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On Blogging

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Koalitionsverhandlungen

Wir Buchfeen müssen Euch heute ein riesengroßes Geheimnis verraten – psssst, nur unter uns!
We Bookfayries have to tell you a huge secret today – psssst, just among us!

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Da Dinas Blog und unser Buchfeenblog zusammen von über 4000 Followers regelmäßig besucht werden, überlegen wir uns, wie betreibt man solch große Blogs mit stetigem Wachstum. Abends in unseren Kuschelbettchen nach der Gute-Nacht-Geschichte fragen wir uns flüsternd, wie können wir unseren lieben Lesern noch gerechter werden. Wir munkelten im Dunkeln z.B. darüber, wie wir mehr Zeit bekommen, auf Kommentare einzugehen und uns mit den Lesern auszutauschen und diese virtuell zu besuchen?

Since Dinas blog and our Bookfayrieblog are regularly visited by more than 4,000 followers, we consider how to operate such large blogs with a steady growth. We ask ourselves, whispering in our cozy little beds on our bookshelves nearly every evening after the bedtime story, how can we serve our dear readers better and better. We rumored in the dark  about how we could  get more time to respond to comments and exchange views with our readers and visit them virtually?

Zunächst dachten wir wie Stefano mit „Clicks and Corks“ und Francesca mit „Flora`s Table“ vereinzelte Beiträge auf beiden Blogs zu posten. Gestern fiel uns aber auf, dass dies eine Schnapsidee ist (wir hatten von Masterchens Whiskey getrunken, siehe oben ;-)), da beide Blogs zu viele gemeinsame Followers haben.

At first we thought, like Stefano with his blog“Clicks and Corks“ and Francesca with „Flora` s Table„, to post our articles on both blogs on and off. But yesterday we noticed that this is not such a good idea (we had been drinking whiskey from our beloved Master`s favourite bottle, see picture above) since our blogs share many followers.

Unsere liebe Dina, Masterchen und wir liebklugen Buchfeen überlegen auch seit Tagen hin und her, ob wir nur noch einen Blog betreiben sollten. Das kam so: Masterchen fragte bei Pit in Süd-Texas an, ob bei ihm alles in Ordnung sei, weil er lange nicht mehr gebloggt habe. Der liebe Pit antwortete flugs darauf, dass er nach einer Blogpause gar nicht mehr solche Lust verspüre, seinen Blog weiterhin zu betreiben. Das war Wasser auf die Mühle von Masterchen, dem nämlich das Bloggen auch oft zu viel ist. Er wollte eigentlich heute eine Entschuldigung schreiben, fast wie in der Schule die Entschuldigung von den Eltern, dass er heute nichts bloggen könne, da er noch nicht zu Ende gedacht habe. Unser armes Masterchen macht sich großen Stress damit, dass seine Artikel nicht so ausgefeilt sind, wie sie seien könnten, da schneller gebloggt als gedacht wird. „Naja, er ist eben etwas älter und da denkt man langsamer“, meine ich, die liebfreche Selma.

Our dear Dina, the Master and we the as dear as clever Bookfayries consider whether we should just run one blog together. It happened like this: Our Master was asking Pit in South Texas if everything is okay with him because he hadn`t blogged for a log time. Our dear Pit immediately replied that he has lost the fun of bloggging after a break and he isn`t sure to run his blog any longer. This was grist to the mill of our Master who finds blogging stressful too often. He wanted to write an apology today – almost like in school the apology from the parents – that he could not blog this Friday because he had not yet finished thinking. Our poor Master uses to put himself  under such a pressure in thinking that our blogs are not as perfect as they could be, since he feels the obligation to blog faster than he thinks. „Well, he’s just a bit older and thinking slows down“, I, the lovingly naughty Selma, suppose.

Nun werden Koalitionsverhandlungen vorm Kamin geführt, wie unsere Zusammenarbeit in Zukunft aussehen könnte. Da gibt`s viel Ratz Fatz, aber das ist ja gut so– und ehrlich gesagt, wir wollen den „tollsten und spannendsten Blog aller Zeiten“ betreiben, worauf ich, Siri Buchfee, bestehe, „unter dem mache ich nicht mit!“
Jetzt fragen wir euch, liebe Leserinnen und Leser, was meint ihr dazu, wenn wir „The World According to Dina“ und unseren Buchfeenblog hier „The World According to Siri und Selma“ zu einem Blog zusammenlegen?
Hihihi, ich, die muntere Selma, meine, das wäre ja fast wie Heirat 😉

Well, coalition negotiations are be conducted in front of our fireplace how our collaboration might look like in the future. There `s a lot of excitement, but that is good – and to be honest, we want to run the“ wildest and most exciting blog ever,“ which is essential for me, Siri Bookfayrie.
Now we ask you, dear readers, what do you think if we combine „The World According to Dina“ and our Bookfayrieblog  „The World According to Siri and Selma“ to one blog?
Hehehe, I, the sprightly Selma, thinks that would be almost like a  marriage 😉

Ein Vorteil wäre auch, dass Dina und Masterchen mehr Zeit für uns (zum Vorlesen und Quatschen) und den Garten hätten. Außerdem können wir Buchfeen mit Dina und Masterchen noch viel tollere Artikel schreiben und Bilder veröffentlichen, da wir mehr Zeit zum Vorbereiten hätten. Das Thema ist doch eh bei beiden Blogs gleich: Der Norden und die Literatur. Außerdem brauchen unsere Leser nur einen Blog besuchen. Ist doch auch bequemer für Euch – oder?
Grundsätzlich würde sich ja wenig ändern: Ich, die kluge Siri, würde mit Masterchen Texte wie zuvor schreiben und ich, Selma Buchfee, würde mit Dina für die Fotos und die Gestaltung zuständig sein. Ja, was würde sich denn überhaupt ändern? Ihr würdet auf dem gemeinsamen Blog solche Artikel lesen, wie gewohnt, nur eben etwa einmal die Woche auf einem Blog.

An advantage would be that Dina and our Master would have more time for us (for reading and chatting) and the garden. Moreover, we Bookfayries together with Dina and our Master could write even greater articles and publish more stunning pictures because we would have more time to prepare. We write about the same topics anyhow: The North and the literature. Furthermore, our readers need only to visit one blog. Isn`t this also more convenient for you – right?
Basically, little would change: I, the wise Siri, would write the texts together with our Master as before, and I, Selma Bookfayrie, would be responsible for the photos and design together with Dina. Yes, what would change at all? You would read on the common blog such articles, as usual, just about once a week on one blog.

Aber, wie gesagt, unsere Koalitionsverhandlungen sind keineswegs von Frieden-Freundschaft-Eierkuchen bestimmt. Ob wir uns treffen? Wer weiß? Ein ungelöstes Problem ist noch, wie wir den neuen Blog nennen, Ihr versteht doch sicher, dass wir Buchfeen im Blogtitel vorkommen möchten – das lieben wir! – und dass „The World According to Dina“ zum Markenzeichen geworden ist. Oh je, Wie können wir beides retten? Aber das werden wir mit unseren kleinen grauen Zellen noch lösen. Oder habt Ihr eine zündende Idee dazu? Und soll der Blog weiterhin zweisprachig in Deutsch und Englisch oder nur in Englisch geführt werden? Masterchen plädierte eben geradezu furios für zweisprachig.
Falls wir uns dazu entscheiden, unsere Blogs zu vereinigen, werden wir damit Anfang Januar nächsten Jahres beginnen.

But, as we wrote, our coalition negotiations are not determined by „Peace, Friendship and Pancakes“. Whether we meet? Who knows? An unsolved problem still is what we call the new blog. You surely understand that we want to keep „Bookfayries“ in the blog title – which we would love! But the  „The World According to Dina“ has become a trademark. Oh dear, how can we save both? But we will solve this problem with our little gray cells – we hope. Or do you have a brilliant idea? Should the blog be run bilingual in both German and English or in English only? Masterchen pleaded just downright furious for bilingual.
If we decide to combine our blogs, we will begin in early January next year.

Wie schon öfter betont: Es gibt auch ein Leben jenseits des Bloggens. Wir wollen mehr Leben und weniger Bloggen – obwohl wir das Bloggen lieben und diese Liebe wollen wir uns nicht durch Stress nehmen lassen. Auf jeden Fall bedanken wir uns bei unseren über 4000 treuen Followers und allen anderen Lesern und fragen Euch, was meint Ihr denn zu unserer Idee?
Wir sind gespannt auf Eure Antwort.

As has often stressed: There is also a life beyond blogging. We want more life and less blogging – although we love blogging and this love we do not want to be destroyed due to stress. In any case, we thank our loyal followers and all our readers and ask you what you think about our idea?
We are looking forward to your reply.

Mit liebe Grüße vom stürmischen Meer
With love from the wild sea
Siri und Selma, die liebklugen Buchfeen

Memories of Water – Anaïs Nin

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And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom

Anaïs Nin

Wir Buchfeen Siri und Selma waren schon immer fasziniert von Anaïs Nin (1903-1977). Sie ist eine Autorin, die besonders für ihre Tagebücher – 35000 Seiten Tagebuch schrieb sie seit ihrem 11. Lebensjahr – und erotischen Erzählungen berühmt ist. Ihre Freundschaft mit Henry Miller, dem sie half „Der Wendekreis des Krebses“ zu veröffentlichen, brachte ihr den Auftrag, für einen Sammler pornographische Erzählungen für einen Dollar pro Seite zu schreiben. Daraus wurde ihr höchst erfolgreicher Erzählband „Das Delta der Venus“, der später verfilmt wurde. Was Masterchen bereits in seinem kurzen historischen Abriss „Der pornografische Roman“ schrieb, trifft auch für diesen Erzählband zu: Die beste pornografische Literatur wird von Frauen geschrieben.

