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Brechts Buckow

Veröffentlicht am

Man bat diskret um Fotos des Hauses von Bert Brecht und Helene Weigel in Buckow, „der Perle der Märkischen Schweiz“.

Brecht und seine Frauen nähert sich so dem Haus, wenn sie von Berlin nach Buckow fuhren, wofür sie fast die gleiche Zeit wie wir heute benötigten, nämlich eine gute Stunde.

Vorderseite Brechthaus Buckow
Foto: Christine Ackermann

Auf der Rückseite des Hauses liegt der Schermützelsee – eine noch heute betörende Aussicht. Brecht fand dieses Haus 1952 und erwarb es.

Brechthaus Buckow

Das Ess- und Wohnzimmer
Foto: Christine Ackermann

Ich kann Brecht gut verstehen, schon allein wegen dieses großzügigen Zimmers mit Seeblick und großem Kamin, dazu noch zwei Stockwerke hoch, wäre ich verzaubert gewesen. Das war Helene Weigels Reich, wo sie mit Brecht ständig Gäste empfing und von diesem alten Hochzeitsstuhl am Kopfende aus der Tafel vorsaß. Brecht hat sich an dem alten Tisch in Gesprächen mit anderen inspirieren lassen, aber geschrieben hat er hier nicht. Das geschah im Gärtnerhaus, das heute im Privatbesitz seiner Tochter oder Enkeltochter ist.

Brechthaus Seeseite

Brechthaus Buckow Seeseite
Foto: Christine Ackermann

So sieht das Haus von der Seeseite aus, wo ein großes Stück romantisches Ufer ganz unbrechtisch zum Grundstück gehört.

So viel von meinem Brecht-Weigel-Ausflug nach Buckow. Liebe Grüße euch allen aus dem Gartenhaus – viel kleiner als Brechts Gärtnerhaus
Klausbernd

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

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  1. Du tusst, wie du sagest über mich: Du warst der Exot here, Spezialist für den späten Brecht und für Hartmann von Aue (weil der Erec die ziten im bette verligen hate mit der schönen Eneide?). Du warst, glaube ich der Erste, der über die Buckower Elegien hat geforscht und geschrieben. Welches Gedicht davon ist das Schönste für dich? Komisch, Die Buckower Elegien prägten dein frühes Unileben, waren dein Image und erst jetzt kommst du nach Buckow. Das muss komisch sein, ich meine Gefühl im Magen – you know what I mean …
    Liebe Grüße aus Stockholm
    Buchdame

    Antworten
    • Ich habe mir Buckow völlig falsch vorgestellt. Es ist ähnlich angenehm wie Tucholskys Reinsberg. Sehr schöne Häuser mit atemberaubenden Seegrundstücken, wirklich ein bezaubernder Ort. Du Liebe, ich war damals 30, well, long, long ago … Aber ich kann im Grunde erst nach dieser Buckowfahrt Brecht gut verstehen, den angenehm menschlichen und listigklugen Brecht und eine tolle Beziehung mit Helene Weigel hatte er.
      Mein Lieblingsgedicht – here it comes:

      Der Blumengarten

      Am See, tief zwischen Tann und Silberpappel
      Beschirmt von Mauer und Gesträuch ein Garten
      So weise angelegt mit monatlichen Blumen
      daß er vom März bis zum Oktober blüht.

      Hier, in der Früh, nicht allzu häufig, sitz ich
      Und wünsche mir, auch ich mög allezeit
      In den verschiedenen Wettern, guten, schlechten
      Dies oder jenes Angenehme zeigen.

      Liebe Grüße aus dem Gartenhaus
      Klausbernd

      Antworten
    • Hei liebe Annalena,
      ich finde, es ist immer ein besonders Magenfühl, solche Räumlichkeiten zu betreten und erleben, die Luft zu schnuppern und die Gegenstände zu berühren, mich berührt und begeistert es immer wieder neu. Ganz besonders habe ich es erlebt in Heinrichs Bölls irische Perle und beim Goethe in Weimar, geschweige Monets Landhaus in Giverny und mir persönlich hat es gut gefallen aus der Distanz beim diesem Ausflug nach Buckow dabei zu sein. Ich spüre die Begeisterung und die Verehrung für einen der größten deutschen Dichter, Seufz, ich wäre so gerne dabei gewesen – und die lieben Buchfeen ebenso.:-)
      Brecht hat enge Verbindungen nicht nur zu Dänemark, er verbrachte ein Jahr in Schweden als der Krieg ausbrach, gibt es heute irgendetwas dort (wo war das?) was noch daran erinnert?
      Herzliche Grüße dir
      Hanne

      Antworten
      • Liebe Dina,
        ich kenne noch das Brechthaus in Svendborg, in dem BB von 1933-1936 lebte und wo er „Mutter Courage“, den Galileo und anderes schrieb. Es ist ein bescheidenes, reetgedecktes Haus am Strand. Das kannst du dir im Netz angeucken http://www.svendborgbibliothek.dk
        Man kann das auch als Künstler mieten.
        Das schrieb BB über sein Svendborger Haus, wo er an seinem Arbeitsplatz jenes viel zitierte Schild hängen hatte „Die Wahrheit ist konkret“:

        Ein Ruder liegt auf dem Dach. Ein mittlerer Wind
        Wird das Stroh nicht wegtragen.
        Im Hof für die Schaukel der Kinder sind
        Pfähle eingeschlagen.
        Die Post kommt zweimal hin
        Wo die Briefe willkommen wären.
        Den Sund herunter kommen die Fähren
        Das Haus hat vier Türen, daraus zu fliehn.

        Ganz liebe Grüße
        Klausbernd

      • Lieber Klausbernd,

        dein Link klappt nicht, ich habe es trotzdem gefunden

        https://www.svendborgbibliotek.dk/forside/om_biblioteket/brechts_hus/ber_brechts_haus_-_deustch

        Ich habe eine Idee!🙂 Das war wohl zu erwarten, nicht?🙂 Ja, sag mal, wäre das nicht was??

        Verblüfft lese in deinen Kommentar und auf dieser Svendborgseite, dass er „Mutter Courage“ in Dänemark schrieb. Wikipedia und andere Quellen nenne immer Schweden als Entstehungsort für das Werk.

        Dieser Link nennt Dänemark und Schweden, auf der Insel Lindingö in der Nähe von Stockholm in Schweden beendete Brecht „Mutter Courage“. Das ist alles ein katzensprung von der Buchdame entfernt, deswegen hoffe ich, dass sie etwas zu dem Ort heute sagen kann.

        http://195.145.96.95/Unter-projekte/Unterrichtsprojekte/Deutschprojekte/brecht/biograph/exil.htm

        Ich finde B.Brecht total spannend. Ob es Filme über ihn gibt?

