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Bücher der Eisecke

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A library is like a gateway for the imagination we can go through and find a whole new world. Nobody should shut those gates.
Maeve Binchy

Neulich läutete die alte Schiffsglocke an unserer Tür ziemlich laut. Ein junger, kühn tätowierter Mann lieferte ein lang ersehntes Päckchen von der lieben Dina in Bonn. Während Masterchen schnell Geld holte, schaute dieser Mann sich neugierig um. Ihr müsst wissen, die Eingangshalle bei uns in Rhu-Sila ist sehr groß. Das Erste, was jeder zu sehen bekommt, ist unsere Bibliothek, die sich dort bis hoch ins erste Stockwerk hinein ausbreitet. Bücher bis unter der Decke.

Sieht ihr uns beiden, Siri & Selma? Das ist unser Lieblingsplätzchen auf dem Regalbrett 3 & 4, von wo wir uns die Welt aus cool betrachten🙂 (Draufklicken = groß)

Meine Schwester und ich lagen piepsstill dicht beieinander auf Regalbrett 4. Wir beobachten den stierenden Lieferanten.
Diese Szene spielt sich immer gleich ab, darauf haben wir oft fünf Fayrietaler gewettet, und der tätowierte Mann enttäuscht uns nicht.
Der Master, etwas atemlos die Treppe herunterstürmend, wird noch gefragt, bevor er ganz unten ist: „Wow, Sie haben aber viele Bücher, haben Sie die alle gelesen?“
„Ja. Und nicht nur die!“ grinst Masterchen.
Der Lieferant war mächtig beeindruckt von der Anzahl der Bücher aller Größen und Farben. Als Masterchen anfing, über seine Bibliothek zu erzählen, kamen wir auf die Idee, euch die verschiedene Bereiche unserer Büchersammlung etwas näher zu erläutern.

Wir beginnen heute mit der Eisecke. Unsere Eisbücher stehen allerdings nicht in der Halle , oh nein, die Eisecke ist eine besonders gepflegte Ecke im Wohnzimmer.  Unser Master ist keineswegs nur ein Lehnstuhlexplorer, er hat wirklich an echten Expeditionen in die Arktis teilgenommen. Wenn er heute gemütlich in seinem Sessel sitzt und schreibt (wie unten in der Collage), hat er genau diese Ecke im Rücken. Inzwischen 20 laufende Regalmeter (das hat seine Archivarin Siri gemessen) voller Bücher und Karten über Gegenden, in denen wir Buchfeen uns zu Tode frieren würden, stehen dort starr nebeneinander – „zum Gänsehaut kriegen!“ Wir Buchfeen stellten in diesem Regal alle Werke über die Polargebiete, über Polarforscher und deren Schiffe, damit wir sie wieder finden, wenn Masterchen sie braucht, was ziemlich oft der Fall ist. Hier stehen auch Romane über Expeditionen, Logbücher, Mythen der Inuit und Samen und was nicht alles dazu gehört. Und wie ihr unten seht, bei uns laufen schon die Pinguine über die Enzyclopedia Britannica.


Als Buch ist es eine hohe Ehre von uns in dieses Regal aufgenommen zu werden, ja, wir Buchfeen sortieren diese Ecke immer wieder, stauben sie sogar ab und polieren manchmal die Buchrücken.

Das war nicht immer so. Wir können uns noch gut daran erinnern, als Masterchen im Brustton der tiefster Überzeugung verkündete: „Ich möchte einen bücherfreien Raum!“ Wir kicherten nur.
Als Bücher begannen vor anderen Büchern in den Regalen zu stehen, verteidigte Masterchen immer noch so zäh wie blind seine Entscheidung über den buchfreien Raum. Er überlegte, ob nicht Rollregale vor den bestehenden Regalen das Problem lösen würden, verwarf es aber sogleich angesichts der technischen Schwierigkeiten. Dann begann es, unmerklich zuerst, listig, dass Bücher im buchfreien Raum einfach liegen blieben, sich bald zu kleinen Stapeln neben dem Schaukelstuhl erst, dann auch am Kamin und zuletzt die Fußleiste entlang sammelten. Als sie auf einer Wandlänge Aufstellung genommen hatten, konnte wir größere Konflikte nur vermeiden, indem wir, unsere weißen Taschentüchlein schwenkend, kapitulierten und Masterchen zum Holzmann schickten, um Regale bauen. Das war das Ende des Traums vom buchlosen Zimmer.

Wir Buchfeen werden immer wieder gefragt, welche Bücher wir dem geneigten Leser empfehlen können. „Kommt auf den Leser an“, würden wir antworten, aber wenn ihr es unbedingt wissen wollt, legen wir euch aus dieser Ecke folgende Bücher ans Herz. Wir Buchfeen konnten uns schnell einigen, da wir Masterchens langen Aufsatz über „Die Inuit in der Literatur“ lektorierten und bearbeiteten. Wir kennen uns da aus! Hier unsere höchstpersönliche Buchfeenempfehlung für euch:

Expeditionsberichte
Fritdtjof Nansens „In Nacht und Eis“, ein Expeditionsbericht, der wunderbar geschrieben ist in einer Mischung aus Beobachtungen, Erinnerungen, Träume, Fakten und Logbuch. Nansen konnte sehr gut schreiben – er ließ nicht wie sein „Schüler“ Amundsen teilweise durch einen Ghostwriter schreiben. Freud las seinen Kindern zur Nacht aus Nansens Buch vor. Unsere besondere Ausgabe, auf die Masterchen mächtig stolz ist, könnt ihr euch hier ansehen. Als unser Master zum ersten Mal in NO-Spitzbergen mit dem Eisbrecher herumfuhr, da las er zum gemütlichgrausigen Knirschen des Eises an der Bordwand dieses Buch – wenn auch Nansen sich einiges östlicher durchs Eis quälte. Das sind die ersten Sätze von „In Nacht und Eis“, um euch ein Gefühl, für die teilweise mächtige Sprache Nansens zu geben: Ungesehen und unbetreten, in mächtiger Todesruhe schlummerten die erstarrten Polargegenden unter ihrem unbefleckten Eismantel vom Anbeginn der Zeiten. In sein weißes Gewand gehüllt, streckte der gewaltige Riese seine feuchtkalten Eisglieder aus und brütete über Träumen von Jahrtausenden.“

Als fein bebilderter Reisebericht hat uns auch von Arved Fuchs „Kälter als Eis“ gefallen. In diesem Buch geht es um die Durchquerung der Nordost-Passage auf Nordenskjölds Spuren, dem die erste Durchquerung dieser Passage gelang. Ich, Selma, war völlig angetan von Rainer Ullrich „Skizzen aus der Nordost Passage“. Ja, wir Schwestern blättern beide gern auf unserem Regalbrettchen in diesem genial illustrierten Logbuch herum. Sooo schön kann man Reisetagebücher gestalten – wenn man Expeditionsmaler ist, ein Beruf, der längst noch nicht ausgestorben ist. Bei uns im kleinen Dorf wohnt so einer mit langem weißen Bart und struppigen Augenbrauen, der seltene Vögel in noch seltener erreichten Gebieten malt.

Entdeckerbiografien
Über die großen Entdecker solltet ihr unbedingt die so spannende wie ausführliche Biografie von Thor Bomann-Larsen „Amundsen“ lesen und von Roland Huntfort (der zuvor über Shackleton geschrieben hatte) die ebenso ausführliche Biografie „Nansen“. Wer`s nicht so genau wissen möchte, für den genügen die Biografien von Nansen und Amundsen in dieser feinen Reihe dünner Büchlein „rororo Monographie“, die in unserer Bibliothek neben den beiden ersten dicken Schinken stehen und zu Unrecht gar nicht auffallen. Die rororo Monographien haben uns noch nie enttäuscht. Sie sind weitaus ausführlicher als Wikipedia und meist toll bebildert – aber das nur nebenbei. Wenn ihr nur eine dieser dicken Biografien lesen wollt, solltet ihr „Amundsen“ wählen, er war ein erstaunlich komplexer und deswegen schwieriger Zeitgenosse, man warf ihm ein „Herz aus Eis“ vor.

Romane
Von den Romanen über die Arktis müsst ihr den Dänen Jörn Riel lesen. Wir haben die ganze schön editierte Reihe vom Unionsverlag zusammenstehen und egal, in welchem Buch wir blättern, Jörn Riel unterhält stets köstlich. Wer richtig Skurriles zum Sichschieflachen liebt, der sollte unbedingt „Nicht alle Eisbären halten Winterschlaf“ lesen. Ihr werden es nicht bereuen, versprochen, großes Buchfeenehrenwort! Masterchen liebt besonders den in der gleichen Reihe erschienenen Juri Rytcheu, den Autor der Tschuktschen (das ist in Nordost-Sibirien). Uns gefällt vom ihm besonders „Traum im Polarnebel“, ein Roman, der wie alle Bücher Rytcheus euch Leser in eine völlig fremde Welt entführt, weit, weit weg von unserem gewohnten Leben im lieblichen England. „Gut beschrieben“, meinte Masterchen, der ein Hauch dieser Anderswelt in Ittoqqortoormiit, eine Jägersiedlung in NO-Grönland am Eingang des Scoresby-Sunds erlebte.Wir verstehen schon, warum die Inuit keine Feen kennen. Das ist kein Klima für uns.

Wissenschaft
Vorne vor dem Regal steht der großformatige „Prachtband“ „Der Ruf des Nordens“ des leidenschaftlichen französischen Inuit-Forschers Jean Malaurie. Das Buch ist so groß, dass es in kein Regal passt und schwer ist es dazu. Im Schuber mit Foto eines edel gekleideten Inuit mit altertümlichem Messingfernrohr steckt es. Es ist ein gut lesbares wissenschaftliches Werk, das alle Aspekte der Inuit rund um Nordpol betrachtet. Es besticht nicht nur durch all die Fakten, sondern auch durch seine Fotos. Aber ja, wie mit allen besonders schweren und großformatigen Büchern haben wir Unterbringungsschwierigkeiten. Sind sie schön wie Malauries Werk gestaltet, dürfen sie unten auf dem Boden vor dem Regal stehen, sozusagen ausgestellt, was die höchste Ehre eines Buchs bei uns ist. Masterchen hatte uns nur von den privilegierten Grönländern erzählt, die sich speziell an der Westküste einen beachtlichen Lebensstandard leisten können. Malaurie schreibt auch über die Verelendung der östlichen Inuit-Gruppen in NO-Sibirien. Uns schauerte beim Betrachten seiner Fotos.

Also, wisst ihr jetzt, was ihr in den Ferien lesen wollt?

Zum Schluss einen kurzen Vorgeschmack auf einen unserer nächsten Beiträge, eine Reise ins Eis. Eine wahre Bilderbuchreise!

19.8.2007

Herzliche Grüße von den munteren Buchfeen Siri & Selma

P.S.: Maeve Binchy, von der das Anfangszitat stammt, starb am 30. Juli dieses Jahres nach kurzer Krankheit im Alter von 72 Jahren.

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

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  1. Was für eine schöne Privatbibliothek! Vielen Dank für die ganzen Leseanregungen … und sonnige Grüsse von Jarg, der sich auf den nächsten Bericht freut!

    Antworten
    • Danke, lieber Jarg. Wenn ich deine Rezensionen lese, was ich mit Freuden regelmäßig mache, stelle ich mir vor, dass auch du eine feine Bibliothek hast. Bei mir gibt es inzwischen ein Platzproblem, leider.
      Liebe Grüße aus dem hochsommerlichen Nord-Norfolk
      Klausbernd

      Antworten
      • Das mit dem Platzproblem kenne ich bei meiner sich eine lange Wand entlang ziehenden Privatbibliothek. Ich sortiert halt immer mal was aus, wenn was Neues kommt … und treibe meine „deformation professionelle“ damit auch ins Privatleben. Zum Glück kann ich vieles ausleihen … sonst wäre es sicher schwerer, mit dem Platz auszukommen.

      • Lieber Jarg,
        auch ich sortiere bisweilen ganze Sammelgebiete aus und verschenke und verkaufe die Bücher. Letztlich trennte ich mich von allen esoterischen Büchern und war verblüfft, wie wenig auch für gebundene Bücher in erster Auflage geboten wird. Zwei „Schätzchen“ behielt ich allerdings: Die Erstausgabe des I Ging, die von den Druckstöcken von 1924, eine feine Jugendstiledition von Richard Wilhelm herausgegeben, und von Gurdjieff „Der Tanz der Magiere“ (Privatdruck, Südafrika o.J.), von dem es nachweislich nur noch vier andere Exemplare gibt. Bei diesem Buch allerdings lohnt das Lesen nicht.
        Liebe Grüße vom großen Meer
        Klausbernd
        P.S.: Solche professionelle Deformation ist doch heilsam😉

      • Vielleicht schenkst du mir die Bücher auch noch ….. (;–))

    • Nee, sorry, Weisheitsbücher wie das I Ging behalte ich. Naja, und Gurdjieff, well, da ehre ich noch etwas meinen früheren Meister😉

      Antworten
  2. Es ist hier heute zu heiß zum Denken! Wenn Wasser zu Eis wird, verliert es seine leitende Funktion, hat der Jonas gesagt. Das sieht ja schon beeindruckend aus auf diesen Bildern, diese Weite!
    Schönen Sonntag!
    Übrigens, lieber Pit, ich schaue hier auf die Türme der ältesten Brauerei der Pfalz, einer hat sogar noch die Tarnfarbe des Weltkrieges, der andere sieht schön aus, hell, freundlich.
    Gutes Bier brauen sie da…
    So, wenn´s zu heiß wird, stelle ich mir vor, ich wäre eine Polarforscherin.
    Grüße an die Feen…

    Antworten
    • Das mit der leitenden Funktion, ich nehme an, die Konduktion ist gemeint, finde ich spannend. Es gibt ja zwei Konduktionen, die der Wärme und die der Elektrizität. Wenn ich mich dunkel an meine Schulzeit erinnere (ich besuchte ein naturwissenschaftliches Gymnasium), dann müsste nach dem zweiten Satz der Thermodynamik eine große Wärmekonduktion vorliegen, indem die Wärme, einen Ausgleich anstrebend, zum kälteren Körper fließt. Das kann man in der Arktis und allen kalten Gebieten sofort feststellen oder wenn man Eis berührt.
      Ich habe mal kurz im Netz nachgeschaut, aber über elektrische Wärmeleitung von Eis habe ich nichts gefunden. Ich würde gerne wissen, ob Eis eine geringere elektrische Leitfähigkeit als Wasser aufweist. Vielleicht kann Jonas etwas dazu schreiben.

      Liebe Grüße aus Cley next the Sea, hochsommerliche 26 Grad, NE-Wind um 3, leicht auffrischend und strahlend blauer Himmel bei stark fallender Quecksilbersäule
      Klausbernd
      Siri & Selma, die gerade bei Dina herumflattern, lassen auch lieb grüßen🙂🙂

      Antworten
      • Bei uns kam das in der Schule nicht vor, Ehrenwort!

      • Lieber Klausbernd, der Jonas und seine Schwester besuchen das Max-Planck-Gymnasium, dort haben ihre Mutter und der Helmut Kohlkopf auch ihr Abi bestanden.
        Wir sind ja hier Luftlinie 300 m von Kohls Wohnhaus entfernt, wie ich goggelte, waren ja schon so viele berühmte Köpfe hier zu Gast.
        Auf der anderen Seite liegt diese berühmte große Farbfabrik.
        Es sollte genug inspirierende Luft hier herumfliegen……
        Ich glaube ich habe schon einen Sonnenstich!
        Der Jonas, unser kleiner Schlaukopf, macht gerade wieder Sport, aber ich sag`s ihm, wenn er zurückkommt!
        Ich persönlich fände das Buch über Gurijeffs Tänze extrem interessant, verleihe das bloß nicht, das brauch ich noch! Bei mir hat sich die naturwissenschaftliche Abteilung an der Schule die Zähne ausgebissen, ich habe immer bei Klaus abgeschrieben, der war echt lieb!
        Wir hatten eine prima Tanz-AG!!!!!!