We, the Bookfayries Siri and Selma, have always been fascinated by Anaïs Nin (1903-1977). She is an author known for her diaries. She wrote 35000 pages of diary  from her age of 11 onwards, and her erotic stories are famous too. She was a close friend to Henry Miller, whom she helped to publish „The Tropic of Cancer“. Miller helped her in return to a commission to write pornographic stories for a dollar per page for a collector. These stories became years later Nin`s highly successful short story collection „The Delta of Venus“ which was filmed as well. To these short stories applies what our Master already wrote in his blog short history of the pornographic novel: The best pornographic literature is written by women.

Throw your dreams into a space like a kite and you do not know what it will bring back, a new life, a new friend, a new love 

Anaïs Nin

Wesentlich war für Anaïs Nin ihre D.H. Lawrence Lektüre. Speziell faszinierte sie dessen Meinung, dass es verlogen sei, seine Begierden zu verleugnen. In dieser Ansicht trafen sich D.H. Lawrence und H. Miller und letztlich vertrat A. Nins großes Vorbild Lou Andreas-Salomé nicht nur diese Gedanken, sondern lebte sie auch.

Reading D.H. Lawrence was essential for Anaïs Nin. She was fascinated by Lawrence’s strong opinion that it is hypocritical to deny one`s desires. That was Henry Miller`s idea as well. He and Lou Andreas-Salomé, who Nin adored, didn`t obviously deny her desires.

Life shrinks or expands in proportion to one`s courage

Anaïs Nin

Anaïs Nin war außer Autorin auch eine von Otto Rank ausgebildete Psychoanalytikerin, die sich besonders mit Inzest befasste. Aus ihrem skandalösen Buch „House of Incest“ (1936, nur 76 Seiten lang)  stammt das folgende Zitat, das uns megagut gefiel. Anaïs Nin lebte drei Tage und Nächte mit ihrem Vater (bei Nimes). Noch heute fragen sich Literaturwissenschaftler und Buchfeen, ob es wirklich zum Inzest kam oder ob es sich um eine literarische Fiktion handelt. Anaïs Nin gab vor, ihren Vater verführt zu haben.

Anaïs Nin was an author as well as a trained psychoanalyst (trained by Otto Rank) which was particularly concerned with incest. We took the following quote from her scandalous book „House of Incest“ (1936) – a small book we really liked. Anaïs Nin lived three days and nights with her father near Nimes. Literary scholars and Bookfayries like us wonder if it actually came to an incest or whether it is a literary fiction. Anaïs Nin pretended to have seduced her father.

„I remember my first birth in water. All round me a sulphurous transparency and my bones move as if made of rubber

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I sway and float, stand on boneless toes listening for distant sounds, sounds beyond the reach of human ears, see things beyond the reach of human eyes. Born full of memories of the bells of Atlantide.

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Always listening for lost sounds and searching for lost colors, standing forever on the threshold like one troubled with memories, and walking with a swimming stride.

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I cut the air with wideslicing fins, and swim through wall-less rooms.“

From Anaïs Nin, House of Incest

Solche Sätze wie „I, with a deeper instinct, choose a man who compels my strength, who makes enormous demands on me, who does not doubt my courage or my toughness, who does not believe me naive or innocent, who has the courage to treat me like a woman“ ließen A. Nin zu einer der beliebtesten Autorinnen für Frauen auf ihren Selbstfindungsweg werden.

Such sentences like „I, with a deeper instinct, choose a man who compels my strength, who makes enormous demands on me, who does not doubt my courage or my toughness, who does not believe me naive or innocent, who has the courage to treat me like a woman“ let A. Nin become one of the most popular authors read by women trying to free themselves.

Herzliche Grüße vom kleinen Dorf am großen Meer und, wenn ihr Zeit und Lust habt, schaut doch mal in Anaïs Nins Schriften hinein. Wir finden, es lohnt sich. Und last not least, wisst ihr eigentlich, dass auf der Venus ein Krater „Nin“ zu Ehren von A. Nin benannt wurde?
Did you know that a crater on Venus is named Nin after Anais Nin?
Bis nächste Woche
Siri and Selma

Die Fotos von Dina, DANKE xxx
Fotos by Dina, THANK YOU xxx

She took all the photographs here - except this one. It`s taken by our Master.

Dina took all the photographs – except this one. It`s taken by our Master.

© Fotos: Hanne Siebers
© Text: Klausbernd Vollmar

Circles

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Vom Steinkreis bis zum Kreisverkehr

„I can fancy sitting all a summer’s day watching its shadows shorten and lengthen again, and drawing a delicious contrast between the world’s duration and the feeble span of individual experience. There is something in Stonehenge almost reassuring; and if you are disposed to feel that life is rather a superficial matter, and that we soon get to the bottom of things, the immemorial gray pillars may serve to remind you of the enormous background of time.“

We can still feel it today what Henry James described in 1875  – but not in Stonehenge anymore. We were sitting at the Castlerigg stone circle and what we thought about there, we have written down for you – here:

Wir können dieses Gefühl, das Henry James 1875 in Stonehenge hatte, gut nachempfinden, allerdings nicht mehr in Stonehenge. Wir saßen am Castlerigg Steinkreis und was uns da so einfiel lest ihr hier.

Kreis bedeutet Zentrierung und Ordnung
The Circle means centering and order

Siri

Der typische magische Ort ist der Kreis: Der Zauberer schützt sich z.B. im magischen Kreis vor den Geistern, die er ruft, und in Hexenritualen spielt der Schutzkreis eine wesentliche Rolle.

The typical magic location is the circle: The Wizard protects himself in the magic circle against the spirits, which he calls, and the circle of protection plays a significant role in the rituals of the witches.

In England trefft ihr allerorten auf Kreise. Im Straßenverkehr fängt es an, wenn ihr auf die so beliebten Roundabouts (Kreisverkehr) trefft, die dem Orientierungslosen die Chance geben, bis zur Klärung der Richtung und aufkommenden Schwindel im Kreis herumzufahren. Zur Sommerszeit entstehen in Südengland immer noch Kornkreise. Wie sie ziehen die megalithischen Kreis-Strukturen tausende von Touristen an, die den magischen Kreis uralter Steinkreise besuchen. Stonehenge kennt jeder. Es gehört zu einer der meist besuchtesten Touristenattraktionen der Welt und sieht  dementsprechend aus. Es lohnt den Besuch nicht. Wir Buchfeen empfehlen Avebury und besonders den atemberaubend gelegenen Castlerigg Steinkreis bei Keswick im nördlichen Lake District. Er gilt als einer der ältesten englischen Steinkreise (evtl. aus der Zeit vor dem Bau der Pyramiden gegen 3000 B.C.), ist bestens erhalten (d.h. vollständig) und im Gegensatz zu Stonehenge frei zugänglich.

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In England you cannot escape circles. It begins with the traffic with these popular roundabouts, which give you the chance to drive around until you clarified the direction. In summer time magically occur crop circles in southern England until today. But most of the tourists are drawn by the megalithic stone circles. A visit of the magic circle of ancient stones is a must for every tourist. Everyone knows Stonehenge. It is one of the most visited tourist attractions in the world and looks like it. It’s not worth the visit. We Bookfayries recommend Avebury and particularly the stunningly located Castlerigg stone circle at Keswick in the northern Lake District. Castlerigg is considered one of the oldest English stone circle (possibly from before 3000 BC). It is well preserved (ie. complete) and unlike Stonehenge freely accessible.

„Was macht die Magie der Steinkreise aus?“, fragten wir Masterchen.
„Zen-Meister Sesshu konnte mit einem Pinselstrich einen perfekten Kreis malen“, antwortete er umständlich, „dessen Linie gleichbleibend breit und gleichmäßig schwarz war. Diese meditative Leistung gelang nach ihm nur noch dem florentinischen Maler Giotto (1266 – 1337). Es zentriert nicht nur, selbst einen Kreis zu ziehen, sondern auch, wenn man einen perfekten Kreis betrachtet oder sich in einem Kreis aufhält. Der Kreis wirkt magisch, weil er den Menschen zentriert und so vor den Dämonen der Außenwelt, jenen unberechenbaren Launen, schützt.“

Castlerigg Stonecircle

Our Master in the Castlerigg Stone Circle

„What makes the magic of the stone circles?“, we asked Masterchen.
„Zen master Sesshu could paint with a brushstroke a perfect circle,“ he replied awkwardly, „the line was consistently wide and uniformly black. The Florentine painter Giotto was the only one who achieved this meditative performance as well. It centres not only if you draw a circle but also when one sees a perfect circle or is standing in one. The circle has its magical power because it centers the people and keeps the demons outside. It protects.“

Die Viktorianer waren davon überzeugt, dass Steinmehl von den Menhiren der Steinkreise heilend wirke und besuchten z.B. Stonehenge/Wiltshire, Castlerigg/Cumberland und Avebury/Wiltshire mit Hammer und Meißel bewaffnet. Das führte letztendlich zur Absperrung der Steine von Stonehenge, das übrigens im Privatbesitz war und wegen eines Ehekrachs dem englischen Staat vermacht wurde.

