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Sten Nadolny

Veröffentlicht am

John blickte ins Eis, studierte die Formen und versuchte zu verstehen, was sie bedeuteten …

Sjuøane  Foto: Klausbernd Vollmar

Am 29. Juli feiert der in Brandenburg geborene Schriftsteller Sten Nadolny seinen 70. Geburtstag. Happy Birthday! Uns hat besonders sein Roman „Die Entdeckung der Langsamkeit“ gefallen, den Masterchen uns abends vorlas. Dieser Polarforscher John Franklin, der Held des Romans, war einer der vielen, dessen Expedition scheiterte. Die Suche nach ihm ließ so viele Expeditionen wie nie in der Nord-West-Passage herumirren und es gab bald selbst Suchexpeditionen nach verschollenen Suchexpeditionen. Huch, und die gescheiterten Franklin-Männer sollen einen Kameraden verspeist haben. Aber das ist zu schockierend und wir wollten ja über Nadolny schreiben, der uns John Franklin als ungewöhnlich langsamen Mann sympathisch schildert. Das ist auch, wie Siri Buchfee recherchierte, sehr wahrscheinlich, denn John Franklin war eigentlich viel zu alt für solch eine Erkundung der Nord-West-Passage, die erst Amundsen aus Dinas Heimatort bezwang. Franklin bekam das Kommando über diese Expedition, da alle zuvor Gefragten ausfielen.

Den Roman im Kuschelbettchen hörend, fanden wir das ein grandioses Scheitern, jedoch sind wir heilfroh, nicht dabei gewesen zu sein, aber Buchfeen hätte man sicher nicht verspeist, wir taugen nicht einmal zur Vorspeise.

Wer richtig gute Romane über Arktisexpeditionen liebt, dem seien unbedingt Sten Nadolnys „Die Entdeckung der Langsamkeit“ und von Christoph Ransmayr „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ empfohlen. Wir lieben diese beiden Romane und das nicht nur vom Inhalt, sondern  auch vom Stil her. Viel Spaß beim Lesen und Achtung, es wird bitterkalt.

Liebe Grüße aus Masters Bibliothek von Siri & Selma, Buchfeen🙂🙂, die gerade lasen, dass John Franklin schon als Kind so langsam war, dass er keinen Ball fangen, aber dafür eine Stunde und mehr still stehen konnte. So beschreibt Nadolny seinen Helden zu Beginn von „Die Entdeckung der Langsamkeit“.

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

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  1. Beeindruckend war für mich diese unglaubliche Langsamkeit über die ersten Seiten. Ich wurde innerlich schon unruhig, da doch in der schnelllebigen Welt alles gestern fertig sein muss. Dann das Begreifen, in dieser Ruhe eine lebensrettende Entscheidung zu treffen. Genial. Danke für den Tipp; ich werde das Buch nochmals lesen.
    lg magdalena

    Antworten
    • Liebe Magdalena,

      zumindest in der Hoch-Arktis, dort wo Franklin herumirrte, haben wir sozusagen eine andere Zeit. Zeit und Raum sind in der Arktis schwer einzuschätzen. Bei der Zeit fiel es mir immer schwer, wegen der Eintönigkeit. Ich fuhr mit dem Eisbrecher z.B. die nördliche Fram-Straße, da wird langsam mit 2 Knoten (Fußgängergeschwindigkeit) das Eis gebrochen und geschoben und du siehst so weit das Auge reicht eine eintönige Eis-Wasserwüste, Tag für Tag das Gleiche, außerdem hast du keine gewohnte Rhyrthmusvorgabe von Tag und Nacht. Das lässt die Zeit verschwimmen.
      Der Raum wird uneinschätzbar wegen arktischer Spiegelungen an den Inversionsschichten (Fata Morgana, Doppelsonnen, Halos etc.) und wegen einer glasklaren Luft ohne Lichtbrechung durch Wassertröpfchen. Was nah zu liegen scheint, kann drei Tagesreisen erforden. Die Unwägbarkeit von Zeit und Raum lässt dich in der Arktis ruhig werden, alles entschleunigt sich, so wie ja auch Kälte physikalisch gesehen eine Entschleunigung auf der Teilchenebene ist.
      Franklin, der Gegentyp zu Amundsen, passte perfekt in diese Landschaft und heute wissen wir, dass Franklin nicht durch Unfähigkeit scheiterte, sondern wegen dieser neuen Erfindung, nämlich der Konserven. Franklich nahm als erster Konserven als Proviant mit. Nur leider wusste man damals nicht, dass man Lebensmittelkonsenserven nicht mit Blei verlöten durfte. Die Franklinexpedition scheiterte an Bleivergiftung.
      Das Gegenteil zu Franklin war Amundsen, dessen Markenzeich die Schnelligkeit war. Das hat natürlich den Vorteil, dass mit weniger Gewicht „gereist“ wurde. Amundsen vollende das, wonach Franklin suchte, nämlich die Durchfahrt der Nordwest-Passage. Er war anders angepasst, nämlich an die Lebensweise der Inuit, die für die Engländer „die Wilden“ waren, von denen man nichts lernte.

      Liebe Grüße von der sonnigen Küste Norfolks und noch einen geruhsamen Sonntag
      Klausbernd und seine beiden Buchfeen Siri & Selma🙂🙂

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  2. Ein wunderbarer Roman! Danke für die Erinnerung daran!
    Es grüsst herzlich der Jarg

    Antworten
    • Lieber Jarg,

      ich bin auch ein Fan von „Der Entdeckung der Langsamkeit“. Danach las ich noch Nadolnys „Ein Gott der Frechheit“, das ich mit einem ironischen „nett“ bezeichnen würde. Dort ist speziell der Schluss nicht überzeugend.

