wie auch das parallele Arts-And-Crafts-Movement in England, kam es auf Funktionalität an und so ist es verständlich, dass beide zum Feind des Schnörkels wurden. An diesen oft kopierten Stühlen fällt sofort die Klarheit des Designs auf, die sie meinem Geschmack nach zeitlos werden lassen. Und die Schreibtischlampe, ebenso oft kopiert, gefällt mir auch. Sie steht sehr gut, ist stabil und das Licht ist bestens auszurichten.

Bauhausmöbel haben zudem den Vorteil, dass sie mit vielen anderen Stilen kompatibel sind.

Vor ein paar Jahren war der letzte Schrei aus Amerika, der auch in Deutschland einige erfolgreiche Nachahmer fand, die „simplify your life“ Bewegung. Alles Unnotwendige sollte entsorgt werden. Hat dies nicht bereits das Bauhaus schon weit zuvor gemacht, alles, was nicht funktional ist, wurde wegelassen?
Siri meint: „War doch bitternotwendig, nach dem wahrnehmungsbeleidigenden Neo-Barock damals.“
Selma dagegen ist eine romantische Buchfee, die den Schnörkel liebt. Sie nennt es „verspielt“, worauf Siri ihr einen Vogel zeigt.

Auf jeden Fall, ehe hier noch der große Buchfeenstreit ausbricht, geb ich zu: Ich kann Barock und Rokkoko nicht leiden, Ich find`s zu viel, over the top! Das Auge kommt nicht zur Ruhe, es hetzt von Detail zu Detail, um eine Ganzheit zu erfassen.

Die Bauhausbewegung in ihrer Vielfältigkeit war auch politisch engagiert, sie war weitgehend sozialistisch oder zumindest sozial ausgerichtet. Funktionale, günstige Möbel und Haushaltsgegenstände klar designt und dennoch für jederman erschwinglich, das war ihr Ziel.  Aber dennoch gab`s dort diesen pikanten Widerspruch zwischen materialistischer Ausrichtung und zugleich die Anlehnung an Goethe und Steiner, die hauptsächlich Kandinsky im Bauhaus mit Hilfe von Klee und Itten propagierte.
Außerdem hat die kluge Siri schon recht, nach dem schnörkelverliebten Neo-Barock und Jugenstil musste der Stil sich wieder befreien zur Klarheit hin, die schon die Klassik, wenn auch mit stiller Einfalt, prägte.

Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend noch wünschen
Klausbernd und seine beiden liebklugen Buchfee Siri & Selma🙂🙂

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

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  1. Alle Leser werden nicht die wunderbaren Geschichten von Martin Haeusler und die ebenso empfehlenswerten Folgegeschichten von Klausbernd kennen.
    Auf den DInablog haben wir zurzeit eine Art Gallerie. Bloggende Künstler präsentieren ein Motiv und Martin liefert dazu eine Geschichte und dazu liefert Klausbernd eine Geschichte.
    Das Bild kann ich hier leider nicht einfügen, man kann es hier sehen.

    Und hier Martins Geschichte, viel Lesevergnügen!

    Endlich haben wir neue Stühle gefunden. Stühle, die uns gemäß sind.

    Nicht dass unsere alten Esstisch-Stühle uns nicht mehr gefallen würden. Gutes Design, also echte Design Originale von erstklassigen Entwerfern, das sagen wir immer wieder, so etwas altert nicht. Wie oft haben wir mit Freunden um den runden Tisch herumgesessen! Und niemand hat sich je beschwert, der “Wishbone Chair” von Hans J. Wegner ist einfach ein genialer Entwurf, beste dänische Tradition, gefertigt aus heller dänischer Eiche. Ein schöner Stuhl, da lasse wir nichts drauf kommen. Nur der Bastbezug, der hat in den letzten 28 Jahren doch etwas gelitten, der war nicht mehr so recht präsentabel.

    Ich hätte den “Wishbone Chair” ja gerne gegen einen Freischwinger eingetauscht. Gebogener Stahl, schwarzes Leder. Natürlich das Original von Mart Stam, S22, der Bauhaus-Klassiker. Wunderbar, dass diese Stühle bei Thonet noch erhältlich sind. Schon in meiner Kindheit habe ich auf solchen Stühlen gesessen. Nicht bei meinen Eltern, die bevorzugten WK-Möbel, Deutsche Werkstätten für Wohnkunst , auch nicht schlecht, aber mir als Kind hatten es diese Freischwinger angetan, die im Wartezimmer unseres Hausarztes standen, des guten alten Dr. Peters.