Castlerigg Stonecircle

Castlerigg Stone Circle

The Victorians were convinced of the healing powers of stone flour of the menhirs of a stone circles. They visited Stonehenge / Wiltshire, Castlerigg / Cumberland and Avebury / Wiltshire armed with a hammer and a chisel. This ultimately led to the fencing off of the stones of Stonehenge, which was privately owned then and was bequeathed the English state because of a marital quarrel.

fruchtbar ist der Kreis,
wenn man ihn zu nutzen weiß
helpful is the circle
if you know how to use it

Selma

Höchst anziehend wirkt zudem das Geheimnis. Kein Mensch weiß, was es mit diesen Steinkreisen und Menhiren auf sich hat. Aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit haben wir fast keine Dokumente, die uns einen Hinweis auf die Funktion dieser Steine geben. Also ist jeder Projektion Tor und Tür weit geöffnet. Wir lieben Steinkreise als Treffpunkt von Exzentrikern, die alle ihre unwiderlegbare Steinkreistheorie haben, die sie euch gerne mit großem Ernst und Verschwörergesicht vortragen. In Castlerigg trafen wir einen, der meinte, dass die Oberkante der Steine die Form der Landschaft hinter ihnen wiedergebe. Unser Blick war wohl zu wenig fantasiebegabt …Sehr beliebt und langlebig ist auch die zuerst 1965 von Gerald Hawkins veröffentlichte Theorie, dass die Steinkreise magalithische Observatorien waren.

Castlerigg Stonecircle

Castlerigg Stone Circle

The secret is always highly attractive. No one knows what was going on in these stone circles and at those standing stones. Of prehistoric times and early history we have almost no documents that give us a clue to the function of these stones. And that is an invitation to projection.
We love stone circles as a meeting place of eccentrics, each with their irrefutable stone circle theory that they would like to present you with great seriousness and conspirator´s faces. In Castlerigg we met one of those „specialists“ saying the top of the stones reproducing the shape of the landscape behind them. Our view was probably too little imaginative … Very much liked and longliving is the theory, first published by Gerald Hawkins in 1965, that these stone circles were megalithic observatories.

„Der gesunde Geist lässt sich gern vom Sexuellen faszinieren“, meint Masterchen als Alt-Hippie und erklärt wie der Oberlehrer, „die hoch sexualisierte Darstellung des weiblich Runden wie wir es von der Venus von Willendorf z.B. kennen, wäre heute politisch unerwünscht. Aber darüber zu spekulieren, ob nicht in Steinkreisen aufregende Fruchtbarkeitsriten vollzogen wurden, regt immer noch die Fantasie der Steinkreisbesucher an.“ Ja, wir erinnern uns: So eine Frau klärte Masterchen mitten im Steinkreis stehend auf, dass es eine alte Verpflichtung sei, dass man mit dem schlafen müsse, mit dem man zusammen im Steinkreis stehe. Wir Buchfeen sind vor Kichern fast vom großen Menhir gefallen.

Castlerigg Stonecircle

Castlerigg Stone Circle

„A healthy mind likes to be fascinated by sexuality,“ says our Master in the old hippie tradition and, at the same time, explains like the head teacher: „The highly sexualized representation of women, like the Venus of Willendorf f.e., would be politically undesirable today. This voluptuous female roundness like in these figurines and stone circles let folks speculate of fertility rites having been celebrated here. A woman explained our Master, standing with him in the stone circle, that it is an old obligation that you have to make love with the one you stand together with in the circle. We Bookfayries almost fell down the great menhir of giggling – what a funny way trying to turn somebody on.

Der Kreis ist das älteste benutzte Symbol der Menschheit. Er kommt häufig in der Natur vor und kann leicht gezogen werden. Er bildet eine Ganzheit ab und ist die prädestinierte Wohnstätte der Götter. Die ältesten Gebäude der Menschheit waren deswegen rund und somit auf eine deutliche Mitte ausgerichtet.
Nach Julius Schwabe liegt dem griechischen Theater der Steinkreis zugrunde, der letztendlich die erstarrte Form des Kreis- und Reigentanzes darstellt, der den Gang des Kosmos verdeutlichen soll.

LongMegSign

The circle is the oldest symbol of mankind. It occurs frequently in nature and can be easily drawn. It represents a wholeness and is the predestined home of the gods. The oldest buildings of humanity were round and thus aligned to a significant middle.
Following the Swiss specialist for symbols, Julius Schwabe, the Greek theatre is based on the stone circle, the solidified form of round dances, which were to illustrate the course of the cosmos.

Nicht nur die alten Völker sondern auch die Tempelritter fühlen sich in England dem Kreis verbunden. Sie errichteten kreisrunde Kirchen als Abbild des Erdenkreises. In England wurden viele runde Kirchen gebaut, von denen heute jedoch nur noch fünf stehen. Nach der Auflösung dieses Ordens 1314 erlosch der Brauch, runde Kirchen zu bauen, und erst die Renaissance fand wieder Gefallen am runden Sakralbau.

Long Meg Stonecircle/Cumbria

Long Meg Stone Circle/Cumbria

Not only the ancient peoples but also the Knights Templar felt connected to the circle. They built circular churches representing the circle of the earth. In England, a lot of these round churches were built, of which only five survived. The order of the Templars became extinct after its dissolution in 1314, the custom to build round churches ended – until the Renaissance found pleasure in building round sacred buildings again.

Allerdings standen eigentlich die Christen Englands dem Runden eher feindlich gegenüber. Es erinnert sie zu sehr an die heidnischen Naturreligionen und eine erdverbundene Magie, mit der sie nichts zu tun haben wollten. Als die Hexenhysterie im 14. Jahrhundert in England wütete (viel früher als auf dem Kontinent), warf man hauptsächlich die Steine der Steinkreise um, um zu zeigen, dass man als Christ Macht über den magischen Kreis der alten Religionen hat. Allerdings hat am Ende der magische Steinkreis gesiegt: Stonehenge wie Avebury bekommen weitaus mehr Besucher als jede englische Kirche.

Menhir, Long Meg

Menhir, Long Meg

Actually the English christians faced the circles rather hostile. They reminded them too much of pagan nature religions and magic with which they would have nothing to do. As the hysteria about witches was raging England of the 14th c. (much earlier than on the continent), they knocked over the stones of many stone circles in order to show that a christian has power over the magic circles of the old religions. However, the magical stone circle won in the end. Stonehenge and Avebury get far more visitors than any English church today.

Nach ewigen, ehernen, großen Gesetzen müssen wir alle unseres Daseins Kreise vollenden
Following eternal laws we need to complete our circles of existence

Goethe

Wir lasen bei C.G. Jung: Der Kreis ist die Circambulation, mit der man sich vorsichtig einem heiligen Zentrum nähert. Wie man eine Stupa und den Berg Kailash genauso wie einen Steinkreis umwandert, so nähert man sich einem psychischen Problem. Der Kreis entspricht dem vorsichtigen Tasten, er bildet die Geste langsamer Selbsterkenntnis ab.
Der magische Ort als psychischer Ort ist also derjenige Platz, an dem man seine psychischen Probleme zu verstehen beginnt. Wir Buchfeen fühlen uns zumindest im Steinkreis wie in jedem Turmzimmer anders als in rechteckigen Räumen – weil im Runden der Teufel keine Ecke zum Verstecken findet, wie ein englisches Sprichwort sagt.

Ancient symbols cut in stone, Long Meg

Ancient symbols cut in stone, Long Meg

We read at C.G. Jung`s: The circle is the Circambulatio (to go around) with which one is carefully approaching a holy center. You go around stupas and Mount Kailash as well as around stone circles as one approaches a mental problem. The circle reflects the slow gesture of (self-) knowledge. The magical circle is the place where you begin to understand your mental problems.
We Bookfayries feel in stone circle as in round tower rooms quite unlike to rectangular places – because the devil finds no corner to hide in the circle, as the English proverb says.

Last not least from Master`s „Welt der Symbole“ (Dictionary of Symbols):

Der Kreis bezeichnet den geschützten Raum. Er steht für die eigene Welt und Ordnung und ist das grundlegendste Symbol des Weiblichen.
Der Kreis wird auch negativ gesehen. William Blake malte beispielsweise 1816 das Aquarell „Milton und der Geist Platons“, in dem Platon im Kreis sitzend sich am Zirkel festhält und die schöne Frau außerhalb seiner Welt nicht wahrnimmt. Im Werk von Blake symbolisiert der Kreis die perfekte und tödliche Vernunft. […]
Mit dem Kreis kann  ferner der ewige Kreislauf des Immer-Gleichen gemeint sein, die tägliche Routine und die (neurotischen) Wiederholungen.

The circle indicates the protected space. It represents the world and its order and is the most basic symbol of the feminine.
Like every symbol the circle is also seen as negative. William Blake painted the watercolourMilton and the spirit of Plato“ in 1816. Sitting in a circle Plato himself holds the compass and does not notice the beautiful woman outside his world. In the work of Blake the circle symbolizes the perfect, sterile and deadly reason. […]
The circle can further symbolize the eternal cycle of the ever-same, the daily routines and the (neurotic) repetitions.

Wir haben auf unserer Reise in den Lake District den Castlerigg Steinkreis und Long Meg And Her Daughters – beide liegen bei Penrith (nördliche Lakes) – besucht.

We visited on our trip to the Lake District the Castlerigg stone circle and Long Meg And Her Daughters – both are near Penrith (Northern Lakes/Cumbria).

