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Dublin`s Fine Libraries: Chester Beatty Library

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Siri + Selma

Siri + Selma

Nachtrag zur Marsh`s Library von Selma Buchfee:
Sie gehört zu den „haunted libraries“, in der ihr Gründer Narcissus Marsh nächtens als Geist herumwandert und in den alten Büchern einen Brief von seiner Nichte sucht. Wir sind ihm nicht begegnet, obwohl wir als Buchfee ein Gespür für Geister haben.
Selma`s amendment:
It is said, that Marsh`s Library is haunted. Narzissus Marsh has been seen wandering around to find a letter from his niece in the old books. Unfortunately we didn`t met this famous bookcollector.

***

Wisst ihr, dass Chester Beatty (1875-1968) einer der erfolgreichsten Sammler alter Handschriften und Bücher des 20. Jh. war? Wir staunten nicht schlecht, als wir hörten, wie er als erfolgreicher Bergbau-Ingenieur und Unternehmer bereits in seiner Jugend Millionen verdiente (dass er Kriegsgewinnler war, verschweigen wir lieber). Er sammelte westliche, islamische und ostasiatische Papyrustexte, Handschriften und frühen Bücher, wobei er nur die seltensten Ausgaben kaufte. Übrigens als „analer Charakter“, wie Masterchen ihn diagnostizierte, sammelte er nicht nur das, sondern alle möglichen seltenen Kunstobjekte.

Chester Beatty (1875-1968) was one of the greatest collectors of old scriptures of the 20th century. Already in his youth he made millions as a mining engineer and entreponeur. He spent his money for his Western, East-Asian and Islamic collection. But he was very choosy only buying excellent work of art. We, the bookfayries Siri and Selma, were very thrilled about his collection of Western illuminated manuscripts from the Caroligan and Ottonian periods.

Masterchen, mit seiner Liebe zu illuminierten Handschriften, belehrte uns, dass wir in dieser Bibliothek bestens die Entwicklung der Buchmalerei und der Schrift studieren könnten. Staunend betrachteten wir die reich illuminierten Handschriften der karolingischen und ottonischen Periode (Ende des 8. bis Ende des 11. Jh.). Eine der frühsten Buchmalereien entdeckten wir in einer Handschrift des Evangeliums des Johannes (um 600), ein koptischer Text mit seitlichen Verzierungen am Schriftblock und sogar bereits Minaturen, alles in harmonischen Erdfarben gehalten. In dieser Zeit begannen die ersten Schreiber, ihre Texte zu dekorieren, was jedoch bis ins 8. Jh. sehr schematisch geschah: neben kleinen Verzierungen am Schriftblock wurden auf meist ganzseitigen Miniaturen fast immer einer der vier Apostel schreibend oder lesend an einem Pult dargestellt. Spannender wird es dann um 1000, die Schreiber benutzten nun ausgiebigst Silber und Blattgold, Pigmente aus Edelsteinen und Mineralien, mit denen sie freudig Iniatialen ausmalten.

Our Master, having been a specialist for Gothic illuminated manuscripts, told us lots and lots about the development of the art of illumination. We were surprised about the sophistication of this art. We found the earliest illumination in a coptic text of the Gospel of St. John (around 600) but the real goodies were produced from the 8th century onwards, although they followed more or less the same sheme in the beginning. One of the apostles is sitting on a writing desk writing or reading. Around 1000 the illuminations are getting much more vivid as the artist began to use silver as well as gold, pigments from precious stones and minerals (before they rather used earthern pigments) and they presented a broad spectrum of scenes.

ausgemalte Initialen (allerdings in einem späteren Text)Foto: Hanne Siebers

ausgemalte Initialen (allerdings in einem späteren Text)
Foto: Hanne Siebers

Bewohnte Buchstaben kamen in Mode, da findet man Menschen, Tiere, Pflanzen in den Buchstaben. Wir haben sie als Suchbildchen betrachtet, doch müssen wir auch sagen, dass manche Initialen derart ausgemalt und verziert sind, dass wir den Buchstaben gar nicht mehr lesen konnten und oftmals war dazu alles miteinander verbunden, wie ihr es sicher von der keltischen Buchmalerei her kennt. Originell fanden wir eine Abbildung in „De Civitate Dei“ (1100, geschrieben in Latein in karolingischen Minuskeln) in der ein nackter sitzender Mann quasi um 90 Grad gedreht ein E bildet. Ab etwa 1100 (in der Gotik) verbinden sich in der Buchmalerei  Miniatur und Dekoration zu bunten Bildern und Mustern. Wir fanden ganzseitige Miniaturen und kleinere im Text und der Innenraum der Initialen wurde ebenfalls für kleine Miniaturen benutzt. Nun wurden die Handschriften richtig bunt. „Miniatur“ heißt „in Farbe malen“, wie Masterchen erklärte.

Inhabited letters came into fashion. You find people, animals and plants drawn into the loop of letters. In those initials we found little worlds but some were that much decorated that you cannot make out which letter it should be. In the Gothic period the illumniations become more and more colourfull, partly intertwined like in „The Book of Kells“ and miniatures became very important.

ill. HS

Gotische Prachthandschrift
Foto: Hanne Siebers

In der Gotik, wie ihr oben seht, kommt Leben in die Handschriften. Neben künstlerische gestalteten Initialen und Miniaturen in zweifarbig geschriebenen Texten fanden wir auch Kolumnentexte wie in der Abb. oben. Wir Buchfeen bekamen entzücktes Flügelflattern bei der Betrachtung der üppigen Seitenverzierungen in Gold, die ihr in den beiden folgenden Bildern bewundern könnt.