      • Also, Martin, bei mir kam das auch nicht in der Schule vor! Oder habe ich bereits alles vergessen, verdrängt…

      • Da scheinen wir gemeinsam etwas verpasst zu haben…😉

    • Roswithas feine Eisbilder schauen, Stirn am Monitor legen und und ganz leicht ein- und ausatmen.
      „Durchhalten liiiiiebe Pia, bald kommen viele wunderschöne kühlende Eisbilder von Klausbernd, bald – versprochen!“ rufen Siri und Selma, die wären jetzt auch gerne an der Küste… Puuh es wird heiß.

      Herzliche Grüße
      Dina & Co

      Antworten
  3. Tja, lieber Klausbernd jetzt spielt Bayern gegen Dortmund…keine Chance…
    Elektronen werden in Eis nicht geleitet, irgendwas mit Wasser und Halbleiter…
    Morgen fängt die Schule wieder an, das wird noch verdrängt für den restlichen Abend glaube ich
    ach jetzt kommt doch was:
    also zuerst muss man wissen dass WASSER überhaupt keinen strom leitet, sondern es sind die ionen von gelösten salzen wie kalk etc., die elektronen übertragen. ich glaube, diese ionen können sich im gefrorenen zustand nicht so frei bewegen wie im flüssigen und somit müsste das eis eigentlich ein schlechterer elektronentransporter sein, als flüssiges wasser. kann morgen aber nochmal meinen lehrer fragen…

    so die Hymne schon wieder…..siehste, da ist es doch gut, dass morgen die Schule wieder los geht
    Grüße

    Antworten
  4. Danke, ich hab`s verstanden, vermutete ich auch, das es daran liegt, dass Kälte Elektronenbewegungen herabsetzt. Wieder was schlauer geworden. Kälte ist Langsamkeit, daher auch der Titel von Nadolny.

    Na, dann guten Schulanfang
    liebe Grüße
    Klausbernd

    Antworten
  5. Wehmut kommt bei mir auf, sehe ich diese Bibilothek! Bei meiner Erstauswanderung gingen ja noch mehr als 20 Kartons Bücher mit, beim Weiter-Migrieren blieben sie allerdings in Afrika, die Kosten für die Fracht wären enorm gewesen. So freute sich eine Internationale Schule über eine schlagartige Verdreifachung ihrer Bibliothek. Und ich… naja!
    GLG

    Antworten
    • Liebe Vallartina,
      genauso ging`s mir auch. Ich kam aus der anthrposophischen Richtung, als ich damals nach Kanada auswanderte und so blieben Goethes Hamburger Ausgabe und all die feinen Ausgaben der Romantiker Tieck, Novalis, E.T.A. Hoffmann und eine Märchenbüchersammlung und viele Kunstbände zurück als Geschenk für eine Waldorf Schule. Jetzt wohne ich schon seit über 20 Jahren in gleichen Haus und da sammelt sich schnell so maches wieder an. Allerdings auch Kuriositäten, z.B. den Struwelpeter und „Heidi“ auf englisch – „geht gar nicht!“, würde Dina sagen.
      In meiner jetzigen Umgebung haben viele umfangreiche Privatbibliotheken. Die Engländer, soweit solche Generalisierungen erlaubt sind, lesen viel (mit am meisten in Europa) und aus traditionsverpflichtet werden keine Bücher weggeworfen. Man hat häufig die Büchersammlungen ererbt. Quay, eine Freundin von mir, besitzt zum Beispiel eine umfangreiche Kunstbibliothek und Dick und Guni, andere Freunde von mir, haben immer die aktuelle englische Literatur, die ich mir dort oft ausleihe. Und über Naturkunde, bes. über Vögel, gibt es im Dorf mehrere beachtliche Privatbibliotheken.
      Ich brauche deswegen meine Bücher, da ich nie ohne Bleistift lesen kann und oftmals längere Marginalien an den Rand schreibe und farbcodiert unterstreiche. So hüte ich meine Bücher und erfreue mich täglich an meiner Bibliothek.
      Liebe Grüße aus Nord-Norfolk
      Klausbernd
      ach ja, und meine emsige Buchfee Siri hilft mir beim Archivieren und Ordnen und von Dina bekam ich viele Bücher meiner Eisecke – sooo lieb!

      Antworten
  6. Hei lieber Klausbernd,

    liebe Grüße aus den Schären vor Stockholm. Dank neuer Technoloy kann ich mich von meiner gemütlichen Sommerstuga melden. Es hat alles 2 Seiten.

    Eine schöne Bibliothek hast du, richtig schön, auch inhaltlich nicht nur optisch! Werden wi rmehr über deine Bibliothek erfahren frage ich mich?

    Vor ein paar Jahren bin ich umgezogen, heute habe ich eine gemütliche Wohnung im Gamla Stan. Bei Einzug hatte ich ein großes Problem mit den Büchern, wohin damit? Die alten Regale waren nicht optimal, überall waren Bücher und irgendwie wenig Wohnraum. Ich drohte zu ersticken:-) Ich holte professionelle Hilfe, eine Innenarchitechtin entwarf ein geniales Regalsystem und heute bin ich glücklich mit der Lösung. Im Gegensatz zu dir, wollte ich überall Bücher haben, heute ist meine Wohnung eine reine Wohnbibliothek, ich finde es super. Bücherliebhaber machen große Augen bei mir, andere finden es vielleicht too much, ich liebe es. Ohne (viele) Bücher möchte ich nicht leben.

    Du kennst ja ein Teil meiner Bibliothek. Was meinst du, ist heute meine Leiblingsecke, wie du heute deine Eisecke bezeichnest?🙂

    Also, ich möchte noch zu der Eisliteratur ein Empfehlung hinzufügen, das darf ich als Schwedin doch?“ Ingeneur Andrèes Luftfahrt“ von Per Olof Sundman.

    En fin kväll til alle lesarna,

    God natt!

    Buchdame
    🙂

    Antworten
    • Liebe Buchdame,
      schöne Zeit wünsch ich dir in deiner wunderschönen Stuga – ich bin dort immer sooo gern gewesen!

      Deine Lieblingsecke, ich denke mir: Die nordischen Romane Lindgren, Lagerlöf (die Patin Selmas), Husdveld (die Patin Siris), Saabye Christensen, Wassmo, eben all die großen nordischen Romanciers, die du zumindest damals noch zusammenstehen hattest. Das habe ich übrigens auch: ein ganzes Regal von Hamsun bis Kjaerstad.

      Kannst du dich noch erinnern, wie wir uns damals darüber unterhielten, wie man seine Bibliothek am besten ordnet? Das ist mir immer noch ein Problem. Ich ordne nach Sachgebieten (nach dem Bibliotheksschema), aber das Problem ist ja, was tun, wenn das Regal voll ist. Ich habe da immer noch keine praktische Lösung gefunden. Okay, lass 1/3 Regal leer, aber das füllt sich sicher – und dann? Ich habe in den letzten zwei Jahren in wochenlanger Arbeit zweimal meine Bibliothek umgeordnet. Das hat den Nachteil, dass die Bücher zwar logisch nachvollziehbar stehen, aber nicht mehr da, wo ich sie mir eingeprägt habe. Ordnung von Büchern in einer Bibliothek finde ich nach wie vor ein spannendes Problem. Irgendwann möchte ich darüber einen Roman schreiben. Das ist übrigens ein neues Sammelgebiet von mir: Bücher über Bibliotheken oder in denen Bibliotheken und deren Ordnung eine wichtige Rolle spielen.

      „Ingenieur Andrées Luftfahrt“ finde ich ein ganz bezauberndes Buch. Im nächsten Beitrag hier werde ich Ny Alesund auf Svalbard erwähnen und du siehst da auch eine Bildcollage, auf der die klobig heroische Amundsenbüste abgebildet ist, von der Stelle, wo diese Bilder aufgenommen wurden, flog Andrée mit seinem Ballon los. Sundman, ein gerühmter schwedischer Journalist, beschreibt das Desaster dieser Expedition äußerst ergreifend, ohne je kitschig oder rührselig zu werden. Ich habe den Roman mit Genuss vor einigen Jahren wieder gelesen (aber sorry, nicht mehr auf Schwedisch, mein Englisch hat das ganz verdrängt – ich las die deutsche Taschenbuchausgabe, die mir übrigens Tantchen schenkte).

      Ganz liebe Grüße auf deine Schäre
      Klausbernd🙂

      Antworten
  7. Bibber, Eis und kalt, nicht nur bei Dina, auch hier. Dabei bin ich doch so froh, dass ich endlich mal in der Sonne schwitzen kann.🙂

    Die Bibliothek ist ein Traum, mir ging es ähnlich wie der Buchdame. Nach meinen Umzug in eine kleinere Wohnung wusste ich nicht wohin mit all den Büchern. Bis heute (und der Umzug liegt Jahre zurück) schlummern viele Bücher in Kisten und Kartons in allen möglichen und unmöglichen Ecken und warten darauf wieder in ein schönes Bücherregal zu kommen. Besondes frustrierend ist das, wenn ich etwas nachsehen möchte, weiß ich habe ein bestimmtes Buch und weiß nur nicht in wecher Kiste und wo es vor sich hinschlummert.
    Von einer Wohnbibliothek träume ich auch, das wär was …

    Liebe Grüße, Szintilla

    Antworten
    • Da schreibst du was, liebe Szintilla.
      Beim Umzug von Norwegen nach Deutschland landeten zunächst meine geliebten Norweger in den Kisten. Bei einem Umzug landeten 6 Kisten im Keller – natürlich nur vorübergehend. Dann kam das Unwetter mit Sintflutartigem Regen.
      Wasser kam in den Keller, Bücher kamen in der Papiertonne. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich alles im Keller entsorgt. Es war fast erheiternd leicht. Vieles was in den Keller landet, so war es jedenfalls bei mir, befindet sich in einen Zwischenstadium der Entsorgung.🙂 Dann ist einfach schön, wenn die Entscheidung einen abgenommen wird, hadere nicht länger, jetzt weg damit! 🙂

      Klausbernd war richtig mutig, fand ich. Er hat zunächst die gesamte Esoterik auf den Dachboden verfrachtet (die Häuser next the Sea haben logischerweise keinen Keller), dort schliefen die im Trockenen ein paar Jahre bevor die ein neuen Zuhause hier und dort bekamen.

      Schönen Tag noch und einen guten Anfang in der neuen Woche.

      Die Buchfeen und ich fahren jetzt nach Köln die Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke fotografieren, Selma möchte unbedingt ihre eigene Knipsis machen und wir 3 freuen uns auf einem Treffen mit Tantchen heute Nachmittag.🙂

      Dina, Siri und Selma

      Antworten
      • Schön wäre es, wenn auf der Hohenzollernbrücke richtige große Lustschlösser stünden!

      • Bücher in die Papiertonne. Ach herrjeh, das ginge nur, wenn sie aufgeweicht wären und selbst dann habe ich sie schon getrocknet und glattgebügelt. Irgendwie hat man nachher mehr davon, sie sind doppelt so dick wie vorher. Steht aber leider nicht mehr drin. *g*

        Gedanklich arbeite ich an meinem Bücherregal und irgendwann wird es auch wieder aufgestellt. Kommt Zeit, kommt Rat.

        Au fein, Stippvisite nach Köln, dort wollte ich auch schon lang mal wieder. Vielleicht schaffe ich das mal zum Jahresende.

        Das sind bestimmt schöne Knipis geworden.

        Nächtliche Grüße, Szintilla

  8. Liebe Szintilla,
    don`t worry, sei nicht traurig, ich habe etwa fünf Jahre in meinem Haus gewohnt, eh mir klar wurde, wie ich am schönsten und zugleich praktischten Regale einbaue. Solange schlummerten meine Bücher in Kisten im Annex des Hauses. Als ich ein Regalsystem für alle Zimmer entworfen hatte, nahm ich mir mit einem hilfreichen Freund einen Monat Zeit und baute es ein. Aber wie schon oben gesagt, nun kam die Schwierigkeit des Ordnens. Nehmen wir z.B. den gerade sehr erfolgreichen englischen Autor Boyne. Zuerst hatte ich von ihm „Mutiny On the Bounty“, ein unterhaltsames Buch aus der Perspektive des Schiffsjungen geschrieben, das kam natürlich in die Ecke nautische Literatur, später kam „The Boy in the Striped Pyjamas“ dazu. Verwirrung: Soll ich das nun neben den Bounty-Boyne stellen oder in der Abteilung englische Literatur aus der Norwich School of Creative Writing? Z.B. neben Rose Tremain – aber müsste dann nicht der Bounty-Roman auch dort stehen? Der so erfolgreiche KZ-Roman steht nun in der nautischen Ecke – Bounty-Boyne neben Pyjama-Boyne, einfach, weil ich Boyne mit See verbinde. Victor Hugos „The Toylers of the Sea“ steht dort auch. Seine anderen Romane jedoch unter französische Romane. Auch Chamissos hochlangweilige Logbücher seiner Weltumsegelung stehen nicht bei den Romantikern, sondern in der nautischen Ecke. – Tja, das ist so mein Chaos in der Logik, wo die Vorliebe die Ordnung bestimmt. Ich wollte nur sagen, du wirst sehen, Regale für eine Wohnambiente mit Büchern zu bauen ist relativ easy im Vergleich zum Einordnen der Bücher, da denke ich nur an die großformatig dicken Werke …
    Aber, sorry, mein Steckenpferd, die Ordnung der Bücher, hat mich wieder schwätzen lassen. Vielleicht ist das ja für dich gar kein Problem.
    Ganz liebe Grüße vom Meer und auf dass du bald in deiner Bibliothek wohnst
    Klausbernd

    Antworten
    • Ordnung, was ist das denn?

      Meine Bücher waren sowohl als auch nach Themen und Autoren geordnet. Bei mehreren Büchern von einem Autor, also den Lieblingsautoren, kamen sie ein eigenes Regalfach, alles andere war und (das was ausgepackt wurde ist) nach Themen geordnet. So finde ich mich am besten zurecht.

      Ich schaffe auch immer mein eigenes Chaos, das ich aber wunderbar beherrsche, solange niemand kommt und meint er müsse es aufräumen.

      Liebe Grüße, Szintilla

      Antworten
      • Liebe Szintilla,
        das hört sich aber gar nicht nach Chaos an. Themen und innerhalb der Themen nach Autoren von den ältesten zu den jüngsten hin, das ist auch mein Idealschema. Habe ich auch weitgehend durchgehalten, aber mit der Altersbestimmung so mehr nach Gefühl. Huch, da lag ich auch schon peinlich daneben. Das Chaos bricht bei mir aus, wenn ich plötzlich wieder mit 4 bis 5 Büchern zu einem Gebiet ankomme, in dem der Regalplatz absolut voll. Dann wird oben drauf gelegt, aber der Platz ist auch nur begrenzt. Zum Unordnen habe ich gar keine Zeit oder Lust und wird das Buch erstmal auf die Erde vors Regal gelegt, worauf dort relativ schnell kleine Büchertürme aus dem Boden zu wachsen scheinen, die beim Staubsaugen auch schon mal umgestoßen werden. Und unter der Hand spielt sich zu Füßen der Ordnung das Chaos ab.
        Bei mir wird geteert, gefedert und gevierteilt, wer Bücher verstellt. Das schlimmste Vergehen in meinem Haus! Ich glaube das reizt Siri und Selma gerade, in alter Buchfeentradition kurzfristig Bücher zu verstecken und zu verstellen.
        Liebe Grüße aus dem sonnigen Wintergarten zwischen den Gartenbüchern
        Klausbernd

      • Rein theoretisch ist das auch kein Chaos, aber praktisch …

        Es wird nämlich auch drüber gelegt, daneben und davor gestellt und auf dem Stuhl neben dem Regal …

        Platzmangel fördert eben die Unordnung.

        Ich glaube, ich brauche auch eine Telefonzelle vor dem Haus, dann mit Büchern und einer alten Telefonzelle hatte jemand eine tolle Idee.🙂
        http://www.weupcycle.com/tag-153-gastbeitrag-%E2%80%93-telefonzellenbibliothek/

        Ich finde das ist eine tolle Idee.
        Liebe Grüße, Szintilla

      • Dann bräuchte der Klausbernd auch nicht mehr den Rasen zu mähen, denn der ganze Garten stünde mit Telefonzellen voll!