      Herzliche Grüße vom kleinen Dorf am großen Meer
      Klausbernd und seine liebklugen Buchfeen Siri & Selma

      Antworten
      • Lieber Klausbernd,
        ein kleiner Klassiker ist auch „Netzkarte“ von 1981 über einen jungen Mann, der einen Monat lang ohne Ziel kreuz und quer mit der Bahn durch Deutschland fährt …
        Herzlich grüsst aus großer Stadt am Fluß
        der Jarg

  3. Das hoffe ich doch sehr, dass niemand auf den Gedanken kommt, süße kleine Buchfeen zu verspeisen!

    Herzeliche Grüße aus Longyearbyen

    Per Magnus

    der wieder den Nadolny liest

    Antworten
  4. Hallo Klausbernd,
    als „Entdeckung der Langsamkeit“ hatte ich einmal unsere Bootstour auf dem narrowboat im vergangenen Jahr beschrieben.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

    Antworten
    • Liebe Buchfeen,😉 nein, da bin ich mir sicher, Buchfeen taugeen nicht auf den Speiseteller. Ihr seid für Höheres bestimmt.

      Lieber Pit,
      was ist ein narrowboat, (ja klar ein schmaler Boot, aber wie) und wo habt Ihr diese Bootstour gemacht?

      Liebe Sonntagsgrüße aus den vielen Kanälen Stockholms
      Eure Buchdame

      Antworten
      • Hallo Buchdame,
        ein „Narrowboat“ ist ein ganz spezieller Bootstyp, der für die englischen Kanäle, wie sie zu Beginn des Industrialisierungszeitalters gebaut wurden, entworfen wurde. Entspechend der Abmessungen der Schleusen, denn da mussten diese Boote ja durchpassen, waren sie maximal 70′ [= 21 Meter] lang, aber nur knapp 7′ [also weniger als 2,10 Meter] breit. Wirklich „narrow“! Wenn ich mit ausgebreiteten Armen in der Kajüte stand, konnte ich ohne jegliche Probleme beide Seitenwände berühren. Ich habe sie immer wieder, was das Format angeht, mit einer kubanischen Zigarre verglichen. 😉 Aber wie schmal sie auch immer sein mögen, die Länge wiegt Alles wieder auf: sie sind mit Allem, was man für einen Urlaub braucht, eingerichtet, und haben, je nach Bootstyp, Platz für bis zu 14 Personen. Dann wird’s aber doch etwas eng. Unseres war über 14 Meter lang und nur für zwei: das war prima. Du kannst es übrigens hier [http://tinyurl.com/ce7d97j] sehen. Und noch viel mehr dazu, und über die gesamte Bootstour, wenn Du einfach etwas in diesem „Bilderbuchblog“ [http://pitsbilderbuch.wordpress.com/] vor und zurück blätterst.
        Die Tour haben wir in einem Teil Englands gemacht, den ich immer als „Heart of England“ bezeichne: beginnend auf den Stratford-on-Avon Canal kurz oberhalb von Shakespeare’s Geburtsstadt, den Kanal bis dahin hinunter, dann den Avon runter nach Tewkesbury, den Severn rauf über Worcester nach Stourport, von da über Kanäle nach Birmingham, und dann wieder über zuletzt den Stratford-on-Avon Canal zurück nach Wootton Wawen, unserem Ausgangspunkt: 14 absolut wunderbare Tage. Der „Reisebericht“ darüber ist in meinem „Bilderbuchblog“ immer noch „in der Mache“, aber ich bin fast durch. Kannst ja gerne mal drin herumblättern: würde mich freuen.
        Apropos diese Bootstour: gestern Abend, als ich wieder einmal in meinen und ihren Bildern dazu geblättert habe, habe ich zu meiner Frau gesagt, ich könnte sofort losfliegen und diese Tour noch einmal machen; und sie hat zugestimmt. 🙂
        So, jetzt ist diese Antwort etwas länglich geworden, aber ich könnte eigentlich noch viel mehr erzählen. Lass‘ ich aber jetzt mal.
        Liebe Grüße nach Stockholm aus dem südlichen Texas, und einen schönen „Restsonntag“ [denn bei Euch ist es jetzt ja schon Spätnachmittag]
        Pit

      • Oh, wenn ich mir so die Bilder von der England-Tour 2011 anschaue, dann bekomme ich als alter Boot-Fan direkt Lust auf so eine Tour!

      • Hallo Martin,
        kann ich nur zu gut verstehen! Wie ich ja schon hier geschrieben habe, meine Frau und ich könnten sofort wieder los, und dieselbe Tour oder auch eine andere [es gibt ja schließlich 2000 Meilen Kanäle in England, wenn ich richtig orientiert bin] machen.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit
        P.S.: Und danke für’s Vorbeischauen in meinem „Bilderbuchblog“.

      • Jetzt habe ich mir den Bilderblog angeschaut und ich kann mir Martin nur anschliessen, das sieht sehr verlockend aus, reinschauen lohnt sich!🙂

      • Lieber Pit,

        tack sä mycket für diese Aufklärung, herzlichen Dank dir, jetzt habe ich selbst Appetit auf eine Bootstour bekommen!😉

        Weißt du, ich dachte diese Kanäle wären mit Bootstouristen restlos überfüllt, kaum ein Durchkommen und anlegen in 5er Reihen, ich bin wohl falsch informiert worden und schön, dass du es korrigiert kannst.

        Dieser Buchfeen-Blog mit Herz und Bildung ist mir richtig ans Herz gewachsen (sagt man das so?), jag mår riktig bra her!:-) ha det så trevligt!

        Eure Buchdame

      • Hallo Buchdame,
        gern geschehen, was die „Aufklärung“ über narrowboats angeht. Und es freut mich, dass ich Dir den Mund wässerig gemacht habe. 😉
        Apropos „Überfüllung“ der Kanäle: es gab, als wir da waren, wesentlich weniger Verkehr, als ich es aus 1996, als ich diese Tour schon einmal gemacht hatte, in Erinnerung habe, und zwar aus zwei Gründen. Zum Ersten war in England im vergangenen Jahr wegen der Rezession deutlich weniger los auf den Kanälen und Flüssen, und zum Zweiten waren wir vor den englischen Schulferien da. Aber auch 1996, als mehr los war, hatten wir nie Liegeplatzprobleme. Nur in Stourport war es einmal etwas voll beim Schleusen, aber nicht extrem. Wir sind immer noch zügig weitergekommen. Im vergangenen Jahr allerdings ging es beim Schleusen erheblich schneller: nirgendwo Wartezeiten!
        Sollte och nich mit mehr Auskunt dienen können, lass‘ es mich wissen.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas in den hohen Norden,
        Pit

      • Lieber Pit,

        vielen Dank für deine Infos, du machst es ja immer schmackhafter!:-)
        Also, Du und Mary vorne weg im ersten Boot, das kann ich mir jetzt gut vorstellen und wir anderen hinterher, Dina und Klausbernd und die Buchfeen in einem Boot, Pär Olov und ich, obwohl…, Martin und Roswitha segeln gerne, sie sind eher von der schnellen Truppe?