Above you see a Gothic Manuscript which intials are artfully painted by the scribe who used two colours for writing text too and did write column-texts on either sides (which is extraordinary).  

Chester Beatty Library, Dublin, 2012 Foto: Hanne Siebers

Handschrift von Jacopo Avanzi illuminiert (Padua 14. Jh.)
Foto: Hanne Siebers

Das Besondere an dieser Prachthandschrift oben ist nicht nur die blattvergoldete Initiale, sondern auch die in der Grisaille-Technik (Graumalerei) gestaltete Miniatur. Avanzi war ein Schüler Giottos und von daher erklärt sich die Plastizität in der Darstellung von Menschen Tieren. Typisch dagegen sind trotz des Grautons die starken roten und blauen Farbakzente, die auch die Verzierungen im unteren Blatt prägen.

Do you see the golden initial on the Manuscript (above)? Gold was important as well as red and blue because those were the most precious colours. Unusal is the the Grisaille-Technique (Gray-Painting) of the miniature. The artist Avanzi has been a follower of Giotto and therefore this plastivicy of figures and animals.

Gotische Prachthandschrift mit BlattgoldverzierungFoto: Hanne Siebers

Gotische Prachthandschrift mit Blattgoldverzierung
Foto: Hanne Siebers

Solche Rankenmuster, wie in dem Blatt oben waren in der gotischen Buchmalerei äußerst beliebt, wurden jedoch nur bei Prachtausgaben benutzt.

Such sophicated tendrils, like in the page above, were only used in special manuscript for rich customers who provided the gold as well as Lapis Lazuli for the blue and purple for the red.

Ab der Gotik werden nicht nur stereotyp christliche Themen dargestellt, sondern Szenen aus dem Alltagsleben. Da streiten sich Jungen und Esel reiten auf Hunderücken, wie wir im Stundenbuch des französischen Admirals Coetivy von 1443 sahen, der übrigens neben dem Duc de Berry der größte Buchsammler seiner Zeit war. Ja, das 15. Jh., das erkannte unser Buchfeenauge gleich, war der Höhepunkt der europäische Buchmalerei, obwohl damals gerade die ersten Bücher gedruckt wurden – oder vielleicht gerade deswegen, da ein illuminiertes Manuskript ein Unikat darstellt, ein gedrucktes jedoch nicht mehr. Es setzt das Zeitalter der Reproduzierbarkeit in der Textkunst ein. Zum Glück hatten wir in der Buchfeenschule über Walter Benjamins kluges Buch „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner Reprozierbarkeit“ gesprochen, um diesen enormen Einschnitt zu verstehen.

By the end of the Gothic periode not only Christian manuscript were produced but worldly texts as well beginning with texts from the Greec and Roman classic periode. The following Renaissance was the high time of illuminated texts although printing started then. But as the illumniated manuscript was unique with printing started the reproduction. A new aera of art had began. 

Und was uns gleich auffiel: Mit dem Aufkommen des Buchdrucks in der Renaissance bleibt zwar das Seitenlayout weitgehend dem der illuminierten Handschriften gleich, aber zunehmend wird die massive gotische Minuskel aufgegeben zu Gunsten von leichteren Schrifttypen. Der Platz für die Initialen wurde zunächst im frühen Buchdruck ausgespart und nach dem Druck wurden die Schmuckinitialen per Hand gemalt.

The first printed books – so called „Wiegendrucke“ – followed in their layout the Gothic manuscripts. The initials were left out and later painted on the page by hand. The typesetting changed from the heavy Gothic minuscles to a lighter typeface.  

Und um zu zeigen, dass die Buchmalerei nicht ausgestorben ist, zeigen wir euch unten eine limitierte Ausgabe, die von Henri Matisse gestaltet wurde. Solche modernen illuminierten Ausgaben werden heute hauptsächlich von Druckern in England und Frankreich hergestellt.

The picture down under shows you that the art of illumnation has not died. It`s a poetry book with illumnations by Henri Matisse. Nowadays such artwork in books is printed by specialized printers mainly in England and France.

Poéms de Charles d`Orléans, Buchmalerei Henri Matisse (2001)Foto: Hanne Siebers

Poéms de Charles d`Orléans, Buchmalerei Henri Matisse (2001)
Foto: Hanne Siebers

Außerdem sammelte Chester Beatty Koran-Ausgaben. Durch das Abbildungsverbot im Islam, finden wir, wie bei der Prachtausgabe unten, keine figürlichen Illuminationen in den Texten aber nicht-figürliche Verzierungen.

Chester Beatty did collect Qur`an editions as well. As figural illustration is forbidden in the Islamic world the scribes did decorate their texts with non-figural, mostly geometric patterns like in this Qur`an (from the middle ages) you see here:

Mittelalterliche Prachtausgabe des Koran
Foto: Hanne Siebers

Außerdem wurde häufig, wie an dem Beispiel unten die Schrift als grafisches Element stilisiert. In dieser Bibliothek, die berühmt für ihre Koran-Texte ist, kann man gut die unterschiedlichen arabischen Schriften unterscheiden, in der Koran geschrieben wurde. Die meisten Koran-Ausgaben stammen aus dem 9. bis 14. Jh.

Besides non-figural illumnations the  Qur`an shows quite often masterpieces of calligraphy. The writing is used for its graphic effect.
Most  Qur`ans from this collection are from the 9th to the 14th century.