  9. Liebe Buchdame,

    hier bin ich noch einmal. Nicht von mir werdet ihr von den einzelnen Abteilungen meiner Bibliothek hören, sondern Siri & Selma haben sich vorgenommen, darüber zu schreiben. Siri als Archivarin kennt sich bestens aus und Selma, ja, ihre Liebe zu Büchern umfasst auch die praktische Seite. Sie weiß, wo der Buchwurm nagt, wo ein Roman verspinnt wird und was die Bücher machen, wenn sie aufgeschlagen liegen bleiben und alles solch ein Spezialwissen.
    Du siehst Siri & Selma sind weit mehr als ich befähigt, über meine Bibliothek zu schreiben. Mir ist es zum Beispiel völlig dunkel, warum die Spinnen einen großen dicken Bildband vom Dalai Lama lieben. Echt, die töten unter dem Auge seiner Heiligkeit, aber die griechischen Klassiker fürchten sie.

    Ja, Siri & Selma werden immer mal wieder über Gebiete meiner Bibliothek berichten und dir und euch allen Buchempfehlungen aussprechen. Aber hallo, be aware, die kommen von meinen Buchfeen, nicht von mir.

    Ganz liebe Grüße nach Schweden
    Klausbernd

    Antworten
  10. Hallo Klausbernd,
    jetzt habe ich gerade gesehen, dass ich Dich gar nicht besuchen darf. Wenn ich einmal diese Eingangshalle/Bücherei betreten haben werde, werde ich nie wieder wegwollen! 😉 Aber im Ernst; ein wunderbarer Raum!
    Bei mir sind leider, aus ganz pesönlichen Gründen, bei meinem Umzug in die USA jede Menge Bücher in meiner früheren Wohnung in Alfter zurückgeblieben. Mal sehen, ob ich, wie es ursprünglich geplant war, sie irgendwann doch noch hierhin schaffen (lassen) kann. Hier, unser Haus ist sehr klein, haben wir übrigens nur (sehr) wenig Platz für Bücher. deswegen verteilen sie sich über drei Gebäude: unser Haus selbst, einen Schuppen und die neugebaute Garage. Da muss ich dann eben etwas herumlaufen und viel suchen, wenn ich ein bestimmtes Buch haben will, denn eine Ordnung gibt’s hier ganz und gar nicht.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, auch an die beiden Buchfeen, die so einen wunderschönen Platz im Regal haben – *neidischwerd*,
    Pit
    P.S.: Ich freue mich schon auf die kommenden Artikel!

    Antworten
    • Hallo Pit,

      ich habe damals mit dem Schiff 5 Bücherkisten von Montreal nach London bringen lassen. Ich bin stets per Schiff zwischen Montreal und Europa hin und her gefahren. Es war meistens die „Alexander Pushkin“, auf der ich ohne Aufpreis alle diese Bücherkisten mitnehmen konnte, wenn ich mitfuhr.
      Herumlaufen, um Bücher zu suchen, lieber Pit, das ist doch fein, so sitzt man nicht nur herum und liest😉

      Es ist witzig, aber mein junger Freund und Helfer Gerrit richtet es sich auch immer in meiner Bibliothek ein und liest systematisch ein Buch nach dem anderen. Ich frage ihn immer, wie er die Bücher findet und bin erstaunt, wie ein knapp Dreißigjähriger Romane rezipiert. Undset, Tremain und Wassmo findet er Tuss-Literatur, dieses Schwelgen im inneren Monolog, das die Gefühle verdeutlicht, findet er völlig out. Er liebt Klassiker. Connan Doyle, Agatha Christie, Patricia Highsmith und S. King sind seine Favoriten neben „Otherland“ von Tad Williams, das ich auch – alle 3 dicken Bände – mit Begeisterung las. Und natürlich fährt er auf meiner nautischen und Piratenbibliothek ab. Er ist ein Fan – wie ich – Patrick O`Brian, dem, wie ich meine, hervorragendsten Autor von nautischer Literatur. Vielleicht kennst du „Master and Commander“, das auch wunderschön verfilmt wurde.

      Ich habe vor vielen, vielen Jahren ein wissenschaftliches Buch über strukturale Rezeptionstheorien für die Reihe Europäische Hochschulschriften geschrieben. Mich interessiert noch heute, wo Besucher spontan in meiner Bibliothek hängen bleiben und zu lesen beginnen. Erstaunlicherweise bleiben viele Männer und Frauen bei Märchen- und Sagenbüchern hängen. Nicht unbedingt Grimm, aber Andersen, Bechstein, Musäus und „1001 Nacht“ ist nach wie vor beliebt. An zweiter Stelle kommen die Krimis, wobei Mankell sehr beliebt ist, aber vielleicht auch, weil ich diese schwarze Reihe von ihm vollständig habe und sie im Regal auffällt. Ich selber habe fast nie Krimis gelesen, außer Connan Doyle und Mankell. Gerade lese ich von Michael Robotham: Dein Wille geschehe, einen Psychothriller, den ich spannend finde. Tantchen, hier im Blog, ist Krimi-Spezialistin, von ihr bekomme ich den einen oder anderen Tipp. Sie brachte mich dazu, Krimis zu lesen, wobei ich zugeben muss, das „who has done it?“ mich relativ wenig interessiert. Es steht aber im modernen Krimi nicht mehr im Vordergrund.
      Da ich nordische Literatur sammele, besitze ich jedoch viele Krimis, die ich auch irgendwann einmal lesen werde – aber vor lauter Bloggen komme ich ja zu nichts😉 Anne Holt, eine Empfehlung von Dina, habe ich mit Genuss kürzlich gelesen.

      Ganz liebe Grüße von Norfolk nach Texas
      Klausbernd🙂

      Antworten
      • Wow, lieber Martin, ich wusste gar nicht, dass es dieses Buch noch gibt. Das stammt aus meiner fernen Unizeit. Oh dear, ich verstehe es heute gar nicht mehr.

      • Hallo Klausbernd,
        die Bücher, die es mit mir hierhin geschafft haben, habe ich alle per Postpaket geschickt. Hat zwar Einiges gekostet, aber ich kann wenigstens guten Gewissens behaupten, dass es nicht an mir liegt, wenn die Bundespost/DHL Miese macht! 😉 Ich glaube, dass ich insgesamt im Laufe der Jahre [zwischen 2005 und 2009] so etwa 50! Pakete hierhin geschickt habe, fast ausschließlich Klamotten, Bücher und Videos. Das mit der Schiffsreise wäre natürlich eine gute Idee gewesen, aber da bin ich nie drauf gekommen.
        Zu Krimis: Agatha Christie und auch Dorothy L. Sayers würde ich gerne mal wieder lesen. Ist Jahrzehnte her. Kennst Du übrigens Ngaio Marsh? Habe ich in längst vergangenen😉 Jugendtagen gut gefunden. Müsste ich auch mal wieder „reinschnuppern“. Ansonsten lese ich bei den „Mysteries“, wie man sie hierzulande nennt, unheimlich gerne Ellis Peters‘ „Cadfael“ Detektivromane. Dazu gefallen mir auch sehr die Verfilmungen, jedenfalls die, in denen Sean Pertwee den Sheriff spielt. Der ist in seiner Interpretation so etwas von nah am Buch – irre. Sein Nachfolger in der Rolle, Eoin McCarthy, kann ihm da das Wasser nicht reichen. Wir beide, meine Frau und ich, lesen übrigens auch sehr gerne Krimis aus den Reihen „The Cat Who …“ [Lilian Jackson Braun] und die von Rita Mae Brown – wir sind eben ein „Katzenfanhaushalt“. 😉
        Zu nautischen Romanen: „Master and Commander“ habe ich gesehen, und der Film hat mir sehr gefallen. Irgendwie glaube ich mich zu erinnern, ich hätte auch das Buch gelesen, wäre aber nicht so begeistert gewesen. Jetzt muss ich mal eine „Suchexpedition“ unternehmen, ob ich es hier irgendwo finde, und mein Urteil dann überprüfen kann. Wie Du schon sagst, so komme ich auf unserem Grundstück und in den Gebäuden wenigstens etwas herum und verschaffe mir Bewegung..😉 Mein Favorit unter den nautischen Autoren ist Dudley Pope mit seinen „Ramage“ Romanen. Forester muss ich noch lesen. Sehr gerne gelesen habe ich Alexander Kent’s „Bolitho“ Reihe. Andere nautische Autoren, von denen ich etwas gelesen habe, sind: Alaric Bond, Tom Grundner und Jay Worrall – aber die kommen eher unter „ferner liefen“.
        Darüber hinaus bin ich – seit ich als Junge Hans Dominik gelesen habe, ein Science Fiction und Science Fiction Fantasy Fan. Insbesondere Marion Zimmer Bradley hat es mir angetan. Und über sie bin ich dann auf Mercedes Lackey’s Fantasy Bücher gekommen.
        Was sonst noch in meinen „Bücherschränken“ steht, bzw. auf dem Computer hier herumschwirrt:
        Karl May: da habe ich angefangen, mit großem Vergnügen, „Die Liebe des Ulanen“, als Abdruck der Fortsetzungsgeschichten aus der Zeitschrift „Deutscher Wanderer“ [mich interessiert da besonders der Vergleich mit den späteren Romanen, die auf dieser Fortsetzungsgeschichte beruhen] und noch einige Andere [auch den Ölprinzen, der ja nicht weit von hier spielt, will ich mal wieder lesen].
        Sir Walter Scott: Ivanhoe und Rob Roy [hier gefällt mir auch sehr die Verfilmung mit Liam Neeson in der Hauptrolle]
        Tom Clancy [besser nahegebracht kann man die typische „Redneck“-Haltung eigentlich gar nicht bekommen]
        P.G. Wodehouse [seit Unizeiten einer meiner Lieblingsautoren]
        Und ansonsten noch Diverses mit „Lokalkolorit“, sei es fiktional, sei es nicht-fiktional, wie jetzt gerade Gail Collins‘ neuerschienenes Buch „As Texas Goes …“: sehr ironisch und daher ungemein vergnüglich zu lesen.
        So, jetzt habe ich mal wiedwer ziemlich viel geschwätzt, und kann Dich nur bestätigen: vor lauter Bloggen komme auch ich zu Nichts! 😉
        Über die Bücher/Autoren, die Du hier genannt hast, werde ich mich dann auch mal bald schlau machen und sehen, ob ich das eine oder andere auch lese.
        Als dann, liebe Grüße von einer „Leseratte“ zur anderen, und auch lieber Grüße an die beiden Buchfeen mit Dank für ihre Inspirationen,
        Pit
        P.S.: Mit „auf dem Computer herumschwirren“ meine ich, dass ich vor unserem Englandurlaub angefangen habe, mir Bücher aus Amazons „Kindle Books“ herunterzuladen, damit ich nicht so viele Bücher mitschleppen musste. Dabei habe ich, wie auch, wenn ich ein gedrucktes Buch bei Amazon bestelle, immer ein schlechtes Gewissen, weil ich damit ja dem kleinen Buchhandel den Todesstoß versetze. So richtig schöne kleine Buchläden gibt es hier in San Antonio nämlich leider gar nicht (mehr). Als Büchereien, in denen man stöbern kann, sind nur noch Barnes & Noble und Half Price Books übrig, nachdem Borders im vergangenen Jahr geschlossen wurde.

      • Wow, lieber Pit, das sind ja viele Anregungen, da bin ich baff. Vielen Dank!
        Witzig, den P.G. Woodhouse liebst du auch. Aber ich finde, einen Roman von ihm zu lesen ist köstlich, der beste Gute-Laune-Bringer, aber die anderen Romane sind dann fast gleich – schade. Dennoch habe ich viele der Buttler Jeeves Bücher gelesen.
        Und noch eine Parallele zwischen uns: Forester muss ich auch noch lesen. Ich stoße immer wieder auf ihn, speziell „Passage to India“. Liegt auch schon auf dem Stapel zu lesender Bücher.
        Ganz liebe Grüße dir nach Texas
        Klausbernd
        Siri & Selma bestellen auch Grüße vom Rhein, wo sie verrückterweise das Rheingold suchen, was wohl daran liegt, dass sie gemeinsam von Rose Tremain „The Colour“ lasen und nun überall im Wasser Goldglanz vermuten.

      • Hallo Klausbernd,
        gern geschehen wegen der Anregungen. Hier nich ein Nachtrag:
        Zu Wodehouse hast Du Recht: es wiederholt sich, mit leichten Variationen. Trotzdem: ich lese ihn immer wieder, besonders – neben Jeeves natürlich – seine „Lord Emsworth“ Variationen, um sie einmal so zu nennen. „Jeeves“ [mit Stephen Fry und Hugh Laurie] habe ich als Videos hier. Apropos Hugh Laurie: zu dem gab’s hier neulich eine höchst interessante Sendung im Fernsehen, bei der er durch Louisiana fuhr und gewissermaßen „sein“ Louisiana präsentierte – und dabei auch mit vielen Musikern in „Jam Sessions“ auftrat. Ich habe gar nicht gewußt, was für ein ausgezeichneter Musiker [Klavier, Gitarre, Trommel, Mundharmonika & Saxophon] er ist.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit
        P.S.: Hoffentlich finden Siri und Selma das Rheingold. 😉 Liebe Grüße an sie!

      • Der hat in der Klavierstunde gut aufgepasst, der Hugh Laurie:

      • Hallo Martin,
        danke für den Hugh Laurie Link. Dieses Video muss ich mir mal auf den Rechner runterladen und dann ansehen, denn für die direkte Übertragung ist mein Anschluss hier zu langsam. Da hält das Video immer wieder nach ein paar Sekunden an, zum Nachladen.
        Liebe Grüße aus der „Internetdiaspora“,
        Pit

      • oh, so langsam, schon seit 2009 hat doch Washington eine „nationale Breitbandoffensive“ o.ä. ausgerufen. Nichts als leere Versprechungen? LG M.

      • Hallo Martin,
        ja, ausgerufen haben sie das in Washington schon, aber zwischen ausrufen und verwirklichen ist nun mal ein Riesenunterschied. Was uns hier fehlt, wäre eine Regulierungsbehörde nach deutschem Muster. So wie es ist, gibt es nur rein wirtschaftliche Anreize für den Ausbau der Netze und keine Konkurrenz unter den Gesellschaften. Und da sind wir hier in einem ländlichen Gebiet nun einmal sehr schlecht dran. An Besserung durch Regulierung ist auch nicht zu denken, da die Amerikaner jede staatliche Regulierung ja nun mal mehr scheuen als der Teufel das Weihwasser. Wir sind hier schon froh, dass wir seit einiger Zeit 3 Mbit/s haben. Das geht über eine drahtlose Verbindung mit einer kleinen Antenne(nschüssel) zum Wasserturm in Karnes City. Technisch zwar eine interessanteLösung, aber für diese mickerige Verbindung zahlen wir immerhin $73/Monat! Wir müssen übrigens für den Router eine Miete zahlen und für den zweiten Computer am Internet zusätzlich. DSL und Kabel gibt’s hier nicht, weil es sich für die Gesellschaften nicht lohnt: zu wenig Kunden zu weit draußen verstreut. Hätten wir Kabel, könnten wir Telefon, Internet und Fernsehen in einem Bündel zusammenfassen und kämen wesentlich billiger weg. So aber zahlen wir eben die $73 für’s Internet plus ca. $80 für den Festnetzanschluss beim Telefon und begnügen uns beim Fernsehen mit den paar frei über Antenne empfangbaren Kanälen. Ob wir uns dafür irgendwann mal eine Schüssel leisten? Ich weiß es nicht. Es gibt nur ein paar wenige Kanäle, die uns wirklich interessieren würden, aber dafür müssten wir mehr als 100 andere, die wir gar nicht wollen, weil größtenteils Schrottprogramme, auch abonnieren und bezahlen. Das Einzige, was mich an einer Schüssel reizt: ich könnte die Bundesliga live sehen.
        Tja, wir sitzen eben in einer kommunikationstechnischen Diaspora. Aber so ist das eben in einem dünn besiedelten Land.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit
        P.S.: Gerade als ich diese Antwort abschicken wollte, musste ich feststellen, dass unsere Internetverbindung zusammengebrochen war. Auch das kommt immer mal wieder vor. Mal sehen, wann sie wieder steht.
        P.P.S.: Es klappt wieder.