        Vielleicht bringe ich etwas durcheinander in Bezug auf der „Überfüllung“. Irgendwo las ich, Dinas Freundin aus Norwegen möchte nächsten Sommer Bootsferien auf die Broads machen und ich meine, Klausbernd hat geschrieben, es wäre zu voll, das beschauliche Bootsfahren dort ist nich länger möglich. Stimmt das Klausbernd?

        Liebe Grüße an alle!

        Eure Buchdame

      • Hallo Buchdame,
        prima Idee mit dem Bootskonvoi! Sollten wir weiterverfolgen.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

      • Wenn man außerhalb der Zeit von Mitte Juli und Anfang September auf den Kanälen Englands und den Broads herumschippert, ist das völlig okay. Nur bloß nich in der Saison.

    • Hi, Pit,

      findest du nicht auch, auf einem Boot verändert sich meistens die Zeit – vielleicht ist es die Gleichförmigkeit der Ströme des Wassers? In den Kommentaren zu meinem letzten Blogbeitrag sprachen wir ja über die Gemütlichkeit. Narrowboats sind für mich auch Orte der Gemütlichkeit.

      Liebe Grüße aus Nord-Norfolk
      Klausbernd und seinme beiden Buchfeen Siri & Selma

      Antworten
      • Hallo Klausbernd,
        es ist Vieles, was da zusammenspielt, und es ist meiner Meinung nach je nach Bootstyp verschieden. Ich habe mich jedenfalls beim Segeln (etwas) anders gefühlt als auf diesem Narrowboat. Ich würde gar nicht einmal sagen, die Ströme des Wassers seien gleichförmig. Zumindest auf dem Narrowboat hat fast jeder Meter etwas Anderes, Neues, gebracht. Aber immer langsam. Ganz enorm hat dazu beigetragen, dass man eben nicht schneller als 3 Meilen pro Stunde fahren durfte/konnte, man also bequem neben dem Boot auf dem Treidelpfad einhergehen konnte. So konnte man die ständig wechselnde Szenerie wirklich in sich aufnehmen und genießen. Die neuen Eindrücke kamen eben einfach nicht so schnell als wenn manin einem Auto durch die Landschaft fährt.
        Was auch für mich – der ich nun viel am Computer sitze – ganz beeindruckend war: wir beide, meine Frau und ich, haben weder Internet, noch Telefon, noch Fernsehen vermisst. Ab und zu haben wir das Alles zwar genutzt, aber diese Gelegenheit können wir an den Fingern einer Hand abzählen. Und ich hatte keine Entzugserscheinungen! 😉
        Zum Thema „Gemütlichkeit“: da stimme ich voll zu. Ganz besonders des abends, wenn wir irgendwo am Kanalufer festgemacht hatten, und ich dann mit einem Buch und einem Bier draußen im Cockpit oder drinnen in der Kaüte saß, war es so etwas von entspannt! Einfach die Seele baumeln lassen, war das Motto. Ich war selten ausgeglichener als auf dieser Bootstour. Und selbst wenn es etwas „spannender“ und arbeitsamer wurde, z.B. in den Schleusen: es war nie hektisch.
        Wie ich schoin an Biuchdame geschrieben habe, meine Frau und ich könnte diese reise sofort woiederholen.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas nach Norfolk,
        Pit

      • Hi, ihr Lieben,
        jetzt lacht nicht, aber ich habe nur ein seegängiges, offenes Fiberglasboot (wie ein Ruderboot) mit einem 2.5 PS 4-Takt-Außenborder. Mit solch einem Boot hat man deswegen viel Spaß, da es nichts macht, wenn es mal aufläuft, wenn`s beim Anlegen ans Kai schrabbt – also ein Spielboot für Seeabenteuer. Mit einem Narrowboat hat es nur den geringen Tiefgang gemeinsam. Wenn ich segele benutze ich den Albercore, ein altes Holzboot, das sehr viel Pflege braucht, aber davon kann ja Martin ein Lied singen. Auf dem Albercore wegen seines Gewichts ist das Segeln gemütlich, auf meinem Fiberglasboot fährt es sich abenteuerlich im hohen Wellengang.
        Hier zieht gerade ein mächtiges Gewitter an. Ich frage mich immer, kann man auf dem Boot vom Blitz erschlagen werden? Ich hab zwar noch nie davon gehört, aber irgendwie ist mir immer mulmig, ganz und gar nicht gemütlich, wenn ich mit meinem Boot im Gewitter weit draußen auf dem Meer bin.
        Dass man in Norfolk die Gemütlichkeit groß schreibt, sieht man schon an dem Spruch: „Einen guten Segler erkennt man daran, dass während des Segelns sein Champagnerglas nicht von der Reling fällt“ – well, das bezieht sich wohl auf die schweren Crab Boats, schwere Holzboote mit Innenbordmotor. So ein Boot kann ich nur bei größeren Windstärken segeln, peinlich, peinlich, denn bei nur leichter Brise komme ich einfach beim Wenden und Halsen nicht herum, das Boot läuft langsam aus – naja, weil ich auch immer gegen die Tide fahre.
        So viel denn Seemannsgarn. Liebe Grüße und eine wunderschöne Woche wünscht euch allen
        Klausbernd
        Meine Buchfeen Siri und Selma sind so ruhig, sie hecken sicher gerade etwas aus, oh dear!

