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Schlagwort-Archive: Master

Gute Besserung and get well soon!

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Der Master liegt im Krankenhaus und bei uns quillt die Mailbox über, soooo viele gute Wünsche von der Buchfeen-Community trudeln ein!

Master is sleeping in the hospital – what he hates – and our mailbox is exploding, so many good wishes of the Bookfayrie-Community are streaming in.

Wohin damit? Ins Krankenhaus tragen geht nicht, also habe wir uns kurzerhand beschlossen, die Genesungswünsche hier  abzulegen. Masterchen wird schon gucken, da sind wir sicher. Und da wird er sich sooo freuen 🙂

What to do? We cannot carry all those to the hospital – no way! So we decided to store them here right away. We are sure that our little Master will have a look immediately when he has escaped the hospital again. And he will be Happy with a big H.

Wir Buchfeen werden nicht krank, jedoch bei diesem Plingplingpling wäre es schon verlockend einen kleine Schwächeanfall vorzutäuschen! 😉

We Bookfayries are never ever getting ill – but listening to this incoming sound of all the messages we feel tempted to pretend a little illness at least 🙂

Ganz herzlichlieben Dank an euch alle. Aber – unter uns, pssst! – ehrlich gesagt, so eine Bruchoperation ist ja nichts Schlimmes, aber ein wenig nervös war Masterchen heute schon. Der kann manchmal ein Sensibelchen sein, auch wenn er es nicht so zeigt. Männer!

Thanks a lot, tack so mycket och tusen takk! Of course we know such an hernia surgery is nothing serious – but our poor Master has been a little nervous today, we can tell you, but he would never show. Well, men …

Lieben Dank für die überwältigende Aufmerksamkeit! Es macht so viel Spaß mit euch – und das ist wahrscheinlich das beste Heilungsmittel für ihn. Zum Wochenende wird er wohl wieder ins Berliner Gartenhäuschen kommen.

Thanks a lot for all the attention. It`s really fun und great blogging with you 🙂 These collages we produced together with Dina will surely be the best medicine when he will come back to this little magic house in the garden in Berlin.

Und wir hoffen, bald wieder lustig und fröhlich mit ihm bloggen zu können – blog, blog, blog 🙂

We very much hope blogging away with him soon 🙂

Ganz liebe Grüße
All the best to you all, take care
Eure Buchfeen Siri und Selma
Your Bookfayries Siri and Selma

Dina lässt auch lieb grüßen und bedankt sich ganz herzlich für all die liebe Post.

Greetings from Dina, too, and thanks a lot for your loving postings 🙂

P.S.

Kein Bild haben Tantchen, Pia, Christine für die steht das G, der Gravatar. Wir hoffen, wir haben niemanden vergessen? Sonst bitte melden und wir holen es nach, versprochen! 🙂 🙂

G stands for Tantchen from her little shop, Christine Gartenfee, and Pia the dancing Lady and everybody who has no gravatar-picture. If we have forgotten somebody, please, contact us.

Siris Lieblingszitate – Umberto Eco

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Siris Lieblingszitate – Umberto Eco

Zu seiner großen Freude hatte Masterchen von Dina Umberto Ecos reich bebildetes Buch „Die unendliche Liste“ geschenkt bekommen, das er unansprechbar sogleich lesen musste – so ist er eben. Wie bringt man Ordnung in die Welt der Dinge und Erscheinungen, das fasziniert Masterchen seit langem. „Ordnen ist Verstehen“, murmelte er gestern unwürdig mit vollem Mund beim Frühstück und genau darum handelt es sich bei diesem Buch.

Im 18. Kapitel „Die Listen der Massenmedien“ schreibt Eco über die Große Mutter aller Listen, das unendliche World Wide Web

das eben kein ordentlich verzweigter Baum ist, sondern Spinnennetz und Labyrinth, und das uns von allen Räuschen den mystischsten verheißt, den vollständig virtuellen, und uns wirklich eine solche Fülle an Informationen bietet, das wir uns vermögend und allmächtig fühlen, freilich um den Preis, nicht zu wissen, welches seiner Elemente sich auf die reale Welt bezieht und welches nicht, ohne Unterscheidung zwischen wahr und falsch.