      • Noch ein Nachtrag: nachdem Romney nun Paul Ryan als Vizepräsidenten will, werde ich mich wohl auch mal mit Ayn Rand beschäftigen (müssen), denn die hat dir (wirtschafts)politischen Ansichten Ryans wohl ganz entscheidend geprägt. Sowohl „Atlas Shrugged“ als auch „Fountainhead“ stehen irgendwo im Schuppen im Bücherschrank. Beide hatte ich schon mal angefangen, fand sie aber etwas „schwer verdaulich“.
        Und wo wir damit wieder das Thema „Utopie“ berühren: ich habe auch, dem Zeitgeist entsprechend 😉, „The Hunger Games“ gelesen – und fand es einigermaßen spannend. „Catching Fire“ fand ich weniger interessant, und „Mockingjay“ habe ich dann erst gar nicht gelesen. Mal sehen, ob ich mich noch dazu entschließe.
        Also dann, macht’s gut in Norfolk,
        Pit

      • Lieber Pit,

        dank für all die Hinweise. Da werde ich mal versuchen, meine nautische Ecke aufzustocken.
        Was mir auffällt, ich lese fast keine Sachbücher mehr, außer sie sind so gut gemacht wie „Längengrad“ oder „Geschichte der Seefahrt“ von National Geographic.

        So, jetzt muss ich noch etwas lesen, sonst bekomme ich Entzug😉
        Liebe Grüße
        Klausbernd

      • Hallo Klausbernd,
        gern geschehen, was die Empfehlungen angeht. Und ich kann es einfach nicht lassen: hier sind schon wieder welche. Sei mir bitte nicht böse, wenn ich Dich gewissermaßen „zupflastere“. Als ich vorhin nach „Atlas Shrugged“ und „Fountainhead“ gesucht habe, bin ich auf Reiseberichte/-beschreibungen aus/über Amerika gestoßen, die ich unbedingt empfehlen möchte:
        William Least Heat-Moon, River Horse: The Logbook of a Boat Across America
        ders., Roads to Quoz: An American Mosey
        und
        Irma Kurz, The Great American Bus Ride
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

      • Ach, noch ein Nachtrag:
        Sachbücher lese ich durchaus auch. Zur Zeit habe ich „vor der Nase“:
        – Michael A. Bellesies, Arming America: The Origins of a National Gun Culture
        – Charles C. Mann, 1941: New Revelations of the Americas before Columbus
        – Gail Collins, As Texas Goes …: How the Lone Star State Hijacked the American Agenda
        Liebe Grüße ins schöne Norfolk,
        Pit

      • Ich befürchte, Gerrit würde Maeve Binchy, die 2010 den Irish Book Award für ihr Lebenswerk bekam ebefalls als „Tussliteratur“ abtun. Daher finde ich es schön, dass die lieben Buchfeen das feine Zitat von Binchy übernommen haben, völlig wertfrei. 🙂

      • Danke!
        Ja, wir sind sooo lieb – gibt`s dafür einige Fayrietaler Taschengeld🙂 ?

      • Aber sicher doch. Mindenstens 25 Fayrietaler würde ich meinen🙂

  11. da haben wir doch wieder einmal etwas gemeinsam, nein, nicht die vielen Meter Bücher, obwohl unser Aufgang von der Küche in die obere Etage ebenfalls ziemlich voll ist und hier und da sich andere Bücherecken im Häuschen im Haus finden, es ist die Faszination vom Eis, dem Norden und den Abenteurern, besonders meinem Liebsten werde ich wohl deinen/euren Artikel zeigen…
    ich las vor einiger Zeit mit Begeisterung die Expidition von Shakleton, auf Hansen hast du/habt ihr mir nun Lust gemacht. Tausend Dank für diese Inspiration…
    Übrigens habe ich mich sehr gefreut euch Feen jetzt auch endlich einmal zu sehen und euer gemütliches Regalbrett nummero 3-4😉 sehr fein habt ihrs…

    herzliche Grüße aus der Stille der Nacht von Schnuppen begleitet eure Frau Blau

    Antworten
    • Shackleton, das finde ich, ist zusammen mit Nansen ein Eisheld mit Format. Kennst du das wunderschöne Buch von Caroline Alexander „Die Endurance“? Dort siehst du viele Originalaufnahmen von Frank Hurley, die einem vermitteln, wie es auf dieser eigentlich desaströsen Expedition zuging. Zum Glück war Shackleton weitsichtig genug, dass er auf Drängen Hurleys die Platten dieser Aufnahmen rettete. „Südpol“ von Shackleton finde ich auch lesbar im Gegensatz zu vielen Logbüchern und Expeditionsbeschreibungen.
      Shackleton wird in England hoch verehrt und als Gentleman unter den Explorern angesehen.

      Liebe Grüße von der sonnigen Küste der Seefahrer
      Klausbernd

      Antworten
      • tatsächlich habe ich diesen Bildband einmal bei Freund K. angeschaut und bekam so noch mehr ein Gespür was Shakleton mit seiner Crew vollbracht haben. Überhaupt fand ich Shackleton weitsichtig mit genau der Portion Autorität, die es in solchen Fällen braucht.

        was mich noch interessiert, lieber Klausbernd wären deine Buchempfehlungen zu den Mythen und Sagas der Inuit und Samen…

        herzliche Grüße ans Meer aus dem heute etwas verhangegen Walde und von einem Lesetag, der gerade eben eine Pause brauchte… Frau Blau

      • Liebe Frau Blau,

        Shackletons Fahrt von Elephant Island nach South Georgia gilt als eine der größten nautischen Taten nach Odysseus.

        Hervorrangend sind die Werke von Knud Rasmussen, der schon an der berühmten Mylius-Expedition zur Erforschung der Sprache und Kultur der Inuit teilgenommen hatte und dann selbst auf einigen Expeditionen in Nordwest-Grönland und des hocharktischen Kanada die Inuit-Märchen und Mythen sammelte. Ich würde dir von ihm empfehlen:
        Der Sängerkrieg – Eskimosagen aus Grönland
        Die Gabe des Adlers – Eskimomythen aus Alaska
        (beide im Verlag Clemens Zerling, Berlin erschienen)
        Einen guten Überblick bekommst du auch von
        Barüske, Heinz: Märchen der Eskimo (ein dünnes Fischer Tb.)
        Und zwei Standardwerke, die ich schon als Jüngling in meiner Bibliothek stehen hatte:
        Mudrak, Edmund (Hg.): Nordische Götter- und Heldensagen (Ensslin & Laiblin, Stuttgart)
        Heinrichs, H.M. (Hg.): Die schönsten Geschichten aus Thule (Diederichs)
        und zum guten Schluss von Puffin Classics
        Green, Roger Lancelyn: Myths of the Norsemen (Penguin, London)

        Na, das ist doch genug Lesestoff – oder?

        Liebe Grüße aus dem heute völlig windstillen Cley, was extrem selten vorkommt
        Klausbernd🙂

      • lieber KlausBernd,

        ja, das ist Lesestoff reichlich und ich freue mich darauf, der nächste Winter kommt bestimmt…
        tausend Dank und herzliche Grüße aus dem SommerWald
        Frau Blau

    • Liebe Frau Blau,
      ich kann dir einen tollen Film empfehlen, der gehört zu my alltime favourites.
      Sir E. Shackelton dargestellt von Sir Kenneth Branagh, grandios gespielt, einfach toll. Aber nicht nur er, so viele tolle Schauspieler, wow!
      Estklassig von der BBC verfilmt, zwei Emmys (u.a. für die Filmmusik):

      „Shackleton – Verschollen im ewigen Eis“ 2DVD.

      Perfekt gelungen ist der nostalgische Fair des Films. Die ganze Ausstattung spiegelt die Welt Anfang des 20. Jahrhunderts wieder. Die arktischen Bilder sind bisweilen atemberaubend schön (eine Pracht z.b. die ganz mit Schnee verkrustete Endurance), viele Filmaufnahmen sind genau dort aufgezeichnet worden, wo Klausbernd war (Grönland), er zeigt uns demnächst weitere Bilder davon, –
      aber es werden einem als Zuschauer auch die Gefahren der Expedition durch Kälte, Nahrungsnot, Treibeis oder Schneestürme sehr gut verdeutlicht und speziell Tierfreunde werden bei einigen Entscheidungen Shackeltons schwer schlucken müssen. Ja, seufz, so ist es,sag nicht ich hätte dich nicht gewarnt!🙂

      Der britische Humor kommt nie zu kurz. Wenn der Film schon bei den ersten Szenen mit einem Vortrag Shackeltons anfängt und er Fotos zeigt und dazu sagt: „Hier sehen sie einen Kaiserpinguin bei der Besichtigung eines Hundes,“ sorgt das für einen humorvollen Einstieg und macht neugierig und ja, der Film hat über die ganze Lauflänge einen herrlichen natürlichen Humor, der viel zum Unterhaltungswert beiträgt.

      Unbedingt anschauen, richte es dir schön gemütlich ein, abtauchen und geniessen, es lohnt sich, dieser Film verzaubert. Versprochen.

      Gute Nacht🙂
      Dina

      Antworten
      • Es gibt noch einen anderen sehenswerten Shackleton-Film, den wir dem Master auf DVD besorgten: „The Endurance – verschollen im Packeis“, der Film benutzt unter anderem Originalaufnahmen.
        Aber der Film, über den die liebe Dina oben schreibt, ist wirklich super. Da haben wir uns gewundert, welch guter Entertainer man sein musste, um damals die Finanzierung einer Expedition sicher zu stellen. Shackleton ist da so charmant wie perfekt.

        Gute Nacht wünschen
        Siri & Selma

      • Danke für die Filme – eine wirklich gute Zusammenfassung der berühmten Expedition.

      • liebe Dina, na da füllt sich meine Liste wieder um ein „Sehenwill“, ich weiß wer sich noch darüber freuen wird😉
        tausend Dank und was die Tiere anbelangt, da bin ich durchs Buch schon vorgewarnt
        wünsche dir einen sonnigen Tag
        Frau Blau

  12. Lieber Klausbernd, liebe Buchfeen, ihr wohnt so gemütlich! Ich werde glatt neidisch.

    Wie bei Vallartina, kommt beim Anblick diese tolle Bibliothek ebenfalls ein wehmütiges Gefühl auf. Der Umzug zu Longyearbyen oder vielmehr der Aufenhalt hier ist zeitlich begrenzt und Bücher über Bücher lagern in Kartons. Sagen wir mal so, sie sind vorübergehend eingefroren.:-)

    Ein schöner Artikel habt ihr geschrieben, den werde ich später genauer lesen und dann melde ich mich wieder. Gerade ist eine neue Expedition angekommen und meine Anwesenheit ist gefragt.

    Auf die Reise ins Eis bin ich mächtig gespannt!

    Herzliche Grüße aus Svalbard
    Per Magnus

    Antworten
    • Lieber Per Magnus,

      ganz liebe Grüße nach Longyearbyen. Ja, Siri und Selma haben es sich sooo gemütlich auf Regalbrett 3 und 4 eingerichet. Dort befinden sich auch ihre Kuschelbettchen. Buchfeen können nur gut in Bibliotheken schlafen, haben sie mir erzählt.

      Bücher in Kartons, das ist fürchterlich, wenn die Kartons nicht ausführlich beschriftet sind! Man weiß, dass man ein Buch besitzt, kann es aber nicht finden. So ging es mir kürzlich mit „Lolita“. Meine Lektorin empfahl mir, diesen hervorragenden Roman als Beispiel für Intertextualität wieder zu lesen. Da fiel mir erst auf, wie Nabokov mit Zitaten und Anspielungen jongliert. Nur zunächst konnte ich „Lolita“ nicht finden. Das Taschenbuch steckte in einer kleinen Kiste auf dem Speicher, die ich vergessen hatte auszupacken. Das habe ich aber erst gestern beim Aufräumen festgestellt, nachdem ich mir „Lolita“ von meinem Nachbarn geliehen hatte. Auch er schreibt viele Anmerkungen ins Buch, die ich interessant zu lesen fand – zumal er ein „Inhaltsleser“ ist und ich ein „Stilleser“.

      Die Reise ins Eis, oh dear, ich überlege gerade mit Dina, daraus einen Mehrteiler zu machen. Warst du schon im Norden bei den 7 Inseln (Sju Öjane)? Diesen nördlichsten Punkt (geologisch gesehen) von Europa fand ich immer wieder magisch. Auf allen Expeditionen hatte ich dort klares Wetter, wenn auch unterbrochen durch kurze Schneeschauer. Das wirst du von Svalbard sehen und sonst Bilder von der anderen Seite der Fram-Straße aus NE-Grönland. Ich werde mich jetzt an die Zusammenstellung dieses Beitrags machen, obwohl ich eigentlich den Rasen mähen müsste, wozu ich jedoch keine Lust habe.

      Ganz liebe Grüße von Norfolk nach Svalbard
      Klausbernd

      Antworten
      • Lieber Klausbernd,
        bei den Sieben Inseln bin ich noch nie gewesen. Die zu erreichen, muss man expeditionsmäßig ausgestattet sein. Aber ich werde sicher bevor meine Arbeit auf Svalbard beendet ist, nach dort fahren. Ich möchte nächstes Jahr auf einer Umsegelung von Svalbard teilnehmen, wo wir auch zu den Sieben Inseln kommen werden. Ich freue mich darauf sehr!
        Liebe Grüße aus Svalbard nach Norfolk
        Per Magnus

  13. Nachdem alle erklärt haben, wie sehr sie das Büchersammeln lieben, kann ich mir nicht verkneifen, den Advocatus Diaboli zu spielen, jemand, der Bücher liebt, sie aber nicht sammelt. Also 6 Gegenargumente gegen das Büchersammeln:

    (1) Bücher nehmen viel Platz weg. Bei dem Preis, den man heute für einen Kubikmeter umbauten Raum bezahlt, ist der Raum in der Regel mehr wert als die Bücher. Und wo soll man da noch Bilder aufhängen? Und was tut der Buchumstellte, wenn er mal auf eine weiße Wand starren will?

    (2) Bücher in Massen sind der Feind jedes Umzugs, der Freund jedes Umzugsunternehmens, da sie die Kosten fein in die Höhe treiben.

    (3) Bücher fangen Staub, Spinnen nisten sich hinter ihnen ein, der Putzmann hat zusätzliche Arbeit. Ein einmal verstaubtes Buch wird nie wieder sauber.

    (4) Bücher sind eine rasch verderbliche Ware. Nicht nur, weil das Papier bräunt und zerfällt. Auch deswegen, weil sie rasch an Wert verlieren, und zwar endgültig. Nur ein oder zwei von 100 oder 1000 Büchern lassen sich irgendwann mal mit Gewinn verkaufen – und auch das nur, wenn sie in der Vitrine gestanden haben und neuwertig ausschauen. Alte Romane wechseln meist für um die 0,25 € den Besitzer. Wer nett ist, überlässt seinen Erben nicht den ganzen Müll und lagert ihn sofort in der blauen Tonne. Die Erben picken sich 4 – 5 Bücher raus und entsorgen dann fluchend den ganzen Kram, wetten?

    (5) Nachschlagewerke, Atlanten, Handbücher, Gesamtausgaben von Klassikern – gibt es alles kostenlos im Netz. Wenn die Deutschen da nicht einen Hau hätten, gäbe es noch viel mehr Titel kostenlos und legal im Netz. – Das mit den haptischen Qualitäten und so ist pure Nostalgie. Man wird sich daran gewöhnen, wie man sich daran gewöhnt hat, dass man nicht mehr auf dem Holzherd kocht und mit dem Pferd zum Einkaufen reitet, obwohl für beides einiges spricht (wir haben einen Holzherd, aber kein Pferd).

    (6) Weshalb sammelt man Bücher, aber keine Filme? Der Normalbürger zieht sich pro Jahr an die 300 Spielfilme rein, wenn er alles archiviert, hätte er nach 30 Jahren ungefähr 10.000 Filme, dann noch die Dokumentationen und Reiseberichte … Regalmeter um Regalmeter Film. Macht niemand. Warum nicht? Weil jeder beliebige Schmöker ein Kulturgut ist und Filme nicht? Warum heben wir nur Bücher auf und nicht auch alte Zeitungen, Zeitschriften, die Mickey-Mouse-Hefte, Bravos und Pferdeheftchen der Kinder? Und den Quelle-Katalog (den es schon nicht mehr gibt). Was ist ein Quelle-Katalog von 1969 nicht für eine kulturhistorische Fundgrube! Deshalb kostet er im Bücherhandel mit 49,99 € plus Porto
    (http://www.ebay.de/itm/Quelle-Katalog-Fruhjahr-Sommer-1969-10-Jahre-Quelle-Osterreich-/310417413154?pt=Antiquarische_B%C3%BCcher&hash=item484651d422#ht_1678wt_1140)

    auch so viel wie etwa 127 der Romane, die alle sammeln ….