      • Ja, lieber Klausbernd, von antiken (1971 ist da schon antik) Holzbooten und ihrer Pflege kann ich ein Lied singen. 2002 hab ich das Holzboot deswegen verkauft und bin auf ein Stahlboot umgestiegen mit nur relativ wenig Holz oben an der Kajüte, die innen aber mit viel Holz verkleidet war. DAs Dumme, was ich nicht wusste: Stahlrümpfe machen fast genau so viel Arbeit, weil sie jedes Jahr mit Antifouling gegen Algenbewuchs angestrichen werden und auf Rost kontrolliert werden müssen – und bei alten Rümpfen gibt es immer Rost. Drum hab ich seit 2010 ein Plastikboot, Vollplastik, nur vorne ist eine kleine Holzreling – und genau die musste schon im ersten Winter abgebeizt und neu lackiert werden … keine Arbeit haben nur die, die ein Boot chartern und nach ein oder zwei Wochen wieder zurückgeben ….

        Und vom blitz erschlagen? Man kann, jedenfalls auf einem Segelboot, denn die Metallmasten sind recht gefährlich. Ich habe Bilder gesehen von Plastikbooten, in die der BLitz eingeschlagen ist, in den Mast, da ist dann das ganze Plastik weggeschmolzen und sieht fürchterlich aus – dem Segler passiert aber wohl nichts, falls er kein Metall anfasst. Bei einem offenen Boot ohne Mast ist das was anderes, da kann der Insasse der höchste Punkt sein, in den der Blitz einschlägt, und wenn es regnet, ist alles nass, das Wasser leitet leider gut. Es gibt da Tipps, irgenwie eine Ankerkette als Blitzschutz ins Wasser zu lassen, kannst Du hier nachlesen:
        http://www.leifiphysik.de/web_ph08/umwelt_technik/02_blitze/49boot.htm

        Aber besser bleibt man brav an Land und trinkt seinen Schampus an Land, wenn dunkle Wolken dräuen!

      • Hallo Martin,
        sogar Plastikboote müssen gepflegt werden, wie ich bei meiner Jolle feststellen musste. Wenn auch weniger als ein Holz- oder Stahlschiff.
        Aber wie Du schon sagst: Charterer haben es da einfacher. Und das bin ich jetzt schon seit fast 20 Jahren.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und Mast- und Schotbruch,
        Pit

      • Hallo Klausbernd,
        interssant, was ich da über Deine beiden Boote lese. Und warum sollten wir lachen? Was für ein Boot auch immer: Hauptsache, es macht Spaß und ist für die Erholung gut. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als ich auf meiner Jolle mit dem Wind gekämpft habe, manchmal nur darauf bedacht. nicht zu kentern. Am Ende war ich total erschöpft, hatte am nächsten Tag erbärmlichen Muskelkater, aber die Seele war sowas von frei … einfach ein tolles Gefühl. Keine Zeit, an all die Alltagssorgen zu denken, wenn man nur damit beschäftigt war, die nächste Bö zu überstehen.
        Zu Deiner Frage: ja, man kann auf einem Boot vom Blitz erschlagen werden. Insbesondere, sorry von wegen Deinem offenen Fiberglasboot, wenn es denn keine Kajüte hat. Auf einem Segelboot ist das anders. Da kann man sogar draußen sein, wenn man sich nur innerhalb der von Wanten und Stagen gebildeten Pyramide aufhält und kein Metall berührt. Wanten und Stage bilden einen sogenannten Faradayschen Käfig, der die gesamte Blitzenergie draußen hält. Ich hatte allerdings immer eine andere Angst bei Gewittern auf See: da der Mast unseres Segelbootes ja immer weit und breit der höchste Gegenstand war, würde ein Blitz sich eben diesen aussuchen und dann, wie es so Art eines Blitzes ist, auf dem kürzesten Weg ins Wasser fahren wollen … und das wäre durch den Kiel! Insbesondere dann, wenn das Rigg gar nicht oder nur schlecht geerdet ist. Und dabei würde der Blitz ein ganz schönes Loch hinterlassen – leider an einer sehr unpassenden Stelle. Deswegen habe ich immer, wenn ich ein Gewitter auch nur von Weitem aufziehen sah, die Flucht ergriffen und versucht, dem so schnell wie möglich – mit Segel UND Maschine – und so weit wie möglich aus dem Wege zu gehen.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas und Mast- und Schotbruch,
        Pit

      • Guten Tag, ihr Sailors,

        also da hat der Pit schon recht, wenn bei einem Plastikboot ein Leck auszubessern ist, ist das eine große Sauerei. Ich hasse es, die Glasfibermatten mit diesem Resin, diesem Plastikzeug, einzustreichen und dann anzudrücken. Das Zeugs klebt ja zum Verrücktwerden. Aber, obwohl ich mit meinem Boot nicht gerade pfleglich umgehe, muss ich solche Ausbesserungsarbeiten seit 20 Jahren nur einmal alle 5 Jahre machen. Ich hab sozusagen ein Arbeitsboot und es sieht auch so aus.

        Ja, herzlichen Dank für eure Hinweise und Kommentare.
        Ganz liebe Grüße vom Meer und immer ein handbreit Wasser unterm Kiel
        Klausbernd🙂

    • Ganz herzlichen Dank euch für die Hinweise auf die Gefährlichkeit von Gewittern auf See. Ich nehme euren Rat gerne an, bei nahender Gewitterfront schnell das Land aufzusuchen. Ich werd`s beherzigen. Zum Glück gibt es hier selten Gewitter, aber wenn wir welche haben, sind sie heftig und lang anhaltend.
      Liebe Grüße ins Erftland und südliche Texas
      Klausbernd

      Antworten
  5. Der grandiose Scheiterer hatte in „Hannah Franklin die langsamste Mutter weit und breit.“
    Nadolny gehört unbedingt in der Kategorie vintage „sehr gut gealtert“, wie Jarg finde ich das Buch heute genau so wunderbar, wie beim ersten Lesen.