Koran-Prachtausgabe in arabischer Kunstschrift geschrieben(Foto: Hanne Siebers

Koran-Prachtausgabe in arabischer Kunstschrift geschrieben
(Foto: Hanne Siebers

Leider ist die Chester Beatty Bibliothek keine „richtige“ Bibliothek, d.h. hier stehen keine Bücher in Regalen, sondern Handschriften und Bücher werden der Öffentlichkeit in Vitrinen mit Panzerglas in temperierten Räumen präsentiert. Allerdings ist die Präsentation sehr stimmungsvoll. Aber das ist keine Kuschelbibliothek wie Marsh`s Library. Hier würden wir nicht einziehen wollen. Aber diese Bibliothek war 2002 zum European Museum of the Year gekürt worden.
Eine Ausstellung in dieser Bibliothek ist der Entwicklung der Buchbindung und Präsentation von Texten gewidmet. Im unteren Bild seht ihr zwar kein Palmblatt und Papyrus (die es hier auch zu bewundern gibt), sondern die Schriftrolle, das gefaltete und das gebundene Buch (das schräggestellte Buch rechts ist ein deutsches Werk über Trachten).

Unfortunately the Chester Beatty Library is more a museum than a library. You don`t find shelves filled with old books. Everything is presented under glas in showcases. But it is presented very well. This library was chosen the European Museum of the Year in 2002.
In the different rooms you find an exhibition of the development of the presentation of texts and bookbinding. In the following picture you see these different forms of text presentation: the scroll, the folding book and bound and printed books.

Kasten: Textpräsentation
Foto: Hanne Siebers

Die folgende Schriftrolle fanden wir besonders ehrwürdig. Es ist ein hebräischer Text aus dem 17. Jh. (die sogen. „Thora und Esther Scxhriftrolle“)Diese Rarität haben wir lange auf uns wirken lassen.

We bookfayries were thrilled by this scroll . It`s a Hebrew parchment from the 17th century, the so called „Thora and Esther Scroll“.

Schriftrolle, lateinischer Text
Foto: Hanne Siebers

Zum Abschluss noch zwei Schätze der Bibliothek: Der Weltatlas von Blae(us) (17. Jh.). Zu Beginn des 17. Jh. löste sich die Kartografie von den ptolomäischen Weltbild und es wurden Atlanten mit Kupferstichdruck und reichen Barockverzierungen verlegt. Mercator und Ortelius waren die Vorreiter dieser neuen Form von Karten und Atlanten. Unten seht ihr den berühmten Atlas von Blaeus, der 1665 sogar mit Seekarten erschien.

Last not least two treasures: First the Atlas of the world by Bleaus or Bleak. At the beginnig of the 17th century cartographers started to give up the Ptolomaen idea of our world.  Now started the printing from etchings with rich Baroque decorations. Mercator and Otelius have been among the first producers of those atlasses. You see here the famous atlas of Blaeus which was edited even with maps of the sea in 1665. 

Weltatlas von Blae(us)
Foto: Hanne Siebers

und eine ungewöhnliche astromische Handschrift (gebunden, 16. Jh.) mit eingearbeiteten Drehscheiben.

And this a extraordinary astromonical bound manuscript from the 16th century with moving plates on one page.

Gebundenes astronomisches Manuskript (16. Jh.?)
Foto: Hanne Siebers

Leider konnten wir nicht alles zeigen. Wir entschuldigen uns bei Tantchen, dass wir keine Artefakte aus der buddhistischen Abteilung präsentieren, aber in den stark verdunkelten Räumen war es nicht leicht für Dina durch das Panzerglas zu fotografieren.

Sorry that we could show you more and there is so much more like a huge Buddhistic collection and pictures, too.
The following books are in German, sorry!

Noch ein Tipp von uns Buchfeen: Detailliertere Infos zu illuminierten Handschriften findet der interessierte Laie in dem „Lexikon der Buchkunst und der Bibliophile“, Hg. Karl Klaus Walther (Saur Vlg., München 2006) und in Grimme, Ernst Günther: Geschichte der abendländischen Buchmalerei (Dumont Vlg., Köln 1988) – beide Bücher haben wir kurz mal aus Masterchens Bibliothek gemopst.

Love
Liebe Grüße
eure Buchfeen Siri und Selma🙂🙂

Weitere Fotos aus dieser Bibliothek findet ihr auf Dinas Blog.
More pictures of this Library: here.

Wir danken ganz herzlich der Chester Beatty Library für die Fotoerlaubnis🙂 und möchten euch bitten zu beachten, dass das Copyright dieses Artikels bei Klausbernd Vollmar und Hanne Siebers liegt. Ferner bedanken wir uns für sachkundige Privatführung.
Many thanks to Chester Beatty Library for the permission to take pictures and for the great private tour through the collection. Please respect the copyright of text and pictures by Klausbernd Vollmar and Hanne Siebers

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

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  1. Wunderbar!
    Im Gutenbergmuseum Mainz, wo die winzigste Bibel der Welt zu sehen ist, ist es auch abgedunkelt.
    Früher hat man „Handschrift“ genannt, was aussieht wie gedruckt. Es muss sehr lange gedauert haben, ein solches Buch fertigzustellen…
    Gruß von Sonja

