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Siris Zitat: Hawthorne

Veröffentlicht am

SiriEasy reading is damn hard writing.

Nathaniel Hawthorne

Ich stieß auf Hawthorne (1804-1864) ganz zufällig  in Masterchens „Moby Dick“-Ausgabe, die diesem amerikanischen Klassiker gewidmet ist. Melville und Hawthorne waren Freunde, was wohl u.a. daran lag, dass Hawthornes Vater Seemann gewesen war, der auf See (am Gelbfieber) gestorben ist. Obwohl Hawthorne in Europa unter Buchfeen bestenfalls dem Namen nach bekannt ist, gilt er als einer der Väter der Kurzgeschichte und der amerikanischen dunklen Romantik, zu der auch Melville und Poe gezählt werden. Seine beiden Hauptwerke „The Scarlet Letter“ (1850, Der scharlachrote Buchstabe) und „The House of Seven Gables“ (1851, Das Haus der sieben Giebel) sind symbolisch überhöhte Darstellungen, die sich stark vom Realismus entfernt haben. Es geht Hawthorne in ihnen darum, das Denken und Fühlen seiner Personen zu erkunden. Wohl weil er aus einer puritanischen Familie stammte, sind seine Themen Schuld, Repression und Bigotterie. Im Gegensatz zu Poe und Melville finde ich Hawthorne langweilig zu lesen, obwohl ich mich beim Lesen von „Der scharlachrote Buchstabe“ – es ist ein A – bis zum Ende neugierig fragte, was dieses A, welches das Mädchen mit dem unehelichen Kind tragen muss, wohl bedeuten soll, ein Rätsel, dessen Lösung Hawthorne verweigert. – Aber das Zitat von ihm oben gefällt uns beiden Buchfeen Siri und Selma gut.

Nathaniel Hawthorne by Brady (from Wikipedia)

Nathaniel Hawthorne
(from Wikipedia)

For my English readers I probably do not need to write much about Nathaniel Hawthorne because many of you had to read his stories at school. Hawthorne is far less known in the non-English-speaking world, although his dark romantic stories are seen as classics like the novels of Melville and Poe. I actually  became curious reading some of Hawthorne`s stories because of his friend H. Melville. „Moby Dick“ is dedicated to him. I find Hawthorne`s highly symbolic style not really fun to read and his subjects guild and repression in a bigoted society a little bit boring. The only thrill was to find out what the scarlet letter A means in his novel „The Scarlet letter“. But Hawthorne doesn`t give an answer. But me and my sister Selma liked Hawthorne`s quote immediately.

Liebe Grüße vom heute stürmischen Meer
Greetings to you
Siri, Bookfayrie

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

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  1. Das komische ist, dass „Der scharlachrote Buchstabe“ zwar, wie Du sagst, ein eher langatmiges Werk ist, andererseits eine ungeheure Wirkungsgeschichte gehabt hat und noch hat. Ich kenne den Text nicht, habe den Titel in den 70ern kennengelernt, weil Wim Wenders einen Film „Der scharlachrote Buchstabe“ gedreht hat. In den USA ist der Stoff mehr als 15 Mal verfilmt worden, ein paar Theaterstücke gibt es auch, taucht außerdem in unzähligen Pop-Liedern auf.
    Interessant auch: Ins Deutsche hat den Roman als erster Franz Blei übersetzt, der mit Alfred Adler befreundet war und die erste Geschichte von Kafka veröffentlicht hat. Blei hat auch Poe und Baudelaire übersetzt, außerdem diverse Anthologien mit erotischer Literatur veröffentlicht – da passt der „Scarlett Letter“ doch nicht so recht. Oder sehe ich das falsch?
    Einen schönen Gruß! Martin

    Antworten
    • Lieber Martin,
      doch das passt schon, dass Franz Blei den Roman übersetzte, denn Hawthorne versuchte äußerst psychologisch die Situation des Mädchens und des Pfarrers, von dem das Kind ist, zu beschreiben. Poe und Baudelaire besitzen ja auch diese dunkle romantische Seite.
      Dass der Roman in den USA so häufig verfilmt wurde, liegt zum einen daran, dass Hawthorne ein Klassiker ist und zum anderen, da es ja letztlich um Sexualität in einer prüden Gesellschaft geht, ein typisch amerikanisches Thema. Übrigens von vielen Amerikanern wird das A als Adultery gedeutet.
      Liebe Grüße von der Küste, über die gerade ein Orkan hinwegzieht – voll gemütlich vorm warmen Kamin mit Ausblick auf den Garten
      Klausbernd

      Antworten
      • Lieber Klausbernd, ich hätte auch gedacht, dass das A für Adultery steht. Es gibt übrigens einen etwas neueren Film, in dem der Roman quasi eine „Nebenrolle spielt, er heißt „Easy A“ (glaube ich) und es geht um ein junges Mädchen, das in den Ruf gerät, ein flatterhaftes zu sein, woraufhin sie auf ihre Kleidungsstücke ein Stoff-A näht. Nett gemachter Teenie-Streifen.
        Liebe Grüße
        Petra