        Liebe Grüße von deinen Rhine Maidens
        Dina, Siri und Selma🙂🙂🙂

      • Liebe Rhinemaidens,
        selbst der gute Brecht schrieb nicht „mal eben“ seine Mutter Courage, er hatte ja Grimmelshausen und andere Quellen erstmal studiert, sich Notizen gemacht und Entwürfe und war so mit dem Thema einige Zeit beschäftigt. Die Wikipedia, die es ja selten ganz genau weiß (wie auch andere Lexika), nimmt den Endpunkt des Schaffens an dem Werk an.
        Naja, Annalena Buchdame ist ja Mediaevistin, ob sie über Brecht Bescheid weiß – we will see. Auf jeden Fall weiß ich, dass sie hier immer eifrig mitliest.
        Also, liebe Buchdame, falls du etwas weißt, schreibe es bitte.
        Liebe Grüße an den Rhein aus dem Berliner Gartenhaus
        euer Klausbernd xxx
        Ich bin öfters auf Lindingö gewesen, aber das war vor meiner „Brecht-Phase“ – ich kann mich an nichts Brechtisches mehr erinnern.

  2. Wie schrieb der gute Orwell so schön: „Some animals are more equal than others“ – Brecht war eben so ein bevorzugtes Animal, der in den Jahren ein Haus mit Seegrundstück erwerben konnte, wo der Arbeiter- und Bauernstaat gerade hundertausende kleinere Bauern im Zuge der Zwangskollektivierung de facto enteignete – und wer nicht mitspielte, für den wurde einer der 8000 Schauprozesse organisiert. Ich frage mich immer, wieso Brecht sich nicht geschämt hat, more equal than others zu sein.
    LG Martin

    Antworten
    • Der Radwechsel (Buckower Elegien)

      Ich sitze am Straßenrand.
      Der Fahrer wechselt das Rad.
      Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
      Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
      Warum sehe ich den Radwechsel
      Mit Ungeduld?

      Brecht hatte ein schlechtes Gewissen, das in seinen späten Gedichten bisweilen anklingt. Auf der anderen Seite, sorry, aber wenn Brecht nicht derart repräsentativ gewohnt hätte, wäre es den Bauern und Arbeitern nicht besser gegangen. Das mag sich komisch anhören, aber aus meiner Sicht stand das Brecht zu, er hat ja damit keinen geschädigt.
      Naja und an dem feinen Tisch trafen sich die Privilegierten wie Max Frisch, Strittmatter und Co., Um die intellektuellen Emigranten aus Amerika wie Brecht, Eisler und Mann hatten die beiden deutschen Staaten gerissen. Brecht hat mit der DDR gepokert z.B. ähnliche Privilegien wie für sich für seine Frauen zu bekommen, eigene Bühne etc. Warum auch nicht? Er hat doch bunte Kultur in die trübe DDR Kulturlandschaft gebracht – ob er etwas bewirkt hat, hat er sich ja selber gefragt.

      Brecht war außergewöhnlich reich für DDR Verhältnisse schon allein durch seine Deviseneinnahmen. Trotz aller Sonderstellungen hat sich Brecht nicht kaufen lassen, er hat die DDR kritisiert z.B. in dem ironischen Gedicht der „Buckower Elegien“, in dem er vorschlägt, die Regierung solle sich ein neues Volk wählen.

      War Brecht nicht so, wie er die Hauptperson in „Der gute Mensch von Sezuan“ beschreibt – er wäre gern ein guter Mensch gewesen, doch die Mittel sind kärglich, die Menschen roh, die Verhältnisse sind eben nicht so.

      Liebe Grüße aus dem Gartenhaus und danke für die Korrekturen, verbessere ich gleich
      Klausbernd

      Antworten
      • P.S.: Noch etwas WICHTIGES, die meisten Besucher verwechseln den Schermützelsee mit dem Scharmützelsee. Am Scharmützelsee in Bad Saarow gibt es auch ein literarisches Museum, das Gorki Museum. Buckow liegt jedoch am Schermützelsee – das hat schon einige auf der Suche nach Buckow verwirrt, da der Schartmützelsee viel bekannter ist.

      • Nein, da bin ich nicht so nachsichtig. Er hat die DDR mal feinsinnig und ganz, ganz leicht kritisiert, aber hat durch sein Verhalten dieses Unrechtsregime gestützt, er hat sich kaufen lassen. Das, finde ich, sollte man ihm nicht so einfach durchgehen lassen. Man lässt es ihm durchgehen, weil man meint, er habe irgendwie auf der richtigen Seite gestanden. Hat er aber nicht, denn er hat sich an ein Regime verkauft, das der Musterschüler Stalins war, der ja noch unangefochten an der Spitze stand. Ich habe nie begriffen, wieso man mit diesen Leuten, die offensichtlich nie was von Stalins Massenmorden oder dem Gulag-System gehört haben, so freundlich umgeht ….

      • Eins möchte ich klar stellen, ich verehre BB nicht wegen seiner politischen Haltung, sondern wegen seiner „Schriften zum Theater“ und seiner Rezeptionstheorie, die er höchst unterhaltsam in seinen Stücken umsetzte. Gerade das nicht-identifikatorische Sehen, das er von seinen Rezipienten fordert und das der Verfremdungseffekt fördert, halte ich für genial. BB hat nicht die DDR verherrlicht, keineswegs. Und was hätte er denn tun sollen, um den Stalismus entgegenzutreten? Wie die Mutter Courage entschied er sich für die List. Wäre er in die Bundesrepublik oder die Schweiz gegangen, hättest du ihn vorgeworfen, er wäre dort gekauft worden. Dazu kommt, dass BB überzeugter Sozialist war, aber, wie gesagt, er hat keinen Hehl daraus gemacht, nicht einer, der dem Ideal der DDR entsprach.
        Das ist keine Nachsicht mit der politischen Haltung BBs, ich finde sie verständlich. BB war kein Held, Heldentum lehnte er schon expressis verbis in „Mutter Courage“ ab.
        Für mich war BB ein höchst origineller Intellektueller und ein Theatergenie.

  3. Alles für die Kunst!
    Bestimmt hatte er ein schlechtes Gewissen….aber das hat sich dann beim Schreiben mit Blick auf den See und den Garten einfach aufgelöst!
    In unserem Theater haben sie gerade Die Dreigroschenoper als Jugentheater-Stück im Programm, das Stück wurde nun zum Kurt-Weill-Fest nach Dessau eingeladen, so gut!
    Früher habe ich mal eine Inszenierung gesehen, da war Peachums Haus ein VW Käfer mit grünem Kunstrasen drüber, wie lustig!
    Wir räumen hier wieder auf und senden herzliche Grüße.
    Und danke für die Fotos, schön, da bekommt man mal einen Einblick.