    Antworten
    • Aber HALLO, hier müssen sich wohl mal die Buchfeen zu Wort melden, empört!
      Also Büchersammeln ist ein Hobby wie Briefmarken oder alte Autos zu sammeln. „Jedem Hobby ist ein intrinsischer Lustgewinn zu eigen“, meinte Masterchen zu uns. Wir finden es toll, auf Bücher zu schauen und ihnen zu leben – okay, okay, das ist genauso irrational wie in leeren Zimmern zu leben. „Aber natürlich“, wirft Masterchen ein, „das entspricht dem Zeitgeist, diesem `simplify your life‘ und vor lauter Entsorgung geht einem der Spaß flöten.“ Wir schauen uns oft irgendwelche Bücher aus unseren Regalen an und das Haptische, ja, warum nicht nostalgisch sein? Als Buchfeen sind wir eh kulturkonservativ und schwelgen bisweilen auf Regalbrett 3 und 4 in nostalgischen Fantasien.
      Das mussten wir Buchfeen doch klarstellen!
      Feenhauch und vergilbte Seiten
      Siri & Selma

      Antworten
      • Hallo Ihr beiden Buchfeen,
        Ihr sprecht mir aus der Seele: das Haptische ist es, warum ich nur notgedrungen Literatur auf dem Computer habe und lese. ich will einfach ein Buch – auch eine Zeitung übrigens – anfassen können, Papier und Einband berühren, umblättern [mit Leichtigkeit vor und zurück] – ganz einfach: ein Buch „genießen“.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

      • Ja, lieber Pit, und in unseren Kuschelbettchen wollen wir auch nicht auf dem Bildschirm lesen – gaaaaaanz ungemütlich für Buchfeen.
        Feenhauch nach Texas
        Siri & Selma

    • Lieber Martin, hast du ein neues Amt?🙂
      Also, ich bin dafür, dass du regelmäßig teuflische Fragen stellst. Jetzt musste ich in der Catholic Enzyclopedia nachgucken was dieses Amt so auf sich hat. Ja, ich denke das passt gut zu dir:

      „Advocatus Diaboli“
      wurde einer der wichtigsten Amtstitel genannt, der bei den „Heiligen rituellen Versammlungen“ seit 1587 von Papst Sixtus V. geschaffen wurde, um „Gerechtigkeit“ bei den Verhandlungen über Selig- oder Heiligsprechungen herzustellen. Die Amtsbezeichnung war „Förderer des Glaubens“ (Promotor Fidei) . Seine Aufgabe verlangte von ihm, sich intensiv vorzubereiten und alle möglichen Argumente zusammen- und vorzutragen, die für und gegen die vorgesehenen „Hohen Weihen“ sprachen, auch wenn sie noch so geringfügig erschienen. Also die Gegenseite zum Recht kommen zu lassen!

      Schönen Tag dir
      Dina

      Antworten
      • Liebe Buchfeen, min venninne Dina, lieber Martin

        Fragen stellen finde ich gut, teuflische und ketzerische Fragen um so mehr. Das macht kreativ und ist manchmal hilfreicher als Antworten suchen.

        Darf ich Jostein Gaarder, ein Landsmann von mir zitieren:

        „Eine Antwort ist immer ein Stücke des Weges, der hinter dir liegt. Nur eine Frage kann uns weiterführen.“

      • Genau – der „Anwalt des Teufels“ muss beim Prozess der Selig- oder Heiligsprechung das Leben des Kandidaten durchleuchten, ob es da nicht vielleicht doch Argumente gibt, die gegen ihn sprechen. Er tut also das, was heute Heere von Journalisten tun, um irgendeinem Bewerber um das Präsidentenamt o.ä. zu schaden – was ich ziemlich widerlich finde.
        Hier eine Abbildung mit einem besonderen Advocatus Diaboli:
        Advocatus Diaboli - Library
        Hat garantiert keine Ähnlichkeit mit mir (;–))

      • Lieber Martin🙂🙂
        Hast du den Film mit Al Pacino gesehen?

  14. Das ist ja, angemessen zum Bibliotheksthema, der Beitrag der Literaturempfehlungen geworden. Auch fein, obwohl, ich geb`s zu, ich versuchte, euch auf das Thema Ordnung der Bücher zu bringen. Aber da scheine ich wohl der Einzige zu sein, der von uns damit Probleme hat. Aber super, all die vielen Hinweise.
    Ganz herzlichen Dank!
    Liebe Grüße
    Klausbernd🙂

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    • (:–)) …. ich habe auch keine Probleme mit der Ordnung der Bücher (s.o.) … (:–))

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    • Hallo Klausbernd,
      also ich – wo überall hier die Bücher „ausgelagert“ sind, habe keine Problem mit der Ordnung -. nur mit der UNordnung! 😉
      Als ich noch – in einem früheren Leben – eine (gewisse) Ordnung hatte, war es fiktional bzw. nicht-fiktional, und innerhalb dieser beiden Kategorien nach Autor. Dazu gab’s dann, in direkter Reichweite von meinem Schreibtischplatz, ein Fach für immer wieder schnell benötigte Bücher, z.B. Lexika, und für das, was gerade in den Kursen, die ich unterrichtete, dran war. Das ging so lange gut, bis ich Bücher in zwei oder drei Reihen ins Regal stellen musste. Da ging dann, warum, weiß ich nicht, die Ordnung langsam aber sicher flöten, obwohl ich fast immer wusste, wo ich suchen musste. Und nach einem Umzug, als fpr denselben die Bücher ziemlich unsortiert in Kartons landeten, ist es mir nie wieder gelungen, sie in auch nur die geringste Nähe von Ordnung zu bringen. So gilt heute für mich, „bei mir herrscht Ordnung – ein Griff … und schon geht die Suicherei los“ oder „Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen.“
      Liebe Grüße von einem, der keine Ordnung halten kann,
      Pit
      P.S.: gerade in den vergangenen Tagen habe ich mich ja selbst überrascht, als ich meine Werkecke aufgeräumt habe und nun tatsächlich fast alles seinen bestimmten Platz hat. Vielleicht muss Mary mich zum Psychiater schleifen. 😉

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      • Lieber Pit,

        genau, das kenne ich auch, dass plötzlich Doppelreihen in Regalen stehen, Bücher vor den Büchern, und man nichts mehr findet, ohne hinter die vorderste Reihe zu schauen. Ich habe lange Zeit eine bewegliche Bibliothek gehabt. Je nachdem, worüber ich gerade schrieb, wurde eine Kategorie eingerichtet wie z.B. Farben, Traum, allgemeine Symbolik, Sexualität unterteilt in männlich und weiblich. So spiegelte meine Bibliothek meine Arbeit wider. Seitdem ich Romane schreibe, hat sich das verändert. Nun ist meine Bibliothek erstarrt. Es gibt feste Sammelgebiete, die nach Sachgruppen unterteilt sind und innerhalb der Sachgruppen ordne ich grob historisch. Damit komme ich gut zurecht, wobei es immer ein Problem mit den Büchern gibt, die in keine Sachgruppe passen wie z.B. das kürzlich erwähnte Buch über das Rauchen, das ich tagelang suchte.
        Aber das Verblüffendste finde ich folgendes Phänomen: Ich suche ein Buch, meine genau zu wissen, wo es steht. Dort finde ich es nicht. Ich gehe jedes Buch an der Stelle durch. Nichts zu machen. Am nächsten Tag gehe wieder an die Stelle und geradezu magisch steht das Buch da, genau dort, wo ich gesucht habe. Da hier nur noch die Buchfeen Siri & Selma außer mir wohnen, habe ich sie in Verdacht, dass sie gemäß alter englischer Volksüberlieferung sich den Schabernack erlauben, nachts Bücher zu verstellen. Das soll ein Zeichen dafür sein, dass sie einen lieben, wohl nach dem Spruch: „Was sich liebt, das neckt sich“.

        Ich müsste wahrscheinlich auch zum Psychiater rennen, denn ich liebe es, meine Bücher geordnet zu wissen. Als „klassisch analer Charakter mit milder Zwanghaftigkeit“ würde er mich diagnostizieren. Was übrigens auf alle Sammler zutrifft. Aber ich sage mir immer „unsere Macken machen unsere Individualität aus“.

        Okay, in diesem Sinne noch einen rundum schönen Tag
        Klausbernd🙂

      • Hallo Klausbernd,
        Du schreibst: „das Verblüffendste finde ich folgendes Phänomen: Ich suche ein Buch, meine genau zu wissen, wo es steht. Dort finde ich es nicht. Ich gehe jedes Buch an der Stelle durch. Nichts zu machen. Am nächsten Tag gehe wieder an die Stelle und geradezu magisch steht das Buch da, genau dort, wo ich gesucht habe“
        Kommt mir ungemein bekannt vor. Frag‘ doch mal Siri und Selma, ob sie auch bei mir aktiv sind. 😉 Oder haben sie Verwandte hier in Texas? So eine Art „Texkobold“? In Deutschland gab’s doch da mal den „Fitzibitz“, wenn ich mich recht erinnere. Den muss es auch hier geben.
        Aber das Gute an der Geschichte: wenn ich nach einem Buch suche, es aber nicht finden kann, entdecke ich immer wieder welche, nach denen ich zwar nicht gesucht habe, die ich aber gerne einmal wieder lesen möchte.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, auch und ganz besonders an die beiden Buchfeen,
        Pit
        P.S.: Manchmal überteibe ist es mit der Ordnung, oder besser gesagt, dem Versuch der Ordnung. Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, da bricht der „preußische Beamte“ in mir durch. Vielleicht auch ein Fall für den Psychiater?! 😉

    • Lieber Pit,

      auf den Dinablog fragtest du welches Buch ich neulich gekauft habe (als Selma erzählte sie hätte „Handauflegen“ von Alan Bennett geschenkt bekommen, das Buch hat übrigens Martin auch gelesen und rezensiert), jetzt kommt meine Antwort, aber pssss… nicht verraten, ok! – der Bücherordnungsliebender Master ist nämlich heiß hinterher und ich möchte ihn nächste Woche damit überraschen, dann fliegen wir zu dritt nach Norfolk.

      Also, ich habe ein Underwerk (Dinas Worte), ein Masterpiece (meine Worte), ein wahrer Augenschmaus (Selmas Worte) geholt; „Die unendliche Liste“ von Umberto Eco.
      Mehr wird jetzt nicht verraten, Master meldet sich bestimmt zur Wort, wenn er das feine Buch im Augenschein genommen hat. Ein Prachtstück.

      Liebe Sonnengrüße und viel Feenhauch nach Texas
      Deine Sirifee

      Antworten
      • Haha, big brother is watching you, Masterchen liest mit!
        Da bin ich gespannt. Das Buch habe ich mir gewünscht. Und, oh dear, Listen, so etwas, was die analfixierten Sumerer schon erfunden haben. Und jetzt kommt es noch schlimmer: Prinzipien der Ordnung finde ich ein spannendes Thema – von der Einkaufsliste bis zum Bücherordnen. Ich würde sagen, mit Listen und damit mit Ordnung beginnt unsere Kultur. Aber wenn ich den Eco gelesen habe, werde ich euch Genaueres darüber schreiben können.
        Liiiiebe Grüße an meine liiiiebklugen Buchfeen und alle anderen auch
        Klausbernd

      • Hallo Sirifee,
        danke für die Antwort, aber ich fürchte, der Master hatte seine Lauscher auf und hat mitgehört/-gelesen. 😉
        Das Buch kenne ich übrigens nicht. Daher: danke für eine neuen Lesetipp!
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

  15. Psss… Zum (Un)ordnung der Bücher. Ich habe das perfekte Chaos. Aus Platzmangel, Zeitmangel und viele andere Entschuldigungen die mir gerade nicht einfallen wollen, fing ich an Bücher nach Farben der Buchrücken einzusortieren, in der Höhe und Länge zu stapeln.
    Selma und ich sind entzückt, es sieht soooo schön aus! Auf den Kommoden, Schränken, in den Vitrinen zeigen die Bücher sich als bunte Gemälde, kreative Kunstwerke in Rot-Weiß, Grüntöne, Blautöne, Grau-Weiß sieht besonders edel aus und Schwarz drückt etwas, sieht aber klug aus.
    Wir finden selten was wir suchen, aber es sieht so toll und spannend aus. Dafür finden wir was wir nicht gesucht haben, verlieren uns in die Bücher die wir wieder gerade neu entdeckt haben und so weiter und sofort.
    Siri findet selbstredend diese visuelle Ordnung nicht in Ordnung, sie meint aber, es hält sie auf Flug, mach geistig wach und munter und so weiter und sofort.

    Antworten
    • Liebe Dina,

      welch verrücktes Ordnungssystem! Aber irgendwie gefällt es mir, weil es dem Luxus frönt, unpraktisch zu sein, aber voll ästhetisch.

      Schwarz sieht klug aus, schreibst du. Die schwarze Farbe bei Büchern war schon seit dem Mittelalter etwas besonderes. Die „swarzen buochen“ waren die ketzerischen Bücher, wie es die Kirche sah. Das lag daran, dass speziell nach Einführung des Wiegedrucks wissenschaftliche Werke einen schwarzen Umschlag besaßen – im Gegensatz zu der offiziellen christlichen Literatur. Nun muss man aber sehen, dass Wissenschaft damals magisch-esoterisch, auf einem analogen/alchimistischen Weltbild aufbauend, ausgerichtet war. Diese Tradition schwarzer Bücher setzte sich bis heute fort, so werden Bücher der Magiere wie Crowley, Arram, Eliphas Lévi und Co. auch heute noch mit schwarzem Umschlag angeboten. Es gibt eine schwarze Reihe magischer Bücher, über die sich Martin und ich oft lustig machten. Da kamen meist Teenies in unsere Buchhandlung und fragten sofort nach „den schwarzen Büchern“. Bei ihnen war die Bücher zur Liebesmagie Objekt des Begehrens.
      Schwarz war seit je eine der Wissenschaft verbundenen Farbe, weswegen u.a. Luther auch das schwarze Habit der Pfarrer einführte.

      Ganz lieben Grüße dir, ich muss jetzt den Rasen mähen, tschüß
      Klausbernd🙂 xxx
      und herzallerliebste Grüße an Siri & Selma

      Antworten
      • He, den Rasen musstest Du schon gestern mähen! Wo bleibt der Preuße in Dir!

