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Master`s Books I

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Ich akzeptiere prinzipiell keine Niederlage, um was es sich auch handelt
Alexandra David-Neel

I don`t accept any defeat, in whatever field
Alexandra David-Neel

Wie in „Die Nachtbibliothek“, jene lesenswerte Graphic Novel von Audrey Niffenegger, wurde die Vorstellung von Masterchens Bibliothek zu einer Zeitreise, bei der wir uns in sein „Lesewerk“ versenkten. Allerdings ist dies Masterchens zweite Bibliothek. Seine erste, die fast nur aus Klassikerausgaben von Grimmelshausen bis Brecht bestand, haben wir nicht gekannt. Er verkaufte sie vor seinem Umzug nach Montreal, da Bücher ja sooo schwer sind.

The presentation of our Master`s library became a journey in time like in Audrey Niffenegger`s graphic novel „The Night Bookmobile“.
This is Master`s second book collection. His first one consisted of classic authors only from Grimmelshausen (17th c.) to Bert Brecht. But we didn`t know this one because he sold it before moving to Montreal as books are sooo heavy.

Seht Ihr uns beiden Buchfeen? Wir schweben gerade vor Jung, lesend.

Seine heutige Bibliothek beginnt mit seiner esoterischen Phase.
„Naja, Masterchen ließ keine Torheit aus“, meinen wir kichernd. Eigentlich sind diese Bücher, die viele Regalbretter füllten, längst verschwunden, nur Steiner und Gurdjieff – Zeitgenossen, die sich spinnefeind waren, sich aber darin trafen, C.G. Jung zu misstrauen – haben unsere radikale Reinigung überlebt, wie auch diese gelbe Gesamtausgabe Jungs. Als wir mit Dina gestern Abend diese Ecke fotografierten, begann plötzlich Masterchen abdriftend vom Hemlebens Buch „Diesseits“ zu schwärmen, das, wie er meinte, „wunderbar in die anthroposophische Naturbetrachtung einführt. Damals“, so erzählte er, „gingen wir mit diesem Buch bewaffnet in die Natur, das uns zugleich in guter anthroposophischen Tradition Goethes ‚Metamorphose der Pflanzen‘ nahebrachte und überhaupt seine naturwissenschaftlichen Schriften, die wir bis dato völlig missachtet hatten. In dieser Zeit entdeckte ich Goethes Farbenlehre, die Steiner für Kürschner Gelehrtenlexikon als junger Mann herausgeben hatte.“ Stolz zeigte uns Masterchen seine dreibändige Ausgabe mit den hilfreichen Kommentaren Steiners. „Übrigens“, fügte Masterchen hinzu, „Goethe fand die Farbenlehre sein wichtigstes Werk, wie er kurz vor seinem Tod Eckermann gegenüber bemerkte.“
Kleine Bemerkung von uns Buchfeen: Weder Hemleben noch Goethe brachten Masterchen bei, Pflanzen zu bestimmen. Wir haben es geschafft, indem wir ihn weg von den Büchern in den Garten zerrten. Aber dennoch setzten wir uns ein, dass Steiner, Gurdjieff und Jung ehrenhalber quasi ein Altenteil in einem Regal eigerichtet bekamen.
Zwei Bücher der Gartenecke möchten wir euch noch empfehlen: Eva Maasers „Der Paradiesgarten“. Dieser Roman schildert, unterhaltsam zu lesen, die Geschichte der Gartenkultur und hat uns einige Anregungen für unseren Garten gegeben wie auch Hermann von Pückler-Muskaus zweibändige illustrierte Ausgabe „Reisebriefe aus England und Irland“, die uns lehrte, bewusst auf Perspektiven im Garten zu achten z.B. beim Rasenmähen.