    Antworten
    • Ich muss jetzt gleich beim Kochen helfen, es gibt gefüllten Kürbis mit Hackfleisch und Paprika – lecker! Deswegen schnell: Irgendwie werde ich hier durch den Blogbeitrag wieder zum Brecht-Fan. Ich finde die „Dreigroschenoper“ ganz großes Theater, für mich hatte Brecht ein Händchen fürs Theater und obwohl er die Theorie wohlüberlegt in seinen „Schriften zum Theater“ niedergelegt hatte, bleibt er dieser treu und höchst unterhaltsam zugleich. Sicherlich hat die Verbindung mit Helene Weigel viel dazu beigetragen. Ja und ALLES FÜR DIE KUNST, darauf werde ich jetzt einen trinken.
      Liebe Grüße
      Klausbernd

      Antworten
  4. auch wenn ich Brechts Theater und seine Schriften dazu klasse fand und finde und auch wenn ich Mutter Courage und die Dreigroschenoper sehr mag und auch Helene Weigel, so ist mir gerade beim Anblick des Häuschens in Buckow doch mal kurz der Unterkiefer runter geklappt… schön, wirklich schön und nein, es hätte den Bauern- und Arbeiterstaat nicht wirklich verändert, wenn er dort nicht eingezogen wäre… und sein schlechtes Gewissen hat den Unrechtstaat auch nicht richtiger werden lassen. Nein, ich kann es in letzter Konsequenz nicht verstehen, dann wäre es vielleicht ehrlicher gewesen in die Schweiz zu gehen und zu sagen: ich bin zwar sozialistisch eingestellt, aber diese DDR hat damit nüscht zu tun… oder so
    hoffe du verstehst was ich meine…

    müde Grüße
    Frau Blau auf dem Weg ins Bett

    Antworten
    • Ihr Lieben, lasst uns die politische Einstellung Brechts mal ganz cool betrachten. Wer großer Dichter und Denker ist, muss doch nicht zugleich Held sein. Ich wäre ganz vorsichtig mit dem Vorwurf der Bestechlichkeit. Jeder ist bestechlich, es kommt nur auf die Summe oder Art an. Wer von euch hat sich nicht von unserem System, in dem wir leben, bestechen lassen? Ich war z.B. während der Studentenbewegung sozialistisch eingestellt und habe mich von einer Elite-Uni, der McGill, einkaufen lassen und dann wurde ich ein bürgerlicher Renegat. Ich hoffe für euch, dass die Nachgeborenen euch gnädiger betrachten mögen, als ihr den Brecht. Die NSU-Affäre zeigt, dass es noch und wieder faschistoide Tendenzen in Deutschland gibt. Was tut ihr dagegen? Ein intellektueller Dichter ist doch kein Übermensch, außer dass er das Handwerk des Dichtens versteht, ist er menschlich wie ihr. Ich sehe das wirklich nicht ein, warum Brecht nicht ein schönes Haus mit grandiosem Grundstück besitzen sollte. Das hat doch mit Anerkennung des Stalinismus nichts zu tun. Und Sozialisten verbürgerlichen mit zunehmenden Alter ähnlich wie Kapitalisten😉
      Wer ist denn bereit, für seine Einstellung „in letzter Konsequenz“ zu handeln? Wie viele Male hat man es nicht getan? Immer konsequent nach seiner Einstellung zu handeln halte ich zudem für starr und dumm und beides war BB sicher nicht
      Ich finde Brechts Haltung verständlich und neide ihm sein schönes Haus keineswegs.
      Damit gute Nacht, schlaft schön
      Klausbernd

      Antworten
      • lieber Klausbernd, es ist tatsächlich die Frage nach der Konsequenz und natürlich kann sich da jede und jeder an die eigene Nase fassen…
        ich habe mich auch gefragt, ob ich ein kleines bisschen neidisch bin, vielleicht…

        wie auch immer noch, die Dicht- und Theaterkunst von Brecht bleiben ungebrochen gut!

        ich wünsche dir einen wunderbaren Tag in Berlin, wo hoffentlich die Sonne so fein scheint, wie hier
        herzliche Grüße
        Frau Blau

      • Danke, liebe Frau Blau, ja hier in Berlin scheint auch die Sonne, aber ich muss heute im Gartenhäuschen arbeiten.
        Als Nachtrag noch einen kleinen Text aus Brechts Arbeitsjournalen über sein Buckower Haus: „Vor meiner Tür ist eine Ecke, gebildet von einem demolierten Gewächshaus und einer andern Mauer. Es gibt Gras und Tannen, wilde Rosenstöcke an den Mauern. Ich habe einen dünnen Wirtsgartentisch und die Bank dazu aufgetrieben, mit eisernen Beinen und den Resten eines weißen Anstrichs, sehr elegant. Aber die Zufriedenheit des Horaz mißfällt mir mehr und mehr.“ (Brecht Werke, Bd. 27, Journale 2, Eintrag vom 30.08.1952)
        Ganz liebe Grüße dir und sagen wir`s doch mit Charly Brown: „nobody is perfect“😉
        Genieße den Tag
        Klausbernd

      • Aber Klausbernd, das hat mit der Anerkennung des Stalinismus nichts zu tun? Er hat sich auf die Seite der Stalinisten geschlagen und sich dann von einem stalinistischen Staat als Aushängeschild benutzen lassen, als künstlerisches Feigenblatt – das reicht doch schon mal. —- Aber ich habe mit Brecht eh ein Hühnchen zu rupfen, für das der arme nichts kann, Brecht und ein Brechtschüler haben mir direkt zweimal die Examensnote versaut, – , lange her, lange her, aber ich verstehe einfach die Nachsicht nicht, mit der man den Typen behandelt. Natürlich ist das menschlich, aber man sollte auch klipp und klar sagen, dass das falsch war.

      • Lieber Martin,
        siehst du, bei mir war`s umgekehrt, ich habe mit Brecht meine akademische Karriere begonnen. Vorab sollte ich sagen, dass ich keinerlei Beziehungen zur DDR hatte außer in meiner diplomatischen Funktion mit dem Herder-Institut. Aber ich bin nie in der DDR gewesen, allerdings dafür häufig in der damaligen Sowjetunion. Ich fuhr jedes Wochenende nach Leningrad, als ich in Finnland lebte, da dort etwas los war und in Finnland dagegen tote Hose, außerdem hatte ich in Leningrad eine Geliebte. Wenn du hier die DDR als Unrechtsstaat bezeichnest, klingt mir das zu sehr nach Rückfall in den kalten Krieg. Christine, bei der ich gerade wohne, Eglund, der mein Agent war, Gerrit, mein ausgeflippter Beutesohn, sie waren alle DDR-Bürger. Sie haben die DDR nicht als stalinistischen Gulag empfunden. Ist das nicht immer die Sicht der Sieger, dass man den Besiegten dämonisiert? – Ich möchte hier keine politische Diskussion entfachen, da ich mich da höchst unsicher fühle, aber dein Vorwurf gegen Brecht fußt doch letztendlich darauf, dass die DDR ein stalinistischer Unrechtsstaat war. Well, well, ich finde das zu ideologisch und einseitig. So könntest du mir vorwerfen, dass ich nach England, eine „Kolonie“ der USA (zumindest monetär)😉 , gegangen bin und damit die Kriegstreiberei der USA billige. Mit mir wird auch Werbung in Literary Norfolk gemacht🙂 Bringen wir es mal auf eine andere Formel: In der BRD sahen einige nach WW II weiterhin Einflüsse faschistischer Kräfte, in der DDR sahen einige nach WW II den stalinistischen Musterstaat – well, what a choice?
        Aber vielleicht sollten sich hier die zu Worte melden, die aus der ehem. DDR kommen. Du sahst die DDR aus deinem Studierstübchen in Köln, ich sah sie aus bequemen Sesseln in Finnland und Schweden.
        Ich kann mich nur wiederholen, für mich ist Brecht ein bewundernswürdiger Intellektueller gewesen, dessen Rezeptions- und Theatertheorie seiner Zeit weit voraus war.
        Huch, heute feiert ihr Deutschen doch die Einheit, hörte ich gerade im Radio, so entbehrt ja der Text nicht der Aktualität🙂
        Feinen Feiertag, lieber Martin
        Klausbernd

