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On Blogging

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Koalitionsverhandlungen

Wir Buchfeen müssen Euch heute ein riesengroßes Geheimnis verraten – psssst, nur unter uns!
We Bookfayries have to tell you a huge secret today – psssst, just among us!

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Da Dinas Blog und unser Buchfeenblog zusammen von über 4000 Followers regelmäßig besucht werden, überlegen wir uns, wie betreibt man solch große Blogs mit stetigem Wachstum. Abends in unseren Kuschelbettchen nach der Gute-Nacht-Geschichte fragen wir uns flüsternd, wie können wir unseren lieben Lesern noch gerechter werden. Wir munkelten im Dunkeln z.B. darüber, wie wir mehr Zeit bekommen, auf Kommentare einzugehen und uns mit den Lesern auszutauschen und diese virtuell zu besuchen?

Since Dinas blog and our Bookfayrieblog are regularly visited by more than 4,000 followers, we consider how to operate such large blogs with a steady growth. We ask ourselves, whispering in our cozy little beds on our bookshelves nearly every evening after the bedtime story, how can we serve our dear readers better and better. We rumored in the dark  about how we could  get more time to respond to comments and exchange views with our readers and visit them virtually?

Zunächst dachten wir wie Stefano mit „Clicks and Corks“ und Francesca mit „Flora`s Table“ vereinzelte Beiträge auf beiden Blogs zu posten. Gestern fiel uns aber auf, dass dies eine Schnapsidee ist (wir hatten von Masterchens Whiskey getrunken, siehe oben ;-)), da beide Blogs zu viele gemeinsame Followers haben.

At first we thought, like Stefano with his blog“Clicks and Corks“ and Francesca with „Flora` s Table„, to post our articles on both blogs on and off. But yesterday we noticed that this is not such a good idea (we had been drinking whiskey from our beloved Master`s favourite bottle, see picture above) since our blogs share many followers.

Unsere liebe Dina, Masterchen und wir liebklugen Buchfeen überlegen auch seit Tagen hin und her, ob wir nur noch einen Blog betreiben sollten. Das kam so: Masterchen fragte bei Pit in Süd-Texas an, ob bei ihm alles in Ordnung sei, weil er lange nicht mehr gebloggt habe. Der liebe Pit antwortete flugs darauf, dass er nach einer Blogpause gar nicht mehr solche Lust verspüre, seinen Blog weiterhin zu betreiben. Das war Wasser auf die Mühle von Masterchen, dem nämlich das Bloggen auch oft zu viel ist. Er wollte eigentlich heute eine Entschuldigung schreiben, fast wie in der Schule die Entschuldigung von den Eltern, dass er heute nichts bloggen könne, da er noch nicht zu Ende gedacht habe. Unser armes Masterchen macht sich großen Stress damit, dass seine Artikel nicht so ausgefeilt sind, wie sie seien könnten, da schneller gebloggt als gedacht wird. „Naja, er ist eben etwas älter und da denkt man langsamer“, meine ich, die liebfreche Selma.

Our dear Dina, the Master and we the as dear as clever Bookfayries consider whether we should just run one blog together. It happened like this: Our Master was asking Pit in South Texas if everything is okay with him because he hadn`t blogged for a log time. Our dear Pit immediately replied that he has lost the fun of bloggging after a break and he isn`t sure to run his blog any longer. This was grist to the mill of our Master who finds blogging stressful too often. He wanted to write an apology today – almost like in school the apology from the parents – that he could not blog this Friday because he had not yet finished thinking. Our poor Master uses to put himself  under such a pressure in thinking that our blogs are not as perfect as they could be, since he feels the obligation to blog faster than he thinks. „Well, he’s just a bit older and thinking slows down“, I, the lovingly naughty Selma, suppose.

Nun werden Koalitionsverhandlungen vorm Kamin geführt, wie unsere Zusammenarbeit in Zukunft aussehen könnte. Da gibt`s viel Ratz Fatz, aber das ist ja gut so– und ehrlich gesagt, wir wollen den „tollsten und spannendsten Blog aller Zeiten“ betreiben, worauf ich, Siri Buchfee, bestehe, „unter dem mache ich nicht mit!“
Jetzt fragen wir euch, liebe Leserinnen und Leser, was meint ihr dazu, wenn wir „The World According to Dina“ und unseren Buchfeenblog hier „The World According to Siri und Selma“ zu einem Blog zusammenlegen?
Hihihi, ich, die muntere Selma, meine, das wäre ja fast wie Heirat 😉

Well, coalition negotiations are be conducted in front of our fireplace how our collaboration might look like in the future. There `s a lot of excitement, but that is good – and to be honest, we want to run the“ wildest and most exciting blog ever,“ which is essential for me, Siri Bookfayrie.
Now we ask you, dear readers, what do you think if we combine „The World According to Dina“ and our Bookfayrieblog  „The World According to Siri and Selma“ to one blog?
Hehehe, I, the sprightly Selma, thinks that would be almost like a  marriage 😉

Ein Vorteil wäre auch, dass Dina und Masterchen mehr Zeit für uns (zum Vorlesen und Quatschen) und den Garten hätten. Außerdem können wir Buchfeen mit Dina und Masterchen noch viel tollere Artikel schreiben und Bilder veröffentlichen, da wir mehr Zeit zum Vorbereiten hätten. Das Thema ist doch eh bei beiden Blogs gleich: Der Norden und die Literatur. Außerdem brauchen unsere Leser nur einen Blog besuchen. Ist doch auch bequemer für Euch – oder?
Grundsätzlich würde sich ja wenig ändern: Ich, die kluge Siri, würde mit Masterchen Texte wie zuvor schreiben und ich, Selma Buchfee, würde mit Dina für die Fotos und die Gestaltung zuständig sein. Ja, was würde sich denn überhaupt ändern? Ihr würdet auf dem gemeinsamen Blog solche Artikel lesen, wie gewohnt, nur eben etwa einmal die Woche auf einem Blog.

An advantage would be that Dina and our Master would have more time for us (for reading and chatting) and the garden. Moreover, we Bookfayries together with Dina and our Master could write even greater articles and publish more stunning pictures because we would have more time to prepare. We write about the same topics anyhow: The North and the literature. Furthermore, our readers need only to visit one blog. Isn`t this also more convenient for you – right?
Basically, little would change: I, the wise Siri, would write the texts together with our Master as before, and I, Selma Bookfayrie, would be responsible for the photos and design together with Dina. Yes, what would change at all? You would read on the common blog such articles, as usual, just about once a week on one blog.

Aber, wie gesagt, unsere Koalitionsverhandlungen sind keineswegs von Frieden-Freundschaft-Eierkuchen bestimmt. Ob wir uns treffen? Wer weiß? Ein ungelöstes Problem ist noch, wie wir den neuen Blog nennen, Ihr versteht doch sicher, dass wir Buchfeen im Blogtitel vorkommen möchten – das lieben wir! – und dass „The World According to Dina“ zum Markenzeichen geworden ist. Oh je, Wie können wir beides retten? Aber das werden wir mit unseren kleinen grauen Zellen noch lösen. Oder habt Ihr eine zündende Idee dazu? Und soll der Blog weiterhin zweisprachig in Deutsch und Englisch oder nur in Englisch geführt werden? Masterchen plädierte eben geradezu furios für zweisprachig.
Falls wir uns dazu entscheiden, unsere Blogs zu vereinigen, werden wir damit Anfang Januar nächsten Jahres beginnen.

But, as we wrote, our coalition negotiations are not determined by „Peace, Friendship and Pancakes“. Whether we meet? Who knows? An unsolved problem still is what we call the new blog. You surely understand that we want to keep „Bookfayries“ in the blog title – which we would love! But the  „The World According to Dina“ has become a trademark. Oh dear, how can we save both? But we will solve this problem with our little gray cells – we hope. Or do you have a brilliant idea? Should the blog be run bilingual in both German and English or in English only? Masterchen pleaded just downright furious for bilingual.
If we decide to combine our blogs, we will begin in early January next year.

Wie schon öfter betont: Es gibt auch ein Leben jenseits des Bloggens. Wir wollen mehr Leben und weniger Bloggen – obwohl wir das Bloggen lieben und diese Liebe wollen wir uns nicht durch Stress nehmen lassen. Auf jeden Fall bedanken wir uns bei unseren über 4000 treuen Followers und allen anderen Lesern und fragen Euch, was meint Ihr denn zu unserer Idee?
Wir sind gespannt auf Eure Antwort.