    Meine Frau war gegen den S22. Zu oft nachgebaut, meinte sie, hat man sich übergesehen.
    Dann haben wir den Lambert-Katalog durchgeblättert. Gut, darin ist zwar manches recht mainstream-mäßig, aber ab und an finden wir dort doch etwas, das zu uns passt. Leider keine Stühle. Der Titus in Eiche natur, der hätte uns schon gefallen, so auf den ersten Blick. Aber wir schauen halt genau hin. Und, siehe da, eine Kopie. Im Katalog steht natürlich nichts davon, aber ich hatte sofort einen Verdacht. Eine Kopie eines Art-Deco-Entwurfes, handwerklich perfekt, das muss man sagen, aber doch eine Kopie. Retro-Design können wir nicht ausstehen. Basta. Voraus-Schreiten muss man in der Auswahl seiner Möbel, Avantgarde sein, die Vorhut, sagen wir immer.

    Nach langem Suchen hätten wir uns dann fast für die Nr. 675 von Robin Day entschieden. Ein etwas sperriger Entwurf, helles Walnussholz, dazu Stahl und weißes Leder, keine einfache Kombination, aber Robin Day hat das perfekt gelöst. Die Stühle haben wir bei unserem Händler für Vintage-Möbel gesehen, Original-Zustand, wie neu, da gab es nichts auszusetzen.
    Wir haben nur noch gezögert, weil dieser Stuhl jetzt auch in Lizenz gefertigt wird. So etwas stört uns. Man kann alles etwas billiger und etwas schlechter herstellen, aber, das war und ist unser Wahlspruch, wer darauf hereinfällt, der ist selber schuld. Leider fallen viele Leute darauf herein, zu viele nach unserem Geschmack.

    Welch ein Glück also, dass uns jetzt diese Stühle über den Weg gelaufen sind. Einzelanfertigungen, von einem Künstler, der mit seinen Stahlskulpturen bekannt geworden ist. Das ist es, das war uns sofort klar. Blauer Stahl, tiefblauer Stahl, schon die Farbe hat genau die Anmutung des Nicht-Gewöhnlichen, die wir so schätzen. Einfache, gerade, fast kantige Formen, schnörkellos, aber doch nicht so an die bloße Funktion gefesselt wie die klassischen Bauhaus-Entwürfe. Man sehe sich doch nur genau die Sitzfläche an, dieses Rot, das feine Muster!

    Wir haben sofort 7 Stück bestellt. Am Monatsende werden sie geliefert. Dann muss unser Allround-Handwerker noch besonders starke Filzgleiter unter die Stahlfüße machen, damit unser Birkenholz-Parkett nicht beschädigt wird, und dann werden die Stühle eingeweiht.

    *************************************************************************

    Das war gut, nicht wahr?

    Hier kommt Klausbernd mit der Folgegeschichte:

    Vorweg muss ich es gestehen: Ich bin ein Bauhaus-Fan. Siri, meine kluge Gehilfin, meint despektierlich, mein Kunstverstand sei beim Bauhaus stehen geblieben. Mag sein, aber ist etwas dagegen zu sagen? Wohnt nicht der Funktionalität eine schöne Klarheit inne? Wer spricht hier von der Fessel der Funktionalität? Falsche Metapher! Funktionalität befreit die Schönheit zum praktischen Nutzen hin, entsorgt das Zuviel und das Unnotwendige. Ach, ich könnte geradezu im Wertther`schen Ausmaße mich in Schwärmereien verlieren – aber keine Angst, das tue ich ihnen nicht an.
    Aber ich pilgerte nach Dessau und Weimar, die “originalen” Originale zu betrachten, saß dort auf dem echten S22 und fühlte mich einfach wohl. Edle, schnörkellose Größe, ohne wuchtig und aufdringlich zu sein, und ein Sitzgefühl, ja, dieses schwingende Sitzgefühl, es erinnerte mich ans Stuhlkippeln in der Schule, wenn`s langweilig wurde, jedoch ohne die Gefahr, böse nach hinten zu fallen und dazu nach eine Strafarbeit aufgebrummt zu bekommen.
    Haben Sie schon auf solchen Stuhl, diesen legendären S22, gesessen?

    Das alles konnte ich meinem Freund nicht sagen, der mich stolz wie ein Spanier mit ein paar anderen einlud, seine neuen Stühle bei einer Drinks-Party zu bewundern. Klar doch, beim Martin haben wir Asketisches vermutet. Ich geb`s zu, ich hatte mit Dina auf den S22 gewettet und vielleicht konnte ich mich deswegen nicht auf die anderen Stühle einstellen. Okay, es mag eine Starrheit des Alters sein, dass Vorstellungen zur Verfestigung neigen. Mein zweite Gehilfin, die lebenskluge Selma grinst über solche “Altersallüren”, wie diese meine Überzeugungen frech nennt.