    Geschwindigkeit und Entschleunigung wird wohl stets aktuell sein, vielleicht berührt er uns deswegen immerfort. Ich habe an einem Punkt in meinem Leben eine Entscheidung getroffen und dadurch eine Entschleunigung bewirkt. Die Kraft, die Ruhe, die erhöhte Lebensqualität die entsteht, ist mit Geld nicht zu bezahlen (und wird auch nicht bezahlt :-)) – fordert zugleich häufiger ein Nein und ein anhaltendes Bewusstsein, was brauche ich, was brauche ich nicht. Geld-Gier-Nimmersattwerden ist ein krankmachender Karussell, nie gab es so viele Burn Outs wie heute, die Anzahl meiner erkrankten Kollegen (med. Bereich) ist hochgradig alarmierend.

    Jetzt wünsche ich uns allen einen schönen, entspannten
    und ganz langsamruhigen Sonntag. Ich gehe zu einen Foto-Workshop. Eins habe ich gestern gelernt; auch bei der Bildgestaltung ist Hast und Schnelligkeit eine Todsünde.

    Liebe Grüße
    Dina

    Antworten
    • Du sprichst mir aus der Seele, liebe Dina

      Antworten
    • Allerdings muss ich sagen, die Arktisforscher hatten auch ihren Zeitdruck, Zeitfenster sind dort erschreckend klein, manchmal nur zwei bis drei Wochen. Entkommt man in der Zeit nicht dem Eis, ist ein Jahr Warten angesagt, in dem einem die Zeit lang wird. Deswegen hatten viele Expeditionen kleine Bibliotheken dabei, man führte Theaterstücke auf und bildete sich. Besonders der Winter in der Arktis wirkt sehr entschleunigend. Die Frage, was brauche ich, was nicht, wird historisch korrekt und anschaulich im Shakleton-Film gezeigt, als die Endurance (das Schiff) verlassen werden musste. Dort war das Überleben davon abhängig, dass man alles Unnötige entsorgte – übrigens auch Geld!

      Liebe Grüße und noch einen feinen Sonntag wünschen der lieben Dina
      Klausbernd xxx und die beiden munteren Buchfeen Siri & Selma🙂🙂

      Antworten
      • Liebe Dina,

        ich musste „Die Ringe des Saturn“ erst zweimal lesen, um deren Charme zu entdecken. Als Sachbuchautor fand ich es genial gemacht, wie Seebald Sekundärliteratur in seinem Roman verarbeitet.
        An sein „von Hölzchen aufs Stöckschen zu kommen“ muss man sich erst einmal gewöhnen. Von seiner Wanderung auf dem North Norfolk Coast Path bekommt man fast nichts mit. „Thema verfehlt“ hätte mein Deutschlehrer dick in rot unter den Text geschrieben.. Jedoch muss ich sagen, dass mir beim Wandern auch oft alles Mögliche durch den Kopf geht.

        Liebe Grüße XXX
        von Klausbernd, Siri & Selma, Buchfeen🙂🙂

      • Ja, genau das habe ich gemeint, mit „entsprach nicht meiner Erwartungen“

        Ich war der Meinung, Seebald hat mit „Die Ringe des Saturn“ ein Buch geschrieben, das etwas mehr über die Landschaft und insbesondere „The coast Path“ beschreibt. Ich habe sogar erwartet, er schreibt über den Path direkt vor deiner Tür in Cley/Blakeney. Dabei fängt er in Suffolk an, schweift ständig ab und das Buch hört auf, kurz nachdem er die Landesgrenze Norfolks überschritten hat. Ich denke, beim zweiten Mal lesen kann ich mich besser auf seine Ausschweifungen einlassen.🙂

        Hilsen Dina

  6. Lieber KB,
    den Ransmayer habe ich mehrmals „verschlungen“ und beim Lesen hörte ich das Eis knirschen und die Hunde jaulen. Den Nadolny, hmm …, ich muß gestehen, es gehört zu den Büchern die man kennt, aber nie gelesen hat. Dein Beitrag und der Ehrentag des Autors sind Grund genug das zu ändern.Sobald ich Seebalds „Schwindel. Gefühle.“ durchgearbeitet habe, geht es in Eis. Dir sei Dank.
    Herzliche Grüße aus Berlin
    Georg

    Antworten
    • Lieber Georg,

      ich weiß nicht, ob du weißt, dass der Seebald nur einen Katzensprung von mir entfernt wohnte und sich leider auch zu Tode fuhr. Wirst du über ihn auf deinem Blog schreiben? „Schwindel. Gefühle“ habe ich noch nicht gelesen.

      „Die Entdeckung der Langsamkeit“ finde ich Nadolnys einzigen gut gemachten Roman. Den hat er fein erzählt.

      Herzliche Grüße vom sonnigen Meer
      Klausbernd
      Siri & Selma senden einen lieben Buchfeengruß

      Antworten
      • Das würde mich jetzt auch interessieren. Ich habe neulich Seebalds „Die Ringe des Saturn“ gelesen und mir so einige Notizen gemacht. Das Buch entsprach nicht meine Ewartungen, jedoch …

  7. Sten Nadolny – was ich mich immer frage, ist: Wie kommt der an den Namen?

    „Sten“ ist ja ein nordischer Name, in Deutschland völlig ungebräuchlich, in Schweden ab und zu mal anzutreffen. Deutsche Eltern geben 1942 ihrem Sohn einen betont nordischen und betont unchristlichen (es gibt keinen Heiligen „Sten“, ist also kein Taufname) – das spricht eigentlich dafür, dass die Eltern ziemlich überzeugte Nazis waren. Dazu passt, dass die Mutter nach 1942 in Berlin in einem Ministerium tätig war, der Vater – der oft einfach „Schriftsteller“ genannt wird, war zu der Zeit Referent in einer Außenhandelsorganisation der Reichsgruppe Industrie (AGK = Ausfuhrgemeinschaft für Kriegsgerät) – da waren auch nicht gerade Widerständler tätig.

    „Nadolny“ ist polnisch und heißt ganz einfach „nach unten“ – keine Ahnung, wie er zu dem Familiennamen gekommen ist – oder doch: Vater und Großvater, die übrigens hochrangige Diplomaten gewesen sind, waren Gutsbesitzer in Ostpreußen, in einem Ort, den nicht einmal die Wikipedia kennt, nur die polnische: Sterławki Wielkie, zu deutsch „Groß Stürlack“. Jetzt müsste man nachforschen, wie lange die Nadolnys da ansässig gewesen sind, aber dazu habe ich jetzt keine Lust mehr und außerdem hat das alles mit dem Roman nicht viel zu tun, aber ich bin halt ein unverbesserlicher Historiker.