As has often stressed: There is also a life beyond blogging. We want more life and less blogging – although we love blogging and this love we do not want to be destroyed due to stress. In any case, we thank our loyal followers and all our readers and ask you what you think about our idea?
We are looking forward to your reply.

Mit liebe Grüße vom stürmischen Meer
With love from the wild sea
Siri und Selma, die liebklugen Buchfeen

The Hollow Earth

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Die hohle Erde
Hollow Earth

Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt Grenzen.
There are no limits, neither for our mind nor for our feelings. Fear sets limits.

Ingmar Bergman

Wir Buchfeen haben in Masterchens alten Studien zu seinem Roman „Tantes Tod“ etwas völlig Abgeknalltes über den Norden gefunden. Ich, Siri Buchfee, fand es zunächst zu verrückt, um es zu veröffentlichen. Aber ich, Selma Buchfee, meinte, dass es doch sooo spannend ist, was man von Newtons Zeit bis noch heute – es gibt wirklich noch immer Anhänger dieser Theorie – auf die Polargebiete projizierte. Ich gebe es ja zu, ich liebe diese kapriösen Theorien der Menschen. Außerdem ist uns Feen die Hohlerdtheorie, gar nicht so fremd. Da raunt man in Wales und Irland, dass, als der Mythos von Logos verdrängt wurde, also kein Mensch mehr an uns Feen glaubte, wir uns zusammen mit den Elfen unter Erde zurückgezogen haben, wo wir unser Leben fröhlich leben. Naja, so ganz stimmt das nicht. Wir sind doch hier bei unserem Masterchen und Dina.

We Bookfayries found in our Master`s old notes (for his German novel „Tantes Tod“) some amazingly crazy ideas about the North. I, the Bookfayrie Siri, thought it much too weird to be published. But I, her sister Bookfayrie Selma, thought it to be more than interesting what was projected onto the polar regions from Newton`s time onwards to nowadays – and you wouldn`t believe it there still some people around believing in this hollow earth theory. I admit I like those capricious ideas constructed by brainy people. Besides we fairies know this hollow earth theory as well. It`s said in Wales and Ireland that fairies together with elves retired under the surface of the earth, which was in times when the mythology was replaced by the rational thinking and nobody believed in fairies any longer. But that isn`t correct. You see, we Bookfayries live over ground with our Master and Dina.

Is here the entrance to the inside of the earth? (Artic Iceshelf)

Is here the entrance to the inside of the earth?
(Artic Iceshelf)

Die Gebiete unter dem Eis und besonders die Pole zogen seit jeher exzentrische Ideen an. So kam ab 1925 in Kreisen nationalsozialistisch Gesinnter die WEL abgekürzte Welteislehre in Mode, die annahm, dass die meisten Himmelskörper aus Eis bestehen. Sie wurde von dem deutschen Volksschullehrer Philip Fauth und dem österreichischen Pseudowissenschaftler Hanns Hörbiger vertreten. Rosenberg und Himmler bekundeten großes Interesse an dieser Lehre. In der magisch neutemplerisch ausgerichteten Thule-Gesellschaft wurde diese Lehre von Rudolf von Sebottendorff verbreitet. Sie verband sich mit der Holherdtheorie und der von Elmar Brugg vertretenen Lehre von der Wirkung kosmischer Kräfte. Diese einflussreichen Vorstellungen vom Norden treffen sich darin, im Norden einen Zugang zur Anderswelt zu sehen. Diese bizarre Theorie war die Reaktion auf Isaac Newtons Entdeckung der Gravitation und seinen Berechnungen, dass der Mond dichter als die Erde ist. Kein Geringerer als der englische Astronom Edmund Halley – dieser Kometenkerl – folgerte 1691 aus Newtons Annahmen, die Erde müsse hohl sein, denn man glaubte damals, alle Planeten und deren Trabanten müsste die gleiche Dichte aufweisen. Ferner nahm man an, alle Himmelskörper seien bewohnt. So war es selbstverständlich, die Hohlräume der Erde zu besiedeln. Die Erde als Kugel wird außen von unserer Welt belebt und innen gibt es eine weitere belebte Welt. Die beiden Eingänge zu dieser Innenwelt sollen nahe den Polen liegen, wobei man den Nordpol bevorzugte. Hier wurde der Lebensraum der ältesten und intelligentesten Lebensformen vermutet. Irgendwann, so hofften die Hohlerdgläubigen, wird von diesen Lebensformen eine Reinigung unserer Erde ausgehen. In der Thule Gesellschaft, die den Nationalsozialismus vorbereitete, wurde behauptet, dass sich die Herrenrasse in diese Innenwelt zurückgezogen habe.

The areas under ice as well as the poles were always kind of magnets for eccentric thinking. We remind you on WEL, the so called „Welteislehre“ (World-Ice-Theory) that became en vogue in fascistic circles from 1925 onwards. The idea was: all the planets and their moons consist of ice. The German teacher Philip Fauth and the pseudo-scientist Hanns Hörbiger spread this idea. Rosenberg (a kind of chief-ideologist of the early fascism) and Heinrich Himmler were quite taken by this idea. It was Rudolf von Sebottenbroch who then sponsored this idea in the esoeteric Thule-society. In this early fascistic and highly influencal society all this theories were combined with the hollow earth theory. This was easy because they all shared the idea that an entrance to another world lies hidden in the very North. This actually goes back to Isaac Newton who found out that our planet is lighter than its moon. The English astronomer Arthur Halley – know for this comet – concluded the earth has to be hollow in 1691 because scientist believed that all the planets and their moons must have the same density. Besides it was believed that all planets are populated and so it was thought that the inner earth is populated too. The outer surface of the earth is where our world takes place and on the inner surface there exists another world. The entrances to this world are situated near the poles, well, the North Pole was preferred. Through the North Pole one could reach the oldest and most intelligent living beings. From these beings, so the believers of the hollow earth theory were convinced, our planed will be „cleaned“ in the near future. In the Thule society, which prepared the NS state, it was claimed that the superrace was waiting on inside of our earth.   

Arthur Halley holding a diagramme of the inner worlds

Arthur Halley holding his diagramme of the inner world (looking quite determined)

Weniger rassistisch geprägt finden wir ähnliche Ideen bei Edgar Allan Poe z.B. in „Die Grube und das Pendel“ (1842). Den Text könnt Ihr Euch vorlesen lassen. Um nicht die Spannung vorweg zu nehmen, sagen wir nur, dass auch Poe einen polaren Eingang zum Erdinneren annimmt. Weiter ausgebaut hat diese Idee dann Jules Verne in seinem erfolgreichen Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (1864), in dem der Protagonist ein deutscher – wie sollte es auch anders sein – Professor Otto Lindenbrock ist. Er findet ein in Runen geschrieben Manuskript von Snorri Sturluson – der die Prosa Edda an der Wende vom 12. zum 13. Jh. schrieb (hist. Person) – in dem ein isländischer Alchimist andeutet, dass man durch den Krater eines isländischen Vulkans zum Mittelpunkt der Erde reisen kann. Lindenbrock unternimmt kühn diese abenteuerliche Reise. 1924 veröffentlicht dann Wladimir Obrutschew seinen Roman „Plutonien“. Dieser spielt nördlich der Tschuktschen Halbinsel, dort wo Juri Rychtchëu herkommt, ein Romancier, der diese Gegend und das Leben dort genau beschreibt und den unser Master sehr verehrt. Also nördlich der Tschuktschen Küste erforschen Wissenschaftler ein unbekanntes Gebiet, das sie Fridtjof-Nansen-Land taufen. Als sie mit Hundeschlitten weiter gen Norden ziehen, gelangen sie ins Innere der Erde.

Not racist but similar ideas we Bookfayries find in Edgar Allan Poe`s works like „Arthur Gordon Pym“ (1838). Poe imagines an entrance to the inner earth at poles as well. This idea was further developed in Jule Verne`s very successful novel „Journey to the Centre of the Earth (1864).  The hero, the German (of course!) professor Otto Lindenbrock finds a runic manuscript by Snorri Sturluson (the writer of the Edda at the turn from the 12th to the 13th c. – a historic person) in which an Icelandic alchemist hints that is possible to travel to the centre of the earth through a volcanic crater. And so Lindenbrock set off to an adventurous journey. In 1924 the novel „Plutonia“ by the Russian author Vladimir Obruchev was published. This novel plays at the Tchuktchi peninsular (where the author Juri Rychtchëu comes from, a writer who describes this area and is one of the favourite novelists of our Master). North of the Tchuktchi coast Obruchev`s heroes find undiscovered lands which they call Fridtjof-Nansen-Land. As they go further North (on dog sledges) they reach the inner earth.