      • Liebe Petra,
        vielen Dank für deinen Hinweis. Da gibt es ja wieder viel zu gucken. Ich sehe nämlich gerne Literaturverfilmungen und liebe es, unterschiedliche Verfilmungen zu vergleichen. Ich bin gespannt.
        Das A wurde auch, für mich völlig abwegig, als Art interpretiert. Adultery passt viel besser, da es zumindest in der englischen Gesellschaft ein „liebes Gesellschaftsspiel“ ist, wie man hier so sagt. Anne Bolyn wurde übrigens wegen adultery verurteilt. Das war nicht so ganz einfach für Henry VIII., da das Parlament das gar nicht wollte. Da sollte es auch bereits Stimmen gegeben haben, die meinten, dass adultery doch zum guten Ton gehöre.
        Liebe Grüße aus Norfolk
        Klausbernd🙂

      • Eine echte Literaturverfilmung ist Easy A nicht, wie gesagt, der Roman spielt nur eine Nebenrolle. Aber interessant dennoch, dass die vermeintlich Flatterhafte von ihren jungen Mitschülerinnen und -schülern ebenfalls „verurteilt“ wird. Allzu viel hat sich trotz „sexueller Revolution“ immer noch nicht getan …

      • Liebe Petra,
        ich habe das Gefühl, es wieder prüder geworden. Aber wie sollte sich die Generation nach uns, quasi unsere Kinder, emanzipieren, wo wir doch in der Hippie- und teilweise in der Studentenbewegung alles in der Sexualität ausgelebt haben?
        Obwohl ich wurde vor einem Jahr in Berlin von der Zeitschrift Expats interviewt, in der Kuschelgruppen mit Sex vorgestellt wurden und Frauen, die in ihren Wohnungen männliche Reisende willkommen heißen „Sex nicht ausgeschlossen“. Ich bin da mal hingegangen und hatte das Gefühl einer Zeitreise. Es war wie früher in den Wohngemeinschaften kuschelig gemütlich sexy und die Altersgruppe von 20 – 40 etwa. Allerdings scheint mir, dass auch vielen Jugendlichen die Karriere über alles geht und sie quasi keine Zeit für Sex mehr haben.
        Danke für deinen Kommentar, ein spannendes Thema, das du hier ansprichst, und das ja ebenso bereits Hawthorne ansprach, der freilich in einem puritanischen Umfeld lebte. Liebe Grüße
        Klausbernd

      • Hört sich auch interessant an, diese spätere Verfilmung, Petra.

        Ich glaube ganz sicher, dass die späteren Generationen nach der Hippie Zeit nicht mehr so offen sind. Das mag auch an Aids liegen. Spielt euch die Filme, die die Ausbreitung von Aids verhindern soll, in eurem Kopf ab. Da kann es doch kein anderes Ergebnis geben.

        Die liebe Karriere, ist sie nicht in allen Jahrhunderten allen Menschen wichtig gewesen. Frauen wie Männer ?
        Ich glaube nicht, dass den Jugendlichen heute die Karriere wichtiger als die Liebe ist. Das kann ich weder bei meinem Sohn noch bei meiner Nichte und dem Umfeld der beiden beobachten und das ist eine Ziegruppe um die 18 Jahre. Es ist immer noch das gleiche Lied, Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt…. und natürlich wollen alle wenig Arbeiten und viel Geld verdienen….🙂🙂🙂🙂

      • Habe nur flüchtig gelesen, denn lese gerade das sehr spannende „Halsband der Taube“…….scheinbar war es für die nachfolgende Generation, also die Kinder der Hippies ein wenig schwierig, vielleicht gab es nichts zum Abgrenzen und Dagegenstarkwerden. Es gab auch irgendwie keine Grenzen und weing Halt, aber das ist nur so ein wages Gefühl von mir……grundsätzlich bin ich freiheitsliebend und tolerant, experimentierfreudig und brauche Freiräume!
        Ein Heidelberger Professor schrieb mal „Fördern statt Verwöhnen“, fand ich interessant, bin ja im pädagogischen „Dienst“. Vielleicht überfordert man KInder mit zu viel Freiraum und Wahlmöglichkeit, z.B. im Heidelberger Zoo ein Papa: so Karl-Johannes möchtset du nun lieber den rotgeringelten oder den länglichen blauen Lolli? (immer noch besser als die mit der Banane und dem Vortrag über Calziumgehalt bei 3jährigen..)
        Die kleinen Kinder sind so toll, liebevoll, offen, einfühlsam, es ist sehr schlimm, mitansehen zu müssen, wie sie sich anpassen müssen und oft ihre Kreativität verlieren, dabei braucht man sie doch und nicht diese „Auswendiglerner“ . Sie werden gekauft…horribel…
        So, Badewanne, lesen, gute nacht! Morgen muss ich wieder Kinderseelen frei machen…(spaß)
        Übe noch kurz Kritik an der Kirche zur Haltung beim Thema „Verhütung“ und gut….
        Herzliche Grüße von Pia