    Also bei dieser Drinks-Party standen wir wie üblich im geräumigen Wohnzimmer und der gemütlichen Küche herum. Wir plauderten Unverbindliches, nippten an unseren eiskalten Drinks, hielten nach Bekannten Ausschau. Ja, ich geb`s zu, mit Fremden weiß ich nie so recht, was ich bei solchen Partys reden soll. Mir fällt einfach nichts ein, für dessen Banalität ich mich nicht schämen würde. So gönnte ich mir zum Aufwärmen einen steifen Gin & Tonic und erfreute mich an dem beschlagenen Glas, das Genuss versprach, da rief plötzlich ein Kind, das ich vorher gar nicht gesehen hatte, ja, das mit Pippi-Langstrumpf-Ringelstrümpfen plötzlich unter uns stand:
    “Auf den Stühlen kann keiner sitzen!”
    Betretendes Schweigen …

    Jedem wurde blitzhaft klar, dass wirklich keiner saß. Selbst die Älteren standen, wenn auch etwas vornüber gebeugt, Frau Blau prustete in ihr Sektglas, dass es nur so perlte, und Dina hielt sich das Taschentuch vorm Mund gepresst, um einen Lachanfall vergeblich zurückzudrängen. Szintilla, die mit Per Magnus gerade eingetroffen war, schaute sich erst stirnrunzelnd in der Runde um und fragte dann freundlich:
    “Warum denn nicht, mein Kind?”
    “Na, das weiß doch jeder, schöne Stühle müssen rosa sein, zu den Schleifchen in meinem Haar passen.”

    Liebe Grüße an alle,
    Dina
    die heute in der Hitze unterwegs war und keine Zeit fürs Bloggen hatte, puuuh.🙂

    Antworten
  2. Das Irritierende am schönen Bauhaus-Stil, den ich sehr mag – ist, dass viele Menschen ihn ablehnen. Das vielleicht schlagendste Beispiel ist die Weißenhof-Siedlung in Stuttgart, zu der übrigens auch der Mart Stam, der den S22-Stuhl entworfen hat, ein Reihenhaus beigetragen hat

    ((( ein Bild: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Weissenhof_Stam_1.jpg&filetimestamp=20050824130554)))

    , das ein wenig aussieht wie Schwiegermutters Reihenhaus im Bergischen, was jetzt aber kein Gegenargument sein soll.
    Sowohl bei der Weißenhof-Siedlung wie auch bei Schwiegermutter im Bergischen zeigt sich, dass die Leute die Architektur verändern, so gut sie können. Sie malen die weißen Häuser bunt an, verkleiden die Fassaden mit (möglichst auch noch unechten) Klinkern, ersetzen die Original-Fenster durch Fenster mit innen eingeklebten Sprossen, die irgendwie altertümlich gemütlich wirken sollen, sie reißen die Eingangstreppen ab und bauen neue mit Kopfsteinpflaster. Andere bauen über den Eingang noch einen Eingang-Baldachin, diejenigen, die mehr investieren, setzen oben auf das Flachdach noch ein Spitzdach drauf, möglichst jeder ein eigenes.

    Die Entwürfe, so denke ich, kommen nicht an. Ich weiß nicht, ob da mal jemand eine Umfrage gemacht hat, aber ich wette, dass 80 % der Menschen gerne in einem Fachwerkhaus leben würden, so einem richtigen Hexenhäuschen, allerdings mit einer hochmodernen Küche drin und einer Doppelgarage daneben. Oder in einem Haus, das die Leute, weil sie zu arm waren, um richtiges Baumaterial zu kaufen, aus Steinen gebaut haben, die sie am Strand gesammelt haben (;–)).

    Warum gilt das Altertümliche als gemütlich? Alle in eine als „gute alte Zeit“ verklärte Vergangenheit vernarrt?

    Antworten
    • Ich habe fünf Jahre lang in Norfolk in einem richtig idyllischen Country-Cottage gewohnt, dessen Grundmauern bis ins 16. Jh. zurückgingen. Im Sommer war`s sehr gemütlich, Rosen rankten an den Außenwänden, es war verwinkelt, was irgendwie wohl viele mit gemütlich verbinden, und es besaß breite, wenn auch wurmzefressende Eichendielen. Im Winter war`s aber mit der Gemütlichkeit zu Ende. Die zwei offenen Feuer hielten das Cottage gerade mal so warm, dass ich im Wintermantel am Schreibtisch sitzen konnte. Und feucht war es auch, da es öftters über die Jahrhunderte von der Flut getroffen worden war. Seitdem scheint mir Romantik mit Unbequemlichkeit verbunden zu sein.

      Ich liebe Baughaus-Häuser, deren Zuschnitt klug durchdacht ist. Aber du hast recht, ich kenne ein Original Bauhaus Haus in Berlin-Steglitz, das durch einen modernen Anbau völlig verhunzt wurde. Ich glaube der Bauhausstil wird deswegen von einigen abgelehnt, da sie ihn als kalt empfinden. Zugegeben, ich möchte auch nicht in einer konsequent durchstylten Bauhauswohnung leben, aber gegen solch einen funktionalen und bequemen Bauhausstuhl hätte ich nichts einzuwenden. Ich besaß mal eine Corbusier-Liege, ähnliches Design.