      • Der mit den schwarzen Büchern, das war der Schikowski-Verlag, der in Berlin in der Motzstrasse in einem ebenso dusteren Ladenlokal residierte – weiß nicht, ob es den heute noch gibt. Wer sich einen Eindruck verschaffen will, was die für Bücher angeboten haben, kann das hier tun:

        http://franken-buecher.de/-buecher-91_97.html

      • Na, der Preuße hat sich an dem Wetterfrosch ausgerichtet. Der Wind drehte auf Nord, die Quecksilbersäule stieg wieder und so habe ich auf heute gehofft. War richtig, denn bei angenehmen 25 Grad C, leichtem Nordwind habe ich eben das Rasenmähen abgeschlossen. Gestern musste ich nämlich an dem kühn bereits angekündigten Beitrag „Eine Reise in Eis“ arbeiten. Du kennst ja mein Arctic Diary genau, da suche ich nun Fotos von mir und Textstellen, die auch die Nicht-Eisfanatiker interessieren. Jetzt gleich werde ich da mal weiter schauen.
        Ganz liebe Grüße in die Kettelerstraße (siehe unten) vom heute harmlos plätschernden Meer von
        Klausbernd aus Church Lane😉

  16. Jetzt erzähle ich einfach mal, wie es dazu gekommen ist, dass ich keine Bücher mehr sammele:
    Das erste Erlebnis war, dass wir ein paar Jahre lang eine Buchhandlung hatten. Warum, habe ich mich irgendwann gefragt, soll ich die Bücher zu Hause hinstellen, die mir doch im Laden jederzeit zur Verfügung stehen?
    Dann habe ich als Lehrer die Schulbuchverwaltung als Amt gehabt. Bei einer Schule von 2000 Schülern sind das Unmassen an verschiedensten Lehrbüchern. Anfangs habe ich es noch nicht übers Herz bringen können, mal ein paar hundert Bücher in den Altpapier-Container zu werfen. Hervorragend erhaltene Biologiebücher mussten entsorgt werden, nur weil der Fachbereich entschieden hatte, dass „bessere“ Bücher her mussten, etc. etc. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, findet sogar eine gewisse teuflische Lust darin, einen Stapel nach dem anderen in die Tonne zu werfen. Zumal es Schulbücher waren. Zu der Zeit hatte ich zu Hause aber noch viele Regalmeter.
    Dann kam die Phase, wo mir eine Bibliothek nach der anderen angeboten worden ist. Immer das Gleiche: die Leute waren verstorben oder zogen ins Altersheim, die Erben hatten sich ein paar herausgenommen, der Rest musste weg. Ich erinnere mich vor allem an einen Arzt, der massenweise schöne Bücher hatte und, weil er ins Altersheim ging, zu mir sagte: „Nehmen sie, was sie haben wollen, meine Kinder haben kein Interesse!“ Ich nahm mir einen Kofferraum voll mit und stellte die Bücher in zwei Reihen ins Regal. Das gleiche wiederholte sich bei Tante x und Onkel y, bei den Eltern von Cousine Z und deren Nachbarin. Irgendwann hat es gereicht. Als in Brühl-Schwadorf die Dorfbibliothek mit etwa 10000 Bänden aufgelöst wurde, habe ich mir schon nur ein paar Bildbände rausgesucht und ansonsten abgewunken.
    Dann ging meine Mutter selbst ins Altersheim, dort lebten viele gebildete Leute, und wenn sie starben, dann blieben regelmäßig Massen an Büchern zurück. Die Heimleitung veranstaltete zweimal im Jahr einen Basar, da wurden die Bücher verkauft: Das Kilo 50 Pfennige, wenn ich mich recht erinnere.
    Da bin ich auf den Gedanken gekommen, dort ausgewählte Bücher zu kaufen und dann übers Internet zu verscherbeln, was so um 1999 eine feine Sache war. Und weil das so gut lief, habe ich dann auch eigene Bücher verkauft.
    Als ich als Lehrer aufgehört habe, habe ich zunächst alle Fachbücher verkauft, Geschichte, Deutsch, dann Eso- und Lebenshilfe, Ratgeber. Nachschlagewerke, Literatur und Klassiker habe ich behalten.
    Dann kamen wieder neue Bücher dazu, zwei weitere Erbschaften, gleichzeitig hat die Konkurrenz im Internethandel enorm zugenommen, die Preise sind unglaublich gesunken.
    Da habe ich zum ersten Mal auch größere Mengen von Romanen etc. in die Blaue Tonne geworfen, war gar nicht so schlimm. Zugleich ist mir aufgefallen, dass es überhaupt keinen Sinn macht, Bücher für unter 1 Euro zu verkaufen, der Gewinn steht in keinem Verhältnis zum Profit. Folglich habe ich alle Bücher, die weniger wert waren, aussortiert, einen Trödler angerufen und ihm die ganzen Kisten geschenkt. Der hat sich sehr gefreut, ich hatte ein wenig ein schlechtes Gewissen, weil die Bücher ja sorgfältig aussortiert waren.
    Vor zwei Jahren habe ich alle Klassikerausgaben – nur den Schiller will keiner – verkauft, fast alle Nachschlagewerke, alle gesammelten Literaturzeitschriften, Merian-Hefte, Kunsthefte, etc, etc.
    600 – 700 Bücher suchen noch Käufer, die Geschäfte laufen schlecht. Aber im „Bibliothekszimmer“ ist endlich Platz, Wohnküche, „Salon“ und Flure sind ganz bücherfrei, nur im „Arbeitssalon“ steht noch ein Regal mit Kunstbänden und eines mit alten Reiseführern. Letztere kommen auch noch weg.
    Letztens habe ich schon Panik bekommen: Wenn kein Buch mehr da ist, was mache ich dann, wenn ich spontan mal etwas lesen will? Aber so weit wird es wohl nicht kommen, zur Not habe ich noch meine Sammlung von rororo Nr. 1 – 100 mit Leinenrücken (die auch nichts wert sind, ich aber trotzdem nicht wegwerfe) und einen Stapel Reclam-Hefte – die sind praktisch für die Reise..

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    • Hallo Martin,
      also Bücher wegwerfen, das habe ich nie gekonnt, sogar nicht die alten Schulbücher, selbst wenn sie schon seit vielen Jahren nicht mehr für den Unterricht zu nutzen waren. Aber ich hatte ja auch nie si viele Bücher als dass ich nicht noch immer einen Platz für ein neues Buch gefunden hätte. Es hat mir in der Seele weh getan, als ich – umzugsbedingt – mich von meinen Newsweek und Time Ausgaben [da hatte ich über 10 Jahrgänge im Keller] trennen musste und die in die grüne Tonne gewandert sind.
      Liebe Grüße von einem mit „Sammeltick“, 😉
      Pit
      P.S.: die Schulbibliothek verwalten brauchte ich nie. Aber ich habe mal eine Zeit lang die Bücherei des Englischen Seminars an der Uni Bonn „geleitet“ – nachdem die eine Bibliothekarin gegangen war und eine neue noch gesucht wurde. Hat viel Spaß gemacht.

      Antworten
  17. Lieber Martin,
    bei mir hat Erben von Bibliotheken eine andere Wirkung gehabt. Angesichts der Bücherfülle habe ich meine Sammelgebiete eingeengt und alles andere rausgeworfen, aber zugleich die Sammelgebiete erweitert. Und, oh dear, im Frühjahr erbte ich eine umfangreiche Bibliothek von etwa 25.000 Büchern. In dieser Bibliothek gab es eine große Rubrik „Bibliotheken“ und eh ich mich versah, gab`s bei mir dieses Sammelgebiet auch. Aber dafür habe ich meine Sammlung „Esoterik und Magie“ rausgeworfen. So bildet immer noch meine Bibliothek meine Entwicklung ab. Ich finde, eine Privatbibliothek spricht Bände über ihren Besitzer. Wenn ich in Haus komme, schaue ich immer verstohlen auf die Bücher dort und, ich geb`s offen zu, dann meine ich zu wissen, welch Geistes Kind ihr Besitzer ist.
    Ganz liebe Grüße an den klugen Advocatus Diaboli von Kerpen – und wohnst du nicht dazu noch in einer Straße, die nach einem Kirchenfürsten benannt ist?😉
    Klausbernd

    Antworten
    • Ja, der hohe Herr hatte zwar außer seinem Bischofsamt noch ein paar Ehrenämter: Er war Mitglied der Accademia dei Quiriti in Rom, römischer Patrizier, päpstlicher Thronassistent und Hausprälat, Kommandeur 1. Klasse des Großherzoglich Hessischen Ludwigsordens und Ritter des preußischen Roten Adlerordens 2. Klasse (was immer das alles bedeutet), aber kein Advocatus Diaboli. Andererseits schon ein aufsässiger Mann, der sich mit Bismarck und den Konzilsbeschlüssen von 1870 angelegt hat … hier hat man ihm auch nur eine ganz kleine Strasse gewidmet, in der – als wir hierherzogen, nur die Hausnummern 1-8 vergeben waren, dann kam das Weizenfeld…

      Antworten
  18. Schwarze Bücher:
    sehr ansprechend gestaltet finde ich „Das Geheimnis der Farbe Schwarz“ von Klausbernd Vollmar, schon der Anblick des Buches reicht aus um eine gewisse Magie zu vermitteln.

    Ich hätte schwören können, dass „Der letzte Schrei aus dem Jenseits“ von Martin Haeusler und Klausbernd Vollmar ebenfalls ein schwarzes Cover hat, aber nein, ich habe es in meiner blauen Sammlung. Blau ist übrigens eine weit verbreitete Buchrückenfarbe, kommt häufiger vor, als man meinen sollte.

    So, ich bin weg, Siri und Selma sind vorausgeflogen und piiiiiepen schon nach mir.🙂
    Herzliche Grüße mit Viel Feenhauch soll ich ausrichten. An Alle.

    Dina

    Antworten
  19. „Der letzte Schrei aus dem Jenseits “ wird nicht das letzte gemeinsame Werk von Martin und mir sein, Wir arbeiten gerade mein Arctic Diary um, das bislang als Privatdruck in der Eisecke steht. Eine Prachtausgabe sozusagen, denn sie ist illustriert mit stimmungsvollen Aquarellen der Illustratorin Manika Obser, die Expeditionszeichnerin auf der Reise. So etwas nimmt einem keiner der Publikumsverlage ab, da der Druck im Vergleich zum erwarteten Verkauf zu teuer ist. Moni und ich hatten zwar einen Kunstbuchverlag dafür, der aber dieses Jahr seine Buchproduktion fast einstellte. Jetzt machen Martin und ich einen modernen, erzählerischen Reisebericht daraus.
    Daher kenne ich mich auch relativ gut in Reise- und Expeditionsliteratur aus. Die Reiseklassiker stehen übrigens, das fiel mir erst eben auf, im Regal an der Treppe, dort, wo bei mir im Haus der meiste „Durchgangsverkehr“ herrscht. Ob die Reisebücher sich diese belebte Ecke gesucht haben? Die Gartenbücher stehen ja auch am Durchgang zum Wintergarten. Und oben im Haus, dort, wo die Übersicht herrscht, befindet sich ein Zimmer voller Lexika. Ehrlich, ich habe das nicht so geplant, das hat sich so ergeben. Also, die Bücher suchen sich ihre Stellen – zumindest sehen es so Siri & Selma. Ich komme ihnen dagegen mit praktischen Gründen.
    Wie dem auch sei …
    Liebe Grüße an alle
    Klausbernd
    Und übrigens, aber hallo!, „Der letzte Schrei aus dem Jenseits“ ist doch kein magisches Buch, wäre es besser gewesen, dann hätte es sich schneller verkauft😉

    Antworten
  20. Hallohallo, guten Morgen ihr Liebklugen alle – ja, hier ist`s noch Morgen in unserer Zeitzone und ein sonniger. Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben, sondern darüber, dass ich eine Entdeckung in Masters Bibliothek gemacht habe. Ich fühlte mich wie all diese Buchwürmer aus dem 18. und teilweise noch des 19. Jh.s, die in Bibliotheken seltene und verloren geglaubte Manuskripte und andere Schriften fanden. Bei mir war`s eher ein Heftchen von Masters Lieblingsautor – er nannte ihn kürzlich „einen der profiliertesten zeitgenössischen Intellektuellen“, wobei ich noch fragen muss, was er konkret mit „profiliert“ meint – und zwar von Umberto Eco. Das Büchlein heißt „Die Bibliothek“. Es hatte sich zwischen den dicken Werken Ecos schamhaft versteckt und das zu recht. Masterchen hat`s geerbt und die belesene Vorbesitzerin schrieb in Rot auf das Vorsatzblatt: „Mein Plädoyer wäre besser gewesen“. Das glaube ich ihr als Buchfee sofort. Wer sich für Bibliotheken interessiert, braucht dieses Buch nicht zu lesen. Die einzige Idee, die ich spannend fand und die durch den Fund dieses Büchleins bestätigt wird, ja, den einzigen Satz, den ich unterstrich: „die Hauptfunktion einer Bibliothek – jedenfalls meiner privaten Bibliothek und jeder, die wir im Hause von Freunden durchstöbern können – ist die Möglichkeit zur Entdeckung von Büchern, deren Existenz wir nicht vermutet hatten, aber die sich als überaus wichtig für uns erweisen.“

    Eco sei jedoch verziehen, denn der Text ist eine Rede zum 25jährigen Jubiläum der Mailänder Stadtbibliothek, da hat sich der begehrte Herr Professor keine große Mühe gemacht. Was mir aber an diesem 39 Seiten umfassenden Text gefällt, ist seine Aufmachung. Vom Titelbild bis hin zu den Radierungen Jules Chevrier (die aus „Les Amoureux du Livre“, Ausgabe von 1877, entnommen wurden) lässt die Gestaltung mein Buchfeenherzchen höher schlagen. Deswegen bin sooo froh, diesen Text gefunden zu haben. Selma ist ebenfalls ganz angetan von Chevriers versponnenen Radierungen, in denen alte Bücher, Ratten und der Narr häufig auftreten.

    So, jetzt ist`s auch bei mir Mittag. Ich muss gleich wieder zurück zur lieben Dina und meiner Schwester Selma nach Bonn fliegen.
    Buchfeenhauch für euch alle von
    Siri Buchfee und Archivarin🙂

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  21. Das hoffe ich doch sehr, du wirst hier vermisst!🙂
    Vorhin fragte ich unsere Selmafee, „warum gibt es wohl in der deutschen Sprache auch die Bezeichnung Bücherei, wir sprechen doch die ganze Zeit von Bibliotheken?“
    „Bücherei kommt vom deutschen Wort Buch“, war die kurze Antwort.
    „Ja und?“
    „Ist doch wohl klar. Bibliothek enthält das Wort bíblos – so hieß die Papyrusstaude, aus der im Alten Ägypten Papier und dann auch Bücher hergestellt wurden. Und théke – das heißt auf Griechisch Kasten, Kiste, Behälter, Aufbewahrungsort. Bibliothek bedeutet also wörtlich übersetzt: Aufbewahrungsort für Bücher.“
    „Ja und?“

    Antworten
    • Als ich Kind war, daran erinnere ich mich noch deutlich, unterschied bei uns im Rheinland der Volksmund zwischen „Bücherei“ und „Bibliothek“, was nicht unbedingt der semantischen Norm entsprach. Die Büchereien waren die längst ausgestorbenen Leihbüchereien, in dem Frauen ihre Herz-Schmerz-Literatur sich ausliehen und Männer Western-Romane. In meinen Kreisen galt es als höchst peinlich, in solchen Leihbüchereien gesehen zu werden und mein Freund, der für seinen Vater dort Wild-West-Literatur auslieh, tat es heimlich wie ein Spion und einzig wegen des Taschengeldes. Der Bildungsbürger dagegen hielt seine Kinder an, in die Bibliothek zu gehen, über deren Eingang allerdings „Stadtbücherei“ stand. Das hatte aber keinerlei Einfluss, es war die Bibliothek und das hieß, dort gab es bildende Bücher.

      Liebe Dina und liebe Selmafee, ihr habt mich erst darauf aufmerksam gemacht, dass es eigentlich doch feine semantische Unterschiede zwischen „Bibliothek“ und „Bücherei“ gibt. Man spricht zum Beispiel nicht von der Universitätsbücherei, das ist immer die Uni-Bibliothek. Mir scheint es so, dass „Bibliothek“, worauf schon das Wort als griechisches Lehnwort hinweist, etwas Gediegenes ist, da steht eine Tradition und ein oft elitärer Anspruch dahinter. Borges, der als Jorge in Ecos Bibliothek in „Der Name der Rose“ herumspukt, beschrieb diese fiktive „Bibliothek von Babel“. Hätte er als Titel „Die Bücherei von Babel“ gewählt, hätte das nicht gepasst für eine Büchersammlung, die gleichsam das Modell unseres Universums darstellt.
      „Bücherei“ ist dagegen bereits von der Wortbildung her volkstümlicher, das heißt auch, sie bedient ein anderes Publikum – historisch gesehen diente sie der Volksbildung.
      Ich weiß gar nicht, warum das Wort „Büchersammlung“ so selten gebraucht wird. Das beschreibt doch neutral Bibliotheken und Büchereien.

      Liebe Grüße aus dem sonnigen Cley next the Sea
      Klausbernd🙂

      Antworten
  22. So, jetzt sind Selma und ich vom Einkaufen zurück (puuuuuh, es ist soooo heiß!) und Sirifee ist auch wieder bei uns. Die Arme ist ganz erschöpft, die Sonne war gnadenlos und der Wind war lau. Ihre Flügel und das kleine Gesicht hatte der Master vorm Abflug liebevoll mit einem Sonnenschutz eingecremt, die Flasche mit Feencranberrysaft erwies sich jedoch viel zu klein bei dieser Hitze, jetzt schlürft sie so heftig aus dem Strohhalm, dass der Hund gebannt zuguckt, mit gespitzten Ohren und seitlich geknickten Kopf.
    Atemlos möchte die Klugfee etwas zu Bibliotheken sagen.

