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Sten Nadolny

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John blickte ins Eis, studierte die Formen und versuchte zu verstehen, was sie bedeuteten …

Sjuøane  Foto: Klausbernd Vollmar

Am 29. Juli feiert der in Brandenburg geborene Schriftsteller Sten Nadolny seinen 70. Geburtstag. Happy Birthday! Uns hat besonders sein Roman „Die Entdeckung der Langsamkeit“ gefallen, den Masterchen uns abends vorlas. Dieser Polarforscher John Franklin, der Held des Romans, war einer der vielen, dessen Expedition scheiterte. Die Suche nach ihm ließ so viele Expeditionen wie nie in der Nord-West-Passage herumirren und es gab bald selbst Suchexpeditionen nach verschollenen Suchexpeditionen. Huch, und die gescheiterten Franklin-Männer sollen einen Kameraden verspeist haben. Aber das ist zu schockierend und wir wollten ja über Nadolny schreiben, der uns John Franklin als ungewöhnlich langsamen Mann sympathisch schildert. Das ist auch, wie Siri Buchfee recherchierte, sehr wahrscheinlich, denn John Franklin war eigentlich viel zu alt für solch eine Erkundung der Nord-West-Passage, die erst Amundsen aus Dinas Heimatort bezwang. Franklin bekam das Kommando über diese Expedition, da alle zuvor Gefragten ausfielen.

Den Roman im Kuschelbettchen hörend, fanden wir das ein grandioses Scheitern, jedoch sind wir heilfroh, nicht dabei gewesen zu sein, aber Buchfeen hätte man sicher nicht verspeist, wir taugen nicht einmal zur Vorspeise.

Wer richtig gute Romane über Arktisexpeditionen liebt, dem seien unbedingt Sten Nadolnys „Die Entdeckung der Langsamkeit“ und von Christoph Ransmayr „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ empfohlen. Wir lieben diese beiden Romane und das nicht nur vom Inhalt, sondern  auch vom Stil her. Viel Spaß beim Lesen und Achtung, es wird bitterkalt.

Liebe Grüße aus Masters Bibliothek von Siri & Selma, Buchfeen 🙂 :-), die gerade lasen, dass John Franklin schon als Kind so langsam war, dass er keinen Ball fangen, aber dafür eine Stunde und mehr still stehen konnte. So beschreibt Nadolny seinen Helden zu Beginn von „Die Entdeckung der Langsamkeit“.