      • Liebe Pia,
        du glaubst nicht was ich früher alles bei meinen Kinderkursen erlebt habe. Oft wollten die Mütter, dass die Kinder etwas tun, was sie selber nicht taten. Sprüche wie „Meine Eltern haben meine Begabung für Kunst nicht bemerkt“ sind da keine Seltenheit und sie projezieren ihre Wünsche auf ihre Kinder ohne diese zu fragen, welche eigenen Wünsche sie haben. Ich hatte mal eine 7jährige im Kurs, die mir von der Mutter als neuer Picasso vorgestellt wurde, die sich weigerte auch nur einen Strich zu setzen. Sie saß mit verschränkten Armen 60 Minuten in meinem Kurs und schwieg.
        Oder wie ich es hasse, wenn die Kinder ihren Müttern stolz ihr Werk, was wir im Kurs gemalt haben, präsentieren und die Mutter sagt dann „Mal doch mal was schönes, eine Blume“ ….
        Das sind die Gründe, warum ich keine Kinderkurse mehr gebe….
        Zur Anti- oder Autoritären Erziehung: Ich denke, es muss ausgeglichen sein und beides darf kein Dogma werden.
        Einen schönen Tag wünscht Susanne

      • Liebe Susanne,
        ich glaube, außer in den USA war der Einfluss von Aids auf die Sexualmoral gering. Es war ja sehr schnell klar, dass ein normal ernährter Mitteleuropäer, der keine Drogen und nicht exzessiv Antibiotika nahm, dazu nicht schwul war, eine geringere Chance hatte, Aids zu bekommen als Lepra (so drückte es eine Aids-Forscherin des Pasteur Institutes aus). Ich sehe die Veränderung der Sexualmoral wirklich als dialektischen Prozess. Zu Hawthornes Zeiten war die Gesellschaft von einer Doppelmoral geprägt, welche die puritanische Gesellschaft charakterisierte. Den letzte Ausläufer davon schildert geradezu bedrückend zu lesen Ian McEwan in „On Chesil Beach“, einem Roman, in dem die Protagonisten 1940 geboren waren. Dann kam „meine“ Generation, die kurz nach dem Krieg Geborenen, die radikal mit allen sexuellen Tabus brach. Obwohl es Vorläufer in Deutschland in der Weimarer Republik gab (da gibt es ein schönes, informatives Buch das „Fidus“ heißt) und in England in der Bloomsbury Group und in Norwegen die Gruppe, die in „Oda“ beschrieben wird. Das waren die intellektuelle Avantgarde und die Künstlerkreise. Nach meiner Generation wurde es wieder – freilich nur in einigen Kreisen – prüder. Im Grunde demonstriert das, was Hegel in seiner Geschichtsphilosophie das dialektische Wirken des Weltgeistes nannte.
        Hawthorne war kein sexueller Befreier, dafür war er zu sehr im Puritanismus verankert, aber immerhin zeigt er die sexuelle Doppelmoral der Gesellschaft seiner Zeit auf und deren psychologische Auswirkungen.
        Ganz liebe Grüße aus dem heute regnerischen Cley next the Sea
        Klausbernd

      • Guten Abend, lieber Klausbernd,
        mit dem Aids magst du recht haben, obwohl ich damals von vielen Fällen hörte, die vor der Partnerschaft erst den negativen Aids-Bescheid sehen wollten. Ich stellte mir damals immer die Erotik dieser Paare vor und mußte lächeln.
        Mit dialektischem Wirken meinst du, dass Kinder immer genau das Gegenteil von dem wollen, was die Eltern tun?
        Das ist auf jeden Fall so, mein Sohn möchte eine Festanstellung und Urlaub und auf keinen Fall Künstler und selbstständig sein. Das ist ihm zu anstrengend.
        Ich werde mal zum nächsten noch zur Beantwortung ausstehenden Kommentar hopsen und wünsche dir einen schönen Abend…..

      • Liebe Pia,
        nur kurz zu deinem Kommentar: Heines „Das Halsband der Taube“ ist doch ein genialer Roman, seine anderen Romane liebe ich auch. Aber „Das Halsband der Taube“ ist sein highlight. Als der Roman herauskam, konnte ich gar nicht mehr aufhören, ihn zu lesen. Naja, und u.a. geht`s dort auch um die Sexualität, in der islamischen Welt freilich.
        Weiterhin feines Lesen wünsche ich dir
        Klausbernd

      • Liebe Susanne, kann dich verstehn….die Mütter sind echt anstrengend. Dann schwinge ich mein Zenbuddhistisches Lichtschwert und schicke sie vor die Tür…immer mit einem liebevollen Lächeln, Engelsgeduld ist hier angesagt!
        Zum Totlachen, wenn kleine Kinder viel „erwachsener“ sind als ihre Eltern!
        Am Montag kam die kleine Emely: hier hast du mal paar Taschentücher, wenn wieder was ist…sie brachte auch ein türkis-pinkenes Herz zum Auflappen und einen kleinen Kometen…..seit Lilly mir den Zauberstab schenkte, ist eh alles leichter, nein, ich gebe noch nicht auf!
        Wünsche allen einen happy day!

      • Ja, liebe Pia, Engelsgeduld ….🙂 das ist etwas, was man zum Unterrichten auf jeden Fall braucht, egal ob Erwachsene oder Kinder.
        Schön, dass du nicht aufgibst und schöne Erlebnisse hast…….
        Liebe Grüße sendet dir aus Berlin Susanne

      • Ha, bin auf Seite 185 dieses bemerkenswerten Buches, da steht es, Auswendiglernen ist nichts, sagt schon der Prophet.
        Heute hatte ich scheinbar etwas im Blick, Mütter verließen schnell wieder die Schule und versicherten mir, dass es gut wäre, wenn ich mich durchsetze und auch mal streng bin…???
        Melike, mitten in der Schmetterlinsübung: Ich muss dir dringend etwas sagen, Regen und Sonne geben einen Regenbogen!
        Die kleine Rosa: Ich habe erst einmal einen gesehen, der war aber genau über mir!
        Ich fragte sie, wieviele Farben hat ein Regenbogen? Nix, 12 Kinder wussten das nicht, jetzt haben sie das als Hausaufgabe, bin gespannt!
        Getanzt haben wir auch….