      Das mit den Steinen vom Strand, das stimmt hier nicht. Man hatte genug Baumaterial und zwar Zielsteine, die fast jedes der großen Güter brannte. Aber direkt am Meer mussten die gegen Verwitterung geschützt werden, deswegen setzte man Pebbles (Flint) davor. Die durften keineswegs vom Strand geholt werden, darauf stand als Strafe die Deportation nach Australien. Mein Freund Ray nimmt immer Pebbles mit nach Hause, da er mal nach Australien reisen möchte. Die „offiziellen“ Pebbles kommen aus Steinbrüchen oder Kiesgruben ein paar Meilen im Land.
      Die Spitze der Romantik sind hier die Häuschen, die auch innen Pebble-Wände haben. Bring da mal nur ein Bild an, geschweige denn ein Buchregal.

      Ich glaube „die gute alte Zeit“ ist eine Projektionsfläche, in die man all die deutsche Märchen-Romantik hineinsehen kann. Der Projizierende weiß oft wenig, wie der Normale damals lebte und packt alles, was er vermisst, in diese Zeit hinein. Die Vergangenheit bietet sich also an, idealisiert zu werden, deswegen ist die alte Zeit die gute.

      Liebe Grüße aus dem sonnigen nachmitäglichen Cley next the sea
      Klausbernd und seine beiden fröhlichen Buchfee Siri & Selma, die froh sind, in einem gut isolierten Haus mit Doppelfenstern aus den achtzigern Jahren zu wohnen. Außerdem gibt`s bei uns große Räume, in denen man sich nicht ducken muss gemäß des beliebten Birdwatcher Spruchs „dug or grouse“😉

      Antworten
      • Ach, lieber Klausbernd, erinnerst du Dich, dass ich im Winter 1990 (?) mit Dir am offenen Feuer in ebendiesem Country-Cottage gefroren habe? Ein Erlebnis, das leider mein Verhältnis zum Wetter in Norfolk entscheidend geprägt hat
        ….
        Das mit den Cobblestones und den Ziegelsteinen wusste ich nicht – man lernt eben nie aus.

  3. Ja, ich kann mich noch gut erinnern. Wann`s war, kann ich mich ebenfalls nicht mehr genau erinnern.
    Im Winter ist hier Regen- und Sturmzeit, da ist ein Cottage nur für harte Frauen und Männer geeignet. No wimps! Non romantics!
    Na, aber hallo, bei deinem Häuschen in Nordspanien ist doch das Wetter hoch gewöhnungsbedürftig – kam mir zu Ohren.

    Schönen Abend noch
    Klausbernd
    Die Buchfeen Siri & Selma sind ausgeflogen zum Meer, den Sonnenuntergang zu bewundern

    Antworten
    • Im Winter in North Norfolk dreht sich alles um dieses eine Thema: „how to keep warm“.
      Martin, Klausbernds Freund, der leider verstorben ist, schrieb ein Buch unter dem Pseudonym Quentin Quatermain; „The rain on my face“. Das Buch ist in vier Jahreszeiten eingeteilt und man erfasst schnell, Winter in Norfolk ist seriously cold!🙂
      Ich liebe den Winter, auch in Norfolk. Ich mag es gemütlich warm, aber der ganze Charme des rauhkühlen Wintertages am Meer besteht für mich aus dieses Ritual den Kamin anzumachen, Kerzen anzuzünden, sich vorm Feuer with a nice cup of tea zu wärmen … Nicht?🙂

      Antworten
      • Nur zur Sicherheit, damit keine Missverständnisse aufkommen: Es gibt zwei Martins, der eine von beiden, nämlich ich, der lebt noch und kann sogar noch Radfahren …

      • Selma Buchfee

        Dear Martin from the Rhine Valley

        Ich glaube nicht, dass Martin aus Cley Rad gefahren ist. Er war ein großer … emhmm … und emhmm und Geschichtenerzähler, er hätte bestimmt eine Folgegeschichte zu deinen Martinschen Geschichten geschrieben.🙂 Ungefragt und so.
        In seinem Buch „The rain on my face“ spielt unser Master eine wesentliche Rolle (Prospero), Dina und ich sind ganz entzückt, weißt du was, er hat Masterchen ein Hund als Begleiter angedichtet und weißt du was, es ist ein Golden Retriever. Ja genau, ein Hund wie Lisa-Monsterchen von Ocean und wie unser Jiiipppsiiirii in Bonn, wenn das kein Wink ist…
        Dina, Siri und ich haben sooo viel Abenteuerliches von diesem Martin gehört, kanntest du ihn, vielleicht? Siri meint, sein Leben wäre eine gute Buchvorlage.

        Schönen Sommertag dir,
        ich muss schnell in den Garten, der Hausfasan ohne Schwanzfedern verscheucht gerade meinem Freund Robin (Rotkelchen)!

        Selma Buchfee

      • „Hausfasan ohne Schwanzfedern“ – ein schwieriges Rätsel …… grübelnd …….. vielleicht hilfst du mit einem Foto ….. aber andererseits ist ein schwanzfederloser Hausfasan, der sich in der Fantasie des Lesers aufplustert, ja doch schöner als jeder leibhaftig flatternder Vogel.