    Antworten
  8. Ich geb`s ja ehrlich zu, ich hatte lange gedacht, der hieße Stan Nadolny und sei amerikanischer Jude. Ich war völlig verblüfft, als mir Siri erzählte, dass der Deutscher sei.

    Antworten
  9. Vielen Dank für die Erinnerung. Ein besseres Buch ist Nadolny nie gelungen.

    Antworten
    • … „ein besseres Buch nie gelungen“ … der arme, das erste buch ein Welterfolg, danach immer nur erneute, mühsame Anläufe, und immer sind alle enttäuscht — da würde ich mich auf’s Angeln verlegen oder Briefmarkensammeln oder so was …

      Antworten
      • Naja, wenn man schreibbesessen ist, muss man eben immer weiter schreiben. Wenn ich die Texte von Nadolny betrachtet, dann hat er bei „Der Entwicklung der Langsamkeit“ ein gutes Händchen für seine Stärke gehabt, nämlich schon von einer historischen Geschichte auszugehen – genauso wie Ransmayr. Damit sind der Fantasie bestimmt Bahnen vorgegeben. Wo sich Nadolny frei etwas ausdenkt wie z.B. in „Ein Gott der Frechheit“ fehlt ihm die Klarheit, der Text wirkt zu bemüht und wenn ich boshaft wäre, würde ich sagen, am Schluss hatte er keine Lust mehr.
        Tschüß
        Klausbernd

        P.S.: Das kennen wir beide doch auch, das Plot-Design hat seine Tücken.

  10. Ich empfinde eine wahre Freude zu diesem Blog zurückzukehren und mitzuerleben was sich entwickelt, verändert und Format annimmt. Gerade bei diesem Beitrag finde ich die Männerrunde toll (entschuldige liebe Magdalena und liebe Buchdame, ist nicht bös gemeint, ok), aber die Freude im Austausch kommt rüber. Ungleich alle anderen Blogs die ich kennengelernt habe, findet hier einen regen Austausch statt und die Themen, auch innerhalb den spannenden und für Blogs ungewöhnlich langen und ausführlichen Kommentaren, wechseln sich ab. Statt einer Onewaybotschaft präsentiert sich ein gepflegter, virtueller Salon mit Themen aus dem Leben, literarisch, meerisch, gärtnerisch mit ungewohnten Ein- und Ausblicke. Klausbernd und die Buchfeen haben Spaß daran, man merkt es deutlich. Weiter so!🙂

    Antworten
    • Liebe Dina,

      genauso stell ich mir einen Blog vor, eben wie einen vituellen Salon, in dem auf Themen nicht nur mit „schön“, „Gefällt mir“ oder Daumenhoch reagiert wird, sondern jeder begeistert etwas aus seiner Welt beiträgt. Du hast recht, den Buchfeen Siri & Selma und mir macht es viel Spaß, Themen zu vorzuschlagen und uns von den Kommentaren leiten und inspirieren zu lassen. Man könnte sagen, wir alle wachsen auf diesen Blog zu einer Gemeinschaft sich gegenseitig Inspirierender zusammen. Mir gefällt es dabei sehr, dass wir Sachliches und Persönliches in liebevoller und kritischer Weise mischen.
      Habt also alle ganz herzlichen Dank. Wie Dina möchte ich auch mit einem heiteren „Weiter so!“ schließen.

      Klausbernd und seine liebklugen Buchfeen Siti & Selma, die mit ihren kleinen aber weisen Köpfchen zustimmend nicken.

      Antworten
  11. Uiuiui, hier bin ich falsch.
    Arktis, Eis, kalt, Boot, Wasser – alles nicht meins.
    Kann ich nicht mitreden. Bin schnell wieder weg. :-))

    Liebe Grüße, Szintilla

    Antworten
    • … ja, szintilla, ich plädiere auch für einen Themen-Ausflug zur Karibik, wo das Wasser 30 Grad hat ………….

      Antworten
      • Bin ich sehr dafür …🙂

      • Zu 30 Grad Wassertemperatur [nicht zur Karibik, sondern zur texanischen Golfküste http://tinyurl.com/dxz5f5p%5D haben wir es nur ca. 90 Minuten von hier. Müssen wir unbedingt mal wieder hin!
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, bei jetzt [05:45] schon über 25 Grad,
        Pit

      • Lieber Pit,

        deine Küste sieht zauberhaft aus, aber wie in aller Welt kannst Du bei der Hitze Radfahren auf hohem Niveau betreiben?

        Liebe Grüße aus Bonn, bedeckt und 20° Lufttemperatur
        Dina

      • Hallo Dina,
        Port A., wie wir es nennen, finden wir besonders deswegen gut, weil es nicht überlaufen ist. Und natürlich, weil es so nah ist. Und Meilen und Meilen von Strand hat.
        Was das Radfahren bei der Hitze hier angeht: man gewöhnt sich dran! 😉 Gartenarbeit ist da z.B. schlimmer. 😉 Aber im Ernst: auf dem Rad ist es nicht so schlimm, weil es ja den Fahrtwind gibt. Kühlt wirklich genug. Problematisch wird es nur, wenn es mit dem Wind im Rücken bergauf geht: dann kann es vorkommen, dass man eben keinen Wind mehr spürt, und dann ist die gefahr der Überhitzung schon da. Aber so lange Bergaufstrecken hat’s hier im südlichen Texas nun auch wieder nicht. Mehr zum Radfahren hier dann noch in meiner Antwort zu Deinem Kommentar in meinem Radlerblog [http://pitsbicycleblog.wordpress.com/].
        Liebe Grüße ins kühle Bonn aus dem südlichen Texas,
        Pit
        P.S.: hier sind für die nächsten Tage Temperaturen um 100 Grad Fahrenheit [knapp 38 Celsius] angesagt. Und die Luftfeuchtigkeit eingerechnet, ergibt sich dann eine „gefühlte“ Temperatur von 40 Grad Celsius und mehr. Da bleibe ich dann übrigens doch lieber drinnen.