      • Lieber Klausbernd, jaja, heute ist Kohlkopfs Lieblingstag. Als kleines Mädchen habe ich diesen Mann immer aus der Ferne beobachtet. Da ich ja ein Funkenmariechen war und er sich gerne unters Volk mischte, saß ich auch das ein oder andere mal auf seinem Schoß und wir plauderten ein Weilchen.
        Dass ich dann später genau zu der Zeit in Moskau war, als schon die Fallschirmjäger vor der Stadt waren um den „Umsturz“ zu verhindern, war wieder so eine merkwürdige Begebenheit! Eigentlich sollte ich in Leningrad beim Training sein, aber man muss ja mal eine ordentliche Dusche haben und was gutes essen, also immer mit dem Nachtzug hin und her, zum Wirtschfts-Onkel, der in Moskau für Umsatz sorgte, BASF……
        Alles nur ein Geschäft oder? Wie enttäuschend, habt ihr ihn schon gesehen wie er jetzt ist? Im Rollstuhl, das Sprechen fällt schwer.
        Es gibt ein Ballet: Hannelore Kohl.
        Fast hätte ich das Haus gekauft, in dem sich die beiden beim Tanzen kennenlernten. In der Luitpoldstraße.
        Ich hoffe ich oute mich jetzt nicht, aber ich finde auch das Buch von Fleischhauer toll „Drei Minuten mit der Wirklichkeit“.
        Wir haben hier auch eine schicke Einkausmeile, die Rheingalerie, gebaut von der Oberbürgermeisterin, hier setzt sich jeder sein Denkmal…..
        Die war auch am Max-Planck-Gymnasium, ihre Kinder haben bei mir getanzt, aber jetzt gehts wirklich zu sehr ins Detail, reines Insiderwissen……..
        Ich drücke euch aus der Ferne und feiern geht ja immer!

      • Lieber Klausbernd, gerade komme ich von meiner Fototour im Greenwich Park zurueck (goldenes Herbstwetter heute) und da sehe ich diesen tollen Beitrag und die interessanten Kommentare. Und das am Tag der deutschen Wiedervereinigung (danke fuer die Erinnerung – lebe schon zu lange auf der Insel, um mich an deutsche Feiertage zu erinnern).
        Aber hier mal ein kurzer Kommentar zum deutsch-deutschen Austausch:
        Ich weiss nicht viel ueber Brecht, aber etwas mehr ueber die DDR, weil ich dort aufgewachsen bin. Ich war zwar ein Teenager als die Mauer fiel, aber ich weiss, dass ich mich in der DDR unfrei fuehlte (ich war schon damals mit unersaettlichem Fernweh infiziert). Was ich nach dem Mauerfall gelernt habe ist aber, dass man im Westen auch nur dann frei ist, wenn man das noetige Kleingeld hat. Es ist also alles relativ – und Brecht war auch nur ein Mensch.

      • Hi, lieber „Entdecke England“🙂
        mir geht`s wie dir, ich lebe auch schon seit über 30 Jahre in Norfolk und habe mich heute auch über den Feiertag gewundert. Aber da mag wohl der Zeitgeist gewirkt haben, dass diese Diskussion gerade jetzt zustande gekommen ist.
        Habe ganz herzlichen Dank für deinen Besuch und Kommentar und grüß mir England, das ich schon vermisse.
        Liebe Grüße aus dem Gartenhäuschen in Steglitz
        Klausbernd

      • … ich habe die DDR nicht aus meinem Studierstübchen gesehen, ich bin mehrfach da gewesen, mein Vater ist letzter Sekunde vor der Verhaftung (und dem sicheren Todesurteil) in den Westen geflohen, mein Schwager Nr. 1 und seine ganze Familie sie entschädigungslos enteignet und des Landes verwiesen worden, Schwager Nr. 2 ist verhaftet worden und hat 5 Jahre im Gefängnis gesessen, weil er seinem Bruder dabei helfen wollte, dieses nette Land zu verlassen, meine Schwester war in Prag, als auch DDR-Truppen den Prager Frühling gewaltsam niedergeschlagen haben, das reicht doch, oder? Ich kann diese ganze linke Relativierung der DDR einfach nicht begreifen! Unterhalte Dich mal mit Leuten, die ein paar Jahre im Zuchthaus Bautzen verbracht haben, weil sie politisch verdächtig waren. Weiß du überhaupt, wie viele politische Gefangene es da gegeben hat, kannst Du auch nur ungefähr angeben, wie hoch die Opferzahl des Stalinismus ist? Wie hoch die Zahl der Menschen, die in der DDR hingerichtet worden sind? Ich würde sagen, bevor du Dich weiter darüber mokierst, dass ich einen Unrechtsstaat Unrechtsstaat nenne, solltest du Dich mal was einlesen, z.B. diese recht abgewogene Zusammenfassung:
        http://www.thueringen.de/imperia/md/content/lzt/opfederesed.pdf. Pflichtlektüre über Stalinismus ist außerdem: http://www.amazon.de/Das-Schwarzbuch-Kommunismus-Unterdr%C3%BCckung-Verbrechen/dp/3492046649.

      • Lieber Martin,
        von den Erfahrungen deiner Familie her kann ich deine Einstellung verstehen. Aber lasse uns jetzt nicht „rechts“ und „links“ (als politische Einstellungen) uns um die Ohren hauen. Wir sollten unser beider Meinung einfach so stehen lassen. Es zeigt sich auch, dass keiner außer uns beiden an diesem Diskurs Interesse hat. Ich möchte die politische Diskussion zum Tag der deutschen Einheit damit abschließen
        1. da ich nicht unsere Freundschaft gefährden möchte
        2. da sich mein Blog um Literatur und mein Leben in England dreht
        3. da ich mich mit so einer politischen Diskussion überfordert fühle
        Als Spross einer alten Kaufmannsfamilie verstehe ich mich als ein bürgerlich Liberaler und so soll auch meine Blog ausgerichtet sein. Hier wurden Hamsun wie Brecht vorgestellt. So soll es auch weiterhin sein.
        Ich danke dir für deine persönliche Sicht der DDR und von Brecht. Mich erstaunte, dass außer die Journalistin des Blogs „Entdecke England“ keiner darauf weiter einging. Es ist halt Geschichte, verjährt …
        Liebe Grüße an dich und deinen Hausgeist aus dem Gartenhäuschen in Berlin
        Klausbernd

      • Lieber Martin, so habe ich auch gedacht, im Geschichtsunterricht damals, wenn sie uns das dialektische Diskutieren „verkaufen“ wollten. In Sachen DDR hat in mir immer nur der Gedanke gedrückt: Wieso lassen sie die nicht raus? Ich war so empört.
        In der 8. Klasse trug ich einen Button am Selbstgestrickten, ein Mädchen mit Taube und der Aufschrift: Atomkraft, nein Danke. Im naturwissenschaftlichen Gymmi!
        Mein Physiklehrer hat mich gezwungen den abzunehemn, es drohte der Schulverweis, ich hätte ja wohl gar nicht kapiert, dass wir durch diese Technologie eine viel sauberer Luft bekämen…..
        Naja, die Milliarden zur Saniereung der Kraftwerke werden sie dann wohl auch schnell drucken, wenn die Pressen noch heiß sind um die Banken zu retten.
        Ja die Lage spitzt sich zu. Gut, dass ich von Luft und Liebe leben kann…..
        Es erscheint mir eine bis vor kurzem völlig fremde Eigenschaft sehr wertvoll: Streitbar zu sein, es gibt ja so wenig Menschen, die fair streiten können, manchmal denke ich, die „lieb“ tun, sind die schlimmsten!
        So, jetzt weiter mit den Ferien-Aufräumarbeiten…

    • Ich schließe mich deinen Worten an.