      • Naja, also „seriously cold“ wird es an der Küste Nord-Norfolks nie. Im letzten Winter gab es die seit zehn Jahren niedrigste Temperatur, die gemessen wurde: zwei Grad C plus. Aber es fühlt sich mächtig kalt an, wenn der Sturm über die Marschen peitscht und das noch mit einigen fast waagerecht einem entgegenfliegenden Regenschauern. Winter ist Sturm hier, Sturm teilweise so stark, dass man draußen umgeworfen wird. Ich liebe diese Sturmtage, wenn`s im Kamin pfeift und alle Türen trotz Verkeilung klappern. Nun stellt euch das aber mal in einem feuchten Cottage mit zugigen Fenstern – nix Doppelverglasung – vor und nur eine oder zwei offene Kamine. Na, da zittert ihr schon bei der Vorstellung. Das ist Cottageromantik im Winter😉
        Ganz liebe Grüße aus dem heute sonnigen Dorf am großen Meer
        Klausbernd und seine beiden Buchfeen Siri & Selma🙂🙂

    • Ja, da hast Du recht, man glaubt es kaum, wie schlecht das Wetter im Norden Spaniens sein kann.
      Von da kenne ich übrigens auch das Problem, das du weiter oben angesprochen hast, dass Wände aus Natursteinen innen schön aussehen, man aber nur schwer Bilder oder ähnliches an die Wand hängen kann. Eine große Wand haben wir (auch deshalb) schon ganz mit Holz verkleidet, die andere große Wand würde ich heute auch nicht mehr so lassen, sondern komplett verputzen …. aber jetzt bleibrt es so, habe genug zu verputzen. Einen schönen Sommertag! M.

      Antworten
  4. Wackelstühle kann ich (108 kg) überhaupt nicht leiden – noch nie konnte ich das! Egal ob Bauhaus oder Büro. Neee. Omas Küchenstuhl – für mich gibt es nur noch eines, was besser zum Sitzen geeignet ist: Der Fußboden vor meiner Couch.

    Antworten
    • Trotz Bauhaus-Wackelstühlen sitze ich mit meinen knapp über 70 kg aber auch gerne auf dem Boden – auf meinem gelben Teppich, nach der Devise meiner Eltern „Immer auf dem Teppich bleiben“😉
      Lieben Gruß an dem Emil und noch `nen feinen Tag
      Klausbernd und seine munteren Buchfeen Siri & Selma

      Antworten
  5. Liebe Siri und Selma,
    es ist immer interessant Eure Blogartikel zu lesen, das macht Ihr ganz prima!
    Veldigt trävligt!

    Bauhaus finde ich, ist sehr gut gealtert. Bauhaus in Weimar würde ich selbst gerne erleben, es steht jetzt ganz oben auf meine Reiseliste, ich war leider nie dort.

    Ich habe die letzte Collage groß angeklickt und was lese ich dort oben auf dem gelben Blatt …? You are impressed? You Siri, the Bookfairy and Selma, the Picturefairy …? Wo habt ihr Euch schon wieder verewigen lassen?🙂

    Herzliche Grüße aus dem hochsommerlichheißen Stockholm
    Eure Buchdame

    Antworten
    • Well, you are impressed, aren`t you, of us having been to Weimar and the Bauhaus-Museum. Of course, we bookfayries do like it to write in guestbooks. And you spotted it – well done! We also did write our „Siri & Selma, Bookfayries, have been here“ in the guestbook of the Moderna Muset in Stockholm. Have a look!

      We wish you a very pleasant day – and did we tell already? For us Stockholm is the most beautiful city in Europe. When we were young bookfayries we dreamed of having an appartnent in the idyllic gamla stan, now we know that`s unaffordable for bookfayries.

      Love from
      Siri & Selma

      Antworten
  6. Hei Klausbernd, liebe Buchfeen

    Bauhaus wirkt gut, die Richtung folgen wir in Skandinavien auch. Der schnörkellose Stil, klare Linien, gute Qualität, beste Rohmaterialen sind typische Merkmale für „made in Scandinavia“.
    Norwegen hat ein paar Exportschlager was Stühlen betrifft und Dänemark dürfte in dieser Hinsicht jeden ein Begriff sein.

    Mein Sohn möchte Architektur studieren (macht Abitur nächstes Jahr in Tromsø). Vor 2 jahren waren wir in Weimar, was für eine Stadt! – daher glaube ich die imposante Treppe in der Univeristät zu Weimar in der letzen Collage zu erkennen. Unweit der Uni besuchten wir in das Bauhausuniversität Weimar. Ich habe selten so etwas erlebt, es war fast magisch. Ein Ort der Elite mit so viel Charisma, bitte Daumen fest drücken, dass Knut Olav einen Studienplatz dort bekommt.