      • Hallo Pit,
        Ja, bei den Temperaturen weiß man eine Klimaanlage zu schätzen, puuuh!
        Schönen Abend, das ist ja toll was du alles machst, dein Cycleblog ist ganz prima, das finden die Buchfeen auch.🙂
        Dina

      • Hallo Dina,
        ja, die Klimaanlage ist wirklich wertvoll. Obwohl, als Mary’s Eltern dieses Haus 1937 gebaut haben, war an eine Klimaanlage nicht zu denken. Große Fenster zum Lüften und Deckenventilatoren haben damals gereicht und die Leute haben auch überlebt. Wir sind heutzutage eben doch verwöhnte „Weicheier“. 😉
        Danke fü Dein Lob zum Bicycleblog. Über die erst kürzlich hier aufgetauchten Probleme beim Radeln hatte ich ja schon an anderer Stelle geantwortet.
        Liebe Grüße ins Rheinland,
        Pit

      • Hach, ich fühl mich den Buchfeen sehr verbunden, aber ich pass so schlecht aufs 12.Regalbrett. *g*

        Übrigens, den Flugdrachen den müssen die Feen rufen, bei Gelegenheit verrate ich ihnen mal das Zaubersprüchlein. MIt ihm reist man nämlich ganz fix um die ganze Welt.🙂

    • Na, dann schreibt doch bitte etwas zu eurem Warmwasserparadiesen. Ich würde euch auch hier gern einen Platz dafür einräumen als Gastbeitrag sozusagen..
      Bei mir ist das völlig anders, Ich war längere Zeit in der Karibik und in Virginia und lebte einige Zeit im Süden Griechenlands, well, das war gar nicht meins. Diese ständige Sonne, dieser langweilige blaue Himmel, das öde immer gleiche mehr als warme Wetter verstimmten mich zunehmend depressiv. Ich brauche echtes abwechselungsreiches Wetter und auch eine Portion Kälte, Regen und Sturm, um mich wohl zu fühlen.

      Liebe Grüße aus dem übrigens gerade regnerischen Cley next the sea – oh wie gemütlich, drinnen zu sitzen und zu bloggen😉
      Klausbernd und seine beiden Buchfeen Siri & Selma🙂🙂
      die aber sehr hoffen, dass die liebe Szintilla nicht weg bleibt, da müssten wir uns ja unsere Fayrieaugen rot heulen.

      Antworten
      • Gastbeitrag? Wird doch gemacht – aber Port Aransas, von dem Pit schwärmt, kenne ich nur aus ein paar Tausend Metern Höhe, vom Flug über den Golf Richtung Guatemala; ich hätte da, wenn’s der schöne warme Golf sein soll, nur Cocodrie auf Lager, einen winzigen Ort im südlichsten Lousiana, wo das Land unmerklich in den Golf von Mexiko übergeht und wo es längst nicht immer blau&langweilig ist, im Sommer 25 – 30 Grad, schon im Herbst kann man bei 20 Grad und frischer Meerbrise den Pullover überziehen. Dann könnte ich noch erzählen und mit dem einen oder anderen feinen Foto garnieren, wie ich mangels richtiger Bekleidung in der südlichen Karibik, vor Belize elendig gefroren habe und wettermäßig dachte, ich wäre irgendwo in Holland ….

      • Keine Sorge, ich bleibe nicht weg. Ich will ja nicht für rotgeheulten Buchfeenaugen verantwortlich sein.🙂
        Als bekennende Reisemuffeline habe ich es generell nicht so mit Reisethemen. Ganz egal, ob ins Warme oder Kalte, aber warm ist mir deutlich lieber. *g*

      • Reismusffel reisten früher mit dem Finger auf der Landkarte, heute gleitet man im Schreibtischstuhl durch die Welt —– es geht allerdings auch mit geschlossenen Augen, nicht nur Feen können durch die Welt flattern, ohne sich in einen Zug oder in ein Flugzeug zu quetschen!

      • Mit dem Finger über die Landkarte konnte ich vor langer Zeit immer wenn ich mal wieder hinter der Tafel stehen musste. *mbg*
        Früher konnte man das, heute geht das nicht mehr.

        Heute reise ich vorwiegend virtuell oder mit dem Stift (wahlweise mit den Tasten) in der eignen geschaffenene Welt. Nicht nur Klausbernd hat Buchfeen, ich habe meine koboldigen Reisebegleiter und einen Flugdrachen der besonderen Art.🙂

      • Hallo liiiiiebe Reisemuffeline,

        Siri und Selma gleiten gerade über den großen Kanal Richtung Rheinland und lassen dich und deine Kobolde ganz herzlich Grüßen. Selma simste gerade auf ihren Fairyphone „Halbe Strecke hinter uns. Leichte Müdigkeit spürbar. Wo ist eigentlich der Flugdrache??“
        🙂

        Dina

      • Ehrlich gesagt, gehöre ich auch der hochehrwürdigen Loge der Reisemuffel an, die ihre Bequemlichkeit zeitgeistig ökologisch rechtfertigt. Ach und dann kommt ja bei mir noch das typische Gestöhne meiner Altergruppe seit Generationen dazu: „Früher, da war das Reisen noch ein echtes Erlebnis, heute ist`s eher ein Ärgernis.“ Und der berühmt berüchtigte Nachsatz „zu Hause ist es doch am schönsten!“ beendet dieses Lamento.
        Bis 30 habe ich zeitweise die Kontinente öfter gewechselt als mein Hemd, aber als ich dann nach vielen Jahren wieder nach Katmandu kam, hätte ich mir fast die Augen ausgeheult, fürchterlich war`s geworden, unaushaltbar!

        Komisch, mir fällt auf, dass wir hier unseren Gesprächen immer wieder auf „die gute alte Zeit“ kommen. Sollte das denn an mir liegen, dass ich in den dunkelsten Tiefen meiner Seele konservativ bin? Das Wahre, das Gemütliche und das Anmutige verbinden nicht nur ich mit der Vergangenheit. Ja, früher war das Reisen einfach noch das, was ich mir unter Reisen vorstelle, wenn auch nicht unbedingt gleich so wie bei Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“.