Cover of the first edition (we unfortunately don`t own)

Cover of the first edition (we unfortunately don`t own)

Wir fanden in Masterchens Bibliothek noch den Roman „Hohlwelt“ (1990) geschrieben von dem Mathematiker und Mitbegründer des Cyberpunks Rudy Rucker, der übrigens von sich behauptet, ein direkter Nachfahre, so ein Ururururenkel des deutschen Philosophen Hegel zu sein. Der Held Mason Reynolds gerät in Schwierigkeiten und trifft in Richmond/Virginia keinen Geringeren als Edgar Allan Poe, der seine Hohlerdtheorie beweisen möchte. Die beiden Zugänge zum Erdinneren liegen natürlich an den Polen und auf geht`s zu einer Expedition in die Erde.
Alle diese Romane bemühen sich, authentisch zu wirken, deswegen treten in ihnen stets Wissenschaftler bzw. ein anerkannter Dichter auf.

Die heutige UFO-Szene ist ebenfalls von solchen Träumen geprägt, wenn sie annimmt, im Inneren der Erde warten UFOs darauf, die Menschen zu evakuieren, falls eine ökologische Katastrophe eintritt. Die Ausflugschneise dieser UFOs liegt in Thule – und damit ist wohl nicht die amerikanische Air Base in NW Grönland gemeint.

We also found on Master`s bookshelves the novel „Hollow World“ written by the mathematician and co-founder of the cyberpunk Rudy Rucker. By the way, he claims being the grandgrandgrandson of the German philosopher Friedrich Hegel – we Bookfayries doubt that. Anyway his hero Mason Reynolds gets into trouble and is lucky to meet Edgar Allan Poe in Richmond/Virginia. Poe wants to prove his hollow earth theory with the entrance at poles and off they go for quite a wild expedition.
All these novels try to sound authentic therefore we find quite some scientist in them or a famous author.

The contemporary UFO-scene dreams similar dreams as well. They suppose that in the hollow earth UFOs are waiting to rescue people in case of an ecological catastrophe. The entry lane is situated at Thule – and they don`t mean that American air base in NW Greenland.

Here the out lights are shinig through - a window of the inner world (500 sm from the North Pole)

Here the outer lights are shinig through – a window of the inner world
(the nearest Masterchen came to the North Pole)

Die Hohlerdtheorie gibt es genau besehen in zwei Variationen. Die eine, die u.a. von dem französischen Metaphysiker René Guénon vertreten wurde, besagt, dass wir außen auf der Erdkruste leben und im Inneren der Erde sich das Reich von Agarttha befinde, in dem der König der Welt regiert. Nach der anderen Variation leben wir im Inneren der Erde und an den Polen gibt es nach J. Cleves Symmes aus Ohio und dem amerikanischen Religionsgründer Cyrus Reed Teed einen Zugang zur Außenwelt. Die Sonne ist der glühende Kern des Erdinneren, und wir sehen diese feinen Nordlichter, da im Norden die Welt noch ursprünglich ist, also aus Eis, und dünner. Durch das durchsichtige Eis würden Lichterscheinungen der Außenwelt gebrochen und gesehen. Wie das mit den Sternen erklärt wird, konnten wir nicht finden, aber ich Siri Buchfee meine, irgendwo dazu eine Erklärung gelesen zu haben, die jedoch so abwegig klang, dass ich sie gleich wieder vergessen habe.

The hollow earth theory exists in two variations. One is represented by the French esoteric René Guénon. He thinks we – the Bookfayries and you people – live on the outer surface of our earth but in the inside there is the kingdom of Agarttha where the King of the World resides. Following the other idea we actally live in the inside of our earth and at the poles there is the way out – so represented from two US Americans (of course!) J. Cleves Symmes from Ohio and the founder of a religion (!) Cyrus Reed Teed. What we see as the sun is the glow of the inner nucleus of our earth and those northern lights are seen through the ice as in the North our planet is more premordially consisting of ice and thinner anyhow. We couldn`t find how it is explained with seeing the stars but I, the Bookfayrie Siri, remember darkly having found an explanation – but it was so weird that I forgot it immediately.

Is that the glowing centre of the earth? (midnight sun)

Is that the glowing centre of the earth?
(midnight sun)

Diese zweite Variation der Theorie wurde in NS-Kreisen derart ernst genommen, dass angeblich Hitler während des Kriegs Dr. Heinz Fischer nach Rügen sandte, um mit einer Teleskopkamera die britische Flotte zu beobachten, die an der Innenseite der Erdkugel operiert.

The second version of the hollow earth theory was taken that seriously during fascism that reportedly Hitler did sent Dr. Heinz Fischer to the German island of Rügen to watch the British fleet operating on the inside of our earth with a special camera – that was during WW II.

Als Einführung in dieses fragwürdige Thema versteht sich das Buch von Joscelyn Godwin: Arktos. Das Buch der Hohlen Erde (Peinting 1997). In die faschistische Hohlerdtheorie führt anschaulich mit Bildern Miguel Serrano: Adolf Hitler – Der letzte Avatar (zu lesen auf http://www.unglaublichkeiten.com) mit Skizzen ein, obwohl wir unsicher waren, ob wir das anführen sollten. Aber aus historischen Gründen haben wir uns dazu durchgerungen.
You will find an introduction into the hollow earth theory in Jocelyn Godwin: Arktos (1993). If you can stand to be confronted with lots of fascist material and diagrammes concerning this theory have a look at Miguel Serrano: Adolf Hitler – Der letzte Avatar (in German only, on the website http://www.unglaublichkeiten.com).

Wiss. Lit.:
Scientific Literature:

  • Edmund Halley: An account of the change of the variation of the magnetic needle with an hypothesis of the structure of the internal parts of the earth (London 1692)
  • James McBride: Symmes` Theory of Concentric Spheres (1826)

McBride bewegte den amerikanischen Kongress dazu, Gelder für eine Expedition zum Südpol zu bewilligen, um die Öffnung in die innere Erde zu studieren. Die Expedition scheiterte wie viele Polarexpeditionen an einer Meuterei. Sie inspirierte E.A. Poe zu einigen seiner Werke.
McBride got the American Congress to finance an expedition to the South Pole to study the entrance to the centre of the earth. Like so many polar expedition this one found its end because of mutiny. 

Historische Lit.:
History Books (all in German only):

  • Niklas Goodrich-Clarke: Die okkulten Wurzeln des 3. Reiches (Graz, Stuttgart 1997)
  • Rudolf von Sebottendorf: Bevor Hitler kam (München 1933)

Von Sebottendorf, der maßgeblich für die esoterischen Gedanken der NS-Führung verantwortlich war, präsentiert in diesem Buch unter anderem die Idee der Herrenrasse des Nordens.
Von Sebottendorf, who influenced the Nazi-elite with his esoteric ideas, presents the idea of the superrace in this book.

  • Detlev Rose: Die Thule-Gesellschaft (Tübingen 2000)
  • Hermann Gilbhard: Die Thule-Gesellschaft (München 1994)

Fiction:

Wir haben oben im Text nur Bücher angeführt, die wir in Masterchens Bibliothek fanden. Hier ein grober Überblick.
We mentioned only those novels in the text above we found in our Master`s library. Here is a little summary.

  • Ludvik Holberg: Niels Klims unterirdische Reise (1741) – Niel`s Klims Underground Travels
  • Edgar Allan Poe: Arthur Gordon Pym (1838) – Arthur Gordon Pym
  • Edgar Allan Poe: Die Grube und das Pendel (1842) – The Pit and the Pendulum
  • Jules Verne: Reise zum Mittelpunkt der Erde (1864) – A Journey to Centre of the Earth
  • Wladimir Obrutschew: Plutonien (1924) – Vladimir Obruchev: Plutonia
  • Arno Schmidt: Tina oder über die Unsterblichkeit (1955) – not available in English
  • Rudy Rucker: Hohlwelt (1990) – The Hollow Earth
  • Das Computerspiel MYST, wozu Ryan Miller die Myst-Romane (1995) schrieb – MYST (computer game ad books)

Ja, da staunt Ihr genauso wie wir. Unsere alte Feenurgroßmutter sagte in solchen Fällen stets kopfschüttelnd „Was es nicht alles gibt.“ Aber immerhin hat diese Hohlerd-Theorie höchst lesenswerte SF-Literatur hervorgebracht.
Als wir Masterchen eben zeigten, was wir aus seinen Aufzeichnungen gemacht haben, meinte er, dass wir ganz vergessen hätten, die Reise ins Innere der Welt als eine Metapher zu sehen, ja als eine Aufforderung die Reise des Helden anzutreten, um unser eigenes Inneres zu erforschen.
Well, you are amazed, aren`t you? Our old fairie-grandgrandmother used to say: „It`s a funny old world, isn`t it?“ But anyway those theories inspired quite some Sci-Fi-literature worthwhile reading.
When we showed our beloved Master what we have written following his notes he reminded us that the journey to the inside of our earth is a metaphor for the inner journey, the journey down under our consciousness, the journey everyone has do to become him- or herself. 