    Herzliche Grüße aus Svalbard
    Per Magnus

    Antworten
    • Bevor ich jetzt weiter an meinem Steg zimmere, liebe Grüße nach Stockholm und Longyearbyen.
      Ja, der Bauhaus-Stil hat schon eine Nähe zum skandinavischen Design, im Grunde ist auch das Markenzeichen IKEAS, schnörkellos zu sein, aber mit den guten Materialien und gediegener Handwerkskunst hapert es bei diese Möbelhauskette. In England ist sie übrigens sehr erfolglos. Ich müsste eine Strecke fast 3 Std. bis zum nächsten IKEA fahren. Meine Freunde hier würden sich jedoch nicht „such simple furniture“ ins Haus stellen. Bei ihnen sind Plüschsofa, alte Ohrensessel und Krimskrams äußerst beliebt. Das macht für sie Gemütlichkeit aus. Der Begriff „cosy“ (gemütlich) ist für den Briten meist an der Tradition ausgerichtet. Gemütlich ist, was den Flair des Alten besitzt. Vielleicht trauern ja so die Britain ihrer großartigen Vergangenheit nach. Am liebsten würde man wie in den Romanen von Charles Dickens wohnen. Ich geb`s, mit Dina & Tantchen wohnte ich Anfang des Jahres in den Niederlanden in einem kleinem Hotel, das völlig bis hin zum Auftreten der Landlady im Stil von Dickens gestaltet war. Ich fand es urgemütlich.

      Lieber Per Magnus, auch Siri, Selma und ich finden Weimar sehr, sehr inspirierend und dazu noch einen wunderschönen Ort. Wir drücken Flügel und Daumen, dass Knut Olav einen Studienplatz dort bekommt. Wird schon klappen.

      Liebe Grüße aus dem kleinen Ort am großen Meer, wo es heute drunter und drüber geht, da Alan Bennett (Autor des Bestsellers „Die souveräne Leserin“ > siehe meinen Blogbeitrag dazu) hier liest
      Klausbernd und seine emsigen Buchfeen Siri & Selma🙂🙂

      Antworten
  7. Guten Tag🙂

    nun hab ich mal nicht nur deinen Blogeintrags-Text gelesen, lieber Klausbernd, sondern auch noch die Kommentare mit ..das tu ich gern in Ruhe, da sie ja den geschriebenen Text noch schön ergänzen.

    Bequem sind diese schwingenden Stühle, das finde ich zumindest .. sehr angenehm zum Sitzen. Rein optisch ..geht’s mir allerdings doch wie Selma, der romantischen Buchfee🙂 denn ich mag die Schnörkel und das Verspielte – und auch die alten Cottages und Fachwerkhäuschen.

    Rein optisch…. und ich gehe sogar noch weiter .. mag die fröhlich bunt gestalteten Gebäude von Hundertwasser – der Anblick hebt automatisch bei mir die Stimmung. Da passe ich dann zu den 80%, die’s gern bunt haben und das schlichte Weiß anmalen würden. Mit Hingabe hab ich die Wände im Wohnzimmer hier rot angemalt – also rot-weiß und einen Kreisbogen rein. Rot ist DIE Farbe für mich.

    Aaaber – der praktische Aspekt ist nicht außer Acht zu lassen. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese urigen alten Häuschen vor allem im Winter nicht einfach zu heizen sind. Denn ich bin in einem uralten Haus aufgewachsen, wo es morgens erstmal galt, die Briketts und Kohlen aus dem Keller bereitzustellen, und die Einzelöfen in den Zimmern anzufeuern. Die Asche zu rütteln und raus- bzw. runterzubringen … Und das einzigartige Erlebnis eines völlig ausgekühlten Hauses nach nur einem verlängerten Wochenende im Urlaub, eingefrorene Wasserleitungen inclusive .. nun ja, es war unvergeßlich, aber ich wär auch nicht scharf auf eine Wiederholung😉

    Darum hat das Praktische schon Vorrang für mich ..darum haben wir auch ein Haus neu gebaut (selbst) statt ein altes zu kaufen – und der soziale Aspekt des „praktisch UND bezahlbar“ ist natürlich ganz wichtig.

    Die Weißenhofsiedlung sagt mir auch was ..ich hab einige Zeit in Stuttgart gelebt.

    Nun schick ich ganz herzliche Wochenendgrüße zu dir und den beiden lieben, kreativ-inspirierenden Buchfeen🙂

    Ocean

    Antworten
  8. Liebe Ocean,

    ich selbst lebe in einen bunten Stilmischung von schnörkelig bis klare Formen ohne Firlefanz. Das finde ich gemütlich. Zur Gemütlichkeit trägt ja sehr bei, das sie auch praktisch ist, sonst wird`s ungemütlich. Mein Haus ist eine witzige Mischung: Eigentlich ja noch modern, 80iger Jahre, aber mit Pebbles im traditionellen Stil gebaut. Durch die Bewachsung mit weißer und dunkelvioletter Clematis, Spalierpflaumen, Wein und weißen Wüstenjasmin sieht es sehr viel älter aus.
    Auf der einen Seite schwärme ich für den klaren Bauhausstil, auf der anderen Seite fühle ich mich wohl in einem Stilekklektizismus. Irgendwie bin ich das. Egal welcher Stil es ist, ein völlig durchstilisiertes Haus kommt mir immer unpersönlich vor.

