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Novemberzitat, Herman Melville

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Novemberzitat, Herman Melville

Whenever I find myself growing grim about the mouth; whenever it is a damp, drizzly November in my soul; whenever I find myself involuntarily pausing before coffin warehouses, and bringing up the rear of every funeral I meet … then, I account it high time to get to sea as soon as I can.

Hermann Melville, Moby Dick (1851)

Immer wenn ich merke, dass ich grämliche Falten um den Mund bekomme, immer wenn müder nieselnder November meine Seele erfüllt … dann halte ich es für die allerhöchste Zeit, zur See zur gehen, und zwar sofort.

So fängt Moby Dick an. Ja, wir Buchfeen sammeln erste Sätze …

Rockwell Kents Illustrationen zu „Moby Dick“

„Moby Dick: oder der Wal“in der Übersetzung von Friedhelm Rathjen:  die Version aus dem Zweitausendeins Verlag von 2004, mit 269 Illustrationen von Rockwell Kent (sehr gekonnt!), herausgegeben von Norbert Wehr. Im Anhang ein Essay von Jean-Pierre Lefebvre über “Die Arbeit des Wals”, zeitgenössische Dokumente aus dem Quellgebiet des Romans, u.a. von Owen Chase und Jeremiah Reynolds, ferner Melvilles Essay “Hawthorne und seine Moose” sowie sieben Briefe an Sophia Hawthorne und Nathaniel Hawthorne.
Das ist ein herausragend schönes Buch. Eines der besten, die der Buchmarkt an Moby-Dick-Ausgaben zu bieten hat. Es ist unser Favorit in Masterchens Bibliothek in der Ecke „Bücher der Meere“.
Die meisten Moby-Dick-Ausgaben (übrigens ähnlich wie bei Robinson-Crusoe-Ausgaben) sind nämlich gekürzt. Wir empfehlen, den ungekürzten „Moby Dick“ zu lesen, da sonst die Stilvielfalt dieses Werkes nicht mehr erkennbar ist.

Wahrscheinlich wisst ihr, dass Melville auf einem Walfänger fuhr, bevor er sein berühmtestes Werk schrieb. Im „Moby Dick“ kommt man dem Wal schon sehr nahe. Und zum Thema dieses großartigen Romans schreibt Melville selbst (Kapitel 87, Die Grosse Armada, Abs. 21):
„[…], denn es gibt keine Torheit der Tiere auf Erden, welche der Irrsinn der Menschen nicht unendlich weit übertrifft.“ Genau das wird an Captain Ahab, eine der bizarrsten Figuren der Weltliteratur, geschildert.
Noch eine Wendung, die wir im Buch anstrichen: Captain Ahab sucht u.a. eine Insel, die auf keiner Karte verzeichnet ist und nun Melvilles Kommentar „Die wahren Orte sind das nie.“
Und überhaupt, wir finden, „Moby Dick“ muss man gelesen haben.

Liebe Grüße an euch alle
die Buchfeen Siri und Selma und „Masterchen“ Klausbernd 🙂 🙂 🙂 aus dem Berliner Gartenhäuschen, das auch auf keiner Karte verzeichnet ist.
Wie immer herzlichen Dank von uns an Dina für die feinen Collagen.