Auf seiner Schulter sitzend habe ich mitgelesen. Sogleich bat ich ihn, diese Stelle anzustreichen, die verdeutlicht, dass das WWW eine unendliche und zugleich ungeordnete Liste ist, eine chaotische Aufzählung, die sich anbietet, mit ihr wie bei jedem Kosum seine fehlende Identität zu füllen. Ja, selbst dieser bärtige Rechtsanwaltssohn aus Trier hätte sich gewundert, wie weit heute die Entfremdung fortgeschritten ist.

Dieses 18. Kapitel fanden wir alle hier das beste in diesem Listenbuch. Bei anderen Kapiteln sagte mir mein Buchfeen-Feeling, dass die Listen bzw. diese Art der Listen nur wegen der Vollständigkeit aufgezählt wurden – das Buch ist eben selbst eine geordnete Liste.
Neben einer Einführung in jedes Kapitel werden außer den hervorragend ausgewählten Abbildungen auch immer längere Zitate aus der Weltliteratur angeführt, die ich für clever ausgewählt halte. Durch diese ausführlichen Textstellen las ich manchen Autor, von dem ich in der FayrieSchule zwar gehört hatte, in den ich aber als emsige Buchfee keine Zeit hatte hineinzulesen. So entdeckte ich z.B. Italo Calvino, der bislang ganz traurig, da ungelesen, auf Regalbrett 13 stand, jetzt liegt er neben meinem Kuschelbettchen. Auch mir bekannte Autoren sah ich auf neue Art.

Das Buch ist gleich aufgebaut wie Ecos „Geschichte der Schönheit“ und „Geschichte der Hässlichkeit“, die ich beide mit großem Genuss zusammen mit Masterchen las. Das scheint der Stil eines zeitgeistigen Buches zu sein: ein wenig eigener Text, viele Bilder und längere Zitate – „fast so wie beim Bloggen“, meinte Selma Buchfee.
Wer wie Masterchen die originelle Seite von Eco liebt, wird von diesem im Auftrag des Louvre geschriebenen Buchs enttäuscht sein. Das ist von „Der Name der Rose“ weit entfernt, aber Eco ist auch hier listenreich, er ist eben Eco, der zusammen mit Noam Chomsky zu den intellktuellsten Intellektuellen zur Zeit gezählt wird. Masterchen machte noch darauf aufmerksam, dass Eco und Borges – der von der Bibliothek von Babel, ihr versteht – eines Geistes sind.

Nun meint aber bloß nicht, Listen seien langweilig. Eine Liste zu erstellen, ist ein Abenteuer, das der Ordnung stets innewohnt.

Seid nachsichtig wenn ihr uns denen vergleicht
Die die Vollendung der Ordnung waren
Wir die wir überall das Abenteuer suchen

(Guillaume Appolinaire „Die hübsche Rothaarige“)

Liebe Grüße von
Siri, Buchfee 🙂

Look at me!

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© Hanne Siebers

Ich habe leider kein Tattoo am Oberschenkel, auch nicht solch feine Brille, aber einen Blog. Der Narzissmus-Koeffizient ist der gleiche, aber, oh Schande, nicht jeder beachtet mich, wie diese Schönheit auf der Bank vor der Bank. Sie hat`s raus. Ich frage mich in schlaflosen Nächten, wie bekomme ich die meiste Beachtung auf meinem Blog.

Da studiert so einer wie ich, wie machen es die anderen.

© Hanne Siebers

Taktik 1

Eine in der Menschenkunde altbekannte Taktik ist, vorgeblich anonym zu bleiben. Man spricht kokettierend den inneren Sherlock Holmes im Betrachter an. Krimigleich inszeniert, setzt man die Besucher darauf an, das Geheimnis um die Identität zu lüften. Diese Blogs brauchen das meistens auch, da sie oft von derartig lapidarer Biederkeit geprägt sind, dass dort nichts spannend ist außer das Geheimnis – nur dass es keiner lüften möchte. Welche Kränkung! Aber man hat seinen Freud studiert. So rationalisiert man fröhlich vor sich hin und stilisiert die bösen anderen, den Chef, die Kollegen, der Partner und wer alles sonst noch herhalten muss. Aber die haben Besseres zu tun – oh dear!