    Antworten
    • Liebe Sonja,
      ich glaube, ich las es in einer Kulturgeschichte des Mittelalters, dass Zeit damals eine völlig andere Rolle spielte als heute. Für die Schreibkünstler in den Klöstern war die Zeit kein Faktor. Es ging, um es mit modernen Worten zu sagen, um Qualität. Vielleicht weiß es der Martin, wie lange es dauerte, solch eine Handschrift herzustellen bzw. eine Handschrift in den Schreibstuben der Klöster zu kopieren. Ich kann nur grob schätzen, dass es mindestens ein Jahr dauerte.
      Heute müssen solche frühen Texte vor Licht geschützt werden, da die Farben sich sonst verändern.
      Liebe Grüße von der sonnigen Küste Nord-Norfolks
      Klausbernd

      Antworten
  2. Pingback: Chester Beatty Library, Dublin | The World according to Dina

  3. Das war ja wirklich eine unglaubliche Reise und sicherlich ein unvergesslicher Geburtstag in Dublin! Danke, dass wir einen kleinen Einblick haben dürfen!
    Es ist erschütternd, wie viel Zeit und Geduld wurde in die Arbeit an solchen Werken investiert, und wie armselig ist unsere Konsum- und Wegwerfgesellschaft heute!?
    Heute darf ich wieder 5 Stunden Wagner genießen, 4. Teil „Götterdämmerung“.
    Herzliche Grüße an die Buchfeen!!

    Antworten
    • Hach, Twilights of the Gods… Haben wir 4 letztes Jahr in Hamburg erlebt, das war wirklich echt toll, liebe Piamaus. Stell dir mal vor, Master hat Dina zum Geburtstag in der Oper eingeladen und Selma und ich durften mit! Wir sind real Rhine Maiden Bookfayries now…Viel, viel Spaß und vergnügen heute Abend. Ich werde gleich die Götterdämmerung auf meine Bosefeeanlage auflegen.
      Rhine Maiden Sirifee

      Antworten
    • Guten Morgen, liebe Pia,
      viel Spaß bei Wagner, der ironischerweise mittelalterlich Thema aufnahm und teilweise sehr veränderte, aber nach eigenen Aussagen, das Mittelalter eigentlich als eine Art Unkultur ablehnte.
      Liebe Grüße vom Meer
      Klausbernd

      Antworten
    • Lieber Martin,
      weißt du, wie lange es dauerte, solch eine Handschrift in der Gotik zu erstellen? Ich konnte das nirgendwo finden.
      Liebe Grüße nach Kerpen von
      Klausbernd🙂

      Antworten
      • Guten Morgen Klausbernd,

        wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist diese Chester Beatty Library ja ein Museum für die Buchkunst. Als solche ist sie wiederum wunderbar.
        Ich beglückwünsche Dich zu dieser schönen Reise und ich weiß die Berichte darüber wohl zu schätzen.

      • Weiß ich auch nicht – kann man so auch nicht sagen, denn oft hat nicht ein einziger Mönch an so einer Handschrift gesessen, sondern die wurden in Arbeitsteilung produziert. Wenn man täglich 8 Stunden schreibt, beispielsweise, kommt man aber schon recht flott vorwärts …. kannst es ja mal probieren ….. (:–))

      • Danke, lieber Mickzwo, ja, du hast recht, Cherster Beatty ist ein Museum für die Entwicklung von der an den Text gebundenen Kunst. Das wird zwar nicht unbedingt so präsentiert, aber man kann die Exponate so betrachten. Das war zumindest mein Blickwinkel, auf den mich meine liebklugen Buchfeen brachten.
        Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
        Klausbernd

      • Lieber Martin,
        eigentlich gar nicht solch eine absurde Idee. Das würde ich gerne in stürmischen Winternächten vorm Kamin ausprobieren, mit Kalligraphiefeder und Aquarellfarbe geht das sicher, das Blattgold spare ich mir, da es so gesundheitsschädlich zum Verarbeiten ist und die Bleifarben auch. Es würde mir, glaube ich, viel Spaß machen. Als ich in Findhorn lebte sagte mir ungefragt ein Medium, dass ich in einem vorigen Leben (an die ich zwar nicht glaube), ein schreibender Mönch in Lindisfarne gewesen sei. Naja😉
        Liebe Grüße auch an deinen Hausgeist
        Klausbernd

  4. Hi there,

    Museum of the year, that sound very impressive indeed! Have you any idea how much all these bookjewels are worth today?

    Greetings from Longyearbyen, rather icecold at the moment🙂
    Per Magnus

    Antworten
    • Dear Per Magnus,
      well, dear mate, I have never thought about this. But I suppose about 20 million Euros or more. Nowadays it is fashionable in Hollywood collecting illuminated manuscript. Ian Fleming (father of James Bond) was one of the first celebrities to collect them. But, of course, he had a small collection in comparison to Chester Beatty. He did spend for his collection a double digit sum of millions of dollars.
      Here it is quite cold, too, 3 degrees C only, for English folks a temperature to stay in.
      Enjoy your sunday
      Klausbernd and his bokkfayries🙂🙂🙂

      Antworten
  5. I cant read the langiage but liked your post for pics of books🙂 I think you spent most of your time in Irish liberaries. Thats really cool🙂

    Antworten
    • Dear Nafees,
      yes, I did, indeed. I am a library freak😉
      Greetings from the North-Norfolk coast
      Klausbernd

      Antworten
      • thats cool, thats we call book-worm😀 books are best friends and best teachers. Thanks for greetings and wish you more libraries🙂

    • Dear Nafees,
      we can assure you, we flew into great many pubs as well. Dublin has the best pubs, Dina says (because they have chilled beer and not that lukewarm Ale)😉
      Greetings
      Selma Bookfayrie