  2. Bestgeliebter Masterchen,

    herzliche Grüße dir aus Cambridge. Arctic gails are on their way… the sunny weather disappeared as you left, brrr…

    Nathaniel Hawthorne hat so treffend gesagt;

    „A hero cannot be a hero unless in a heroic world.“

    What a boring world this would be without all the great heroes!

    Dina, Siri & Selma
    xxx

    Antworten
  3. My dear beloved ones,
    thank you so much for this quote. Hawthorne is right, indeed.
    Gails producing funny noises in the chimney, everything is rattling, doors spring open – to go out now would really be heroic. But insiden it`s cozy. I love such weather conditions being inside – quite unheroic, oh dear!
    Lots of love to you in Cambridge. I miss you
    Klausbernd
    xxx

    Antworten
  4. My dear Master,
    here is Selma Bookfayrie writing. I miss you too – and Siri and Dina as well!
    I found another Hawthorne quote for you:
    „Nobody, I think, ought to read poetry, or look at pictures or statues, who cannot find a great deal more in them than the poet or artist has actually expressed. Their highest merit is suggestiveness.“
    It`s great, isn`t it?
    Love from your Selma xxx

    Antworten
  5. My dear Selma Fayrie,
    thank you very much. What a great quote! Hawthorne seems to be really good for quotes.
    Sleep well.
    I love you
    Klausberbd xxx

    Antworten
  6. In school being forced to read Hawthorne was torture. We all found him boring and not a fun guy. The Scarlet letter was a book that none of us would have chosen to read on out own. Same with Moby Dick. Waaaaay too much unnecessary writing. – John

    Antworten
    • Good morning, dear John,
      I agree I wouldn`t have read „The Scarlet Letter“ if I had not been curious how Hawthorne was writing. One can say it with one word: boring. But amazingly many films were made from the novel. I didn`t see one😉
      But with „Moby Dick“ I disagree: I love this book, the atmosphere it`s creating. A quote from „Moby Dick“: „To produce a mighty book, you must choose a mighty theme“ and I suppose the demonic struggle men again nature is such a mighty theme – and there many more in it like authority and revolution etc. Of course there are many paragraphs of „unnecessary writing“ like this about the colour white and the different whales etc. but I am intersted in these subjects. Of course if I would have had to read it at school I would probably see it differently.
      Thank you for your commantary. Enjoy the day
      Klausbernd and his chirpy Bookfayries Siri & Selma🙂🙂

      Antworten
  7. Guten Morgen, Klausbernd,
    mir stach sofort das s/w Portraitfoto in die Augen, es strahlt viel Kraft und Humor aus. Es ist sehr charismatisch und ich konnte es bevor ich deinen Text gelesen habe völlig unbefangen anschauen, ohne Vorwissen zur Person.
    Ich habe eine der Verfilmungen des roten Buchstaben gesehen, die Martin erwähnt.
    Schon fülle ich das Portrait mit anderen Gedanken beim Betrachten.
    Einen schönen Tag dir in Cley wünscht Susanne

    Antworten
    • Guten Morgen, liebe Susanne,
      auch mich faszinierte das Bild von Nathaniel Hawthorne, das ihn kurz vor seinem Tod zeigt. Er ist ein eigenartiger Autor, der fürchterlich langweilig schreibt, aber auf der anderen Seite plötzlich treffende Sätze bringt, weswegen er sich für Zitate eignet.
      Wie fandest du denn den Film „Der rote Buchstabe“?
      Well, John und ich haben den Hawthorne etwas niedergemacht, man muss jedoch sehen, dass er einer der ersten Autoren Amerikas war, der versuchte, ein Psychogramm einer bigotten Gesellschaft zu zeichnen. Nach Stevensons Jekyll und Hyde Geschichte und Schnitzlers „Traumnovelle“ erscheinen uns diese psychologischen Betrachtungen Hawthornes langweilig wie ein „alter Hut“. Aber man muss ihm zugute halten, dass er 50 Jahre vor Freud schrieb. Kurz und gut, als Autor finde ich Hawthorne nur historisch für die Entwicklung der Kurzgeschichte und des psychologischen Romans in Amerika interessant. Sein Unterhaltungswert ist gleich null. Deswegen interessiert es mich, wie man seinen Roman verfilmt hat.
      Liebe Grüße von dem sonnigen kleinen Dorf am großen Meer
      Klausbernd🙂

      Antworten
      • Hallo, lieber Klausbernd,

        ich habe den 1995 entstandenen Film mit Gary Oldman und Demie Moore gesehen.
        kino.de/kinofilm/der-scharlachrote-buchstabe/37954
        Wenn du die Vorschau betrachtest und die Kritik durchliesst, dann wirst du feststellen, dass der Regisseur Roland Joffé kein Satz auf dem anderen gelassen und aus dem Buch einen unterhaltsamen, bildgewaltigen Film geschaffen hat.