Dina in Action

Dina in Action
(Foto: Klausbernd Vollmar)

Von Dina stammen alle Bilder, für die wir uns herzallerliebst bedanken 🙂 🙂 Herzlichen Dank auch an Masterchen, dass wir Abschnitte aus seinen Büchern „Magisch reisen: England“ (Goldmann) und „Welt der Symbole“ übernehmen durften.

All pictures are taken by Dina – except the picture of her. Thanks a lot! And many thanks to our dearest Master that we were allowed to publish paragraphs from his books „Magic travelling: England“ (in German only)  and „World of Symbols“ (in German only).
© Text and last picture Klausbernd Vollmar/Cley next the Sea, all other pictures Hanne Siebers/Bonn

Liebe Grüße von uns liebklugen Buchfeen
Love from
Siri und Selma

The Pencil

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Ich bin ein Bleistift
I am a pencil

Henri de Toulouse-Lautrec

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Hanne Siebers, DSC_0037

Wisst ihr was? Der unscheinbare Bleistift, der in unserem Haus überall herumliegt, hat in enormen Maße zu unserer Kulturgeschichte beigetragen. Da wundert ihr euch, aber stellt euch vor, bevor es es den Bleistift gab, konnte man sich nicht flugs seine genialen Gedanken skizzieren oder schriftlich schnell etwas berechnen – zumindest nicht so bequem wie mit dem Bleistift und etwas ausradieren zur Überarbeitung konnte man auch nicht (damals radierte man mit frischem Weißbrot). Wir lasen, dass gemäß einer Umfrage zumindest noch vor zehn Jahren der Bleistift das beliebteste Arbeitsmittel von Designern, Ingenieuren und Architekten war und dass weltweit noch 14 Millionen Bleistifte jährlich hergestellt werden.

Master`s art  ;-) ;-)

Master`s art 😉 😉

You know what? This inconspicuous pencil lying around everywhere in our house has contributed quite a lot to our cultural history. Imagine your life without a modern pencil. You could neither make a quick note of your genial ideas nor could you map a way – at least not as convenient as with a modern pencil. And you could hardly erase to correct neither (erasing was done with with fresh white bread in those times). We read that according to a survey ten years ago, the pencil was the most popular means of working for designers, engineers and architects and that about 15 million pencils are manufactured worldwide each year.
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A pencil and a rubber are of more use to thought than a battalion of assistants

Theodor W. Adorno

Freilich gab`s schon vorher Stifte aus Silber und Blei, das übrigens im heutigen Bleistift nicht mehr zu finden ist. Diese Metallgriffel schrieben hauchdünn und wie leicht beschäftigte man die Schreibfläche – meist Papyrus – mit ihnen. Außerdem gab`s die leicht verwischbare Kohle, die schwer zu spitzen war.

Admittedly there have already been pencils of silver and lead before. But these metal pens wrote very thin and they easily scratched the page – mostly papyrus – too much. There was also charcoal but its lines easily smudged and became blurred and charcoal it was hard to sharpen.

 

Part of our Master`s pencil collection

Part of our Master`s pencil collection

Wir haben noch in der Feenschule mit dem Bleistift gelernt zu schreiben und zuvor Strichmännchen, Sonnen und Wolken emsig gezeichnet, auf die wir mächtig stolz waren. Unser Traum war ein großer Kasten „richtiger“ Buntstifte, speziell nachdem Masterchen uns die Geschichte des legendären Koh-I-Nor-Stiftes erzählt hatte.

In our Fairyschool we started to learn to write with an ordinary pencil. Of course, we had drawn figures, suns and clouds with our beloved colour pencils before. Our dream was a big box of „real“ colour pencils, especially after our Master had told us the story of the legendary Koh-I-Nor-pencil.
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Pencils mean freedom whereas the computer dictates how to use it

Siri

Der Koh-I-Noor, „der Bleistift mit einem Gefühl wie Seide, so leicht wie ein Schmetterling“, der 1893 auf der Columbia Exhibition vorgestellt wurde, war goldgelb lackiert. Ich glaube er kam aus Bloomsberry/New Jersey, wo er mit 14 Schichten goldgelben Lacks versehen wurde; die Enden wurden mit Goldbronze überzogen. Der Schriftzug bestand aus Blattgold. Die gelbe Lackierung der Bleistifte wurde gewählt, da diese Farbe auf die orientalische Herkunft des Graphits (Sri Lanka, Indien) hindeuten sollte. Andere Marken kopierten diese Kennzeichnung. Ursprünglich wurden auch die Stifte in Keswick gelb lackiert, um schadhaftes Holz, das für billige Bleistifte genutzt wurde, zu übertünchen.

The Koh-I-Noor, „the pencil with a feeling like silk, as light as a butterfly“, presented at the Columbia Exhibition in 1893, was painted yellow gold. It was produced in Bloomsberry / New Jersey, equipped with 14 layers of golden yellow paint and the ends were leaf gilded. The writing consisted of gold leaf (16 carat). The yellow paint of these pencils was chosen because this color should indicate the oriental origin of the graphite (Sri Lanka and India). Other brands copied the yellow colouring for their pencils later. Originally most of the pencils from Keswick were painted yellow, too – but to cover up defective wood that was used for cheap pencils.

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Der moderne Bleistift kam jedoch nicht aus Amerika sondern aus dem nördlichen Lake District, aus Keswick, wo die Bleistiftfirma Derwent Cumberland (Derwent ist der Fluss hier, Cumberland die Grafschaft) residierte. Hier hat man zuerst das damals noch weitgehend unbekannte Graphit (unter einer umgefallenen Eiche) gefunden, das das Blei des Bleistifts ersetzen sollte. Es wurde zunächst als Englisches Antinom bezeichnet. Der erste dieser modernen Stifte wurde in Keswick wahrscheinlich um 1550 produziert. Königin Elizabeth holte deutsche Fachleute in den Lake District, um das Graphit speziell in den Borrowdale Gruben abzubauen. Sie machten Graphit auch in Deutschland bekannt. Im 17. Jh. kam der große Durchbruch, als ein Schreiner aus Keswick auf die Idee kam, die Graphitminen in Holz zu fassen. Graphit aus Cumberland wurde plötzlich derart wertvoll, dass King Georg II. 1752 ein Gesetz zur geregelten Ausbeutung der Graphitlager in den Lakes verabschiedete, außerdem durfte das gefragte Graphit aus Keswick nur in Form englischer Bleistifte exportiert werden. Mitte des 19. Jh. waren die Graphitvorkommen im nördlichen Lake District erschöpft und man importierte Graphit aus aus Asien und Flusszeder und brasilianische Pinie zur Bleistiftherstellung, die bis heute noch um Keswick zu finden ist.

The modern pencil doesn`t originate in America but in the northern Lake District in the town of Keswick, where the Derwent Cumberland Pencil Company (Derwent is the river there, Cumberland the County ) resided. Here the still largely unknown graphite was found for the first time under a fallen oak, the graphite that should replace the lead of the pencil. It was referred to as English Antimon. The first of the graphite pencil was probably produced in Keswick around 1550. Queen Elizabeth I had invited German specialists to the Lake District to mine graphite in the Borrowdale mines. These miners made graphite known in Germany which should become the biggest competitor to England on the pencil marked.
In the 17th c. came the big breakthrough as a carpenter from Keswick got the idea to cover the graphite in wood. Graphite from Keswick suddenly became so valuable that King George II signed a law (1752) for the controlled exploitation of the graphite. He also decreeted the graphite from Keswick could be exported only in form of English pencils.
The graphite deposits in the northern Lake District were exhausted middle of the 19th c.  From now on graphite was imported from Asia as well as cedar wood for the pencil production which is still to be found at the northern Lake District.

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Die Graphitvorkommen von Keswick ließen jahrzehnte lang eine beliebte Heimindustrie in den Lakes entstehen und ernährten die Bauern dieses Gebiet eine lange Zeit gut.

The graphite deposits of Keswick created a popular cottage industry in the northern Lakes for many centuries. It helped the sheep farmers to an additional income.

A pencil and a dream can take you everywhere

old saying

Our Master`s pencils and notebook (for special ideas only)

Our Master`s pencils and notebook (for special ideas only)

Wir Buchfeen waren enttäuscht von Keswick. Es wirkte auf uns heruntergekommen. Die Bleistiftfabrik von Derwent Cumberland hat Keswick 2008 verlassen, sie liegt eine halbe Stunde entfernt von dort in Workington on Yell. Das Bleistiftmuseum ist lieblos in einer Art Baracke untergebracht. Wir waren enttäuscht, über die Geschichte des Bleistifts lernt man hier wenig.

Dennoch lohnt sich ein Ausflug nach Keswick, da gleich außerhalb dieser Stadt, die von Outdoor-Geschäften geprägt ist, der Castle Rigg Steinkreis liegt, aber darüber berichten wir das nächste Mal.

We Bookfayries were disappointed of Keswick. It seemed to us on its way down. The Derwent Cumberland Pencil factory has left Keswick in 2008, it moved to Workington on Yell (northern Lake District as well). The pencil museum is housed in a kind of ugly shed. We were disappointed, you learn little about the history of the pencil at its birthplace.

It is still worth going to Keswick because just outside this marked town, which is dominated by outdoor shops, the Castle Rigg stone circle is situated – we will write about ancient stones the next time.