      Antworten
      • Dear Selma, you’ve a cute sir name which starts with book😉 thanks . I know pubs have their own timings😉 Have fun

      • Well, that`s a literary tradition – especially in Ireland – that books and booze go together well (both start with a B ;-))
        And Siri and Selma are very proud of being BOOKfayries.
        Have a great Sunday
        Klausbernd

  6. Fascinating blog entry! With the current trend toward e-books, your blog entry reminds us how relevant and valuable real book volumes are and always will be. Thanks for sharing! – andelieya

    Antworten
    • Dear Andelieya,
      you are right. It`s one of the aims of my blog to praise the old fashioned printed books. And I am sure they will not vanish.
      Thanks a lot for coming around and commenting🙂
      Have a great sunday
      Klausbernd and his bookfayries🙂🙂🙂

      Antworten
  7. Joan O' Malley-Marechal

    Thanks a million for the very special blog. And the photos!!!!!!Compliment to you and Dina and of course Siri & Selma. Makes me want to immediately book a flight to Dublin to visit the museum. Have a cosy Sunday evening.🙂

    Antworten
    • Dear Joan,
      thanks a lot🙂 Well, I know your praise as an Irish woman is very special. But I suppose you fly home regularly, don`t you.
      Have a cosy Sunday, too.
      Best greetings from North-Norfolk
      Klausbernd and Dina`s and my bookfayries

      Antworten
  8. alittlelifeinphotography

    what a joyful journey. thank you most kindly…

    Antworten
  9. Wonderful photographs and the thought of perhaps finding an old letter in a book is exciting news.“Old books are friends to me. I love their stories told from generation to generation and thankful for those who preserve the written word.“

    Antworten
    • Thank you very much, dear Mary, for commenting.
      I quite often buy old books and you wouldn`t believe it in how many books I find letters and postcards. The oldest book in my library dates from 1754 and there I found a written note about in it – so tightly written.
      Have a pleasant Sunday
      Klausbernd
      Could you, please, be kind to tell me where does this quote come from (in your commentary).

      Antworten
  10. This is all breathtaking! Even for a Labrador retriever! Thank you so much for sharing.

    Antworten
  11. This is the second lovely post about Dublin’s fine libraries! I loved reading every English word in it!🙂 Thanks so much for sharing with us all!🙂

    Antworten
    • Dear Sophie,
      you are very welcome and thanks for visiting my blog.
      Before I became a writer I have been a specialist for illuminated manuscripts and I love those fine pieces of art in manuscripts and early books.
      Have a harmonious week
      Klausbernd

      Antworten
  12. Hallo Klausbernd,
    wunderbar mal wieder. Noch eine altehrwürdige Bibliothek mit schönen alten Büchern. Wenn man sich damit beschäftigt, ist es schon erstaunlich, was alles geleistet wurde in den Skriptorien der Klöster und verdient einigen Respekt, auch wenn einem Religion ansonsten (wie mir) fremd ist: so manche „heidnische“, antike Schrift wurde nur das Abschreiben in Klöstern vor dem Vergessen bewahrt …
    Schöner Artikel. Mehr davon!!
    Liebe Grüsse von Jarg

    Antworten
    • Lieber Jarg,
      auch ich habe nichts mit Religion am Hut, aber die Kulturleistung der Klöster bewundere ich auch. Wobei man sagen muss, dass in manchen Klöstern die Mönche und Äbte nicht unbedingt auf der Linie der Kirche lagen. Das deutet auch Umberto Eco in „Der Name der Rose“ an.
      Viele antike Schriften sind nach dem verheerenden Brand der Bibliothek von Alexandria nur durch die arabischen Kopien überliefert worden. Speziell der Sohn von Harun al Rashid hat einige antike Klassiker ins Arabische übersetzen lassen, die dann später wieder zurückübersetzt wurden.
      Die Buchfeen haben mir versprochen, dass es noch einen Artikel mindstens zu berühmten Bibliotheken gibt.
      Eine rundum feine Woche dir wüschen
      Klausbernd und seine emsigmunteren Buchfeen Siri und Selma🙂🙂

      Antworten
  13. So funny to get all cozy and find myself leaning towards a computer screen to better see these lovely ancient treasures. I understand that a manuscript would have been worked on by several monks but I still wonder if when you looked at the script if you had any feel of the person who wrote it.
    I enjoyed your post so much. Such a nice contrast to this fast electronic world we’re in, although I don;t think I would have done well creating those manuscripts.

    Thank you
    Jennifer

    Antworten
    • Dear Jennifer,
      thank you for commenting🙂
      I suppose it was a kind of worship or meditation for scribe producing such manuscripts.
      When you are producing your pictures you take your time, too, I suppose. You have to see that those monks had all the time there is. I could well imagine you producing an illuminated manuscript.
      Have an easy week
      Klausbernd

      Antworten
      • I have the attention span of a gnat so my illuminated manuscript work would have to be limited to something short like the table of contents. But I take your point, it wasn’t a task they were doing as much as a way of life and a mental state.
        Thanks for such a peaceful feeling post. As the world starts going too fast with the season it’s lovely to retreat to these calm refuges you and Dina are showing us.
        Jennifer

  14. Sehr interessant – besonders die astromische Handschrift! RH

    Antworten
    • Lieber RH,
      die astronomischen Handschriften waren unter den ersten nicht-religiösen Handschriften, denn mit der Renaissance kam der Fernhandel im größeren Stil auf und da brauchte man Navigationshilfen (Star Navigation).
      Liebe Grüße aus dem sonnigen Norfolk
      Klausbernd