        Anyway, seit etwa 20 Jahren bereise ich die Niederlande, Belgien, Deutschlands Osten, die friesischen Inseln oder die Arktis, die von mir fälschlicherweise als zeitlos erfahren wird. Meist bleibe ich jedoch froh und stressfrei zu Hause.

        Liebe Grüße euch allen
        Klausbernd und seine beiden flatterlustigen Buchfeen Siri & Selma, die die Kobolde und Herrn Drachen besonders grüßen lassen.

      • Protestiere, protestiere!! Ich spreche nie von der guten alten Zeit, bestimmt nicht beim Reisen – mit Ente und Zelt durch Jugoslawien, mit dem selbst umgebauten VW-Bus rund um Italien, in Holland im völlig durchnässten Zelt, will ich alles nicht wieder haben …. drum buche ich gerade einen Flug …

      • Ein Reisemuffel bin ich [meine Frau übrigens auch nicht] nun ganz und gar nicht, aber manchmal kommt einfach zu viel Anderes, z.B. an wichtigen Terminen, dazwischen. Und dann sind es ja auch nich unsere Haustiere: 7 Katzen und ein Hund wollen ja auch versorgt sein. Für die Katzen ist es leicht, Freunde oder Bekannte zu finden, die vorbeikommen und sie versorgen. Aber Sally geben wir immer zu unserem Tierarzt in die Hundepension, wenn wir einmal länger unterwegs sind. Und einmal ganz abgesehen von den Kosten wollen wir es ihr auch nicht zumuten, längere Zeit ohne uns zu sein. Und draußen lassen, wo sie dann auch von Freunden oder Bekannten versorgt werden könnte, trauen wir uns nicht, einerseits wegen dieser blöden Javalinas, und andererseits weil sie eine panischen Angst vor Gewittern hat. Es gibt zwar genügend Unterschlupf für diese Fälle, aber sie fühlt sich doch im Haus in einer Ecke am wohlsten. Von daher schränken wir unsere Reisepläne doch etwas ein, auch wenn es schon alleine hier in der USA mehr lohnende Ziele gibt als wir bereisen können. Und dann ist da ja auch noch Europa! Alleine schon in Deutschland gibt es noch so Vieles, was ich Mary gerne zeigen würde. Und dann wären da ja nch Frankreich, Italien, Österreich und, last but not least, England bzw. das UK.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, bei strahlendem Sonnenschein von einem wolkenlosem blauen Himmel bei ca. 32 Grad [heute ist es, weio eine gute Brise weht, etwas angenehmer],
        Pit

      • Bei mir in Longyearbyen ist es so, dass außer Grönland und Island kein Reiseziel in meiner Nähe liegt. Reisen bedeutet für mich, halb expeditionsartige Ausflüge auf das Inlandeis zu unternehmen. Fahre ich mit meinem Boot auf den Fjord hinaus, bin ich sofort in einer menschenverlassenen Gegend. Da zieht es mich beim Reisen hin, da wo keine Menschen sind und wo diese auch keine sichtbaren Veränderungen hinterlassen haben. Irgendwo beschrieb es Klausbernd in diesem Blog, dass es das (meist illusionäre) Gefühl ist, als Erster seinen Fuß auf dieses Land gesetzt zu haben. Da kann ich ihn gut verstehen: Wir „Boys“ spielen gern Explorer.
        Liebe Grüße an allen von Svalbard
        Per Magnus

      • Wir Buchfeen sind zwar Flatterwesen, aber doch sehr bodenständig. Uns geht`s am besten in Bibliotheken und eigentlich genügen uns Dinas und Masters Bibliothek. Ohne Bücher werden wir ganz traurig. Doch Bücher sind schwer und sperrig auf Reisen mitzunehmen und für ein Lesegerät reichen unsere Fayrietaler nicht. So bleiben wir froh zu Hause.🙂
        Feenhauch für euch von Siri & Selma

      • Nu ist mein Kommentar verrutscht. Steht jetzt leider etwas oberhalb. Er sollte eigentlich hierhin. 😦

      • Liebe Szintilla,
        kannst du mir bitte den Zauberspruch für den Drachen zuflüstern, bitte, bitte! Husch, ohne, dass die anderen den hören oder lesen? Ich liiiiiiiiiebe Zauberdrachen.

        Weißt du was? Wir gehen auf Reisen, oh ja, in November ist es soweit!
        To the City of Words, so gehört sich das für Buchfeen. Wir werden ein ganz spannendes Bibliothek aufsuchen und vielvielviel mehr, alles dreht sich um Wörter.
        Wäre das nicht toll, wenn meiner Schwester und ich auf den Rücken des Drachens dort einfliegen würden?? Was sagst du jetzt? Weißt du wohin es geht? Glaubst du, der Drache kann die Strecke in einem Rutsch bewältigen?

        Liebe Grüße dir von Selma Buchfee
        und Sirifee grüßt auch

        Feenhauch an alle!
        ##############

  12. Ja, toll, lieber Martin, ich freu mich drauf! Trampend als Student bin ich in Belice bei den Mennoniten gelandet, da war`s heiß, puh, und feucht dazu. Dennoch war`s witzig, da die eine Art Goethe-Deutsch sprachen und mein Freund Peter und ich, wir zwei Oberhippies damals unter den züchtgen Mennoniten …
    Also, lieber Martin, ich würde gern einen Beitrag von dir mit Fotos bringen. Es ist schon wahr, wir brauchen wohl ein Gegengewicht zu meiner Eisvorliebe. Ihr werdet euch verblüffen, ich bin als Jugendlicher fast drei Jahre lang um die Welt gereist und bei weitem am schönsten fand ich es in der Arktis, besonders Grönland. So bin ich halt, aber auf Grönland geht mir das Herz auf. So denke ich mir, ist`s bei einigen von euch in südlichen Gefilden. Ich vermute, Siri & Selma haben auch einen Hang zum Südlichen, worüber sie sie jedoch nicht reden.

    Liebe Grüße aus dem heute bewölkten Cley, 22 Grad, 2 Windstärken SW, 1011 hP Tendenz steigend
    Klausbernd

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