Einige Stifte aus Keswick

Some pencils from Keswick

Der in Moskau geborene Karikaturist und Illustrator Emmanuel Poiré nannte sich nach dem russischen Wort für Bleistift Karandasch. Der Schweizer Hersteller feiner Bleistifte Caran d´Ache hat sich nach ihm benannt und Poirés stilisiertes Signet wird als Firmenlogo benutzt. Neben Caran d`Ache, sind die Cumberland Stifte zu empfehlen wie die von Städtler und Faber Castell. Masterchen hat seine Farbenbücher mit Caran d`Ache, Derwent Cumberland und Faber Castell Stiften entwickelt, den großen Koh-I-Nor-Farbstiftkasten, den er in jenem Laden an der Brücke in Maastricht stets sehnsüchtig beäugte, bekam er nie.

The Moscow-born cartoonist and illustrator Emmanuel Poiré called himself like the Russian word for pencil „Karandash“. The Swiss manufacturer of fine pencils Caran d’Ache has been named after him and Poiré`s stylized signature is used as company logo. Besides Caran d’Ache, we can recommend the Cumberland pencils as those from Staedtler and Faber-Castell. Our Master has developed its colour books with Caran d’Ache, Faber Castell and Derwent Cumberland pencils. He never got the big Koh-I-Nor-pencil box, he scrutenised longingly at that shop at the bridge in Maastricht.

 

Our Master´s Books about colour

Our Master´s Books about colour

Der Bleistift gibt nicht das Sichtbare wieder, er macht sichtbar

Selma

Wisst ihr, dass Henry David Thoreau aus einer amerikanischen Bleistiftproduzentenfamile stammt und diese Firma erfolgreich führte? 1821 hatte Thoreaus Schwager bei einer Wanderung Graphitlagerstätten bei Bristol NH gefunden. Damit fing alles na und Henry David Thoreau brachte das Geschäft zur Blüte und produzierte, freilich nach eigenen Angaben, „den besten Bleistift Amerikas“, bevor er 1845 nach Walden in die Wälder verschwand.

Do you know that Henry David Thoreau stems from an American family of pencil manufacturers?
He run this company successfully for quite a while. The business started when his broz

ther in law found graphite deposits during a hiking trip in New Hampshire. Henry David Thoreau brought the business to flourish and produced, by its own account, „the America’s Best Pencil“ before he disappeared into the woods to Walden in 1845 (with some pens, of course).

Das wär`s zum Bleistift. Wir verabschieden uns bis nächste Woche

selfportrait from US Siri and Selma

selfportraits of Siri and Selma in the pencil museum

That`s it about the pencil. So long
Siri und Selma, die munteren Buchfeen

Dina am Lake Ullswater (Foto: Klausbernd Vollmar)

Dina am Lake Ullswater
(Foto: Klausbernd Vollmar)

Herzlichen Dank an Dina fürs Fotografieren 🙂 Alle Fotos, soweit nicht anders gekennzeichnet, stammen von ihr. Copyright of all pictures by Hanne Siebers and Klausbernd Vollmar.
Thanks, dear Dina, for taking those pictures. All the photographs, if not indicated otherwise, are hers.

Romantic

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Hanne Siebers_Ullswater, Lake District, England DSC_0049

“It is a pity indeed to travel and not get this essential sense of landscape values. You do not need a sixth sense for it. It is there if you just close your eyes and breathe softly through your nose; you will hear the whispered message, for all landscapes ask the same question in the same whisper. ‚I am watching you – are you watching yourself in me?‘ Most travellers hurry too much … the great thing is to try and travel with the eyes of the spirit wide open … you can extract the essence of a place once you know how. If you just get as still as a needle, you’ll be there.” 

Lawrence Durrell

Hanne Siebers, Lake Distrikt, England DSC_0154

Siri und Selma kicherten auf der ganzen Reise ohn` Unterlass darüber, dass ich „so einen anti-romantischen Wälzer“ wie Lawrence Durrells „Alexandria Quartet“ (immerhin fast 900 Seiten) im Lake District las, der für die englischen Romantiker der locus amoenus, der ideal schöne Ort ist. Der Star unter ihnen, William Wordsworth, hatte hier Dove Cottage und die liebenswerte Beatrix Potter lebte in ihrem herzalliebsten Häuschen Hill Top, in das Siri und Selma sogleich einziehen wollten. Sie sich hatten sich bereits ihre Zimmer ausgesucht. Siri natürlich im  Anbau, wo sich Frau Potter ihre naiv charmanten Tiergeschichten wie „Pigling Bland“ (1913) ausdachte und ihre Figuren anmutig aquarellierte.

Hanne Siebers, Hill Top, Lake District, England DSC_0058

Beatrix Potter`s home Hill Top still looking (outside as well as inside) like around 1913

Siri and Selma giggled the whole trip long about me reading such „an anti-romantic tome“ like Lawrence Durrell’s „Alexandria Quartet“ (after all, nearly 900 pages) in the Lake District, in this landscape which for the English Romantics was the locus amoenus, the ideal beautiful place. The star among the poets was William Wordsworth who had Dove cottage here and Beatrix Potter lived here in her dearest little farm Hill Top. Siri and Selma wanted to move in Potter`s home immediately. They had already chosen their rooms. Siri, of course, wanted to live in the annexe where Mrs. Potter wrote and painted her naive and charming animal stories as „Pigling Bland“ (1913) and all the others.

HHanen Siebers, Hill Top, Lake Distrikt, England DSC_0067

Hill Top seen from the garden. Everyone who has seen the film „Miss Potter“ will notice that it wasn`t filmed here. It was filmed on another farm not far from here. Beatrix Potter had bought this farm as well. She gave most of her farms and land to the National Trust later.

Mich jedoch zog es mehr zu Wordsworths Geburthaus in Cockermouth, schon weil ich dort meine Bücher unterbringen könnte. Und diese Gärten … Hill Top hat einen feinen kleinen Bauerngarten, den eine Person bewerkstelligen kann, Wordsworth Geburtshaus besitzt als Stadthaus einen Garten beachtlicher Größe, an dessen Mauern vielfältiges Obst als Spalierobst wuchs und auch im Garten gab`s Apfelbäume mit leckersten Äpfeln – ich habe zwei gegessen! Beide Gärten waren nicht überpflegt.

However, I must confess, I prefer Wordsworth’s birthplace, this impressive Victorian house in Cockermouth, because I could find room for all my books there. And these gardens … Hill Top has a fine small cottage garden a person can accomplish, whereas Wordsworth childhood home has a garden of considerable size on whose walls varied fruit grew as espalier. We found apple trees with delicious apples there – I had two, very yummy! Both gardens were relativly near to nature. Formal gardens like Versailles contradicted the taste of the Romantics.

THE DAFFODILS

I wandered lonely as a cloud
That floats on high o’er vales and hills,
When all at once I saw a crowd,
A host, of golden daffodils;
Beside the lake, beneath the trees,
Fluttering and dancing in the breeze.

 Continuous as the stars that shine
And twinkle on the milky way,
They stretched in never-ending line
Along the margin of a bay:
Ten thousand saw I at a glance,
Tossing their heads in sprightly dance.

The waves beside them danced; but they
Out-did the sparkling waves in glee:
A poet could not but be gay,
In such a jocund company:
I gazed – and gazed – but little thought
What wealth the show to me had brought:

For oft, when on my couch I lie
In vacant or in pensive mood,
They flash upon that inward eye
Which is the bliss of solitude;
And then my heart with pleasure fills,
And dances with the daffodils.

Wordsworth entgeht man im Lake District nicht. „I wandered lonely as a cloud …“ dieses „National-Poem“ des Lake Districts (das als Klassiker der englischen Romantik gilt) findet man auf Geschirrtüchern, Teetassen und T-Shirts. Natürlich fährt der Bus mit der Aufschrift Fotoflash zu jener Stelle, an der Wordsworth am 15. April 1802, inspiriert durch seine Schwester Dorothy, dieses Gedicht über die gelben Narzissen am Lake Ullswater „empfing“.

Hanne Siebers, Wordsworths House, Cockermouth, Lake District, England DSC_0101

The impressive town house in Cockermouth where William Wordsworth and his beloved sister Dorothy were born. In this big Victorian house they spend a happy childhood together with three other siblings.

One cannot escape Wordsworth in the Lake District. „I wandered lonely as a cloud …“ this „National Poem“ of the Lake District can be found on tea towels, mugs and T-shirts. Of course, the Photoflash-Bus stops at this point where William Wordsworth, inspired by his sister Dorothy, got the idea for this famous poem about the daffodils on Lake Ullswater on April 15th in1802.

The children`s bedroom in the Wordsworth House (National Trust)

The children`s bedroom in the Wordsworth House
(National Trust)

Selma fragte, warum Wordsworth sich lonely as a cloud fühlte. „Er war doch“, setzte sie hinzu, „an diesem Ort gar nicht alleine, seine Schwester war zumindest dabei. Ich erinnere mich an das Seminar über das Kunstmärchen der Romantik bei meiner verehrten antroposophischen Professorin. Einsamkeit war das Modegefühl der Romantiker, sie spielt im Lieblingsmärchen von Selma, in Ludwig Tiecks „Der blonder Egbert“, eine wesentliche Rolle, obwohl Tieck und Wordsworth beide gesellige Menschen waren, wovon ja Wordsworths Küche zeugt.

Selma asked why Wordsworth felt lonely as a cloud. „He was at this place not at all alone,“ she added, „his sister was with him and probably some friends.“ I remembered the seminar on the literary fairy tales by the Romantics. Loneliness was a fashionable feeling of the Romantics. It plays a significant role in Selma`s favourite fairy tale „Der blonde Egbert“ (the fair haired Egbert) by Ludwig Tieck for example – although both, Tieck and Wordsworth, were both sociable people which indeed reflects Wordsworth’s kitchen.