Mit lieben Grüße von der sonnigen Erdoberfläche
With love from the sunny surface of our earth
Eure liebklugen Buchfeen Siri und Selma 🙂 🙂

All photographs by Klausbernd Vollmar, the cover of Jule Verne`s novel and the picture of Halley are taken from the Wikipedia archives

Ultima Thule

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Ultima Thule – das Paradies des Nordens
Ultima Thule – The Paradise of the North

Gemälde des Malers Church (1865)

Gemälde des Malers Frederic Edwin Church (1865)

I tried in vain to be persuaded that the pole is the seat of frost and desolution; it ever presents itself to my imagination as the region of beauty and delight.

 Vergeblich suchte ich mich zu überreden, der Pol sei der Ursprung des Frostes, der Trostlosigkeit. Stets bietet er sich meiner Vorstellung als ein Ort der Schönheit, der Freude an.
Mary Shelley, Frankenstein

Die griechische Klassik vermutete in der Arktis den Wohnort der Hyperboreer, jener glücklichen Menschen, die jenseits der Höhlen wohnten, von denen Boreas, der Nordwind, wehte. Das Land dieses Volkes wurde als paradiesisch gesehen. Da zu dieser Zeit keiner der südlicher wohnenden Menschen den hohen Norden gesehen hatte, diente Ultima Thule, wie der äußerste Norden genannt wurde, als Projektionsfläche für verwegenste Vorstellungen. Reisende, die vorgaben, in diese Bereiche vorgedrungen zu sein, erzählten bizarre Geschichten von einer Anderswelt, die märchengleich ihr Publikum faszinierten. Eine der beliebtesten Geschichten war die der vier Flüsse, die am Nordpol in einen Abgrund stürzen, eine Annahme, die noch Mercators Weltkarte prägte.

The classic Greek writers supposed the Arctic to be the home of the Hyperboreans, those happy folks living beyond the caves from which Boreas, the northerly winds are blowing. The land of these happy people was seen as paradise. No man from the South had seen Ultima Thule, the highest north, at this time which was therefore the ideal screen for boldest projections. Explorers who pretended to have seen the highest North told bizzare tales about an otherworld which fascinated their audience. One of the most liked tale was that of the four rivers which fall into an abyss at the North Pole, a presumption which formed Mercator`s famous map of the world

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Das Land der Hyperboräer wird durch Berge vor kalten Winden geschützt, so dass in ihm ewiger Frühling herrscht und das ganze Jahr hindurch Früchte reifen. So nahmen es die griechischen Dichter Hesiod (um 700 v. Chr.) und Homer an und prägten die Vorstellung vom eisfreien Polarmeer, die noch der deutsche Geograf August Petermann im 19. Jahrhundert vertrat. Der erfolgreiche Walfänger Scoresby von Whitby war einer der wenigen, die sich skeptisch äußerten.

The lands of the Hyperboreans was sheltered from cold winds so that all the year round there was spring and all the fruits were ripening. At least that thought the Greek poets Hesiod (about 700 B.C.) and Homer and so they coined the idea of an ice free polar ocean, an idea which was believed by German geographer August Petermann and many others in the 19th c. still. One of the most successful English whalers, W. Scoresby from Whitby, was one of the few skeptics. 

Inland Svalbard

Inland Svalbard

Die realitätsferne Idee der edlen Hyperboräer überlebte lang. In Friedrich Nietzsches Philosophie treten die „neuen Hyperboräer“ auf (in seinem Essay „Der Antichrist“ von 1895), die eisgetesteten und kältegestählten Männer, die dem Ideal des viktorianischen Forschungsreisenden oder dem des Übermenschen entsprachen und die uns wieder in nationalsozialistischen Vorstellungen von der Herrenrasse im Norden begegnen. Sie erscheinen in der Gestalt von Forschern, den bärtigen Ehrgeizlingen mit Frostbeulen, die mit größter Willenskraft einem Schneesturm trotzen.

This idea of a warm polar sea and the noble Hyperboreans was long surviving. In the philosophy of Friedrich Nietzsche you find the „new Hyperboreans“ (in his essay „The Anti-Christ“ from 1895), ice tested and cold proved men who were the ideal of the Victorian explorers or the supermen as we find them in the fascistic conception of a superrace of the North. Those men appear as hardy explorers, ambitious fellows with wild beards and frostbites, who withstand with huge willpower every blizzard.

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This place in the inner Scoresby Sound/NE Greenland is called „The Church“

In Derek Hayes historischem Atlas der Arktis kann man blätternd anschaulich den Wandel des Bildes vom hohen Norden nachvollziehen.
If you want to see the changes of our concept of the Arctic regions have a look at
Derek Hayes: Historical Atlas of the Arctic (Douglas & McIntyre, Vancouver 2003)

Wer die deutsche Sprache vorzieht, dem bietet folgendes Buch ähnliche Informationen.
The following book provides similar information in German
Dreyer-Eimbeck, Oswald: Island, Grönland und das nördliche Eismeer im Bild der Kartografie seit dem 10. Jahrhundert (Wiesbaden 1987)

Wer sich für das Bild der Arktis in der Kunst interessiert, findet auf dem Blog von Susanne Haun speziell in den Kommentaren weitere interessante Auseinandersetzungen (z.B. über die künstlerische Darstellung von Eis).
Those who are especially interested in our projections onto the Arctic will find discussions on the blog of Susanne Haun – in the commetaries about how to paint and draw ice (but in German only).

NACHTRAG
ADDENDUM

Wir Buchfeen verraten euch kühn ein Geheimnis von Masterchen und Dina: Masterchen schrieb einen ellenlangen Artikel über den Norden als Geschenk für die liebe Dina, die ihm gaaanz viele Bücher über den Norden besorgt hatte. In diesem Blog stellen wir gekürzte Auszüge daraus dar. Wir werden weitere Posts dazu folgen lassen – z.B. zum Wandel des Nordbilds vom späten Mittelalter bis heute, erotische Projektionen auf die Inuit, Ultima Thule als Tor zur Hölle, die Arktis als Ort, der Helden schafft und einige Aspekte mehr. Hinter diesem Manuskript, das wir in Dinas Schublade unter ihren weißen Hemdchen fanden, verbirgt sich etwas Besonderes: Masterchen weckte nämlich in Dina, die in Deutschland lebt, die Liebe zu ihrer Heimat, eben den Norden, wie Dina Masterchen dazu brachte, seine Liebe zu Deutschland zu entdecken, wo er geboren wurde, aber die kürzeste Zeit seines Lebens lebte. Ist das nicht verrückt: Ein Deutscher weckt in einer Norwegerin u.a. mit diesem Text ihre Liebe zum Norden, wie eine Norwegerin einem Deutschen sein Land nahebringt?!

We, the Bookfayries, have to tell you a secret, a secret of our dear Master and our beloved Dina: Our Master wrote an incredibly long text about the North as a gift for Dina because she provided him with many, many books about the North. With this post we present you an abridged excerpt from this text. Some more articles will follow, if you are interested,  like the erotic projections on the Inuit, Ultima Thule as the entrance to hell, and the Arctic as a place creating heroes. There is a funny story concerning Master`s gift to Dina, which we found in Dinas drawer under her white vests. Our Master triggered in Dina, who is living in Germany, her love for the North, her homelands, as Dina triggered in our Master his love for Germany, where he was born but lived the shortest time in life. It needed a German and this gift to make a Norwegian love her country as it needed a Norwegian to make a German love his country – absurd, isn`t it?!

Fata Morgana

An arctic Fata Morgana caused by the reflections of islands some hundred sm away. Such atmospheric inversions tricked quite some explorers.