        So denke ich jedenfalls, denn ich habe das Buch ja nicht gelesen.

        Als ich den Film sah, fühlte mich bestens unterhalten. Es gab schöne Fotos von fremden Ländern, Liebe, Kirche, Aufstand, eine intelligenter Frau und Sex; was will der Betrachter denn mitunter mehr im Kino sehen????????🙂🙂🙂🙂 Da ist ja alles dabei🙂🙂🙂

        Gerade die, die mit einer Sache beginnen, sind die, die es am schwersten haben. Aber sie schaffen Möglichkeiten für die Nachfolger.
        Jedes Land hat ja auch seinen Stand der Dinge, was im einen Land revolutionär ist, ist in einem anderen ein alter Hut!

        Einen schönen Nachmittag dir, ich muss mein Manuskript weiter schreiben und habe mich wieder mal zu gerne ablenken lassen.🙂🙂🙂
        Liebe Grüße von Susanne

      • Danke dir, liebe Susanne,
        Gutes Gelingen deines Manuskriptes. Ich muss mich auch kurz fassen, da ich nachher für irgendeine Zeitschrift – welche? Ich hab`s vergessen, oh dear – interviewt werde.
        Ich werde mir den Film besorgen und bin gespannt. Das hört sich ja richtig gut an.
        Liebe Grüße
        Klausbernd
        A propos Film: Sahst du den ethnologischen Film über Knud Rasmussens und Per Freuchens ethnologische Studien in Nordwest Grönland „The Journals“? Du siehst zwar im Gegensatz zu „Atarnarjuat“ nicht viel Landschaft, aber er ist ein genuines Dokument des Lebens der Inuit.

      • Lieber Klausbernd,
        danke für die guten Wünsche, ich muss mein Manusskript für mein diesjähriges Buch im Edition M. Fischer Verlag in 9 Tagen meinem Lektor übergeben. Das schaffe ich mit Disziplin. Aber der Mensch braucht Pausen und in denen schaue ich hier und dort im Netz…….
        Ich hoffe, dein Interview für die Zeitschrift „Ohne Titel“ ist zu deiner Zufriedenheit verlaufen.
        Ich habe begonnen den Film zu schauen, natürlich war ich neugierig was du mir empfiehlst. Er beeindruckt mich. Es ist ein so anderes Leben, was dort gezeigt wird. Die Menschen habe nicht nur andere Kleidung an, sie sind von der Physiognomie anders als die Europäer und ich denke, den Film verarbeite ich sicher in ein paar Portraits ohne jemand bestimmten festzuhalten. Der Film ist 130 Minuten lang und ich werde mir nach dem Abgabetermin meines M. die Zeit nehmen, ihn vollständig zu schauen.
        Einen schönen Abend wünscht dir Susanne

      • Liebe Susanne,
        die Zeitschrift ohne Titel heißt „Visionen“. Ich erfuhr im Vorgespräch, dass ich dort, angelehnt in ein älteres Buch von mir („Sprungbrett zur Kreativität“), zur Kreativität nächsten Montag interviewt werden soll. Da hast du ja einiges zu in deinem Kommentar weiter oben geschrieben. Bei mir ist, was ich über Kinder wage zu schreiben, stets sehr theoretisch, da ich keine habe. So war es hilfreich, von dir über über Kinder zu lesen. Danke!
        So, jetzt kommt die Sonne heraus und mit ihr ein Bauarbeiter, der mein Wintergartendach abdichten soll. Ich bin weg und muss ihm ein Tee kochen, um ihn bei Laune zu halten.
        Tschüß
        Liebe Grüße
        Kb

      • Liebe kb,
        schön, dass ich dir weiterhelfen konnte.
        Es ist schon eine spannende Sache mit Kindern oder Jugendlichen zu arbeiten, sie sind so voller Enthusiasmus, Idee und Energie….
        Ich hoffe, die Bauarbeiter konnten dein lecken Wintergarten abdichten oder mußt du noch mit Eimern operieren.
        Lange habe ich in einem Wintergarten gearbeitet, überall Licht und du bist drinnen und doch draußen. Ich habe das genossen. Und bei Regen war es als ob man im Wohnwagen sitzt. Ich mag dieses Regentropfengeräusch auf dem Glas.
        Bis zum nächsten Kommentar, Susanne

  8. I must confess, I never read any books by Nathaniel Hawthorne, simply because the subject matter was too painful for me. I had my mother paraphrase the stories for me when I was young. Perhaps I need to take a second look now that I am much older.

    “Happiness is like a butterfly which, when pursued, is always beyond our grasp, but, if you will sit down quietly, may alight upon you.”
    ― Nathaniel Hawthorne

    Antworten
    • Thank you, I like butterflys a lot…
      A happy day for you!