The big kitchen in Wordsworth`s house

The big kitchen in Wordsworth`s house

In Dove Cottage, wo William und Dorothy Wordsworth nach ausgesdehnten Reisen, aus Goslar kommend, einzogen, traf sich alles, was in der englischen Romantik Rang und Namen hatte, speziell die Opiumesser Thomas de Qincey (der nach den Wordsworths Dove Cottage ab 1808 bwohnte) und Samuel Taylor Coleridge. Wordsworth schrieb fast alle seine berühmten Gedichte in Dove Cottage. Der Fotoflash-Bus stoppt natürlich auch hier. Wir hielten Dove Cottage, eine der führenden Touristzenattraktionen in den Lakes, nur deswegen für sehenswert, weil vor ihm Japanerinnen eine nach der anderen in endloser Reihe eifrig bemüht sind, sich in aus Illustrierten bekannten Posen der Smatphone-Linse ihrer Mitreisenden zu präsentieren. Siri murmelte: „Nun kann jeder portraitiert werden wie früher die Berühmten. Und wir tun alles dafür, dass wir gleich wie sie aussehen und letztlich nur ein Portrait nötig sein wird.“
Habe ich nicht Ähnliches bei Kierkegaard gelesen?

In Dove Cottage, where William and Dorothy Wordsworth, coming from Goslar/Germany, moved in, everybody met who was somebody in the circle of the English Romantic artists, among them the opium eaters Thomas de Qincey (who lived here from 1808 after the Wordsworths moved into a bigger house) and Samuel Taylor Coleridge. William Wordworth  wrote nearly all his famous  poems in Dove Cottage. Of course, the Photoflash-Bus also stops at this leading tourist attraction of the Lakes too. The only reason worth visiting Dove Cottage are all those Japanese being eager to present themselves to the lenses of the smartphones in endless rows in poses known from glossy magazines. And soon you find it on facebook: „Wish you were here …!“ Siri`s comment: „Digital photography can portrait everybody like the rich and famous ones in former times. And now we all try to look alike and in the end we need one portrait only.“

Hanne Siebers, Dove Cottage, lake District, England DSC_0088

„The narrative momentum forward is counter-sprung by references backwards in time, giving the impression of a book which is not travelling from a to b but standing above time and turning slowly on its own axis to comprehend the whole pattern. Things do not lead forward to other things: some lead backwards to things which have passed. A marriage of past and present with the flying multiplicity of the future racing towards one.“

Lawrence Durrell

Was jene beiden ungleichen Autoren Lawrence Durell und William Wordsworth denn verbinde, fragten mich Siri und Selma immer wieder. Beide Dichter sind Meister der treffenden Widergabe von Stimmungen in der Natur. Da hört aber die Vergleichbarkeit schon auf, muss ich zugeben. Durrell kann man nur im Urlaub lesen. Man liest einige Abschnitte und legt das Buch bei Seite. Durells Stil ist gewöhnungsbedürftig: Er schreibt in komplexen Sätzen, beleuchtet das Gleiche aus unterschiedlichen Perspektiven und ist Zeitsprüngen nicht abhold. Wordsworth dagegen dichtet gefällig, leicht zugänglich für den heutigen Leser und berührend.

What could be a connection of those two authors so unlike as Lawrence Durell and William Wordsworth wondered Siri and Selma. Both poets are masters of describing strikingly the nature and its atmospheres. But here the comparability already ends, I must admit. Durrell can only be read on vacation. You read a paragraph or two and put the book aside. One has to get used to Durell`s style: He writes in complex sentences, highlights the same events from different perspectives and he likes time jumps as well. Wordsworth on the contrary is easily accessible to the modern reader and he is still touching – only a very few call his poetry icky.

„Truth is independent of fact. It does not mind being disproved . It is already dispossessed in utterance.“

Lawrence Durrell

Siri und Selma haben recht, Durrell ist völlig unromantisch – ich empfinde ihn als „unromantisch romantisch“ -, obwohl sein Thema die Leidenschaft, Liebe und Sex ist. Das hört sich romantisch an. Aber der Diplomat und Weltmann Lawrence Durrell schreibt cool, klug und mehr als abgeklärt über die Leidenschaften mit einem von seiner Freud-Lektüre geschärftem Blick. Über Liebe und Sex kann man bei Durrell viel lernen, der zu Recht mehrere Male mit seinem Hauptwerk „Das Alexandria Quartet“ auf der Nobelpreisliste stand.
Das „Alexandria Quartet“ bilden die vier Romane „Justine“, „Balthazar“, „Mountolive“ und „Clea“, mit den gleichen Personen in meistens in Ägypten spielend.

Siri and Selma are right, Durrell is completely unromantic though its themes are passion, love and sex. That sounds very romantic. But Lawrence Durrell, the diplomat and man of the world, writes cool, clever and more than clarified about passion sharpened by his readings of Freud’s. You can learn a lot about love and sex  from „The Alexandria Quartet“, for which Durrell was placed several times on the Nobel Prize list.
The „Alexandria Quartet“ are the four novels „Justine“, „Balthazar“, „Mount Olive“ and „Clea“, with the same people playing mostly in Alexandria in Egypt.

Hanne Siebers, Lake Distrikt, England DSC_0197

Ganz anders romantisch als Wordsworth tritt die erfolgreichste Kinderbuchautorin bislang, Beatrix Potter, auf. Ihre „Tales of Peter Rabbit“ haben wohl alle englischsprachigen Kinder gelesen. Das ist die niedliche, heile Welt der Kinderbücher mit technisch perfekten Illustrationen. Potter hat sich im Lake District nicht nur als Autorin hervorgetan, sie hat sich in „ihrem“ Teil des Lake Districts für die Schaftszucht (Herdwick Schafe) und Erhaltung der alten Landschaft aktiv eingesetzt. Sie kaufte viel Land und Schafsfarmen, die heute das Beatrix-Potter-Land bilden, das seine Einwohner in eine sprudelnde Einkommensquelle verwandelten. Dennoch ihr Häuschen – ein größeres Cottage – und Garten muss man besucht haben, nicht nur, weil einige ihrer Illustrationen Details ihres Heims wiedergeben, sondern auch, weil es urgemütlich eingerichtet ist. – Ich weiß, ich weiß, im Sommer muss man bei Hill Top stundenlang anstehen, aber jetzt im Herbst hatten wir genug Zeit, uns in dieser Umgebung pudelwohl zu fühlen.

A different kind of romantic represents Beatrix Potter, worldwide the most successful children’s book author so far. Every English child has probably read her „The Tales of Peter Rabbit“. This is the cute, ideal world of children’s books technically perfect illustrated. Potter has loved the Lake District not only as an author, she has been actively involved in her part of the Lakes in sheep breeding (Herdwick breed) and the conservation of the ancient landscape. She bought a lot of land and sheep farms that today form the „Beatrix Potter Country“ which its inhabitants turned into a bubbling source of income. Nevertheless, her house – a large cottage – and the garden is a must to visit, not only because Potter`s illustrations reflect some details of her place, but also because it is very cosyly furnished. – I known during the summer you have to queue for hours at Hill Top , but now, in fall, we had enough time to feel at home in Potter`s world.

Hanne Siebers, Lake Distrikt, England DSC_0050

Erst im Lake District wurde mir durch Siri und Selma meine exzentrische Wahl des Urlaubsbuchs deutlich. Im Land der Romantiker las ich mit konzentriertem Vergnügen Durrells Buch über Alexandria, damals, als ich den Olymp bestieg, verlore ich mich in dem wunderbar erzählten Roman „Waterland“ von Graham Swift über die Fens, Englands Gemüsegarten, platt wie ein Bügelbrett, den wir stets durchqueren müssen, wenn wir gen Norden fahren. Zuerst dachte ich, eine zum Buch konstrastierende Umgebung erhöhe den Lesegenuss. Aber da erinnerte mich Siri an C.G. Jung, der auf seiner Afrika-Reise die europäischen Alchimisten studierte. Das tat er, wie Siri nebenbei bemerkte, um angesichts des anderen sich selbst nicht zu verlieren. Selma erinnerte mich noch daran, dass ich einen Großteil meines Romans „Tantes Tod“, der teilweise in der hohen Arktis spielt, während eines warmen Sommers in Norfolk schrieb. Kontraste scheinen mich anzuregen.

Not before our holidays in the Lake District Siri and Selma made me aware of my eccentric choice of books to read on my journeys. In the land of the Romantics I read with concentrated delight Durrell’s book about Alexandria; when I climbed Mount Olympus I read the beautifully told novel „Waterland“ by Graham Swift about the Fens, Britain’s vegetable garden, flat as an ironing board, a ladscape we must always pass through when we drive up north. At first I thought a constrasting environment to that of the book would enhance the reading experience. But Siri reminded me of C.G. Jung who studied the European alchemists on his trip to Africa. He did this, as Siri incidentally mentioned, for not loosing himself in the face of the different. Selma reminded me that I wrote most of my novel „Tantes Tod“, playing partly in Greenland, during a hot Norfolk summer. Contrasts seem to inspire me.