    Ich wünsche dir wieder sonniges Wetter und noch ein wunderfeines Wochenende
    liebe Grüße
    Klausbernd
    Siri & Selma sind gerade unterwegs, „in geheimen Buchfeenangelegenheiten“ murmelten sie nur, schon waren sie weg.

    Antworten
  9. Liebe Ocean,

    du hast ja eine wichtige Frage aufgeworfen, nämlich „was ist gemütlich?“ Und das scheint gar nicht so individuell zu sein, denn viele von euch Menschen stimmen darin überein, was für sie gemütlich ist und meist können wir Buchfeen da zustimmen. Ach so blöd, ich würde ja gerne mit meiner Schwester hier eine Diskussion darüber anzetteln, was gemütlich ist. Well, auf jeden Fall sagt das Wort, es ist etwas für`s Gemüt. Masterchen möchte jedoch aus Termingründen gleich einen Artikel zum 70. Geburtstag von Sten Nadolny morgen veröffentlichen. Da befürchte ich, dass aus der Gemütlichkeitsdiskussion nix wird – oder doch?

    Ganz liiiiiebe Grüße an dich und Hundi
    Buchfee Siri
    meine Schwester Selma lässt auch herzallerliebst grüßen

    Antworten
  10. Liebe SiriFeelein,

    wie schön, du bringst wieder ein deutsches Lieblingswort von mir ins Spiel. Gemütlichkeit geht weit über die Sprachgrenze, wie Gesamtkunstwerk, Weltschmerz und andere Wörter aus der Romantik.

    Wie machst du es dir gemütlich in deinem Buchfeenleben? Der Master? Deine Schwester?

    Also, wenn ich sage, „ich gehe jetzt nach Hause und mach’s mir gemütlich“ bedeutet es in erster Linie, dass ich zu Hause eine Entspannung und Entschleunigung erlebe. Mein Gemüt kann sich quasi (ist quasi eigentlich ein Wort das ich entsorgen sollte, weil überflüssig?) entspannen🙂 und ich tue und mache was ich am liebsten tue. Das kann mal ein Buch lesen sein, Film Sehen, am PC arbeiten, den Kamin anmachen, ein Gläschen Wein trinken und ein gutes Gespräch führen.´

    Ein gemütliches Zuhause nennt man in Norwegen trivelig, koselig, die Dänen sagen hyggelig, die Briten cosy, comfy, man fühlt sich einfach wohl. Die Atmosphäre ist warm und einladend. Bauhaushäuser äußerlich gesehen finde ich gut bis sehr ansprechend, ich glaube, ich möchte nicht in solch einem Haus wohnen. Ich kenne nur die Prototypen wie sie in Weimar vorgestellt wurden – sie waren eher ungemütlich, die Betonung lag stets auf das Zweckmäßige. Ungewöhnliche Fensterhöhe wegen Lichteinfall etc, Zimmereinteilung auch höchst fragwürdig vom gemütlichen Prinzip hier gesehen.
    Das Gegenstück zu dieser Ungemütlichkeit ist eine englische Cottage (Rosamunde Pilcher oder die Cottages in „Inspector Barnaby“), Fachwerk, Laura Ashley, Runde Tische , niedrige Decken, Rosen, Hecken und das volle Programm.

    In Leiden, NL waren wir in einem Möbel-Antiquitätenladen der mir 100% gefallen hat. Auch eine Art von Gemütlichkeit, obwohl sehr durchgestylt, mit einer schönen klaren Linie. Alte englische Mahagonivitrinen und Bücherschränke, real Beauties + moderne, bequeme, edle einladende Stühle und Sessel in warme Farben wie Rot und Gelb, schnörkellose Lampen und Kleintische, der Stilmix war der Clou, nichts Überflüssiges und doch sehr gemütlich.

    Liebe Grüße dir und Selmafee mit ganz viel Feenhauch #######
    den Master und den Besuch in Rhu Sila ebenso

    Dina

    Antworten
    • Ja, was ist Gemütlichkeit für uns hier? Entschleunigung ist ganz wichtig, aber wie wir schon mal schrieben „Norfolk slows you down“. Hier hetzt keiner und dann ist es für mich stets wie eine Zeitmaschiene ins 19. Jh., wenn ich nach Hause, nach Cley next the sea komme. Oh dear, jetzt oute ich mich, ich finde nämlich eine gewisse Ordnung gemütlich, da sitze ich dann meinstens auf meinem gelben Teppich und lese oder schreibe, mache ich auch oft auf dem Bauch liegend und wenn wie jetzt das Abendlicht in die großen Fenster fällt, finde ich das urgemütlich. Ich höre auch kein Geräusch außer den Ruf der Vögel. Stille ist für mich gemütlich, naja und alles, was Dina schreibt. Gespräche mit Freunden am Kamin, Schach spielen, Vorgelesenbekommen oder Vorlesen finde ich gemütlich. Größere Räume finde ich gemütlicher als kleine und Bücherwände wirken äußerst gemütlich auf mich wie auch schöne Pflanzen im Raum, der jedoch nicht zu vollgestopft sein darf.
      Wichtiger als Haus und Möbel ist für mich die Stimmung, die Hausherr und/oder die Hausherrin verbreiten.
      So, dies fiel mir auf die Schnelle, da ich bis eben im Garten arbeitete – 6 Stunden lang! – und gleich essen muss, sonst falle ich um.
      Ganz liebe Grüße aus dem gemütlichen Ort am Meer
      Klausbernd und seine beiden Buchfeen Siri & Selma🙂🙂