Liebe Grüße
Love

the happy Bookfayries Siri and Selma 🙂 🙂

All photographs are taken by Klausbernd Vollmar on various expeditions to Greenland, Jan Mayen, and Svalbard. The reproduction of the painting of F. E. Church is taken from the Google-archives.

Artichoke

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Siri + Selma

Siri + Selma

Durch den Besuch der Gärten Kents angeregt, begannen wir unseren Garten feenfein zu machen. Da fielen uns gleich die riesigen Artischocken auf, die Goethes Leidenschaft waren. Er baute sie an und nannte sie geradezu zärtlich „Fürtreffliche Stachelköpfchen“, „Liebchen“ (!) und „musterhafte Distelköpfe“. Der Herr Geheimrat war doch wohl nicht auch in die Artischocken verliebt gewesen?
Eigentlich haben wir von Masterchen gelernt, jede Distel sogleich auszustechen, aber das sind wohl privilegierte Disteln. Sie zeigen sich wirklich als Königin der Gemüse durch ihren enormen Raumanspruch. Wenn ihr einen kleinen Garten habt, Hände weg von Artischocken! Wir haben die Sorte Global Ball, die ihrem Namen Ehre macht.

Rosen 26

Inspired by our holiday in the beautiful gardens of Kent we started „serious gardening“ at home. For one week we were very busy. So we came into touch with our huge artichokes which were the passion of the German poet Goethe. He used terms of endearment talking and writing about his darlings.
We learned from our Master that thistles have to be dug out immediately but those thistles are privileged. The artichoke is seen as the queen of vergetables. And a queen it really is if you see how much space she takes up. If you own a small garden, hands off artichokes. We have about 6 plants of Global Ball taking up a big corner of our garden.   

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Über die arabische Welt erreichte die Artischocke im Hochmittelalter Europa, ab dem 16. Jh. begann ihre Kultivierung in Europa und im 18. Jh. wird es in Deutschland richtig schick, Artischocken zu essen, so etwas Besonderes, dass Christiane Vulpius ihrem Lebensgefährten Goethe mitteilte, dass sie bereits zweimal Artischocken aus dem Garten gegessen habe.

Originated in Egypt the artichoke came via the Arabic world to Europe in the 13th century, but not before the 16th century it was grown in gardens and in the 18 th c. it became very posh in Central Europe to eat artichokes. So posh that Christiane vulpius, Goethes lover, mentioned in a letter to Goethe that she ate two artichokes from their garden.

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Aber wir verraten euch, unsere Nachbarn wie auch Masterchen ernten keine einzige Artischocke; sie lassen sie blühen. Mit ihren riesigen Blättern und der leuchtend blauen großen Blüte ist die Artischocke der Star im Garten. Wir alle haben natürlich schon von unseren Artischocken gegessen. Klar, sind die lecker, aber zu viel Aufwand, sie zu bereiten – außer vielleicht, wenn man die jungen dicken Knospen einfach ins Kochwasser wirft (das lasen wir gerade).
Zur Goethezeit hat man die Artischockenböden meist gebacken genossen. Gut vertragen sie sich mit Spargel, Krabben und Krebsen – sehr lecker! Wenn ihr sie kocht, dürft ihr auf keinen Fall Aluminiumtöpfe benutzen! Die verleihen den Artischocken einen metallischen Beigeschmack und bleichen die Pflanzen dazu noch aus.
Die großen unteren Blätter der Artischocke, die als erste vergammeln, sind bestes Kompostmaterial.

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But we have to tell you that our neighbours as our Master don`t harvest their artichokes, they let them blossom. With its huge bright blue flower is the artichoke the star in our garden. Of course, we all eat our artichokes too, they are tasty but it`s quite some work to prepare them – although we just read one can throw the young butts into boiling water and eat them cooked.
At Goethe`s time the bottoms of the artichokes were baked in the oven. Very yummy they are in combination with asparagus and shelled seafood. If you cook artichokes never ever use aluminum casseroles because they produce a metallic taste and take away the colour.
The lower big leaves of this plant are rotting in autumn. Your compost heap will love them.

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Außer dass die Artischocken einige Vitamine besitzen (Provitamin A, Vitamin B, C, E) hat Masterchen vor einiger Zeit geradezu alchimistisch mit Artischocke und Mariendistel herumprobiert und zwar welche Wirkung sie auf das Betrunkensein und den Kater am nächsten Morgen haben. Mehr aus Witz hat eine kleine Gruppe richtige Testreihen mit biologischen Artichoken-Heilmitteln (gegen Lebererkrankung wegen ihrer Bitterstoffe) durchgeführt. Ergebnis: starke Reduzierung des Katers und späteres Betrunkenwerden. Wir müssen euch sagen, es gab einen Freund von Masterchen in Cley, wenn er bei dem eingeladen war, überlebte er nur nur nach dem Einwurf solcher Artischockenprodukte. Jetzt versteht ihr, warum die Artischocke ein Symbol des Wohlergehens und des Wohllebens ist. In Südeuropa ist man der Ansicht, dass sie nicht nur schlechte Laune, sondern ebenfalls Dämonen vertreibt.

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You get from the artichoke vitamins like B, C, E and pro-vitamin A , but our Master was much more interested what the artichoke does to our liver. Like the alchimists he with a little group of friends started experiments finding out that biological medicine made of artichokes diminishes the hang over after heavy drinking and let one becoming drunk slower. Well, our Master has had a friend in Cley, he could only survive visiting him by eating this artichoke-medicine. Now we understand why the artichoke is a symbol of well being and a frugal lifestyle. In southern Europa people believe this plant expels bad mood and even demons. 

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So, jetzt müssen wir uns wieder unserem Garten zuwenden. Aber zum Schluss noch schnell eine Artischocken-Anekdote: Letztes Jahr waren einige Artischocken von Blattläusen eingehüllt. Dann kam ein riesiger Marienkäferschwarm, der nun die Artischocken umhüllte. Als er sich nach zwei Tagen satt gefressen hatte, flogen die Marienkäfer weiter und ließen prächtige ungezieferfreie Artischocken zurück. Marienkäfer sind sooo viel besser als „Bayer Garden Pest Control“- nur dass die meistens nicht kommen, wenn man sie dringend benötigt 😦

Garten 197

Now the garden is calling again. Last not least a tale about my artichokes: Some artichokes were covered with lice last year. One day a big swarm of ladybirds arrived covering now all the artichokes. After two days their feast was ended and they flew off leaving behind healty bug free artichokes. This is better than Bayer Garden Pest Control – unfortunately the ladybirds don`t come on call 😦

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Ganz liebe Grüße aus dem Garten von
Greetings from our garden
Siri und Selma, gärtnernde Buchfeen/gardening Bookfayries

Many thanks to Dina for photographing the artichokes in our garden with the help of Selma.

On Luck

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Siri + Selma

Siri + Selma

Wir Buchfeen trauten unseren Augen kaum, da bekamen wir, gerade aus dem Urlaub zurück, eine Einladung zum Glückscoaching. Das weiß doch jeder, Buchfeen sind glückliche Wesen zurückgehend auf den ehrenwerten Stamm der Glücksfeen! Wir bezweifeln kichernd, dass ein Glückscoaching die Menschen glücklich machen kann, selbst den Coach nicht, der sich niedlich verbissen um ein glückliches Aussehen auf seinem Foto bemüht. Je mehr du dich ums Glück bemühst, je weiter entfleucht es, habt ihr das nicht auch schon bemerkt? Wenn du dich bemühst, glücklich zu sein, verschwindet das Glück wie der Rauch im Wind, das erkannte bereits im 19. Jh. der englische Volkswirtschaftler John Stuart Mill.

We Bookfayries hardly believed our eyes, we just returned from our holiday as we received an invitation to a coaching for becoming a lucky and happy person. We thought everyone would know that Bookfayries are happy beings who are related with these fairies of luck. We doubt it giggeling that such a coaching brings luck and happiness to the participants – not even to the coach who was trying so hard to look happy on his picture. The more you try to become a lucky person the farther any luck runs away from you – have you noticed this too? If you try to be a lucky person you chase the luck away, this recognized John Stuart Mill in the 19th c. already.

Glück_collage

Unser Master zeigte uns etwas ganz Verblüffendes, als wir mit ihm im Pub vorhin beim Pint über das Glück sprachen, nämlich eine Glücksformel
G = V + L + W (Glück ist Vererbung plus Lebensumstände plus Wille)
Selma hätte fast ihr warmes Bier ganz unfein über den Tresen geprustet.