      Antworten
  15. Dear Selma,
    I’d like to read more about the haunted libraries!🙂
    Sorry, my students are waiting, no more time…
    Greetings from Stockholm
    Annalena

    Antworten
    • Dear Anna Lena,

      it amazes me that you being a scientist are interested in haunted libraries.
      Besides Marsh`s library there are two libraries, I know quite well, are said to be haunted.
      1. Felbrigg Hall, Norfolk, England
      This gothic library is just around the corner from where I am living. It is said to be haunted by an 18th century scholar William Windhamm III. Windham was befriended with Samuel Johnson, one of the most important English lexicographers of his time.
      I have been there quite often but unfortunately I never met Mr Windham.
      2. McGill University, Montreal, Quebec, Canada
      During my 3 years lecturing at the McGill I visited this library nearly every day. It is said that an elderly man is haunting the 6th floor of this library. I never met him neither.
      There is a blog of one of the ladies visiting me regularly she wrote an article about the ten most haunted libriaries (probably she will answer to this). Unfortunately I cannot remember who it is. But if you type „haunted libraries“ in Google search you will find lots and lots of infos there.

      Have a great day
      Love
      Klausbernd

      Antworten
      • Well, you’re absolutely right my dear, but yous see… haunted libraries, I often com across article and posts on these libraries, it’d be foolish to ignore them…🙂

    • Dear Annalena,
      I did ask Siri and Selma to write articles about about haunted libraries. There are the two most haunted in England just around the corner. But unfotunately they are closed from December to March just in the time when my beloved is here. But I hope Dina finds time to come in spring again. What do you think of coming in spring and we will visit those haunted libraries? Most of them are not really far from here.
      Love from Klausbernd and his bookfayries Siri and Selma xxx

      Antworten
  16. Do we have any haunted libraries in Germany?

    Antworten
    • Dear Ursel,

      I would think so but I don`t know of any. But as I recommended Anna Lena (Buchdame) do a Google search and you would be amazed how many haunted libraries will come up.

      Enjoy the the day, mind the ghosts😉
      Klausbernd
      and thanks for commenting🙂

      Antworten
  17. mir geht das Herz auf bei diesen feinen Illustrationen, den wunderbaren Schriften … mögen sie noch lange erhalten bleiben!
    vielen Dank für diesen lehrreichen Artikel von dir/euch und die tollen Fotos von Hanne, das war jetzt ein schönes Stück zum Früh🙂

    liebe Grüße an euch Vier aus dem Schneewald, wo heute wieder die Sonne scheint und den Schnee glitzern lässt, es ruft mich hinaus
    heerzlichst Ulli

    Antworten
    • Liebe Ulli,

      herzlichen Dank🙂

      Du weißt wahrscheinlich, dass bei dir in der Nähe eine der berühmtesten Bibliotheken für illumnierte Schrift liegt, nämlich die Stiftsbibliothek von St. Gallen. Von dieser Bibliothek stammt auch Wiborada, die Schutzpatronin der Bibliotheken und Bücherfreunde.

      Genieße den Schnee!
      Liebe Grüße aus dem sonnig warmen Cley next the Sea
      Klausbernd und seine Buchfeen

      Antworten
      • nein, das wusste ich natürlich nicht, aber das habe ich mir jetzt sofort gemerkt und danke sehr, sehr herzlich

        was nun den Schnee anbelangt, der türmt sich doch ziiiiemlich hoch mittlerweile und jetzt heißt es wieder sehr erwachsen zu sein, aber schön sieht es aus, nur darf jetzt einfach mal die Sonne die weiße Pracht beglitzern, soll zum Wochenende wohl so sein, darauf freue ich mich jetzt einfach

        liebgrüß Ulli

  18. Wundervolle Kunstwerke, herrlich anzuschauen.

    Liebe Grüße, Szintilla

    Antworten
  19. Hallo, ich fand den Link zu „haunted libraries“:
    http://hannahmeiklejohn.wordpress.com/2012/10/19/10-haunted-libraries-around-the-world/
    Liebe Grüße
    Klausbernd🙂

    Antworten
  20. Hi there,
    Dublin is now high on my mustsee list. And Norfolk, of course.:-)
    Hilsen Tone

    Antworten
  21. Ein herrlicher Beitrag wieder einmal – und tolle Fotos! Auch hier finde ich das Buch, das mir schon bei Dina so gut gefiel (das astronomische Manuskript). Einstige Privatbibliotheken großer Sammler finde ich besonders spannend, wohl gerade wegen ihrer Konzentration auf bestimmte, für den Sammler bedeutende Themen. Mir hat damals in New York die Sammlung in der Morgan Library großen Eindruck gemacht. Wie schön, dass viele Privatbibliotheken heute der Öffentlichkeit zugänglich sind. Liebe Grüße, Petra

    Antworten
    • Liebe Petra,
      ich nehme an, du hast auch eine umfangreiche Bibliothek. Möchtest du bei mir über die berichten? Das würde mich freuen.
      Ja, die meisten der Bibliotheken mit alten Schätzen gehen auf private Sammler zurück und sind nun der Öffentlichkeit zugänglich. Allerdings sammeln seit neustem Hollywood Stars alte Handschriften, die dann in Privatsammlungen verschwinden. Aber immerhin bleiben sie so bewahrt.
      Liebe Grüße vom Meer und Dank für deinen Kommentar
      Klausbernd

      Antworten
      • Lieber Klausbernd, meine Bibliothek ist wahrscheinlich (mangels Platz) längst nicht so umfangreich wie deine ; ) Aber ich denke darüber nach. Liebe Grüße, Petra