      Antworten
  11. Lieber KB,
    deinen Artikel habe ich, einschließlich der Kommentare, gerne gelesen. Ich teile mit dir die Liebe zu den klaren Formen und stimme Selma zu, das die Schwingsitzmöbel rückenfreundlich sind, da ja bekannterweise alles Leben Schwingung ist.
    Nicht teilen kann ich deine Einschätzung „Funktionale, günstige Möbel und Haushaltsgegenstände klar designt und dennoch für jederman erschwinglich, das war ihr Ziel“. Abgesehn von der Tatsache das die Bauhäusler ein ziemlich elitärer Verein waren, war eine Ihrer Prinzipien mit den bestmöglichen Materialien zu arbeiten. Tom Woolfe hat in seinem zugegeben polemischen Essay „From Bauhaus to our house“ (auf die Architektur bezogen) das sehr schön auf den Punkt gebracht:
    „Kurz: der herrschende Architektur-Stil in diesem, dem Babylon des Kapitalismus [Amerika] wurde der Soziale Wohnungsbau. Sozialer Wohnungsbau, wie er von einer Handvoll Architekten in den Verbünden inmitten der Trümmer Europas in den frühen Zwanziger Jahren entwickelt worden war, wurde nun hoch und breit aufgetürmt, in Form von Kunstgalerie-Anbauten, für altehrwürdige Ivy-League-Universitäten, Museen für Kunstmäzene, Eigentumswohnungen für die Reichen, Firmensitzen, Rathäusern, Landhäusern. Arbeiterwohnungsbau für jeden Zweck, außer für Arbeiter zum Wohnen.“
    Liebe Grüße aus dem herrlich regnerischen Berlin. Der Sommer macht eine kleine Pause und wir atmen endlich wieder richtig durch.
    Georg

    Antworten
    • Lieber Georg,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar. Klar, die Bauhausgruppe war elitär und Theorie und Praxis klafften bei ihnen wie üblich auseinander und was dann aus den Ideen später wurde …
      Du hast wahrscheinlich recht, Tom Woolfe liegt in seiner witzig formulierten Polemik gar nicht so falsch.

      Liebe Grüße nach Berlin
      Klausbernd, Siri & Selma, Buchfeen

      Antworten
      • … eine interessante Frage, die ich aber nicht beantworten kann, wäre ja, wie teuer die Bauhausmöbel damals gewesen sind, als sie neu waren. Man muss dabei dann noch berücksichtigen, dass man damals Möbel nicht unbedingt von der Stange gekauft hat, sondern häufig beim Schreiner um die Ecke anfertigen ließ. Der Schlafzimmerschrank meiner Großeltern von 1923, der bei mir im Keller sich gegen den Schimmel wehrt, war beispielsweise eine solche Schreinerarbeit.
        Andererseits ist es offensichtlich, dass die Bauhaus-Architekten ihre Haus-Entwürfe für einen kleinen, nicht nur elitären, sondern auch sehr wohlhabenden Kundenkreis gemacht haben. Die damaligen Siedlungshäuser für die ärmeren Leute folgten völlig anderen Bau-Ideen. Hochmodern waren im Siedlungsbereich damals solche Häuser:

        Klar erkennbar rückwärtsgewandt, gemütliches Landleben suggerierend. Wobei wir wieder bei der Frage der Gemütlichkeit wären.

  12. Ich kenne ein Bauhaushaus in Berlin, in dem ich wohne, wenn ich Berlin weile, das sowohl von innen – damit meine ich Türen und Einbauschränke – als auch von außen reiner Bauhausstil ist. So wie die Bewohner es jedoch beleben, wie sie es eingerichtet haben, ist gar nicht bauhausgemäß und es wirkt sehr gemütlich. Dieses Haus ist allerdings ganz und gar kein Arbeiterhaus im Park gelegen mit großer Terrasse, offenen Kamin und großen Räumen.

    Im Bauhausmuseum im Weimar nahm ich voriges Jahr an einer Führung teil. Ich meine mich zu erinnern, dass die Bauhausmöbel erschwinglich waren, ja, dass es das Bestreben der Bauhaushandwerker war, diese Möbel zu einem Preis anzubieten, den sich eine normale Familie leisten konnte. Da sind dann die Materialien nicht mehr ganz so edel.

    Liebe Grüße aus dem jetzt gewittrigen Cley
    Klausbernd

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