    „Master hat Recht!“ ruft Siri mit roten Bäckchen, immer noch mit dem Strohhalm in ihrem süßen Feenmund.
    „Wann hat bitte schön Masterchen nicht Recht?“ fragt Selma und gießt ebenfalls Cranberrysaft in ihr Feenglas nach.
    „Sei nicht frech Selma, Büchersammlung wäre die richtige Bezeichnung, meine ich. Es hat sich einfach eingebürgert, dass die Bezeichnung Bibliothek der umfassendere Begriff ist, der alle Arten von Büchersammlungen betrifft. Das Wort Bibliothek kommt aus dem Griechischen βιβλιοθήκη, das heißt wörtlich: Buchablage und bedeutet Büchersammlung. Das Entscheidende Kriterium; in einer Bibliothek kommt es auf die Ordnung an! Aber hallo, warum seid ihr nicht sofort darauf gekommen? Die Ordnung der Bücher steht immer im Vordergrund.“
    „Wenn die Bücher unordentlich geordnet sind, wie bei Dina, dann nennt man es Bücherei und wenn sie ordentlich geordnet, wie bei uns, dann heißt es Bibliothek, meinst du das? Das glaube ich nämlich nicht!“ Selma ist jetzt leicht irritiert und sucht einen neuen Eiswürfel für ihr Getränk, manno ist es heiß heute!
    „Quatsch! Da sich in einer funktionierenden Bibliothek die Bücher in einer bestimmten Ordnung befinden und zur Benutzung durch den Leser verfügbar sein müssen, kann man eine Bibliothek definieren als eine geordnete und benutzbare Sammlung von Büchern. Neben dem Wort Bibliothek ist im deutschen auch die Bezeichnung Bücherei gebräuchlich. Die beiden Ausdrücke sind an sich gleichbedeutend, doch denkt man bei Bücherei eher an kleine Büchersammlungen, wo man Bücher ausleihen kann, wie es Masterchen beschrieben hat und bei Bibliothek mehr an eine große Büchersammlung mit vorwiegend fachlichen Beständen, wie in der Uni und so. Und hier ist alles streng katalogisiert, aufgelistet und geordnet nach festgelegten Prinzipien.“
    „Nach welchen Prinzipien, bitte schön? Ich habe auch meine Prinzipien und Dina auch. Sie sagt, wir fahren jetzt zum See damit Hundi schwimmen kann. Das ist prinzipiell immer so, bei 34°!“

    Antworten
    • Hi, ihr Lieben,

      nee, Shopping bei Hitze wäre gar nicht meins😦

      Also, wollt ihr die totale Ordnung? Die bewährte Standardordnung für Bücher findet ihr hier

      http://www.dnb.de/SharedDocs/Downloads/DE/DNB/service/sachgruppen_frankfurt.pdf?__blob=publicationFile

      Ich will nicht sagen, dass es dabei nicht auch Zweifelsfälle gibt, aber weniger als bei anderen Ordnungssystemen. Und was wäre eine Ordnung ohne Unordnung?

      Ganz liebe Grüße besonders an Dina, Siri & Selma🙂🙂🙂
      Klausbernd xxx

      Antworten
    • Hallo Dina,
      wie ich hier so mitkriege, habt Ihr jetzt auch mal südtexansiches Wetter in Deutschland, oder? Neugierige Frage: an welchen See geht’s denn?
      Also dann, „stay cool“, wie man hier so sagt, und liebe Grüße, auch an die beiden Buchfeen,
      Pit

      Antworten
      • Lieber Pit,
        das mag sein, dass wir heute Texanisches Wetter in Bonn haben, heute: 34° Gewitter und leichte Abkühlung im Anmarsch. Spüre davon noch nichts.
        Das nächste Hoch ist unterwegs. Wettervorhersage fürs Wochenende in Bonn, es wird das heißeste WE des Jahres:

        Samstag: 35°
        Sonntag: 38°
        Montag: 39°

        Also wenn das der Alltag in Texas ist, dann möchte ich nicht hin, glaube ich.🙂
        Ich bin froh und glücklich, wenn ich am DIenstag den Kessel verlassen und Norfolker Küste aufsuchen kann. Nicknick von den Buchfeen, die freuen sich auch, Siri wird immer noch mit viel Flüssigkeit aufgepeppelt, ich habe Duuuuurst, piiiiept sie, recht schwach, oh, hier kommt sie… liebe Grüße an dich Pit und an deine Mary auch! Und von Selma auch! Feenhauch! #

        Der See:- ich faher immer mit dem Hund zum Röttgener See, kennst du den? Den Venusberg runter, durch das Katzenloch in Ippendorf und dann kommt Röttgen (auf dem Weg nach Meckenheim). Ist ein beliebter Hunde(treff)see geworden. Wiklich abkühlend und erfrischend ist der längst nicht mehr, aber ein Golden Retriever ist nicht besonders wählerisch. Hauptsache Wasser.

        Gute Nacht und liebe Grüße aus Bonn

        Dina & Co

      • Hallo Dina,
        ich kann Dich verstehen, was das Wetter angeht. Aber ich packe es hier, trotz Hitze und Schwüle, wenn auch nicht mehr ganz so leicht wie früher. Um Garten- und sonstige Arbeit draußen drücke ich mich im Augenblick aber wirklich. Dabei wäre schon Einiges zu tun. Gestern habe mal ein wenig gearbeitet. An unserer Einfahrt war eine Yucca um- und über unseren Briefkasten gefallen. Da bin ich dann mit der Kettensäge dran und habe sie beseitigt. Ging aber Gott sei Dank schnell und so konnte ich nach etwa 30 Minuten wieder ins Haus mit der Kliamaanlage.
        Aber übrigens: auch in dieser Hitze würde ich, wenn denn der Verkehr nicht so zugenommen hätte und lebensgefährlich geworden wäre, mich auf’s Rad schwingen und so meine 20 bis 30 Meilen abstrampeln. Durch den Fahrtwind ist es da nämlich gar nicht so schlimm: der kühlt.
        Zu Röttgensee etc.: den See kenne ich gar nicht. Hatte ich bisher noch nicht einmal von gehört. Was für eine Bildungslücke! Aber das Katzenloch ist mir vom Radeln bekannt: früher von Alfter, später von Hersel aus, über Poppelsdorf die Trierer Straße hoch [unangenehm: sieht leicht aus, aber zieht sich und zieht sich, eh‘ man oben ist], und dann „mit Dampf“ ins Katzenloch runter, um Schwung zu holen. Und dann ging es über Röttgen nach Meckenheim und durch die Voreifel. Einfach wunderbare Radstrecken da, nicht der Mist wie hier in Texas.
        Also dann, das wär’s mal von hier, mitten in der Nacht. Irgendwie konnte ich nicht schlafen und sitze also jetzt am Computer. Ohne Klimaanlage übrigens, denn es ist „nur“ 28 Grad. Und wenn dann – die Fenster sind offen – auch noch ein kleiner Windhauch durch die Wohnung zieht, kann man es auch so aushalten.
        Liebe Grüße, auch an die beiden Buchfeen, und schon jetzt eine gute Reise nach und einen wunderbaren Aufenthalt in Norfolk,
        Pit

  23. Also, ich wäre für „Bibliotheke“ – und die stelle ich mir etwa so vor: ein schöner Pub in der besten englischen Tradition mit vollen Bücherregalen rundum an den Wänden: zum Schmökern bei „a pint of bitter“. Wäre das nicht eine Kombination der besten zwei Räume? 😉
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

    Antworten
    • Lieber Pit,

      eine super Idee und du wirst dich wundern, in den wenigen noch echt englischen Pubs gibt es das im Ansatz. Mein Lieblingspub ist der Red Lion in Stiffkey, ein sogenannter „Real Fire Pub“ (d.h. dort gibt`s noch zwei echte große Holzfeuer in der Gaststube im Winter). In diesem Pub steht ein Regal, das Gäste mit Bücher füllen, die sie nicht behalten wollen. Im Gegensatz zu einer Bibliothek gibt es da vielleicht so um die hundert Bücher nur und die sind völlig ungeordnet. Ich lese dort Hemingway zum Whisky und einem Pint Wherry, ein lokales Bier.
      Das mit den Buchregalen in Pubs nimmt zu und je nach Pub findet man dort Lesenswertes oder mehr Herz-Schmerz-Literatur aber immer viele Krimis. Auch Krimi-Klassiker, deren Beliebtheit sich in ihrem erbärmlichen Zustand oftmals zeigt.
      In Deutschland habe ich sowas auch schon gesehen. Aber da ist das wohl seltener.
      Da es zunehmend Einzelreisende gibt, zumindest nach Nord-Norfolk, wird der Service einer kleinen Büchersammlung immer gefragter.

      Liebe Grüße aus Norfolk, wo es gerade aus blauen Himmel heraus zu stürmen begonnen hat, dass sich die Rosen demütig zur Erde biegen. In Böen mindestens 8 Bf. Das reinigt immer gut den Garten von allem toten Holz

      Klausbernd🙂

      Antworten
      • Hallo Klaus,
        dann bleib mal schön drinnen, damit Du nicht weggeweht wirst! Bei uns wird bei soviel Wind übrigens das Holz eher IN den Garten geblasen, weil dann nämlich so viele Zweige und Äste abbrechen.
        Zu den „Bibliotheken Pubs“: das ist doch wirklich wunderbar. Meine Sehnsucht nach einem erneuten Englandaufenthalt wird immer größer. Mal sehen, was sich so im nächsten Jahr arrangieren lässt. Mary würde es auch sehr gefallen. Es gibt ja noch so Vieles, was ich ihr in England zeigen möchte. Einmal ganz abgesehen davon, dass es sie – wegen ihrer halb irischen Abstammung [die andere Hälfte ist polnisch] auch nach Irland ziehen würde.
        Mach’s gut, und wie gesagt, pass‘ auf, dass Du nicht „Vom Winde verweht“ wirst,
        Pit
        P.S.: Die Buchfeen – ganz liebe Grüße an sie – sind ja wohl Gott sei Dank in Bonn sind, und da weniger Wind haben. Aber leider werden sie da ja wohl ziemlich schwitzen.

      • Lieber Pit,

        du wirst dich wundern, in England wird das Buch noch am meisten in ganz Europa (allerdings nach Island) geehrt. So interpretiere ich den fast höchsten Besitz pro Haushalt an Büchern in der EU. Und wenn wir das UK betrachten, ist es doch erstaunlich, dass die größten MegaSeller in der Geschichte des Buches von Frauen dieses Landes geschrieben wurden. Rowling und James haben einige Buchhandlungen gerettet, auch in Deutschland.

        Ich sitze gemütlich drinnen und wären Siri & Selma hier, würde ich sie an der Zimmerdecke anbinden, woran sie sehr viel Spaß haben.
        Der Wind ist wieder abgeflaut. Ich werde noch einen spannenden Krimi lesen „Dein Wille geschehe“ – irgendwie packt der mich. Da geht`s nicht drum „who has done it?“ sondern um das „how has he done it?“ und ganz im Zeitgeist sind Handys die Mordwaffe – aber mehr wird wirklich nicht verraten.

        Liebe Grüße
        Klausbernd

      • Hallo Klausbernd,
        Handy als Mordwaffe??!! Klingt interessant. Und apropos „who has done it“ vs. „how has he done it“: das sind manchmal absolut interessante Krimis. Zum Thema „englische Krimis“ fallen mir noch die von Elizabeth George ein. Habe ich früher verschlungen, die Letzerschienenen allerdings nicht mehr. Irgendwie ist die Begeisterung abgeflaut.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas in den frühen Morgenstunden,
        Pit

      • Lieber Pit, guten Morgen,

        ich las auch auf Empfehlung meiner Schwester hin Elizabeth George und mir ging es genauso wie dir, erst war ich begeistert, am Schluss fand ich sie nichts Besonderes mehr. So geht`s mir häufig, wenn ich viele Bücher eines Autors lese. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man Machart, Stil etc. allmählich kennt und so der Spannungseffekt nachlässt.
        Was ich hier alle Krimileser in der Runde mal fragen wollte: Wie kommt es, dass die klassischen Krimis oft von Frauen geschrieben wurden? Ich denke an A. Christie, P. Highsmith, E. George, F. Vargas, D. Leon, A. Holt etc. Und diese Frauen stammen oft aus unserem Königreich. Mir fällt nur eine unzureichende literaturistorische Begründung ein: Krimi und Schauerroman wurden ja in der Romantik entwickelt. In England wurde eins der maßgeblichen Werke „Frankenstein“ von Mary Shelley veröffentlicht – das Schauern, diese Gänsehaut (als deren Produzent sich später Hitchcock ausgab), sollte das eine Domäne der Frau sein? Freud würde hier seine Angstlust und Jung die negativen Anima bemühen.

        Liebe Morgengrüße von der sonnigen Küste
        Klausbernd

    • Bibliotheke ist fein!🙂

      Hier siehst du was passieren kann, wenn man einen Wein an der Bibliotheke trinkt:

      2 Schreibende begegnen einander. Zwei hoffnungsvolle Romantiker, allerdings ein bisschen kriminell. Warum? Sie trinken an der Bibliotheke einen erlesenen Wein aus dem Stiftskeller, werden buchstäblich immer dichter und dichter, weil sie sich diesem verschrieben haben, verlassen dann die Lesbar und nehmen alle Blöcke des Kellners mit. Dieser machte einen Satz und ruft ihnen nach: „Hey, gebt mir mein Paper back! Ich ruf Zeichen, dann kommt die Polizei, das geb ich euch schriftlich. Die kommt mit der Kugel, Schreiber und nimmt euch in Klammern!“ Das gibt Schreibereien, klar, wer lässt sich schon gern papierln? Die Blattlausbuben kommen zurück und überschreiben dem Ober seine Schriftstücke. Ich komme gleich zum Punkt: Der Diebstahl wird trotzdem verbucht und blättert die beiden ganz schön auf.

      Das stammt nicht von mir. Ich habe es ausgeliehen von der Website
      Wunderland Deutsch. Eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache.

      http://wunderland-deutsch.com/post/An-der-Bibliotheke-einen-erlesenen-Wein-trinken.aspx

      Antworten
  24. Habe so Muskelkater, kann nur noch die Finger schmerzfrei bewegen:
    Habe bei der Klassenfahrt „Der Name der Rose gelesen“, mit 17 versteht man das aber noch nicht, oder? Wir wohnten in einem Hotel nahe der Mauer zum Vatikan. Da war auch die abgesagte Audienz beim Papst, und wie dann der Johannes doch über den Platz kam…ich soll alle Deutschen von ihm grüßen und das ist jetzt kein Witz!
    Das Studium der Germanistik und Geschichte gab ich dann des Tanzens wegen auf, mitten in einer Hausarbeit über die Zisterzienser und Templer.
    Das Tanzen brachte mich nach Leningrad, 1989, das war auch eine Zeit des Umbruchs….
    Und der Eco kann das Universum in einem Buch erklären?! Wie cool ist das denn!!
    Im Moment vesuche ich gerade das Buch von ihm zu lesen „Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana“, aber ich verliere immer so die Geduld mit dem Mann, der sich nicht erinnern kann…schlimm, ich habe schon 3mal von vorne angefangen, und dann diese merkwürdigen Comicbilder….vor ein paar Tagen habe ich heimlich den Schluss gelesen, ich denke das verstehe ich……
    Bald fange ich nochmal von vorne an, der bekommt nochmal eine Chance….
    Sende euch herzliche Grüße, seid froh, dass ihr nicht so viel tanzen müsst, so ein Stress!

    Antworten
    • Die Idee von der Bibliothek als Universum wurde von Jorge Luis Borges durch seine Schrift „Die Bibliothek von Babel“ bekannt gemacht, worin es heißt: „Das Universum (das andere die Bibliothek nennen) …“ Wie gesagt daher kommt Ecos Idee seiner Bibliothek in „Der Name der Rose“, worauf er auch versteckt hinweist, indem er dem Mönch Jorge dort auftreten lässt. Ich glaube schon, dass man mit 17 dieses Buch spannend finden kann. Es kann doch, wie alle „große“ Literatur auf mehreren Ebenen gelesen werden, als Krimi, als History, als Parabel oder wegen des scharfsinnigen Baskerville, als eine intextuelle Anspielung auf Connan Doyle. Der ganze Roman ist voller mittelalterlicher Zitate und Anspielung auf die Literatur. Zur Zeit seiner Entstehung prägte Eco den Begriff der Intertextualität, d.h. der Text bezieht sich auf andere Texte. Das Universum also als Netzwerk von Texten. Diese Beziehung zu anderen Texten wird jedoch so perfekt verarbeitet (wie es übrigens auch Nabokov in „Lolita“ schon vor Eco tat), dass der Roman spannend bleibt.
      Das Königin Loanabuch finde ich eine anschauliche und oftmals auch verblüffende Beschreibung der Kultur unserer Eltern. Die Abbildungen erfreuten mich auch. Wie bei vielen Büchern Ecos sind sie sorgfältig ausgewählt.