      • Ach weißt du, liebe Petra, die Größe der Bibliothek ist doch nicht. Ich finde es interessant, welche Sammelgebiete du hast, wie deine Bibliothek geordnet ist, wie du mit Büchern wohnst. Klar, ich habe viel Platz für Bücher und doch ist es immer zu wenig. In letzter Zeit ordnete ich meine Bibliothek neu – oh dear, what a job that was – und da ka, ich auf das Problem der Ordnung. Ich habe gleich ganze Sachgebiete weggegeben und dafür kamen neue. Bücher vermehren sich gern. Anyway, irgendetwas über deine Bücher mit ein paar Fotos fände ich fein.
        Ganz liebe Grüße dir
        Klausbernd

      • Liebe Petra,

        voll doof😦 eben habe ich dir ausführlich geantwortet und jetzt ist es verschwunden.
        Ach, auf die Größe der Bibliothek kommt es nicht an, sondern wie du mit Büchern wohnst, was deine Sammelgebiete sind, wie du deine Bibliothek geordnet hast. Und dazu ein paar feine Fotos. Ich würde mich über einen Beitrag von dir sehr freuen. Du präsentierst Bücher so schön auf deinen Blog und sicher kannst du deine Büchersammlung genauso schön auf meinem Blog präsentieren.

        Ganz liebe Grüße
        Klausbernd

      • Huch, ausführliche Antwort geschluckt, das ist ja gemein. Ich schau mal, wie ich das schön für dich aufbereiten könnte, lieber Klausbernd : )

  22. Lieber Irgendlink,
    schön, von dir zu lesen. Habe herzlichen Dank für dein Lob. Schweren Herzen habe ich mich entschieden, zumindest teilweise zweisprachig zu bloggen, da viele meiner Leserinnen und Leser kein Deutsch, aber Englisch lesen können. Die positive Rückmeldung auf dem Blog selbst und in persönlichen E-Mails war größer als ich es vermutete habe. So werde ich nun nicht mehr so häufig, aber dafür zweisprachig bloggen.
    Eigentlich müsste die Farbe für Englisch Grün sein – vom British Racing Green her. Aber Blau ist leichter zu lesen.
    Danke für den Hinweis auf die Bibliotheka Bipontina. Da habe ich doch jahrelang bei Gondrom/Thalia in Zweibrücken Vorträge gehalten und keiner erzählte mir etwas davon. Ist wohl ein Geheimtipp😉
    Liebe Grüße ins warme Zimmerchen
    Klausbernd und seine emsigen Buchfeen Siri und Selma

    Antworten
  23. very well presented, congratulation!
    somehow i’m happy that chester beatty library is more like a museum than a library – can you imagine the damage done to this precious collection if anybody can touch the books like in a library?

    Antworten
    • There are totally damaged leftovers of books there as well. Binding fragments 400-500 AD. The Manichaean Papyri, makes a good story:🙂

      in the 1920 Chester Beatty entrusted the conservation of his papyrus collection to Hugo Ibscher of Berlin. Ibscher, the leading conservator of his days, continued working on the collection throughout the 1930s but with the outbreak of the Second World War, a substantial part still awaited treatment.
      Unbeknown to Beatty, Ibscher removed the papyri to a concrete bunker at Berlin Zoo and continued to work on the papyr throughout the war. After his death in 1943, his son continued the work until teh advance of soviet forces in 1945. Rolf Ibscher successfully transferred some papyri to a relative in Bavaria for safe-keeping, but after the fall of Berlin, the collection was confiscated by the soviet army and removed to Leningrad. The Soviets returned it to the east german authorities in the 1960s and with the unification of Germany in 1990 it was finally returned to the Chester Beatty Library.

      Antworten
      • Dear Dina,
        thanks a lot for this interesting information!🙂

        Could you, please, be so kind to look at my „About“ concerning the nomination for the Sunshine Blog Award. On one hand I am quite sceptical on the other hand I feel tempted to take part in it. Help! What should I do?

        Einen wunderschönen Tag wünschen dir
        Klausbernd und unsere liebklugen Buchfeen Siri und Selma

        Selma findet das mit dem Sunshine Blog Award toll (wegen des Logos), Siri hält es für neo-esoterischen Quatsch, nachdem sie die zehn Fragen gesehen hat. Vor Lachen wäre sie fast aus dem Regal gefallen.

  24. Dear Perfectlight,
    you are absolutely right!
    Thanks a lot for visting and commenting🙂
    Greeting from the North-Norfolk coast
    Klausbernd

    Antworten
  25. Durch diese Gestaltung der Bücher drückt sich auch Schönheit aus, durch das schöne Schriftbild, die Farben, die Zeichnungen….sehr lange habe ich mich gesträubt meine Ideen in so eine Tastatur zu hacken….
    Die Wagneroper am Sonntag war sehr eindrucksvoll!
    Am Ende haben sie mit Hilfe der Drehbühne die Kulissen so bewegt, dass man hinter sie schauen konnte.
    Das Rheingold, lauter blonde Evas mit goldenen Blusen und Krawatte, kam durch die Kulissen nach vorne, zusammen mit den „Soldaten“ in blau, grün und rot.
    Zwei Raben, Jugendliche mit Perücken wie Anime-Figuren, eine mit Rock und bunten langen Strümpfen und einer mit Hosen, kämpften sich durch die Menge und gaben sich vorne am Bühnenrand die Hand.
    Es gab einen Vorhang mit den Worten: HOFFNUNG, ARBEIT, EINER I M ME GESTALTBAREN H KEIT
    dazwischen Zeichnungen Jugendlicher unserer Stadt, mit Bäumen, Familien, Peacezeichen…..
    Lieber Klausbernd, wenn du auch nicht an frühere Leben glaubst, ich bin froh, dass du für „gutes Karma“ sorgst mit diesem tollen Blog!
    Kann ja keine Smilys, deshalb: „zwinker“!!
    Gut, dass jemand auf diese alten wertvollen Bücher aufpasst…
    Herzlichste Grüße an die Vogelküste von Pia