As we talked to our Master in the pub to a pint of real ale he showed us something utterly amazing: a formular for luck
L = H + S +W (Luck is heredity plus your situation in life plus willpower)
Selma snorted and nearly blew her mouthful of the warm beer over the bar.

wolframZu Hause zurück beschwingt vom Bier, und Masterchen hatte auch einen doppelten Whisky dazu genossen, haben wir in „alten buochen“, seiner mittelalterlichen Literatur, nach einem Glücksrezept gesucht. Bei Wolfram von Eschenbachs „Willehalm“ sind wir fündig geworden:

Küsse keck das holde Weib und drück es fest an deinen Leib.
Denn das gibt Glück und hohen Mut, so fern sie züchtig ist und gut.

Das sagte uns schon eher zu, „mehr down to earth“ wie Selma meinte, wenn wir jedoch das mit der Züchtigkeit augenzwinkernd in Frage stellten.

Back home a little tipsy from the pints – and Masterchen even drank a double whisky as well – we were searching the medieval books of our Master for recipe for becoming a happy and lucky person. We found this verse in the epic „Willehalm“ by Wolfram von Eschenbach (German poet, 13th c.):

Kiss brave the graceful lady, hold her tight to your body.
So you are getting luck and happiness as long as she shows chastity and is good.

This idea we liked much more. „More down to earth“ as Selma said with a blink, „if we forget about the chastity.

Siri kam dann mit Dostojewski und gerade in „Die Dämonen“ fand sie mit Buchfeenlist ein Zitat, dem wir voll zustimmen konnten:

Alles ist gut. Alles. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick.

Masterchen holte noch das dicke Buch von diesem amerikanischen Kreativitätsforscher mit dem unaussprechlichen Namen, diesem Herrn Schick oder so (Mihaly Csikszentmihalyi heißt er richtig, Siri hat`s nachgeschaut), also dieser Forscher, der den Begriff des Flow geprägt hat. Er meint, da können wir ihn nur recht geben, wenn du völlig versunken mit roten Bäckchen und Glitzeraugen etwas tust, dann stellt  sich das Glück ein.

Siri found in Dostoyevsky`s novel „Demons“ (1872) with her Bookfayrie wisdom a quote we could fully agree to:

Everything is fine. People are unhappy because they do not know that they are happy. That is the only reason, that is all, nothing more! Who sees this will become happy, immediately.

Our Master fetched that big volume from this American scientist with the unpronounable name Mr Czik or so (his real name is Mihaly Csikszentmihalyi actually, Siri looked it up), that is the one who coined the phrase „Flow“. He writes if you become like a child immersed in something with a reddish face and sparkling eyes then you experience luck and happiness. We agree to this as well.

Glück_coll2

Viele haben über das Glück geschrieben wie Bertrand Russel (Eroberung des Glücks), Arthur Schopenhauer (Die Kunst, glücklich zu sein) stellte 50 Regeln fürs Glücklichsein auf, natürlich dürfen Goethe und der Dalai Lama nicht fehlen. In den USA scheint man unglücklicher zu sein, weswegen es dort im Ggs. zu Europa von Glücksforschern nur so wimmelt (Ed Diener, David T. Lykken und David Myers, um nur einige zu nennen). – Kennt ihr unseren Freund Hector (aus dem Roman von F. Lelord)? Er begab sich auch auf der Suche nach dem Glück.

Many did write about luck like Bertrand Russel, Arthur Schopenhauer even gave his readers 50 rules for becoming a lucky and happy person, and of course Goethe and the Dalai Lama thought about luck as well. In the USA people seem to be quite unhappy because there you find masses of „scientist“ researching about luck (not so in good old Europe) like Ed Diener, David T. Lykken and David Myers to mention some of the most decent ones only. – Do you know our friend Hector (from the novel by F. Lelord)? He was searching for luck too.


Kurzum, wir Buchfeen glauben, je weniger man sich um das Glück bemüht, je weniger man selbstbezogen ist und immer nur ICH, ICH, ICH im Kopf hat, je mehr man sich auf das Wesentliche beschränkt, desto schneller stellt sich oft unbemerkt das Glück ein. Aber wie bemerkte bereits der kluge Marcel Proust:

Glück ist gut für den Körper, aber Kummer stärkt den Geist.

Stimmt das für die Menschen, fragten wir Buchfeen uns, oder ist das nur so ein neoromantischer Spruch vom Kult des leidenden Genies geprägt, wie Proust eins war?

To cut a long story short, we Bookfayries believe the less you try to be lucky and happy, the less you are egocentric only thinking I, I and I again, the more you constrict yourself to the essentials the more likely you become – quite often unaware of it – lucky and happy. The clever Marcel Proust found out:

Luck is good for the body but sorrow strengthens the mind.

Does that apply to humans, did we Bookfayries asked ourselves, or is that a neo-romantic idea coined by the cult of the suffering genius (like Marcel Proust)? 

Ihr kennt sicher das Märchen vom Hans im Glück, dieser Bursche, der nach Verlust all seines Besitzes sein Glück findet. Fast könnte man denken, der biedere Hans hätte Erich Fromm gelesen. Aber ein wenig regressiv ist dieses Märchen schon, das höchste Glück besteht für Hans darin, zu seiner Mutter zurückzukehren. Well …

Und zum Schluss noch ein Zitat des des ironischen Aufklärers Voltaire:

Es ist komisch, dass kein Mensch mit Esprit ein Glück möchte, das auf Dummheit gegründet ist, und doch ist es klar, dass man dabei einen guten Tausch machen würde.

You surely came across the fairytale of „Hans in Luck“ (Grimm brothers, collection of 1812). In Northumberland there exist a similar tale of  „The Hedley Kow“, like Hans the character persuades herself that every change is a proof of her luck until she owns nothing anymore. Hans looses everything and one could imagine he had read Erich Fromm because that makes him happy. But we find his fairytale a bit too regressive because his highest luck is returning back to his mother.

Last not least a quote of the proponent of Enlightenment Voltaire

It is funny that no person with esprit wants luck which is based on foolishness although that would be a good barter.

Und nun sind wir einfach glücklich mit unserer Dina und unserem Masterchen ohne Wenns und Aber und die Ratgeber zum Glücklichsein benutzen wir zum Feuermachen, denn ein schönes Feuer im Kamin ist ein großes Glück.
Wir sind sooo neugierig, von euch zu lesen, was ihr über das Glück denkt. Bitte, bitte verratet es uns.

And now we are just happy with Dina and our Master without any doubts and we use the guidebooks for luck for lighting the fire because a nice roaring open fire is luck.
We are very, very curious what do you think about luck. Please, be so kind to let us know.

DON´T WORRY, BE HAPPY
mit lieben Grüßen eure Buchfeen Siri und Selma
with love and fairydust from your Bookfayries Siri and Selma

We thank  Dina very much for her collages. This picture of the knight shows „herre Wolfram“ (Wolfram von Eschenbach) as he is shown in the Manesse Manuscript (Codex Manesse, a collection of the songs of the ministrels), an illuminated manuscript from the early 14th c. that our Master loves very much.

Master`s Own Books

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Siri + Selma

Siri + Selma

Damit ihr einen Einblick bekommt, wo wir leben: Wir haben es uns zwischen Masterchens Büchern häuslich eingerichtet. Aber da heute großer Putz- und Aufräumtag ist, haben wir die Bücher herausgeworfen, um besser saugen und wischen zu können. Dina hat mit meiner (Selmas) Hilfe schnell die Fotos gemacht. Ja, blitzesschnell, dass Masterchen bloß nichts merkt, da er es nämlich blöd findet, wenn wir für seine  Bücher Reklame machen. Ein Relikt seiner bürgerlichen Erziehung 😉 Sagt mal, wie macht ihr das denn? Einige von euch haben ebenfalls Bücher geschrieben oder tolle Fotos veröffentlicht, auf die sie sicher stolz sind. Kennt ihr diese Ambivalenz, man ist stolz -und wir sind stolz, sehr stolz sogar auf Masterchens Werk – und zugleich traut man sich nicht, das zu zeigen nach der Devise „Eigenlob stinkt“?
Wir finden das gar nicht doof, Masterchens Werk hier vorzustellen, denn wenn er gut verkauft, können wir auf mehr Fayrietaler Taschengeld hoffen. Wir hoffen, ihr „liked“ unser Werk.