      Antworten
    • Dear Clanmother,
      thank you very much for commenting and this great quote. For me Nathaniel Hawthorne was boring to read, very much so, but nevertheless he is the ideal author for quotes. Well, he was the forerunner for the psychological novel and that 50 years before Sigmund Freud published his first work about the dynamics of the human psyche. You can read his novels with a historical interest today, but don`t expect them to be entertaining. We are used to another kind of writing, more action and more sophisticated concerning the psychology of the protagonists. I just read Ian McEwan`s „On Chesil Beach“ – well, the theme is quite similar „the psychology of sexual repression“ but so much shorter and therefore so much more to the point and intense.
      By the way Ian McEwan, seen as the best contemporary writer in England, has gone through the famous College of Creative Writing of the University of East Anglia/Norwich, which educated quite a lot of successful writers like Rose Tremain. Norwich is the capital of the county I live in and the only city next to my little village.
      Enjoy the day🙂
      Klausbernd

      Antworten
  9. i have the Scarlet letter here with me i read and reread it i like it very much very powerful imagery i discover new thing i missed reading or noticing earlier like the book is ever evolving

    Antworten
    • Well, as Hawthorne uses a lot of symbolism you can discover all the time some new aspects. For everybody interested in symbolism Hawthorne is interesting to read. But for entertaining he uses to much words, as John wrote in his commentary before. Probably it`s a question of taste.
      Thanks for your commentary.
      Greetings from the North Norfolk coast
      Klausbernd

      Antworten
  10. I didn’t read Moby Dick in school actually – but I guess many did…
    What classics do you prefere?

    I really like that quote too – it’s so so true!🙂

    Snowy greatings from Sweden

    Antworten
    • Dear Sofia,
      great that you write from Sweden! I used to live in Sweden when I was a child (in Smaland) and later I worked for a short while at the University of Uppsala. It was great living in Sweden. But nowadays my Swedish is very, very rusty.
      I like „Moby Dick“ very much. I think Melville knows a lot about whaling as he has been a whaler himself. On the other hand it`s quite a mystical story as Ahab fighting madly the nature. All characters are very special in that novel. But in a way it`s quite a modern novel because the flow of the story is on and off broken by paragraphs about colour, the whale etc. Reading „Moby Dick“ you learn a lot and nevertheless it is quite thrilling, real suspense. For me „Moby Dick“ is one of the great novels of the 19th c. – published at the same time when Hawthorne`s „The Scarlet Letter“ and „The House of the Seven Gables“ was published. In comparison to Hawthorne „Moby Dick“ seems to me much more modern and readable. In a way the history of reception shows this too: „Moby Dick“ is still read and everybody has at least heard of it, whereas Hawthorne is more or less forgotten, at least outside America.
      Here it is spring time, now we have sunshine and 7 degrees C. I sometimes miss the snow.
      Greeting from the wild sea
      Klausbernd

      Antworten
      • Thank you Klausbernd for your nice reply! Great that you have been living in Sweden. What part of Sweden? I’m living about 15 swedish miles from Stockholm.

        I should read Moby Dick, it seems great! The „timeless“ classics are sometimes the best, I guess that’s why they are classics. It seems that you have wonderful weather where you live. Even though I love the snow here now I hope spring arrive here soon.
        Greetings
        Sofia

      • Dear Sofia,
        I lived near Väjö in Smaland with my mother, who had a friend there. It really was idyllic. Later I had a stuga on Öland before the bridge was build.
        The weather here is mostly influenced by the sea covering Cley next the Sea more or lesse on three sides. So we have got a very mild winter, nearly never frost, but big problems in summer because it`s extremely dry (like the whole of East Anglia situated in the shadow of the mountains of England`s west country).
        Have fun. Greetings
        Klausbernd🙂

      • Ah, in Växjö (?) It’s a nice city!🙂 And Öland is lovely too.
        Ah, ok well I guess then it must be dry, as you wrote in summers. I hope it not get to dry. In Sweden it rained very much this summer (not fun either…)
        Have a great time you too🙂
        Sofia

  11. I first read Hawthorne’s Tanglewood Tales when I was ten, and loved his explanations of Greek legends. My memory is that they were charming, andI’ve often thought i’d like to read them again, but the book has disappeared… Amazon here I come….

    Antworten
    • Dear Valerie,

      I did asked quite some people about Hawthorne and was amazed about a pattern: most of the European readers (German, Scandinavian and English) thought that Hawthorne is quite boring. But quite some American readers liked his novels.
      As most of the Hawthorne readers, I have interviewed, I haven`t read „Tanglewood Tales“. Nearly all have read „The Scarlet Letter“ and „The House of the Seven Gables“ only. Probably that`s why they didn`t fancy Hawthorne. And, as I said before, Hawthorne is nearly unknown in Europe. From all the English speaking writers who published their work around 1850 Trollope and Melville are far better known and liked.

      Thanks for commenting.
      Greetings from the Norfolk coast and have a nice weekend
      Klausbernd

      Antworten
  12. So jetzt habe ich „Das Halsband der Taube“ durch: Triebe, Hiebe, keine Liebe, nichts als Schmerzen in den Herzen, nichts als Dummheit in den Köppen, ich bin wahrlich sehr betröppelt!
    Thank god I`m a woman…dachte ich mir!
    Dann ging ich zum Markt gegenüber, unten an der Tür stand eine kleine alte Nonne, ich fragte sie, ob ich ihr helfen könne: Sie meinte, sie werde gleich abgeholt, sie warte auf ihren Fahrer, aber vielen Dank.
    Beim Einkauf überlegte ich mir: warten wir nicht alle am Ende auf unseren Fahrer?!
    Sie machte einen sehr verwirrten Eindruck die Nonne, in ihren Augen war ein ängstliches kleines Mädchen.
    Ist die Idee der Liebe und der harmonischen Welt so weltfremd, da menschenfremd.
    Sie sehnen sich nach dem Weltfrieden, dabei finden sie in sich keinen?
    Wie kostbar jede Stunde mit innen alles gut!
    Wünsche ein schönes Wochenende, das Buch mit dem Wal werde ich mir dann halt auch mal zu Gemüte führen, die ungekürzte Fassung für Erwachsene.