      Antworten
      • Habt herzlichen 💖💞 Dank für eure ausführlichen Kommentare.
        Ich meine, man kann ja auch Brecht einfach mal nur als Theatermann sehen, der in genialer Weise mit seinem epischen Theater unsere Rezeptionsgewohnheiten durchbrach und dabei noch bestens unterhielt. Und dazu schrieb er noch betörend schöne Liebesgedichte. Anyway, wir stehen auf dem armen BB
        The Fab Four of Cley

      • Ich auch und ich mag auch Brecht sehr gern.Trotzdem irritierte es mich damals, als ich in Buckow vor diesem Haus stand. Da passt für mich was nicht zusammen. Schön ist das in Buckow Brechts Geist noch sehr anwesend ist, als wäre er noch da. Und…Brecht ist cool (trotz Haus:))

      • Genau❗️
        Brecht hielt sich ja meistens in dem Haus daneben auf, was jetzt seine Tochter bewohnt. Im Haupthaus empfingen Bertolt und Helene Gäste.
        Liebe Grüße
        Kb

      • Wollte noch sagen, dass ich deine Beitäge zu BB Klasse fand!

      • Danke sehr 😊🚶

  5. Über Politik,Umweltschutz lässt sich leicht lamentieren, aber wer engaiert sich, von uns, aktiv?
    IAls Otto-Normalbürger bringe ich mich, in die eine oder andere Aktion/Organisation ein. Gehen die Gespräche über die „Rührthemen“ Wale,Seehunde hinaus, ist es erstaunlich, wie die Gesprächspartner sich desinteressiert u. unwissend zeigen.
    Meine Meinung: Bei Brecht, seine politische Einstellung „aussen vor zu lassen“- geht nicht!
    Eine lästerhafte Frage, zum Schluss: Läßt die Gartenhausgröße auf den Bekanntsgrad, der in ihn Lebenden, schliessen?

    Antworten
    • Liebes Tantchen,
      ja, im gewissen Sinne schon, denn das Gartenhaus muss mit den Lizenzeinnahmen gekauft und unterhalten werden.
      Die einen fuhren dazu noch ein fesches Auto wie der legendäre weiße Jaguar von Max Frisch, die anderen investierten „nur“ in Haus und Grundstück.

      Vielleicht ist das einigen unbekannt, Brecht war kein Deutscher. Ihm war 1935 die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt worden. Nach Aufenthalten in Dänemark, Schweden und Finnland ging 1941 in die USA, wo er 1947 vor dem Ausschuss für unamerikanische Umtriebe verhört und aus den USA vertrieben wurde. Nach einem kurzen Zwischenspiel in der Schweiz erhielten Brecht und Weigel 1950 die Österreichische Staatsbürgerschaft. Die Einreise nach Westdeutschland wurde Brecht auf Betreiben der USamerikanischen Besatzer verboten, die Schweizer wollten ihn auch nicht haben. So Brecht lebte als Ausländer, als Bürger eines neutralen Staates, in der DDR.
      Liebe Grüße aus dem Berliner Gartenhaus
      Klausbernd

      Antworten
      • So kenne ich es auch, aus seiner Biographie. Er war vielerorts ein Persona non grata und die Auswahl der Länder war gering.
        Liebe Grüße
        DIna

        P.S.Die Liste der Persona non grata, wozu auch Günter Grass zählt, ist interessante empfehlenswerte Lektüre, so als Zeitdokument betrachtet, das nur nebenbei.

  6. „Die politische Einstellung außen vor zu lassen“ war 2009 ein ganz heikles Thema in Norwegen. Es betraf nicht B. Brecht, sondern den Nobelpreisgewinner und bekennender Hitleranhänger Knut Hamsun. 150 Jahre alt wäre er gewesen, das wurde mit einem Hamsunjahr gefeiert und die ganze Welt schaute zu; wie geht das Land nun mit dem Landesverräter um?

    Das war nicht einfach, letztendlich sagte Königin Sonja:
    „Man sollte zwei Gedanken auf einmal denken dürfen und zwischen Literatur und Mensch unterscheiden“, verteidigte die Königin die aktive Mitwirkung des Osloer Hofes am Hamsun-Jahr.

    Das fanden einigen skandalös, andere widerum fanden die Norweger hätten damit fast Frieden mit ihn geschlossen. Ich glaube, so einfach ist es nicht.
    Stärker im Gedächtnis haften geblieben ist der Kriegsgeneration und den Kritikern seine politische Haltung. Sein Nachruf auf Hitler am 7.5.1945 war der Gipfel, die gesamte Presse, Autoren, Künstler demonstrierten gegen Hamsun – er wurde inhaftiert und verstarb 1952 einsam, arm und verfemt.

    Zugleich ist Hamsun mit Auszeichnungen und Preisen für seine literarischen Werke überhäuft. Die Liste der Verteidiger dieser Ehrungen ist lang, von Thomas Mann, James Joyce, Ishaac Bashevis Singer, Paul Auster und viele mehr. Die Bücher des Norwegers hätten ja nie und nimmer „Nazi-Inhalt“ gehabt, heißt es immer wieder.

    Antworten
    • Liebe Dina,
      die politische Einstellung kann man bei Brecht nicht draußen vor lassen, da seine Theater- und Rezeptionstheorie auf dem dialektischen Materialismus beruht. Im Ggs. zu Hamsun ist Brechts Werk von seiner politischen Einstellung geprägt. Es ist eindeutig eine sozialistisch geprägte Ästhetik, z.B. der Verfremdungseffekt hängt mit dem Marxschen Entfremdungsbegriff zusammen. In diesem Haus in Buckow hat Brecht sich nächtelang mit Lukacs über eine marxistische Ästhetik unterhalten, über die Widerspiegelungstheorie etc.
      Brecht hat sich um eine marxistische Ästhetiktheorie und -praxis bemüht, aber er war kein Stalinist, Brecht war alles andere als radikal – dafür war er viel zu charmant😉
      Ganz liebe Grüße aus dem Gartenhäuschen
      von Klausbernd xxx

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  7. Hej! Endlich, jetzt geht´s mal zu richtig interessante Themen! Leider muss ich jetzt schnell zum Steuerberater, aber da wir Ferien haben, könnte ich beim Aufräumen auch noch kurz bloggen, über authentisch sein, Märtyrer und Held, die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst (in einer „Arbeiterstadt“…), die Motive unserer „Politiker“….
    oder ich lese eure tollen Kommentare, da ich angesichts dieser kleinen menschlichen Defizite oft sprachlos bin….die angestaute innere Empörung und die Energien der Selbsterkenntnis lassen sich doch wunderbar „verputzen“.
    Vielleicht muss ich auch erst mal in Brechts Biografie schauen, war der schon immer so „reich“? naja…..