Just to get an idea how we are living. Master´s books are our surroundings on our two shelves. But today is the big cleaning day. We got all the books out to be able to hoover and mop our shelves. Dina immediately seized the opportunity to take some pictures with the help of me, Selma. We had to be quick that our Master did not see it. He doesn`t like it at all when we show or talk about his books. Well, that`s his upbringing. How do you go about with this? Some of you have written books or published great photographs they are proud of. But there is this ambivalence: You are proud of your work – and we are very proud of our Master`s work – and at the same time one doesn`t dare to show it. We have this proverb in German meaning self-praise stinks.
Anyway we don`t think that`s stupid proudly presenting Master`s books because if he sells his books well we hope to get more pocketmoney 🙂 and, of course, we hope as well that you like our article.

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Ganz rechts seht ihr die fürchterlich klugen Bücher von Lacan, Foucault, Derrida und Konsorten aus dem Merve Verlag, die Masterchen früher regelmäßig vorstellte, eigentlich erklärte, da dieses neo-strukturalistische Geschreibsele sonst nur einige wenige verstehen. Ganz links steht „Magisch Reisen: England“ – das war eins der gefragtesten Bücher vom Masterchen. Dafür durften wir fast ein Jahr mit ihm durch England reisen und dass es teilweise verfilmt wurde, fanden wir ganz prima und aufregend. Besonders in Avebury wo wir verwandte Fairies am Silbury Hill trafen. Dort flogen wir auch zum ersten Mal mit einem Hubschrauber über den Steinkreis und Silbury Hill. Der Avebury Steinkreis ist der größte Steinkreis der Welt und gehört mit Stonehenge zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im Gegensatz zu Stonehenge, das einfach jede Magie und Charme durch seine touristenfreundliche Anlage und Umzäunung verlor, konnten wir in Avebury frei zwischen den Menhiren herumflattern. Und ganz spannend: Zwischen Avebury und Silbury Hill wurden die meisten Kornkreise gesichtet. Masterchen führt es darauf zurück, dass es im nahen Salisbury die meisten UFO-Clubs und UFO-Anhänger gibt. Übrigens Kornkreise werden im Englischen auch Fairy Rings genannt – sie wurden von unseren grünen Schwestern gemacht 😉 und wie Masterchen über die Außerirdischen denkt, das hat er vor vielen Jahren zusammen mit Martin Haeusler in seinem Buch „Der letzte Schrei aus dem Jenseits“ dargestellt.
Dahinten, etwas unscharf, dieser Stapel das sind Dinas Bücher. Masterchen würde seine Bücher nie so stapeln, aber Dina und uns macht das nichts.

On the very right you see the horribly intellectual books by Lacan, Foucault, Derrida and all the other brainies. Our Master edited some of those books and did review them, well, actually he clarified them as these neo-structuralist scribbles are ununderstandable to beings like us. On the very left you see his book about England. It was one of his most wanted books. We really enjoyed writing it because it meant one year happy travelling and not going to the Fairy School. Parts of this book were filmed. That was really exciting. We flew for the first time in a helicopter above the Avebury stone circle and the nearby Silbury Hill. Avebury is the biggest stone circle there is and together with Stonehenge Cultural Heritage of the World (UNESCO). In contrast to Stonehenge having lost all its magic and charme because of this „touristfriendly“ modern layout and fences, you can walk around the menhirs of Avebury and even touch them.
By the way, this is the area where most of the crop circles were spotted. Masterchen explains this with all those UFO-Clubs and UFO-fanatics in the nearby area of Salisbury. By way those crop circles are called fairy rings too – you see they were made by our green sisters 😉
In the back of this picture, a little blurred, you see some of Dina`s books. Our Master would never ever pile up books like this – but for Dina and us it`s kind of normal.

Die Wahrheit liegt nicht in einem Traum, sie liegt in vielen
aus „Tausendundeine Nacht“

Truth is not to be found in one dream but in many
from „Thousandandone Nights“

Hier seht ihr Masterchens gesammelte Traumbücher – schlummre sanft.
Über den Traum und Symbolik, dazu haben wir Masterchen emsigst überreden müssen, schrieb er hier und hier auf seinem Blog und einmal dazu noch auf Dinas Blog. Ja, wir haben gute Überzeugungsarbeit geleistet 😉 Wir Buchfeen haben mit Masterchen viele Jahre lang in der Traumwelt gelebt, ja, er ist derjenige, der die meisten Bücher über den Traum in deutscher Sprache veröffentlichte und in seinen Fersehsendungen und Interviews wurde er als „Traumvater der Nation“ bezeichnet. Wir haben uns ja schief gelacht, ha, ha, unser Traumväterchen … Sehr haben wir ihn dabei geholfen, die Traumdeutung zu systematisieren und praktisch zu vermitteln, eben zu zeigen, wie man mit seinen Träumen Probleme lösen und sie als Inspirationsquelle für seinen schnöden Alltag und seine Arbeit nutzen kann.

Here you see some of our Master`s books about dreaming – sleep well …
It wasn`t easy to persuade our Master to write about the dream and his symbols on our blog – and he did it here and here and even on Dina`s blog too. Well, we worked hard 😉 We have lived with our Master in the world of dreams for many years, well, he is the one who published most books about dreaming in German and so he was called in his TV-series and interviews „dream father of the Germans“. We couldn`t stop laughing when we heard this first. It was us helping him to find a system in which he showed how one could easily use one`s dreams to solve personal problems and how to use them as a source of inspiration for one`s work.

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Bunt ist meine Lieblingsfarbe.
Walter Gropius

Gay is my favourite colour
Walter Gropius

Neben den vielen Büchern über den Traum und dessen Symbolik nehmen seine Bücher über Farbe den meisten Raum ein. Als Feen leben wir ja in einer bunten Welt und so konnten wir Masterchen bestens inspirieren über die Symbolik von Farben und die Farbe in der Kunstgeschichte zu schreiben. Wir wundern uns immer wieder, wie Masterchen wie viele, die sich mit Farbe beschäftigen, die unbunten Farben von Schwarz über Grau bis Weiß liebt. Er hat gerade seine seine Küche in edlen Grautönen gestrichen, während wir das hier im Geheimen schreiben. Masterchen schrieb vor einiger Zeit über „Grausiges Grau“ auf unserem Blog. Heutezutage wird er meistens zu Schwarz und Weiß interviewt, obwohl wir Buchfeen gerade die bunten Farben lustig finden.

Now we switch from dream to colour. You must know we Bookfayries live in a colourful world. So we could inspire him to write many books about the symbolism, psychology, and perception of colour, and the colour in the history of art. We Bookfayries are always astonished that our Master loves the colour spectrum from black via gray to white like most of the folks dealing with colours. He has just painted his kitchen in classy shades of gray – but not 50 😉 Nowadays in most of his interviews he is asked about black and white but we as Bookfayries prefer the gay colours red, blue and yellow.

Das sind einige fremdsprachlichen Ausgaben von Masterchens Bücher. Wir haben gerade gezählt, er ist in 22 Sprachen übersetzt – naja, die meisten versteht er gar nicht und wir auch nicht. Wer weiß, was da übersetzt wurde 😉

Here you see some foreign editions of Master`s books. We were just counting, he is translated in 22 languages – well, most of those he and we don`t understand at all. Who knows what`s translated there 😉

Eine Auswahl der ausländischen Bücher; Autor: Klausbernd Vollmar, Photo: Hanne Siebers

Seht ihr hier die chinesische und hebräische Ausgabe seines Buchs? Wir können euch sagen, Masterchen war stolz wie ein Spanier, als es Ausgaben seiner Bücher in einer anderen Schrift gab. Probleme gab es jedoch, als er die Bücher bei der Verwertungsgesellschaft Wort melden musste: Sowohl in der chinesischen als auch in der hebräischen Ausgabe wurde der Titel nicht in unserer Schrift angegeben. Was tun? Naja, bislang wurden die Titel nicht gemeldet – oder kann vielleicht eine oder einer von euch diese obskuren Zeichen lesen?

Do you see the Chinese and Hebrew edition? We can tell you our Master was very, very proud of these editions with a different writing to ours. But it caused quite some problems when he wanted to report those book to the PLO (Public Lending Right Organisation) because he couldn`t find the titles written in our writing. What to do? Well, he hasn`t reported those books yet. Maybe one of you can read Hebrew or Chinese?

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Worauf Masterchen ganz stolz ist, wenn er es auch versteckt, ist sein neuer Roman „Tantes Tod“, den ihr euch als eBook bei neobooks herunterladen oder zumindest die ersten 27 Seiten als freie Kostprobe lesen könnt. Eine spannende Geschichte können wir euch sagen, aber mehr verraten wir jetzt nicht 😉 Eine Vorstellung des Romans findet ihr hier auf dem Blog unserer lieben Dina. Da viele fragten:Es ist sein zweiter veröffentlichter Roman. Der erste erschien im Trikont-Verlag mit dem Titel „Wasserberg“-Masterchen meint dazu „eine Jugendsünde“, das finden wir gar nicht.