    Antworten
    • Liebe Pia,
      für mich war „Das Halsband der Taube“ ein Buch mit einigen weisen Sätzen und viel Infos über die arabische Kultur, in der E.W. Heine lange als Architekt lebte. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass der Roman wohl depremierende Tendenzen aufweist. Aber es ist lange her, dass ich ihn las. Er regte mich an, alle Romane und Kurzgeschichten von Heine zu lesen, die ich teilweise lustig fand – bes. seine kürzeren Geschichten. Aber jeder Leser ist ja anders …
      Feines Wochenende dir und deinen Kids
      Klausbernd

      Antworten
  13. I love the quote too! So very true!

    Antworten
  14. How many trees must a man sit under,
    and how much fruit split his head asunder,
    till learns he the secrets of the earth
    and proves to us his mortal worth.
    🙂🙂🙂🙂

    Antworten
  15. Bin auch immer von „adultery“ als Bedeutung des „A“ ausgegangen. – Zu Hawthorne an sich: er mag altbacken erscheinen, hat sich aber wiederholt mit der puritanischen Doppelmoral auseinandergesetzt, was sicher sehr mutig war zu seiner Zeit. Lesetipp: The may-pole of merry-mount. Letztlich stellt er die Puritanergesellschaft als nicht weniger bigott und intolerant als die englische des 17. Jahrhunderts bloß – weswegen ja überhaupt eine Auswanderung gen Nordamerika erfolgte.
    Von wegen Freiheit: wahlberechtigt waren lange Zeit nur Männer mit Grundbesitz; Frauen, Juden, Katholiken etc. schon gar nicht.
    Sein Opa war bei den Salemer Hexenprozessen beteiligt.
    Hawthorne, Poe und Melville waren die ersten großen Romanciers der USA.

    Gruß,

    mae

    Antworten
    • Liebe Mae,
      habe Dank für deinen ausführlichen Kommentar und die Infos. Dass Melville, Poe und Hawthorne die ersten großen Romanciers Nordamerikas waren, sehe ich auch so. Ich bin speziell von Melville begeistert, da er aus meiner Sicht einen moderneren Stil als Hawthorne schrieb. Ich finde Hawthornes Stil zu konservativ oder mit anderen Worten, er hat zur Entwicklung der Form des modernen Romans wenig beigetragen.
      Herzliche Grüße von der idyllischen Küste Nord Norfolks
      Klausbernd und seine Buchfeen Siri und Selma

      Antworten
      • Danke zurück. Bin allerdings männlich, „mae“ ist nur ein Akronym meiner Mailadresse. Seltsam: kam mir selbst nie in den Sinn, es als Echtnamen zu lesen. Vielleicht sollte ich mal mein ‚Gravatar‘-Profil entsprechend kommentieren😉

      • Sorry!
        Witzig oder man könnte auch sagen beschränkt: Ich bin nie auf die Idee gekommen, dass Mae nicht einen Frauenname sei – keine Ahnung warum …
        Deinen Gravatar empfinde ich, wenn ich es mir recht betrachte, von den Formen her als männlich, aber weniger von der Farbe her. Orange wird als Farbe von Männern (zumindest in Mitteleuropa) weitgehend abgelehnt, wobei Frauen öfter diesen Wärmepol des Spektrums als positiv betrachten.

  16. (komisch, keine direkte Antwortfunktion für „5.59h nachmittags“)
    Kein Problem, habe den Gravatar jetzt etwas mehr erläutert.. Das abgebildete Gebäude war eigentlich tiefrot, das Blutorange kommt von der Belichtung und dem Biligscanner ;-o
    Bzgl. Farbsymbolik #1: hmmm, warst Du schon mal in den Niederlanden? :-))
    Bzgl. Farbsymbolik #2: Ha! Gerade hier ist im „Scarlet [!] letter“ einiges vorhanden…. Violett ist doch die Kardinalsfarbe in der katholischen Kirche, und die Szenen mit der kleinen Tochter – mein‘ ich zumindest erinnert – spielen häufig in hellen Farben bzw. dem Sonnenlicht = Unschuld, Reinheit. Ist aber schon 20 Jahre her, dass ich das Buch las.
    Gruß,