Hanne Siebers, Lake Ullswater DSC_0077

Well, to document that I have been there – on Wainwright`s walks

„Poetry is not an accident of language but its essence“

Siri

Wordsworth und Potter lebten in dem lieblichen Teil des Lake Districts, der uns häufig an Süd-Skandinavien erinnerte. Dina rief oft erstaunt: „Wie bei mir zu Hause in Norwegen!“
Im Gegensatz zu den romantischen Dichtern faszinierte mich mehr der gebirgige Teil der Lakes: Serpentinenstraßen in karge Höhen, Wanderwege auf den Spuren Wainwrights über die Höhen vorbei an Steinkreise und Hochmoore. Trotz der Durrell-Lektüre konnte ich mich dort mit Freuden verlieren.

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Wordsworth and Potter lived in the lovely lush part of the Lake District which often reminded us of southern Scandinavia. Dina exclaimed in astonishment: „Like at home in Norway!“ In contrast to the romantic poets I was rather fascinated by the mountainous part of the Lakes: serpentine roads up to barren heights, walking in the footsteps of Wainwright passing stone circles and fells.
Despite reading Durrell I could lose myself with pleasure here.

Liebe Grüße,
take care and all the best
Klausbernd

Siri und Selma machen noch Ferien 🙂 🙂
Siri and Selma are still having a holiday as the fairy school starts not before Samhain, Nov. 1st 🙂 🙂
Lieben Dank an Dina für ihre wieder wunderbaren Fotos 🙂 Alle Fotos stammen von ihr mit Selma`s Hilfe.
And like always many thanks to Dina for her beautiful pictures. All these pictures are taken by Dina with the help of her busy assistant Selma.

Holiday Planning

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Reiseplanung

Sich bewegen ist zerstörerisch
To move is destructive

Gustav Flaubert

Gemütlich saßen wir auf dem gelben Teppich im Wohnzimmer zusammen mit Prosecco, meiner ausgebreiteten großen Landkarte von England, Siri auf dem Schaukelstuhl, ihr McFee Notebook auf den Knien und Dina mit dicken Büchern um unsere Reise zu planen. Es war richtig kuschelig. Die liebe Selmafee hatte mit Dina viele Kerzen angezündet, die sie aus Deutschland mitgebracht hatten, da Kerzen in England scheinbar mit Gold aufgewogen werden. Da meinte plötzlich Siri mit tiefer Denkerfalte auf ihrer sonst so glatten Feenstirn: „Eigentlich ist das Planen mit seiner Vorfreude das Allertollste am Reisen und überhaupt …“

We sat happily on the yellow carpet in our living room along with a glas of Prosecco, my outstretched map of England, Siri on the rocking chair with her McFee notebook on her knees and Dina with all her travelling books to plan our trip. It was really cozy . Selma together with Dina had lit many candles which they had brought from Germany, as in England candles are horribly expensive. Suddenly Siri said with a deep wrinkle of a thinker on her otherwise so smooth forehead: „Actually, planning is the greatest of every journey with all this joy of anticipation, isn`t it?“

Was soll man sich noch anschauen auf der Welt, alles ist weggeglotzt worden, kein Geheimnis bleibt
What should we still look at in the world, everything has been looked away, no mystery remains

Selma

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Wir nickten alle und stießen fröhlich mit unserem Prosecco auf unsere gemeinsame Reise an, als Siri grinsend fortfuhr: „Wir möchten, wenn wir ehrlich sind, eine Realität sehen, die für uns als Touristen inszeniert wird. Wir machen das hier alles mit den Vorbereitungen, dass wir diese Inszenierung auch wirklich würdigen können. Alles soll fein in das Bild passen und toll, wir arbeiten an dieser Inszenierung auch gleich mit.“

We all nodded and cheered happyly with our Prosecco to a great journey as Siri continued grinning: „We want, if we are honest, to see a reality that is staged for us as tourists. We are doing all these preparations that we can really appreciate this production. Everything should fit fine in the picture we are getting presented and we are part of this production.“

Ich war sprachlos ob dieser Entlarvung der der guten alten Tradition der Bildungsreise. Goethe fiel mir ein, der sich bei seiner Italienreise an einer Klassik erfreute, die er sich inszeniert hatte, auch wenn sie keine war. Ob es daran lag, fragte ich mich, dass Siri etwas destruktiver Stimmung war, seitdem sie auf Regalbrett 4 in ihrem Kuschelbettchen Derridas Grammatologie als Kopfkissen missbrauchte. Das heißt doch, ging mir durch den Kopf, der Reisende sucht das Erlebnis, das er bereits gefunden hat.

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I was speechless by this exposure of the good old tradition of the educational journey . Goethe occurred to me, he enjoyed „classic“ ruins during his trip to Italy , which were staged for travellers like him, but not classic at all. I wondered if Siri was in this kind of destructive mood as she abused Derrida’s Grammatology as a pillow on shelf 4 in her cuddly bed. It means, went through my head, that the traveler seeks the experience he has already been found.

Während ich so, vom Prosecco beflügelt, vor mich sann, meint Siri: „Wir reisen doch JETZT! Die Reise morgen ist doch das, was wir jetzt erfinden. Ach, ist nicht die Zukunft überhaupt nur das, was wir uns jetzt ausdenken, um der Vergangenheit einen Sinn zu verleihen?“
Dina und ich schauten uns bestürzt an, wissend, dass wir beide das Gleiche mit wehmütigem Stolz bedauerten, dass nämlich unser Feenkind klüger als wir wurde, die wir uns in naiver Kuscheligkeit am wohlsten fühlen. Siri Intelligenz hat eine Wärme, mit einem Hauch von Grausamkeit, die Dina und mich auf Trab hält – aber waren wir als Kinder nicht ebenso?

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A good beer, a good book, a good map is all a traveller needs to be happy. – Wainwright is the hero of all walkers in the Lakes.

As I was musing quietly being inspired by the Prosecco, I heard Siri going on: „We are travelling NOW! Our journey tomorrow is something we experience now. Is the future not something we are inventing to make the past meaningful?“
Dina and I looked at each other in dismay, knowing that we both regretted with a wistful pride that our fairy child became smarter than we were, we who feel most comfortable in a naive cozyness. Siri intelligence has a warmth, with a hint of cruelty, which Dina and me keeps on our toes – but haven`t we been the same when we were children?

Der Clou beim Reisen ist, dass man nichts mehr völlig unter Kontrolle hat
The attraction of traveling is having no longer total control

Siri

Die liebkluge versöhnliche Selma brachte es auf den Punkt: „Ist das nicht super, so unternehmen wir ja zwei Reisen, eine jetzt gerade und eine morgen. Ich finde Reisen toll und kann genug davon haben und eh kommt es meist anders, als man denkt!“
Ob ich das zwar gut finde?

The loving conciliatory Selma got to the point: „Isn`t it great, we actually do two trips, one right now and one tomorrow! I find travelling great and can`t have enough of it, and anyway , it is usually turns out different as you think!“
I am not so sure if I like this …

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Our Master …

Viele schreiben über die Freuden und Leiden des Reisens, aber die Freuden der Reisevorbereitung beschreiben wenige, obwohl sie weitaus weniger Mühen und gar Leiden kosten. Eine Ausnahme, freilich ganz anderer Art, stellt Martin Suters kurze Geschichte „Ferienplanung“ (aus der Business-Class-Kolumne der Weltwoche/Zürich) dar, bei der Herr Leimberger partout nicht mit seiner Familie für drei Wochen in Provence urlauben möchte.

Many write about the joys and pains of traveling, but few describe the joys of travel preparation although they cost a lot less effort and suffering. An exception, of course, of a different kind, is Martin Suter’s short story „Vacation-Planning“ (from the Business Class column of the Weltwoche/Zürich) in which Mr Leimberger partout doesn`t want to go on vacation with his family in the Provence for three weeks.

Your true traveler finds boredom rather agreeable than painful. It is the symbol of his liberty – his excessive freedom. He accepts his boredom, when it comes, not merely philosophically, but almost with pleasure.

Aldous Huxley

Wordsworth, the famous poet of the Lake District

Wordsworth, the famous poet of the Lake District

Nun werden wir Ferien machen, drei Wochen lang bloggfreie Zeit! Kein störendes Smartphone, kein Notebook oder iPad, eben kein Kabelsalat, wie Mick so treffend über seine Ferien schreibt. Echte Freiheit, richtig „boring“ wie im Huxley-Zitat, toll! Ende Oktober melden wir uns wieder zurück mit vielen neuen Geschichten und Bildern 🙂 Versprochen!
Zuerst fahren wir der Geschichte des Bleistifts und dem romantischen Dichter Wordsworths folgend in den Lake District und dann in die Yorkshire Dales. Also, ihr Lieben, wir verabschieden uns und bitte, bitte wiederkommen, vergesst uns nicht! Haltet uns bitte die Daumen für schönstes Herbstwetter.

We four will have a great holiday together, more than three weeks blog free time! No smartphone, no notebook or iPad, no gadgets at all – real „boring“ like in the Huxley quote, real freedom. We will be back blogging new tales and pictures in the middle of October. We promise!
First we will go to the Lake District following the history of the pencil and the romantic poet Wordsworth, then we will turn east to the Yorkshire Dales. So we say „Bye bye“ for now and, please!, don`t forget us, come back when we are back, please! And keep your fingers crossed that we will have bril weather.