    Antworten
    • Hei liebe Pia, die Frage stellte ich Klausbernd gestern auch, als ich das Haus sah.🙂
      Schöne Ferien euch!

      Liebe Grüße
      Dina

      Antworten
    • Brecht kam aus einem „gutbürgerlichen“ Elternhaus, aber er war keineswegs immer wohlhabend. Man muss ja die Exilsituation der deutschen Intellektuellen sehen, die sehr viel Unterstützung von Gleichgesinnten im Ausland bekamen und sich auch gegenseitig unterstützten. Brecht kannte Gott und die Welt und hatte seine Verbindungen zu Künstlern weltweit. Zu Geld kam er dadurch, dass er zu seiner Zeit Bestsellerautor war, außer durch die Aufführungslizenzen bekam er seine beachtenswerten Honorare durch den Suhrkamp Verlag/Frankfurt und in der DDR durch den Aufbau-Verlag.
      Um mit Brecht zu sprechen „und so war auch dies erklärt“😉
      Liebe Grüße
      Klausbernd

      Antworten
  8. Spiegelt sich in der Kunst und Literatur nicht das politische Umfeld- ich meine JA.

    Antworten
    • Da gebe ich dir recht, liebes Tantchen. Es ist eigentlich eine Platitude, aber dennoch richtig, die Produktionsbedingungen, wozu das gesellschaftliche Umfeld gehört, zeigen sich im Produkt. Das äußert sich besonders deutlich, um es marxistisch auszudrücken, in Überbauprodukten, also in der Kunst. Du hast mir erzählt, dass dich auf der Dokumenta dieses Jahr die fein verpackte politische Kritik fasziniert hat (z.B. Thema Zugang zu gesundem Wasser). Brecht sehe ich da genauso, er war für mich der einzige dezidiert politische Autor, der hochgradig unterhaltsame und massenwirksame Stücke schrieb, bei denen es eine Freude ist, sie zu betrachten.
      Noch einen schönen Tag dir, ganz liebe Grüße nach Köln
      Klausbernd

      Antworten
  9. Hier einige Bemerkungen meines Sohnes, als er 14 war: Mama, kannst du mir eigentlich mal sagen, warum du immer so tust als müsstest du alle Probleme der Welt lösen?
    Und nochwas Mama, wenn du einen Schrank kaufen willst, dann darfst du das, du bist 40, du brauchst niemanden zu fragen.
    Einmal wollte ich ihn in ein tiefsinniges Gespräch über seine Gefühlslage verwickeln: Sag mal Jonas, wenn du so zurückschaust, was würdest du anders machen?
    Mama, ich würde meine Brille von Anfang an bei Fielmann kaufen…ja so isser….
    Eigentlich nervt mich ja nur dieses ewige: Mehr, höher, besser und doch nicht zufrieden sein.
    Tanzen gefällt mir vor allem, weil man dazu gar nichts braucht, was man kaufen muss.
    Es ist eine tägliche Freude, zu sehen, wie glücklich Menschen sein können, wenn sie etwas aus sich selbst heraus schaffen können.
    Natürlich, wer echte Kunst macht, der hat schon an seinen Begabungen gefeilt, oder?
    Also wir Balletttänzer sind da arm dran, so viel Arbeit für so wenig Geld!
    In den letzten Monaten habe ich viel mit meinen Mädels hier diskutiert über die Dokumenta, sie machten Klassenausflüge dorthin. Ich war leider nicht dort, nur via 3sat…
    Hätte mir gefallen und wenn ich ihnen (eine) mögliche Intension des Künstlers erklärt habe, gab es sogar oft Tränen, denn die Themen betreffen alle.
    Ist es nicht auch wirklich ganz schwierig, den Wert geistiger Arbeit zu bemessen?!
    Also Tanzstunden sind auch eigentlich von unschätzbarem Wert….
    Wenn das Haus und seine Umgebung zu Brechts Kunst beigetragen hat, gut!
    Im Sommer hat ein buddhistischer Mönch zu mir gesagt: Niemand braucht auf etwas neidisch zu sein.
    Sie sind nur neidisch auf die Erfolge, nicht auf das Suffering, jeder hat suffer, darauf sind sie nicht neidisch, I have Monk-Suffer, are you jealous?
    Danke, sorry, das war jetzt viel….
    Schönen Tag euch allen!

    Antworten
  10. Brecht hatte natürlich auch sein „suffering“, was in „Flüchtlingsgespräche“ und seinen Tagebüchern aus Hollywood bes. deutlich anklingt. Außerdem fiel seine Theatertheorie auch nicht einfach vom Himmel. Er hat sehr viel gelesen und studiert und sich besonders ständig mit Kollegen ausgetauscht. Brecht war äußerst fleißig – naja, „von nix kommt nix“😉
    Brecht war nicht tiefsinnig im psychologischen Sinne (bestensfalls verhaltenspsychologisch), sondern tiefsinnig im philosophischen Sinn. Er war ein sehr aufmerksamer Zuhörer, der immer offen für Neues war, das er blitzesschnell umsetzen konnte und, last not least, war er stets für Experimente offen und teamfähig, wenn auch einige ihn für autoritär hielten. Er hat immer über irgendetwas geforscht und in seiner Theaterarbeit ständig Neues ausprobiert. Kurzum, er hat sehr viel gearbeitet bis zur Erschöpfung trotz seines fragilen Gesundheitszustands, dewegen ist er wohl auch nicht alt geworden.
    Dir auch einen rundum schönen Tag
    Klausbernd

    Antworten
  11. Hi, Grüsse aus Svalbard. Über Brecht und Hamsun wollte ich schreiben, die ich für GegensatzMenschen halte, aber zu schwer ist das mir. Svalbard war Zentrum des Antifaschisten-Widerstands im Norden. So finde ich es nicht gerecht, wie Brecht angegriffen wird. Muss ein Emigrant arm und bedürftig sein um Wohlstandsbürger zu überzeugen?
    Brecht war kein Stalinist, er war überzeugter Sozialist und Unfaschist. Das war zu der Zeit mutig. Das er hatte Erfolg, ist kein Übel, es ist zu bewundern!
    Liebe Grüsse
    Per Magnus

    Antworten
  12. Dear Dina,
    I have to admit I don`t know much about Brecht, Klausbernd is the specialist, believe me. What I do know: Brecht lived 1939/1940 in a typical wooden farm house on Lindingö. He finished „Mother Courage“ there. Lindingö is known as an island where some political immigrants used to live as artists as well. But I don`t know of a kind of Brecht museum or something alike there. I don`t even know if that house exists still. I have never heard of a Brecht house there. I do know that Brecht left Lindingö for Finland when the faschists invaded Danmark 1940.
    Sorry, that I couldn`t be of more help. If I will find out more I will tell you.
    All the best to you all and is it a shame to own a lovely house (as I do, too)?
    I hope you are well again, dear Klausbernd – another lovely house owner😉
    Greetings from Stockholm
    Buchdame

    Antworten
    • Liebe Buchdame,
      ja, die Informationen sind spärlich, ich habe die schwedische Seiten durchgeklickt um etwas zu finden, no results, I’m afraid – or we’ll find it later, no sweat.