    der mae😉

    Antworten
    • bzw. Purpur“ ist wohl die bessere Übersetzung

      Antworten
    • Hi lieber Mae,

      du scheinst dich ja für Farbsymbolik zu interessieren. Weißt du, dass unser Masterchen da einige Bücher zu geschrieben hat? Da kannst du genauer nachlesen, was es mit dem Orange auf sich hat. Schau mal z.B. in
      Klausbernd Vollmar: „Das große Buch der Farben“ oder Kb. Vollmar: „Magie der Farben“ (Masterchen schrieb noch andere Bücher über Farbe, die du auf seiner Website http://www.kbvollmar.de findest).
      „Scarlet“, so erzählte uns Masterchen, wird wohl am besten mit „Purpur“ übersetzt, wobei das uns nicht so viel weiterhilft, denn welcher Farbton ist Purpur? Für Goethe in seiner Farbenlehre war es Hoch-Rot, d.h. ein reines Rot (ohne Gelb- oder Blauanteile). Da wir seit der Goethezeit zunehmend dazu neigen, die warmen Farbtöne den kälteren vorzuziehen, wird heute Goethes Purpur z.B. als Rotviolett bezeichnet. Allerdings müssen wir Buchfeen sagen, mit sprachlichen Farbbezeichnungen kommt man häufig nicht weiter, wenn man Farbtöne genau beschreiben möchte (was speziell ein Problem von Farben mit gr. Farbreichweite wie Violett ist). Für eine genaue Beschreibung müsste man eigentlich die CMYK-Anteile (bzw. beim Bildschirm die RGB-Anteile) angeben, wie es der deutsche Farbtheoretiker Küppers vorschlägt.

      Huch, sorry, jetzt haben wir von Masterchens Forschungen geplaudert. Ehe es zu sehr Expertenblabla wird, machen wir jetzt Schluss.
      Ganz liebe Grüße von der heute sonnig warmen Küste Norfolks
      die liebklugen Buchfeen Siri und Selma🙂🙂

      Antworten
      • Ja Danke! Ich hatte mal über „Scarlet letter“ eine Hausarbeit geschrieben, Thema: Farbsymbolik… keine Ahnung wo die jetzt rumliegt. Ansonsten beschäftige ich mich nur beim (Hobby-)Malen mit Farben, deswegen bin ich bei Thema Rot-Violettöne auch etwas durcheinandergeraten. „Scharlach“ gibt es ja gar nicht als Ölfarbe [ich lästere jetzt mal: dann könnte man ja auch „Pestschwarz“ anbieten], dafür Karmin – und diese Farbe hat auch wieder ein sehr breites Spektrum (dann wieder die unterschiedlichen Hersteller usw.). Stimmt, man kann da keine allgemeinverbindliche Definition treffen, da auch jeder Mensch anders sieht.
        @ Monitore: hier glimmt ja auch wieder jede Marke anders. Erkennt man gut, wenn man bei großen Retailern die entsprechende Abteilung besucht und dann dasselbe Bild ein dutzendmal im Farbton voneinander abweichend präsentiert bekommt🙂
        @ RGB-Töne: hier kann man am Rechner ja diverse Töne mischen und es kommt ein völlig anderes Ergebnis heraus als es beim Mischen etwa von Ölfarben geschähe: dort ist es so, dass ab dem dritten eingemischten Farbton (außer bei Weiß) das Ergebnis generell immer grauer wird. Deshalb mische ich da auch eher ungern.
        Bzgl. des Buches muss Hawthorne natürlich einen Grund gehabt haben, den Ton so zu nennen. Entweder, es war tatsächlich zur Puritanerzeit ein scharlachroter Buchstabe als Brandmarkung üblich (immer noch besser als Steinigen wie heutzutage (!) im Orient) oder er hat die Farbe bewußt gewählt. In jedem Fall ist die Farbe auffallend, evtl. war es als Warnsignal gemeint: nicht ansprechen o.ä.
        Puritaner müsste man kennen…😉
        Grüßle,

        der mae

      • Lieber Mae,

        Rot galt als die idealtypisch bunte Farbe und symbolisierte somit seit ewigen Zeiten die Sinneslust. Aus diesem Grund waren die Puritaner dem Rot gegenüber feindlich eingestellt. Eigentlich verwarfen sie alle bunte Farben und kleideten sich meist unbunt. Rot das war für sie ein Tabu.

        Ganz liebe Grüße von meinen Buchfeen und mir
        Klausbernd

  17. Das ist schön, so einen Dialog zu entdecken…
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Guten Morgen, liebe Pia,

      weißt du, es ist das Ziel unseres Buchfeenblogs, dass sich hier ausgetauscht wird. Wir sind ja Quatschtüten wie alle Buchfeen, und liiiiiieben den Dialog. Monologe sind doch langweilig …

      Liiiiiiiiebe Grüße und wir hoffen, dir geht es wieder gut
      die munteren Buchfeen Siri & Selma🙂🙂

      Antworten
  18. Danke bin gerade aus der Sauna wie vom Winde verweht, gereinigt und schon wieder viel zu übermütig!
    Buchfeenumarmung, und bloß die Flügel weg vom Rum, kommt lieber wieder auf ein Eis vorbei….

    Antworten
  19. Wer sich für das Verhältnis von Hawthorne und Melville interessiert, sollte den Roman „Die Antiquarin“ von Sheridan Hay lesen. Etwa ab der Mitte dieses lesenswerten Romans geht es um den Briefwechsel zwischen Hawthorne und Melville und deren Freundschaft.
    Sorry, ich bin darauf jetzt erst gestoßen durch einen Hinweis meiner liebklugen Buchfee Siri.
    Liebe Grüße
    Klausbernd und seine Buchfeen Siri und Selma

    Antworten

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