© Hanne Siebers

Taktik 2

Nächtelang sitzt der Blogger gehetzt vor seinem Bildschirm, die Augen geschwollen, der Rücken schmerzt, und rast von Blog zu Blog, um möglichst viele like-its zu setzen. Nach dem Prinzip „Ich liebe dich, wenn du mich liebst“, klappt das auch. Aber, ach und weh, nur die Fittesten halten das länger als ein halbes Jahr durch, bevor sie dann zusammenklappen.
Kommentar von Selma: „Masterchen tönt hier herum, aber er ist doch auch like-it-geil. Welch Glitzern seines Auges, wenn ein Pling des Notebooks ein Like-it verkündet, dann ist hier Feiertag! Und ich verrate es euch ganz unter uns, Masterchen und Dina könnten ja mitlesen, huch und ich hab den Passwortschutz vergessen, also unter uns: Dina und Masterchen vergleichen ihre Like-it-Mosaike, die besonders bei diesem WordPress auch wirklich schick ab der dritten Reihe Like-its aussehen. Ich war bei einem, der hatte 164, das ist ein sich ständig wandelndes Kunstwerk für sich, wirklich!“

Taktik 3

Man schreibt sich an möglichst vielen Kommentaren die Finger wund. Bald muss man bereits zum dritten Mal seine abgenutzte Tastatur auswechseln. Und die größte Schande, es fällt einem plötzlich nichts mehr ein, alle Textbausteine sind verbraucht. Panik! Was nun? Sein Haus, den Garten, Frau oder Mann, den Beruf hat man schon lange vernachlässigt, man verarmt, verelendet und wird depressiv.
Kommentar von Siri: „Wenn Masterchen uns Buchfeen nicht hätte, hätten die Brombeeren längst den Garten eingenommen, sein Boot wäre abgesoffen und Dina weggelaufen. Aber ich Liebkluge flüstere ihm stets etwas ein und so findet er wieder Zeit zum Essen und sich zu waschen, wenn auch das iPad auf dem Klo neben ihm liegt.“

© Hanne Siebers

Taktik 4

Wer bloggt ist kommunikativ, sonst hat er eine Website. Also hat er viele Freunde – noch. Die braucht er auch, damit sie alle möglichst fünf Mal täglich seinen Blog besuchen. Trifft er Bekannte in der Straße, Freunde auf Partys erkennt ihn sie daran, dass seine Begrüßung lautet: „Warste schon auf meinem Blog?“ – der Ton leicht vorwurfsvoll. Der glückliche Blogger hat einen Freund oder eine Freundin, die ihm vorsichtig fragen, ob er nicht bemerke, dass seine Freunde bei erster Sichtung seiner Person, flugs die Straßenseite wechseln oder in ein Geschäft verschwinden. Man soll ihn schon als „soziale Geißel“ bezeichnet haben. Und, oh Graus, da schlägt das Schicksal unbarmherzig zu, der Besucht nimmt ab, der Blogger vereinsamt.

Taktik 5

Dann gibt`s die Oberelitären, meist intellektuelle Brillenträger, die weder like-its noch Kommentare zulassen. Siris Kommentar: „auf diesen Blogs ist tote Hose. Ist doch klar: da keiner sie liked und auf diese Bleiwüsten nicht antworten möchte, zeigt man das nicht.“ Diese oft sich literarisch gebärdenden Blogs besuche ich allerdings gerne, da ich in England wohne und für meine Vorträge doch wissen muss, welch intellektuellen Phrasen gerade in sind. Ich scanne sie natürlich nur daraufhin durch. Gegen diese Bloggereien war mein Deutschunterricht in der Schule voll geil.

© Hanne Siebers

Die Moral von der Geschicht, blog ohne Taktik nicht – oder wäre es nicht einfacher, sich doch ein Tattoo stechen zu lassen und sich die Haare schick zu stylen?

Grüße aus Norfolk
Klausbernd
der sich allerliebst bei Dina für die Fotos bedankt und bei unserer örtlichen Schönheit