      Es wäre so schön, wenn es etwas gäbe, wir kommen ja bald nach Stockholm und Lidingö liegt uns dann zu den Füßen…

      Dieses schreib Brecht auf Lidingö:

      Ich befinde mich auf dem Inselchen Lidingö.
      Aber neulich nachts
      Träumte ich schwer und träumte, ich war in einer Stadt
      Und entdeckte, die Beschriftungen der Straßen
      Waren deutsch. In Schweiß gebadet
      Erwachte ich, und mit Erleichterung
      Sah ich die nachtschwarze Föhre vor dem Fenster und wußte:
      Ich war in der Fremde.

      Der ganz Text, falls jemand mehr lesen möchte:

      I

      Das Frühjahr kommt. Die linden Winde
      Befreien die Schären vom Wintereis.
      Die Völker des Nordens erwarten zitternd
      Die Schlachtflotten des Anstreichers.

      II

      Aus den Bücherhallen
      Treten die Schlächter.

      Die Kinder an sich drückend
      Stehen die Mütter und durchforschen entgeistert
      Den Himmel nach den Erfindungen der Gelehrten.

      III

      Die Konstrukteure hocken
      Gekrümmt in den Zeichensälen:
      Eine falsche Ziffer, und die Städte des Feindes
      Bleiben unzerstört.

      IV

      Nebel verhüllt
      Die Straße
      Die Pappeln
      Die Gehöfte und
      Die Artillerie.

      V

      Ich befinde mich auf dem Inselchen Lidingö.
      Aber neulich nachts
      Träumte ich schwer und träumte, ich war in einer Stadt
      Und entdeckte, die Beschriftungen der Straßen
      Waren deutsch. In Schweiß gebadet
      Erwachte ich, und mit Erleichterung
      Sah ich die nachtschwarze Föhre vor dem Fenster und wußte:
      Ich war in der Fremde.

      VI

      Mein junger Sohn fragt mich: Soll ich Mathematik lernen?
      Wozu, möchte ich sagen. Daß zwei Stück Brot mehr ist als eines
      Das wirst du auch so merken.
      Mein junger Sohn fragt mich: Soll ich Französisch lernen?
      Wozu, möchte ich sagen. Dieses Reich geht unter. Und
      Reibe du nur mit der Hand den Bauch und stöhne
      Und man wird dich schon verstehen.
      Mein junger Sohn fragt mich: Soll ich Geschichte lernen?
      Wozu, möchte ich sagen. Lerne du deinen Kopf in die Erde stecken
      Da wirst du vielleicht übrigbleiben.
      Ja, lerne Mathematik, sage ich
      Lerne Französisch, lerne Geschichte!

      VII

      Vor der weißgetünchten Wand
      Steht der schwarze Soldatenkoffer mit den Manuskripten.
      Darauf liegt das Rauchzeug mit den kupfernen Aschbechern.
      Die chinesische Leinwand, zeigend den Zweifler
      Hängt darüber. Auch die Masken sind da. Und neben der Bettstelle
      Steht der kleine sechslampige Lautsprecher.
      In der Früh
      Drehe ich den Schalter um und höre
      Die Siegesmeldungen meiner Feinde.

      VIII

      Auf der Flucht vor meinen Landsleuten
      Bin ich nun nach Finnland gelangt. Freunde
      Die ich gestern nicht kannte, stellten ein paar Betten
      In saubere Zimmer. Im Lautsprecher
      Höre ich die Siegesmeldungen des Abschaums. Neugierig
      Betrachte ich die Karte des Erdteils. Hoch oben in Lappland
      Nach dem Nördlichen Eismeer zu
      Sehe ich noch eine kleine Tür.

      Antworten
      • You see – Svalbard, the Free Norway in those times!😉
        Love
        Per Magnus

      • liebe Dina, danke dir für diesen Text, den ich nicht kannte.

        ich las schon gestern Abend hier und nun denke ich auch am Morgen, dass es doch gut ist kontrovers zu diskutieren, sonst hätten wir wohl hier nicht all die feinen Infos bekommen😉

        Brecht war übrigens mein Abithema und seit vorgestern frage ich mich, wo eigentlich mein ganzes Wissen geblieben ist, manchmal finde ich es beängstigend wieviel verschwindet. Mein Thema war Mutter Courage und die Courasch von Grimmelshausen im Vergleich, gefragt wurde ich aber über die innovativen Ideen Brechts beim Theater, ich war vorbereitet🙂, aber selbst das ist nur noch verschwommen in mir… schade

        herzliche Grüße aus dem regennassen Walde
        möge euch allen die Sonne scheinen und der Oktober golden leuchten!
        Frau Blau

      • Liebe Frau Blau,
        du hast keine Ahnung, wie gut es mir tut diese Zeilen zu lesen. Ich verzweifele manchmal, wenn ich versuche Infos aus der Schulzeit abzurufen. Ich habe es doch gelernt, ich bin darin geprüft worden und trotzdem ist die Festplatte leer. Wahrscheinlich gelöscht weil für unwichtig gehalten. Frustrierend ist es allemal.
        Liebe Grüße zu dir im Walde
        Dina

  13. Dieses Gedicht lesend, die Erzählungen meiner Großmutter, die mit 3 kleinen Kindern im Viehwagen aus Kroatien floh, weil sie plötzlich nach ihr, deren Mann 16hundertweißnichwann aus Deutschland übergesiedelt war, Steine warfen, noch in den Ohren (sie ist jetzt 92…), kommen die Wohlstandskids nach Hause, vom Shoppen mit Oma…..willste schreien!!!
    Aber es ging noch, guck Mama, kann man alles in der Maschine waschen. Die Oma ist auch in den Laden mitgekommen, vor dem man anstehen muss und in dem es dunkel ist…
    Danke Dina, dass du dieses Gedicht herausgesucht hast.

    Antworten
  14. Ein schönes Haus, die große Glasfront gefällt mir gut, aber ein Raum, zwei Stockwerke hoch …
    Nee, was käme ich mir verloren vor darin. Aber ein Haus an einem See, das gefiele mir schon auch.🙂

    Liebe Grüße, Szintilla

    Antworten
    • Liebe Szintilla,
      ich fand die Proportionen des Raums gelungen. Bei so einem großen Raum wirkt die Höhe harmonisch. Außerdem hatten Weigel & Brecht stets „die Bude voll“ – und meist voller Raucher, da ist solche Raumhöhe schon fein.
      Einen schönen Abend dir
      Klausbernd

      Antworten
  15. Vorweg, ich muss zugeben, ich bin immer wieder unsicher wegen Copyrightverletzungen im Netz. Ich, Selma Buchfee hab eine Vorliebe für starke Frauen. Gerade habe ich eine Biographie über Helene Weigel beendet und lese jetzt mit großen Augen und zitternden Flügel von Renate Schreiber; Erinnerungen von Elsa Björkman-Goldschmidt – „Es geschah in Wien“. Das Buch hat mir lieberweiser Dina besorgt, ein Geheimtipp von Annalena in Stockholm.