      Ich bin froh, ehrlich gesagt, liebe Pia, und nix für ungut, dass ich gar nicht tanzen muss
      😉
      Liebe Grüße aus Cley next the Sea
      Klausbernd🙂

      Antworten
      • Oh, ich fand das Buch extrem spannend! Hatte nur noch nicht alle Ebenen verstanden!

      • Hier stellt sich die grundsätzliche Frage, ob der Leser alle Ebene eines Romans verstehen muss. Ich meine, das ist nicht nötig. Jeder macht sowieso aus einem Buchtext etwas anderes durch seine persönliche Rezeption. Wenn die ihm oder ihr Freude bereitet, Einsichten vermittelt oder angenehm unterhält, dann ist das genug. Die Verständnisebenen eines Textes sind doch wie ein Universum, das man nie in Gänze zu erfassen vermag. Allerdings bereitet es mir Freude, viele unterschiedliche Ebenen im Universum eines Textes zu entdecken.
        Als Autor sollte ich hinzusetzen, dass ich selbst oft erst nach dem Schreiben erstaunt einige Ebene des Geschriebenen festelle, an die ich beim Schreiben nie gedacht habe. Der Autor plant einige Ebenen, aber längst nicht alle. Sprache und Erzählungen bekommen eine Eigendynamik. Ich sitze z.B. vor meinem Notebook und schreibe, wobei ich mich wundere, welch ein Text dabei auf meinem Bildschirm erscheint. Ich frage mich, wer schreibt denn hier? So erlebe ich die Eigendynamik der Sprache und Fantasie. Kandinsky sagte, dass ein Künstler sehr viel wissen muss, aber im Prozess des Kunstmachens das alles wieder vergessen haben sollte. Ich glaube, er meinte damit, dass ein Künstler wie ein Autor mit unbewussten Wissen spielt, das sich in seine Texte einmogelt – aber natürlich muss er zuerst sein Unbewusstes mit Wissen füttern, da sonst das Geschriebene naiv wird, was immer auch eindimensional bedeutet. (Marcuse schrieb darüber ein lesenswertes Buch, das damals in der Studentenbewegung der 68er viel gelesen wurde „Der eindimensionale Mensch“.)
        Anyway, ich empfinde es als Lesegenuss, wenn ich bei einem Roman viele Ebenen entdecken kann, aber das mag die professionelle Deformation eines Philologen sein.

        Liebe Grüße aus dem hochsommerlichen Norfolk, wo ich jetzt in meinen Garten verschwinden werde
        Klausbernd🙂

      • Zu Jorge Luis Borges und London: In der Hauptstadt gibt es zurzeit viel zu sehen.

        Sirifee und Selmamaus sind heute in The Royal Festival Hall, dort besuchen sie die Buchausstellung „aMAZEme“ der Anblick… ja schau selbst…

        Der Grundriss des Irrgartens basiert auf vier Fingerabdrücken des 1986 verstorbenen argentinischen Schriftstellers J.L.Borges, der in seiner Erzählung „Die Bibliothek von Babel“ einst eine aus einer unendlichen Bibliothek bestehende Welt entwarf…

        http://derstandard.at/1343743682580/Buecherlabyrinth-aMAZEme-Jorge-Luis-Borges-in-London

  25. Danke lieber Klausbernd, muss mich mit der Alltagsbewältigung beschäftigen, würde lieber Kunst machen….was Du gerade geschrieben hast, hilft mir sehr!
    Wünsche Dir eine gute Zeit im Garten, wenn Du ab und zu die Däumchen drehst, ist das auch schon getanzt….nicht dass sich die Pina und der Gurdijeff im Grabe herum drehen müssen…
    Der Tanz fordert den bereiten, den schwingenden, den ausgeglichenen Menschen; den Menschen im Gleichgewicht der Kräfte. Daher lobe ich den Tanz.
    O, Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.
    Augustinus von Hippo und Pia von Hippohoppo

    Antworten
  26. Guten Tag, lieber Klausbernd🙂

    … damit hast du nun gleich meine gedankliche Frage vom Anfang beantwortet …was aus Maeve Binchy geworden ist – sehr traurig. Hab z. B. die „Blutbuche“ von ihr gelesen, vor einiger Zeit.

    Deine Bibliothek ist wirklich immens, das Staunen des Lieferanten kann ich mir gut vorstellen .. hab natürlich geklickt für einen genaueren Blick auf deine Bücher😉 und um die beiden lieben Buchfeen mal von nahem sehen zu können.. sehr nett🙂

    Deine Buchtipps sind ja gerade jetzt genau das Richtige – bei diesen Temperaturen. Für das Wochenende und den Wochenbeginn sind bei uns über 35 Grad angesagt… gerade lese ich Dinas Kommentar für Bonn, das ist ja noch heftiger ..puh. Dann kommt so eine zumindest mentale literarische „Abkühlung“ doch genau richtig. Danke für die Tipps! und auch für deine Kommentare und Hinweise bezüglich Goethe und der Polarität der Kräfte. Ich hatte ein bisschen recherchiert und dabei auch entdeckt, dass er seine Forschungen in lyrische Form verpackt hat ..war mir bis dato nicht bekannt gewesen. Ein Genie ..finde ich🙂 Bin seit dem „Faust“ aus Schulzeiten begeistert von seinen Werken.

    Eine schöne Zeit wünsch ich dir und schicke herzliche Grüsse zu dir nach Cley, wo die Meeresnähe sicher ein angenehmes Klima erzeugt,

    Ocean🙂

    Antworten
    • Liebe Ocean,

      ich schrieb auf deinem Blog ein wenig zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften. Einige Ideen zu seiner Farbenlehre hat er im Faust untergebracht. So beginnt der Faust II damit, dass Faust erwacht und was sagt er? Man könnte es Goethes Motto zu seiner Farbenlehre nennen: „Am farbigen Abglanz haben wir das Leben.“
      Goethe wehrte sich zwar dagegen, als Romantiker betrachtet zu werden, dennoch gibt sein Interesse an den Naturwissenschaften eine in der Romantik weit verbreitete Haltung wiieder. Novalis war z.B. der Auffassung, die einige Romantiker teilten, dass Gott die Naturgesetze sei. Aus dieser Geisteshaltung schreibt Novalis „Gott ist Mathematik“ und Goethe gibt sich naturwissenschaftlichen Studien hin.

      Hier herrscht angenehmes Wetter, genau richtig zum Hecken schneiden, was ich gerade beendete: sonnig, 26 Grad C bei leichtem Wind 2-3 Bf. Ich liebe solches Wetter. Viel wärmer als 25 Grad wird es hier nie und es geht fast immer ein wenig Wind.
      Wir haben ein Klima mit geringen Schwankungen. Selbst zwischen Sommer und Winter ist der Unterschied nicht so groß wie an den meisten Stellen Deutschlands. Unsere Höchsttemperaturen liegen bei 25 Grad und unsere niedrigsten bei 5 Grad. Nachtfrost ist äußerst selten, deswegen gedeihen bei mir im Garten Mittelmeerkräuter, Feigen, Lavendel, Pfirsiche und speziell Rosen so gut.

      Ende der Woche gibt es dann zum Hitzerekord die totale Abkühlung – Arktis im Hochsommer. An dem Beitrag fummele ich schon seit Tagen mit Hilfe von Dina und meinen liebklugen Buchfeen herum.

      Ganz liebe Grüße vom kleinen Dorf am großen Meer
      Klausbernd🙂

      Antworten
  27. Howdy y’alls, wie man hier so sagt,
    diese „Bücherei“ habe ich gerade in einem anderen Blog gefunden: http://oregonexpat.wordpress.com/2012/08/16/a-labyrinth-of-books/
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

    Antworten
    • Danke für den Link! Eigentlich sehr unpraktische Bücheranordnung😉
      Liebe Grüße von der sonnigen Küste Norfolk
      Klausbernd

      Antworten
      • Aber schön fand ich den Satz dazu, „It does give new meaning to the phrase ‚lost in a good book.”‘

      • Mein lieber Klausbernd,

        das ist doch keine Unordnung, das ist Kunst!🙂

        A Tribute to J.L.Borges und seine unendliche Bibliothek, wie es Dina weiter oben schon beschrieben hat, das ist das große Happening in London dieses Wochenende.

        Man nennt es Labyrinth, jedoch scheint es ein Irrgarten zu sein. (Ein Labyrinth hat nur einen weg, ein Irrgarten hat Abzweigungen, so ist es doch?)
        Der Grundriss des Irrgartens basiert auf jeden Fall auf vier Fingerabdrücken Borges…

        Jetzt frage ich dich, was ist der Sinn eines Buches?

        Gelesen zu werden?
        Oder ergibt es für ein Buch Sinn, gut sichtbar herumzustehen? Ich denke u.a. an die E-Bookreader und ein heftiges Wortgefecht mit ein paar Studenten die mir in meiner Sommerstuga besucht haben, die Rede war wieder von meiner Wohnbibliothek u.a.,
        Deine Fragen beantworte ich anderes Mal, ich habe noch viel zu tun nach fast einer Woche Abwesenheit.

        Mach’s gut!

        Liebe Grüße an Dina und eure Buchfeen
        🙂

        Buchdame

      • Lieber Pit, natürlich, in einem Irrgarten schon!

        Hälsning til Texas
        🙂

      • Guten Morgen, liebe Buchdame,

        schön von dir zu lesen. Du hast mich auf die Idee gebracht, demnächst einen Beirtrag zum Sinn des Buches zu schreiben. Wie die Titanic und den Reiher George werde ich wohl das Buch auf die Couch legen. Freu dich drauf🙂

        Ich lese gerade einen Krimi von Stephen Leather „nightfall“. Dieser S. Leather gilt als der z.Zt. erfolgreichste Autor im Vermarkten digitaler Buchrechte. Es ist erstaunlich, wie er auf facebook und auf seiner Website sich darstellt, wie er bloggt etc. Allerdings wird ihm vorgeworfen, dass er mit vielen Identitäten im Netz sich ständig selbst feiert. Er war einer der ersten Autoren, die das Potenzial des Kindle erkannt haben, was aber nicht heißt, dass seine Werke nicht auch als herkömmliches Buch erhältlich sind. Ich lese „nightfall“ als Buch und dazu noch in Großdruck, was meine Lesegeschwindigkeit enorm erhöht. Ich hatte nichts von Leather zuvor gehört, bis mich dieses Buch im Bücherregal unserer Kirche mich anzog. Kennst du das auch: Manche Bücher wollen von einem gelesen werden. So war`s mit dem Leather. Er organisiert sein Autorendasein wie einen Blog nach der Devise: Ich gebe vielen Autoren höchstes Lob, so dass sie mich auch loben. Ansatzweise machten das schon Erica Jong und Ken Follett, aber längst nicht in diesem Ausmaß. Schon gleich auf dem Cover von „nightfall“ liest der Interessierte ein Lob dieses Buches von James Herbert.

        So, Du Liebe, jetzt muss ich draußen mein Stangenbohnengestell retten, das der Westwind diese Nacht schief geblasen hat.
        Ganz liebe Grüße von sunny Norfolk ins schöne Stockholm
        Klausbernd🙂

  28. Ihr Lieben, so viel zum Thema Bücherordnung

    Wenn man 250.000 Bücher aufstellt:

    Antworten
  29. Dear Buchdame, Thank you so very much for that video clip of the book maze. What a delight.

    I love the quote on the top of this post…. Books are our treasures. Many thanks.

    Antworten
  30. Liebe Buchfeen,
    da bekomme ich gleich Fernweh und mir wird auch ein wenig Kalt bei der Vorstellung vom vielen Eis!
    Als ich von der Frage des Postboten las, mußte ich lächeln, wie oft werde ich von den ups,dhl und dp Boten gefragt, ob ich alle Bilder selber gemalt habe!
    Wie ist den euer Masterchen auf die Idee eines bücherfreien Raums gekommen? Was macht man denn in so einem Raum?
    Mir ist entgangen, dass Maeve Binchy letztes Jahr gestorben ist. Das tut mir leid, ich hatte meiner Mutter letztes Jahr im Krankenhaus „Jeden Freitagabend“ vorgelesen.
    Ich wünsche euch Feen viel Spaß in den Buchregalen, grüßt mir Dina und Klausbernd ganz lieb, Susanne

    Antworten
    • Liebe Susanne,
      der bücherfreie Raum war eine hehre Idee nur. Ein Raum ohne Bücher hat eben eine Weite und etwas von Klarheit, was ich auch liebe. Aber jetzt habe ich, ich wag`s kaum zu sagen, in acht Zimmern Bücher stehen und in der Eingangshalle stehen die Regale zweistöckig. Well, well, so finde ich es aber auch gemütlich.
      Ganz, ganz liebe Grüße dir und Siri und Selma lassen dir nicht nur feinsten Feenhauch senden, sondern auch bestellen, dass es sich in den Regalen vom urgemütlichsten lebt.
      Ich habe gerade deinen Artikel über deine Bücher fertiggestellt, der dann am Freitag erscheint.
      Hab`s fein, easy Bilderhängen
      Klausbernd
      Und herzlichen Dank für die „Nasenbohrerin“, die alle Ende der Woche bewundern können. Gefällt mir🙂

      Antworten
  31. Pingback: Master`s Books I « kbvollmarblog

  32. Reblogged this on Svalbardpost und kommentierte:
    Well, and here some literature about my home. Für die Leseratten, etwas über meine Heimat.
    Greetings from Longyearbyen/Svalbard
    Per Magnus

    Antworten
  33. Lieber Klausbernd,
    gerade per Zufall in der „Zeit“ entdeckt:
    „Der Drink aus dem Eis
    Im Basislager einer historischen Südpolexpedition stieß man auf hundert Jahre alten Whisky. Chemiker haben sein Geheimnis gelüftet – und ihn neu aufgelegt.
    […]“
    [http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/01/Shackleton-Whisky-Suedpol/komplettansicht]
    Vielleicht wusstest Du das ja schjon, aber trotzdem.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

    Antworten
    • Danke, lieber Pit, nee, das wusste ich nicht. Den Whisky würde ich gern probieren🙂 Ich liebe guten Whisky, den ich mit Dina gebührend in Irland genossen habe – LECKER!
      Ganz liebe Grüße – witzig, ich habe fast gleichzeitig bei dir zum englischen Frühstück kommentiert –
      Klausbernd

      Antworten
      • Lieber Klausbernd,
        schon interessant, dass man den Whisky da gefunden hat. Noch interessanter aber finde ich, dass man nach der Analyse die Flaschen wieder an den Fundort zurückgebracht hat.
        Schade finde ich, dass man nicht versucht hat, den Whisky „genau nach Rezept“ wieder herzustellen, weil das – aber das ist bei einem guten Whisky nun einmal so – 25 Jahre gedauert hätte, sondern dass man ihn durch Blenden existierender Produkte versucht hat nachzumachen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das genau dasselbe Ergebnis haben kann. Hier hat man wohl – jedenfalls ist das meine Meinung – rein kaufmännisches Interesse vor die Kennerzunge gestellt.
        Von Whisky, den ich früher sehr geschätzt habe, bin ich übrigens gänzlich abgekommen. Der Hauptgrund ist wohl, dass ich zu geizig bin. 😉 Die guten Whiskys – und mindere Qualität würde ich nicht wollen – sind mir einfach zu teuer geworden. Aber auch so habe ich seit Jahren keine „harten“ Sachen mehr getrunken, noch nicht einmal einen guten Kognac zum Kaffee nach einem guten Essen. Keine Ahnung wieso, wenn ich genau nachdenke.
        Danke für Deinen Kommentar zum englischen Frühstück in meinem Blog. Dazu dann gleich etwas.
        Liebe Grüße aus einem wunderschön sonnigen südlichen Texas, auch an die beiden Buchfeen und an Dina,
        Pit

  34. Pingback: A Passage to Fredrikstad | The World according to Dina

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