Our dear Master is very, very proud of his new novel which was published as an ebook a fortnight ago. Unfortunately it is in German only. But maybe it will be translated into English one day. We keep our fairy wings crossed. It`s our Master`s second published novel. His first novel „Wasserberg“ he sees nowadays a youthful folly – but we disagree!

Mit liebklugen Buchfeengrüßen aus unserer Bibliothek
Love from our library
Siri und Selma, die liebklugen Buchfeen

P.S.: Es hat sich herumgesprochen, dass unsere lieben Blogbesucher, die Masters Bücher bei uns bestellen, diese mit der Signatur nicht nur vom Master, sondern auch uns beiden bekommen. Wir haben das einmal aus Spaß gemacht, jetzt wollen alle unsere Unterschrift, ja Feenschrift ist sehr beliebt. DANKE!

Thanks a lot to all of you who have ordered one or even more of Master`s books. Well, they are not only signed by our Masters but by us, the Booksfayries, as well. Actually we started this as a joke but now nearly everyone wants our signature as well, the writing of fairies is very much liked. Thank you!

Samuil Marschak

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Maus zu Mäuschen einmal piepste:
„Bücher sind ja herrlich, Liebste!
Ich kann sie nicht lesen zwar,
doch sie schmecken wunderbar!“

Samuil Marschak

We will try to translate that funny poem for all our Englisch speaking readers – just a try, we are not such a genial literary translator as Marshak was.  Part of the joke is the rhyme of that poem and that in German a person who likes to read is called „Leseratte“ meaning a reading rat but that has no negative connotations. If you want to express it more affectionately you say „Lesenmäuschen“, well, then the reading rat becomes a little reading mouse.

Mouse to mouse was once cheeping:
„Books are great, my sweetling!
I cannot read them what a pity
but they taste miracously“

The reading mouse in the Long Room of Trinity College/Dublin

Als uns Dina und Masterchen auf dieses lustige Zitat aufmerksam machten, flatterten wir gleich in unsere Bibliothek. Wir hatten noch nie von diesem Herrn Marschak gehört, in der Buchfeenschule kam er nicht vor und auch als wir die Standardwerke wie das schwere Harrenbergs Literaturlexikon und Pongs „Lexikon der Weltliteratur“ wälzten, war Marschak nicht zu finden. Selbst unser letzter Rettungsanker, Masterchens altersschwache Encyclopedia Britannica von 1969 kannte keinen Herrn Marschak, aber unser Buchhändler im Dorf, der Übersetzer von russischer Literatur, half uns weiter. Als er uns über Marschak berichtete, waren wir erstaunt, dass der wesentlichste Kinderbuchautor Russlands von westlichen Standardwerken wie zur Zeiten des kalten Kriegs ignoriert wurde – allerdings das sei zur Ehrenrettung des Netzes gesagt: In Wikipedia gibt es einen englischen und deutschen Eintrag zu Marschak.

When Dina and our master gave us this funny quote we immeditely flittered to our library. We had never heard of Mr Marshak. He wasn`t even mentioned in our bookfayrie school and in the standard works of international literature we couldn`t find him neither. Marshak was not existing, oh dear. Even our last hope master`s old Ecyclopedea  Britannica from 1969 didn`t know a Mr Marshak. But the old bookseller in our village, a translator of Russian literature into English, could help. He told us that Marshak has been the most prominent children`s book author of Russia. We were even more puzzled now that, like during the cold war, this famous author was ignored. But we have to mention for the rehabilitation of the net: one finds an entry in Wikipedia about Marshak (spelled mostly Marshak in Englisch, Marschak in other languages).

Samuil Mashak

Samuil Marschak

Samuil Marschak (1887-1964) war ein russischer Autor, der besonders für seine Kinderbücher bekannt wurde. Er lernte mit 15 Jahren Maxim Gorki und andere Berühmtheiten des russischen Kulturlebens kennen. Seine ersten Gedichte verfasste er in Jiddish. Er studierte später in London Anglistik und übersetzte die Shakespeare-Sonette, W.B. Yeats, Robert Burns und Heinrich Heine ins Russische. Ab 1926 war er Leiter des Staatsverlags für Kinderliteratur. Als Mitarbeiter der Prawda entwarf er während des zweiten Weltkriegs antifaschistische Plakate, für die er ausgezeichnet wurde. Nach dem Krieg wurde ihm jedoch wie anderen jüdischen Autoren Ästhetizismus vorgeworfen – was man ja als Lob auffassen könnte, meinten wir Buchfeen, aber Masterchen belehrte uns eines Besseren: „Der Ästhetizismus sieht dem höchsten Wert im Schönen, was dem sozialistischen Realismus grundlegend widersprach. Immanuel Kant sprach vom „Wohlgefallen ohne Interesse“ , dieses l´art pour l´art, das z.B. in Frankreich Flaubert und Beaudelaire vertraten. Oscar Wilde drückte es so aus: Kunst ist Schönheit und Schönheit ist zweckfrei. Aubrey Beardsley und Stefan George stimmten dem zu, wie auch all diese Dandys, die den Ästhetizismus zum Lebensstil erhoben. Thomas Mann allerdings ironisierte diese Haltung in seiner Novelle „Tristan“. Auf jeden Fall war im kommunistischen Russland der Vorwurf Ästhetizismus gleichbedeutend mit bürgerlicher Dekadenz und vernichtend. So wurde Marschak, obwohl er geradezu kriecherisch den Stalinismus verherrlichte, bis zu Stalins Tod angegriffen und verfolgt.“
Sollte man daraus schließen, dass der Kommunismus unschön ist? fragten wir uns, und dass das Vorurteil, Schönheit paare sich oft mit Dummheit, auch aus diesen Realismus besessenen Gefilden stammt? Unser Masterchen ist doch wohl nicht auch dem Ästhetizismus verfallen?

Just as we are writing this post one of the mice is starting to nibble at master`s "History of the Saracens" from 1757 - those mice like old books.

Just as we are writing this post one of the mice is starting to nibble at master`s „History of the Saracens“ from 1757 – those mice like old books.

Samuil Marshak (1887-1964) was a Russian author becoming famous for his children`s books. Already at the age of 15 he came into contact with Maxim Gorki and other ruling persons of the cultural life in Russia. He wrote his first poems in Yiddish. In London he studied English literatur and became a translator of Shakespeare (sonnets) as well as of W.B. Yeats, Robert Burns and Heinrich Heine into Russian. From 1926 onwards he was the director of the printing house of the Russian government for children`s books. When he was working for the Prawda during WW II he designed posters against facism which were awarded. After the war he was accused of aestheticism like some Jewish authors. We misunderstood that as an honour before our master told us: „The highest value of aestheticism is Beauty, an idea contradicting the dogma of socialist realism. For the German philosopher of enlightenment Immanuel Kant beauty is  „pleasure without any interest“, quite similar to this l´art pour l´art how it was represented by Flaubert and Beaudelaire in France. Oscar Wilde expressed it in this way: art is beauty and beauty is interestfree.  Aubrey Beardsley and the influencial German author Stefan George agreed as did all those dandies who transformed aetheticism into a way of life. It was the German author Thomas Mann who ironized these ideas in his novella „Tristan“. Anyway the accusation of aetheticism in communist Russia meant bourgoise decadence and was deadly. Although Marshak bootlicklinly praised Stalin he was attacked and hunted until Stalin`s death.“
Could we conclude from this standpoint that communism isn`t beautiful? we Bookfayries asked ourselves. And does the prejudice that beauty is often connected with stupidity goes back to the rejection of aetheticism? And now we are not sure any longer if our master is not addicted to aetheticism as well.

Oh dear, help! There even more mice around.

Oh dear, help! There even more mice around.

Liebe Grüße vom kleinen Dorf am großen Meer
Love from the little village next the big sea

Siri and Selma, the happy Bookfayries 🙂 🙂

Herzlichen Dank an Dina für die beiden Collage, das Marschak Bild stammt aus dem Wikipedia Archiv und das der Buchmaus von unserem Masterchen.
Thanks to Dina for the two collages, the picture of Marschak is taken from the Wikipedia archives and this of the bookmouse was taken by our dear master.

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