    Auf seite 259 beschreibt Elsa Björkman-Goldschmidt, wie sie damals Brecht und seine Frauen auf Lidingö erlebt habe. Hmm… wieviel darf ich zitieren? Die ganze Seite?
    Oh, welch ein Glück, meine Schwester Sirifee hat bei Google books genau die Seite gefunden! Hmm, ist das gestattet, frage ich mich, darf ich Euch den Link zeigen?
    Wenn nicht, bitte löschen! So, jetzt muss ich weiterlesen. Feiertag = Lesetag für Buchfeen

    Herzliche Grüße und Feenhauch an alle
    auch von meiner Schwesterfee Siri
    Selma
    Buchfee, Muse, Universalgenie, Meisterbloggerin und KnipsinikiFee

    http://books.google.de/books?id=gIpdqZPSrFYC&pg=PA259&lpg=PA259&dq=brecht+auf+liding%C3%B6+gibt+was+zu+sehen&source=bl&ots=cy1Tv4bPhD&sig=stKE5LSJBO01V2eDAGkXWaDDkHc&hl=de&sa=X&ei=mhVsUK3cLY3M0AX434E4&ved=0CDQQ6AEwAw#v=onepage&q=brecht%20auf%20liding%C3%B6%20gibt%20was%20zu%20sehen&f=false

    Antworten
  16. Große Freude!🙂🙂🙂 Gerade habe ich für Sonntag noch eine Karte für das BE (Berliner Ensemble) für Brechts „Mutter Courage“ ergattert. Ich freue mich und werde berichten. Ihr glaubt es ja kaum, ich habe noch nie eine Brecht-Aufführung des alten Theaters von Brecht gesehen, das jetzt von Peymann geleitet wird.
    Ganz liebe Grüße euch allen
    Klausbernd

    Antworten
    • Ich freue mich für dich mit. Ich muss gestehen, es gibt gewisse Momente und jetzt ist wieder so weit, da verfluche ich leise die Abgeschiedenheit und die kulturelle Dunkelheit im Eismeer. Berichte bitte vom BE.
      Mit einem lieben Gruß aus Longyearbyen, es schneit gerade…
      Per Magnus

      Antworten
      • Lieber Per Magnus,
        klar, wird gemacht. Ach, übrigens in Berlin herrscht gerade auch fürchterliches Sauwetter: kalt und Regen und so richtig hell ist es heute auch nicht geworden. Da finde ich Schnee schon besser. Von mir aus könnte es hier jetzt schneien, ich liebe einen echten Winter, den ich in Norfolk sehr vermisse.
        Ganz liebe Grüße nach Longyearbyen
        Klausbernd
        Klar, ich werde vom BE berichten

  17. Oh, ich glaube, da werden 2 kleine liebe Flatterwesen sich am Sonntag auf den Weg nach Berlin begeben, ich habe sie vorhin ganz eifrig tuscheln gehört. Sie schmieden Pläne, wie sie unauffällig ins BE reinfliegen können ohne mit der Fligenklatsche verscheucht zu werden.🙂

    Herzlichen Glückwunsch zu dem feinen Interview im Südkurier heute, wir haben es soeben auf deiner Website gelesen, wir sind stolz auf dich!🙂
    Liebe Grüße mit ganz viel Feenhauch
    aus dem Rheinland
    Dina & Co

    Antworten
    • Ganz herzlichen Dank euch Lieben🙂
      Es ist erstaunlich, wie oft ich in letzter Zeit zur Farbsymbolik speziell von Schwarz und Weiß interviewt wurde. Die Interviewerin bei Südkurier hat sich richtig Mühe gegeben, was bei den meisten Zeitungen und Zeitschriften Journalisten nicht der Fall ist.
      Euch alles, alles Liebe xxx
      Klausbernd aus dem Gartenhäuschen🙂

      Da bin ich gespannt, ob ich euch im Theater am Schiffbauerdamm erspähe. Gut Flug!

      Antworten
    • Ja, wo waren denn nun die kleinen Feen – im BE nirgens zu sehn… Dabei wäre soooo viel zu knipsen gewesen. Voll Barock und pompös im alten Stil, dieser Bau – ganz im Kontrast zum Publikum, dass sich vorwiegend im strengen Avantgarde-Schwarz gibt, gelegentlich dekoriert mit Brecht-Mütze in Grau. Die gibt es neben den üblichen Devotionalien am Theater-Stand. Dort auch zu haben: Textbücher mit
      Regieanweisungen, die zu aktuellen Aufführungen tolle Hintergründe bieten. Alles in Allem ein Ausflug vom Gartenhäuschen in die Große Stadt, der sich gelohnt hat!
      dies schreibt
      Gartenfee auf Reisen

      Antworten
      • Doch, doch, wir waren da, haben unsichtbar vor euch gesessen, aber Knipsis haben wir nicht gemacht, um uns nicht zu verraten. Aber wenn Masterchen weg ist, werden wir über das BE schreiben. Meine Schwester Siri tippt schon eifrig in ihren McFee.
        Liebe Grüße von der liebklugen Buchfee
        Selma

  18. Was für ein spannender Blog – sehr bereichert durch die vielen Kommentare – ob nun zu sehr politisch oder nicht – eine Menge Fachwissen kommt hier zusammen und lässt Brecht in vielen Facetten strahlen – toll

    Antworten
    • Habe herzlichen Dank für deinen Besuch und dein Lob. Das tut doch immer wieder gut
      🙂
      Ich bin langjähriger „Brecht-Fan“ und hoffe, meine Begeisterung für ihn vermittelt zu haben. Brecht war eine vielschillernde Persönlichkeit und wahrscheinlich, wenn ich noch Zeit habe, bevor ich am Dienstag zur Buchmesse fliege, werde ich noch etwas über die „Mutter Courage“-Aufführung in Brechts altem Theater bloggen.
      Ein schönes Wochenende wünscht dir
      Klausbernd

      Antworten
  19. Ein schönes Haus, das die Beiden da hatten. Wunderbare Details fallen mir da auf an der vorderen Fassade … sehr schön.

    Danke für deinen Besuch. Liebe Grüße, Andrea

    Antworten
    • Ja, das Haus ist wirklich sehr schön, wesentlich schöner, als wir es erwartet hatten.
      Auch dir herzlichen Dank für deinen Besuch und Kommentar.
      Liebe Grüße
      Selmafee
      die für Masterchen antwortet, der bereits unterwegs ist und uns hier allein zurückließ😦
      Aber wir fliegen ihm nach – nicht weitersagen, pssssst!

      Antworten
  20. Pingback: As you make your bed | The World according to Dina

  21. Ja, schaut euch mal „as you make your bed“ auf unserem neuen Blog an, da werden wir sicher auch noch zumindest einmal über Brecht bloggen. Freut euch drauf.
    Frohe Ostern, danke und alles Gute
    💃🚶👭

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