    Antworten
    • Liebe Pia,
      die alten Papyri, Handschriften und Wiegedrucke werden wirklich wohl gehütet. Deswegen war es nicht so einfach, eine Genehmigung für das Fotografieren zu bekommen. Und du hast recht, sie drücken eine Harmonie und ein Gefühl für Schönheit aus, das heutigen Büchern weitgehend fehlt. Die Ratgeber werden langweilig auf „glossy paper“ wie Frauen-Illustrierte aufgemacht und andere Bücher sind uninspirierte Bleiwüsten. Heute ist man ja schon froh, wenn ein Buch gut gebunden ist. Allerdings muss ich sagen, als ich vor vielen Jahren mit Martin und seinem Hausgeist eine Buchhandlung in Köln führte, dass es dort einige Kunden gab, die zumindest stets nach der gebundenen Ausgabe eines Buches fragte und die gelumbeckten Taschenbücher mit keinem Blick würdigten. Richtig schöne Bücher kann man noch auf der Buchmesse in Bologna bewundern.
      Liebe Grüße aus dem sonnig warmen Cley next the Sea, wo ich gleich weiter im Garten „schuften“ werde, allerdings mit der lieben Hilfe meiner Buchfeen Siri und Selma
      Klausbernd🙂
      Anmerkung zum Lumbecken (Klebebindung):
      Das Lumbecken wurde von der Fa. Lumbeck in Witten erfunden, um faschistische Literatur billig herzustellen. Nach dem Krieg wurde das Patent aberkannt und seitdem müssen wir uns mit diesen klebegebundenen Büchern herumschlagen, die nach dreimaligen Lesen zur Loseblattsammlung werden.

      Antworten
  26. What a feast for the eyes! Thank you so much for your question, which greeted me this morning! Had we not had the dilemma of awards, you would not have written me, and I would might never have seen this treasure of a post!

    Like old buildings, an ancient book holds a mysterious and magical presence, as if the souls that have touched it over the years are now lovingly watching over it. Thank you so much for bringing these treasures to us so that we can savor them.
    Lisa/Z

    Antworten
    • Dear Lisa,

      thanks a lot for visiting my blog and commenting🙂
      You are right, isn`t it amazing what my question about blog awards produced. I am so happy about it and even more happy finding your blog.

      I love illuminated manuscripts and studied them in Sweden, Switzerland and Germany when I was lecturing about the carolingian art of writing. There is a certain aura they produce, it`s one of meditation, stillness and beauty.
      Great! It just started snowing! I love snow but unfortunately it`s quite mild on the North Norfolk coast and snow is a rarity. But sometimes I take part in expeditions to the High Arctic where I find this stillness and beauty, too (you find pictures of one my expeditions on my blog – go to search and type in „Reise ins Eis“ – if you like).

      Have a relaxing day
      Klausbernd and his bookfayries Siri and Selma🙂🙂🙂

      Antworten
      • isn’t the information age amazing? long ago we would have begged access to view a few ancient texts, and now with the ease of a search button, we can land on a site like yours and experience that world through your eyes.

        „There is a certain aura they produce, it`s one of meditation, stillness and beauty.“

        what a gift it is to be equally still in meditation and savor the beauty! few people have that gift.

        thank you for sharing!
        z

      • … and thank you very much for your really kind remarks
        Klausbernd and his bookfayries

  27. Das sind fantastische Raritäten, ich bin beeindruckt. Diese Bibliothek würde mir auch sehr gefallen und ich wäre wahrscheinlich gar nicht mehr aus den Räumlichkeiten zu bringen.

    Vielen Dank für den tollen Bericht und die schönen Fotos.

    Antworten
    • Danke dir! Bisweilen bekomme ich auch diese Sehnsucht, in einer Bibliothek von Raritäten zu leben und mich nur dem Studium dieser Bücher zu widmen. Vor Jahren war ich von Peter House, dem ältesten College in Cambridge, eingeladen. Dort lernte ich einen Don (das ist so etwas wie ein Institutsleiter) kennen, der seit seiner Studentenzeit nur im College lebte und so wie in Hermann Hesses Gelehrtenrepublik (im „Glasperlenspiel“) sich nur um seine Studien kümmerte. Was für ein Leben! Allerdings meilenweit entfernt vom „real life“, wobei stets die Frage ist, was ist „real“?
      Liebe Grüße vom Meer
      Klausbernd und seine Buchfeen

      Antworten
  28. Wonderful post, both the written part and the photos…😉

    “I have always imagined that Paradise will be a kind of library” (Jorge Luis Borges)
    🙂

    Antworten
    • Yes, indeed, PARADISE IS A LIBRARY!
      Thank you very much for quoting Borges with his Library of Bable – great text, isn`t it (by the way one of the favourite texts of Umberto Eco who wrote quite a lot about it in several of his articles).
      Have a great weekend
      Klausbernd

      Antworten

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