Reisevorbereitung

Anmerkungen von Siri und Selma: Pssst – Geheimnis! Ihr seht oben im Bild die Wanderschuhe, die unser lieber Master für uns wasserdicht macht. Wir kichern uns schief. Das Bild der großen Wanderer täuscht gewaltig. Großfee Dina fragte gestern beim Touristenbüro nach dem kürzesten und leichtesten Wanderweg zu den Nine Standards (einsam gelegene, rätselhafte Steinmännchen, die die Wasserscheide in Englands Norden bezeichnen) wegen „poor health“. Aber hallo, als ob wir Buchfeen kurzatmig seien. Dina hatte wohl abgeschreckt, dass dies das Reich der Wanderer ist, die hier traditionell England von Küste zu Küste durchqueren, weswegen an den Pubs das Schild „muddy boots are welcome“ grüßt. Immerhin bekam sie den kürzesten Weg heraus, auf dessen letzter Strecke der Gebrauch eines Kompass empfohlen wird. Hihi, wir Buchfeen flattern doch munter auf die Hochfläche. Dina mit ihrem Fotoschlepp im Rucksack atmete auf, als sie las, es seien nur 2 Stunden allerdings auf schwierigem Gelände zu laufen.

A comment by Siri and Selma – but that`s a secret! You see those walking boots which our Master impregnates against water. We chuckle because the image of the serious hikers is a big bluff. Dina did inquire at the tourist board the shortest and easiest walk to the Nine Standards (remote cairns at the watershed in the North) because of „poor health“. We Bookfayries have to protest we are not short winded! Dina has been frightned as this the realm of serious hikers who cross England from coast to coast. At the few pubs there you find the signs „muddy boots are welcome!“ Nevertheless she now knows the shortest way on which the help of the compass is recommended. Easy for us Bookfayries we will fly easily up to the plateau. Dina was relieved finding out it is a two hours walk (but in a challenging area). She was already dreaming of Sherpas carrying her heavy photo equipment.       

Bis dann
So long, see you
Klausbernd, das schreibende Masterchen, our writing Master

and
Dina, die Oberfotografin, Chief Photographer (the Boss)
Selma, die Buch- und Knipsifee, ihre Assistentin, busy Book- and Picturefayrie, Assistent to Dina
Siri, die Buchfee, Masterchens Assistentin, happy Bookfayrie and beloved Assistent to our Master

Post Scritum by Siri:
Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen, wir freuen uns alle sehr auf die Reise, ich packe mit Freuden mein Feensäckchen 🙂
Don`t missunderstand me, we all are very much looking foreward to our holiday. I have already fun packing my little fairy bag 🙂 

Capturing the last summer day

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Ah, summer, what power you have to make us suffer and like it.

Russell Baker

So sieht es auf unserem Dorfanger aus, wenn mit dem scheidenden Sommer die Touristen mit den Schwalben verschwinden, arktische Vögel zum Überwintern in sonnenverdunkelnden Schwärmen einfliegen und eifrige Maler aus ganz England kommen. Ehrlich gesagt, müssen wir Buchfeen denen immer neugierig über die Schulter schauen, wie sie den letzten Augenblick des Sommers, mit freilich künstlerischer Freiheit, dokumentieren.

So it looks like on our village green when with the disappearing summer and the swallows the tourists will leave, when arctic birds arrive in flogs darkening the sun and avid painters from England. Frankly we Bookfayries always have to look curiously over their shoulders to see how they document the last moment of summer, with artistic freedom of course.

Siri: „Guck mal, die Armen versuchen das Flüchtige zu verewigen und bemerken mit Schrecken, dass die eben gesehene Wolke beim ersten Pinselstrich bereits weitergezogen ist. Und Vögel fliegen durchs Bild, das muss sie doch ganz verrückt machen.“
Selma: „Und weißt du was? Ihre werdenden Bilder sehen alle ähnlich aus, fast gleich. Hihi, wie bei den berüchtigten Ferienfotos oder früher, welch ein Graus, Großvaters Feriendias.“
Siri: „Jeder nimmt auf seine Weise wahr, das sagt doch immer Masterchen, aber Pustekuchen, diese Bilder lassen schwer an der Individualität der Wahrnehmung zweifeln.“
Selma: Weißt du, der Sommer haut ab und mancher möchte ihn gern festhalten, nur für ein paar Tage noch, und da wird auf Teufel-komm-heraus idealisiert. Sieh, sie teilen sich alle ein Sommerideal.“

Siri: „Look, these poor painters try to immortalize the fleeting moment and note with horror that the clouds they are painting have already moved since the first stroke of their brush. Painting birds flying around must make them crazy.“
Selma: „And look! All their pictures in the make look similar, almost identical. Hihi, it`s like those notorious holiday photos or do you remember, what a horror, when grandfather was threatening to show his vacation slides? „
Siri: „Everyone perceives in his own way, our Master told us, but nope, these images let me doubt the individuality of perception.“
Selma: You know, the summer is running out and these painters would like to keep him and so they all idealized this late summer mood. Well, they all share the same ideal of a summer.“

Wir lachen uns, ehrlich gesagt, schief darüber (aber nur ganz leise – Dina und Masterchen haben uns ja zur Höflichkeit erzogen), wie diese bemühten Maler sich gegen den ständigen Wandel des Abzubildenden auflehnen. Irgendwie hängt das doch, erinnern wir uns dunkel auf der sonnigen Wiese hockend, mit diesem Verhältnis von Zeichen und Bezeichneten zusammen, diesem „Signifakat-Signifikant-Gedöns“ – der Ausdruck stammt von mir, der liebklugen Selma, die die Sachen beim Namen nennt 😉

We laugh about (but very quietly only – Dina and our Master have brought us up to be polite) how these painters try to rebel against the constant change images. We recall only vaguely there is somehow this problem of that dodgy relationship of signs and the signified involved, this “Signifakat – Signifikant – Thingy“.

Selma: „Und hast du bemerkt? Schau dir mal Masterchens erstes Foto an, die beiden Maler stehen doch genau in der Haltung, die wir von Bildern ihrer berühmten Kollegen kennen. Immerhin stimmt die Haltung. Masterchen sagt doch (nicht gerade originell, naja …) die rechte Haltung ist das Wesentlichste.“
Siri: „Siehst denn nicht, Liebschwesterlein, die verlieren ihre Seele an den Teufel, da sie aus der Situation fallen. Sie ziehen sich zurück, weil sie das zu bannen suchen, dessen Essenz in der Vergänglichkeit liegt.“
Selma: „Kommt daher diese so romantische Hassliebe der Einsamkeit des Künstlers? Völliger Quatsch, wenn du mich fragst.“
Siri: „Sie rauben dem Augenblick das Leben und damit ihrem eigenen Erleben. Der Abbildende wehrt ängstlich die Totalität ab, die der Seele – jener undefinierbaren Einheit – zu eigen ist.“

Selma: „Come on, look at our Master`s first photo, the two painters how they are standing … Don`t they show exactly this attitude we know of pictures of her famous colleagues? Nevertheless, the right attitude is the most essential as our Master always says – not exactly original, isn`t it? „
Siri : „Don`t you see, my sweet sister, they lose their souls to the devil, because they fall out of the situation. They isolate themselves trying to capture a situation whose essence lies in changing.“
Selma : „Is this the artist`s romantic love-and-hate relationship with loneliness? Utter nonsense , if you ask me !“
Siri : „They steal the moment`s life and thus cutting down their own experience. The producer of pictures anxiously fends off totality, which makes the soul – that indefinable something – of every reality.“

Mit dem Dokumentieren beginnt die Entseelung der Welt
Documenting is the beginning of making our world lifeless

Siri

Maler, Village Green, Cley next the sea, Norfolk Foto: Klausbernd Vollmar 2013

Wir beide freuen uns auf den Herbst, wirklich! Weil alles da so fein bunt wird. Wenn`s draußen stürmt, dass die Türen klappern, finden wir es soooo gemütlich mit Dina und Masterchen vorm Feuer zu hocken. Aber auch wir nutzen den letzten Tag des Sommers, indem wir gleich unter den Bäumen des Dorfangers unsere Loupings fliegen und uns von den Blumenfeen verabschieden, die nun in den Winterschlaf verschwinden.

We both look forward to the fall, really! Because nature becomes so colorful 🙂 We love it when  gails make the doors rattle, it`s soooo cozy then to sit in front of the fire with Dina and our Master. But now we use the last day of summer for flying loupings under the trees of the village green and say goodbye to the flower fairies who now disappear into hibernation.

Wir möchten uns noch bei den Malern ganz feenlieb entschuldigen, eine Erinnerung an den Sommer lässt ja wirklich den Winter mehr genießen. Die klare Winterkälte können wir so viel intensiver in Erinnerung an die Wiederkehr des Sommers genießen.

We’d like to apologize to all the painters. You are right, a reminder of the summer makes really like the winter so much more. We can enjoy so much more the clear cold of the winter in commemoration of the summer – as we know for sure it will come back.

Die schönsten Sommer finden in der Kunst statt
You will  find the best summers in arts
Selma

Maler II, Village Green, Cley next the sea, Norfolk Foto: Klausbernd Vollmar 2013

Aber morgen werden die Maler ebenfalls gegangen sein. Auch das ist das Ende des Sommers, wenn uns Einheimischen wieder der Dorfanger gehört und wir statt der Maler andere seltene Vögel beobachten 😉

But tomorrow the painters will also be gone. That’s the end of the summer as well when we locals have our village green for ourselves and we observe no the painters any more but other rare birds 😉

Liebe Grüße von Cley next the Sea
Love from our small village next the sea
Siri und Selma, die liebfrechen Buchfeen

Pictures are both by © Klausbernd Vollmar