His new collection starts with his esoteric stage. Well, our Master didn`t leave out any folly.
Nearly all these esoteric books are long gone except the collected works of Rudolf Steiner and Gurdjieff – who hated each other but agreed in not liking C.G. Jung. We still own the collected works of all three authors. When Dina was photographing this corner Master got carried away to talk about a small book by the anthroposophist Hemleben „Diesseits“ (This World) which was his bible walking out into the nature and made him aware of Goethe`s writings about science, exspecially „The Metamorphosis of Plants“. Although he never learned to identify plants before we Bookfayries lured him away from his computer out into our garden.
Two books about gardens we like to recommend: Eva Maaser „Der Paradiesgarten“ (The Garden as Paradise) a novel full of information about the history of garden design and the famous Count Pückler-Muskau`s „Letters From England and Ireland“. Those books inspired us to rethink our way of cutting our lawns and the perspectives in our garden.



Masterchen war ja immer schon etwas verrückt, zur gleichen Zeit las er nämlich von Deleuze und Guattari „Rhizom“ und „Der Faden ist gerissen“. „Aber hallo!, nicht verrrückt!“, wandte er ein, „ Deleuze und Guattari führten das Wurzelrhizom in die Philosophie ein und beeinflussten mit dieser Pflanzen-Metapher den Diskurs um den Strukturalismus nachhaltig.“ Diese Bücher stehen in der Abteilung für Philosophie neben Michel Foucault, Derrida und dem Großmeister des Strukturalismus Claude Levi Strauss, dessen „Traurige Tropen“ eine Zeitlang Masterchens Lieblingsbuch war, das er stolz in der ersten Auflage besitzt wie auch das vielzitierte Werk Malinowskis „Das Sexualleben der Wilden“, aber damit sind wir bereits bei der Abteilung für Ethnologie, in der wir mit dem Zudrücken aller Augen auch Carlos Castaneda einsortierten. Castaneda war mega-in. Masterchen war schon in den 70ern in den USA auf ihn gestoßen und besitzt noch alle seine Bücher, die wir Buchfeen wie gut geschriebene Phantasy lesen, naja, nicht so gut wie „Der Herr der Ringe“, den wir wie viele Ausgaben der Hobbit-Press bei Klett-Cotta wegen der herausragenden Buchgestaltung behalten haben. Aber zurück zur Ethnologie: Kennt ihr Alexandra David-Neel, eine kühne Frau, die wie Trapper Geierschnabel aussah und Tibet erforschte? „Mein Weg durch Himmel und Hölle“ fanden wir sehr spannend zu lesen und Materchen ist solch ein Fan von ihr, dass er selbst als Kochstümper ihr Tibet-Kochbuch kaufte. Und noch eine Empfehlung aus dieser Abteilung gefällig? Schaut mal in Florinda Donners „Shabono“ herein, es erinnert leicht an Castaneda, wir finden es aber besser.

Sorry to write it, but our Masters has always been a little crazy, indeed. At the same time he was reading the French and Italian (neo-)structuralists like Deleuze and Guattari who coined the phrase „rhizome“ in philosophy and influenced with this plant-metaphorical notion the philosophical disussion quite a bit. Their books like „Anti-Ödipus“ are standing next to Foucault`s, Derrida`s and Claude Levi Strauss´s books. „A World On the Wane“ was Master`s favourite book for quite some time. He owns the first edition of this book as Malinowski`s often quoted work „The Sexlife of the Wild“. But now we are already in the department of anthropology where we found Carlos Casteneda, this in-author for quite a while. Well, we are not sure if this is „real“ anthropology. We Bookfayries read it as fascinating phantasy but not as good as „The Lord of the Rings“. Here we found Alexandra David-Neel too. Do you know this brave lady looking like a trapper „Vulture Beak“? She explored Tibet and wrote many books about it all standing in this departmet. Did you ever came across Florinad Donner`s „Shabono“? A fascinating read a little bit like Castenada`s book but we prefer her. 

In dieser Abteilung steht wohl nicht ganz logisch Cerams „Götter, Gräber und Gelehrte“. Dieses Buch besitzt Masterchen in einer schön gebundenen Ausgabe seit seinem 16. Lebensjahr, als er gleichzeitigt jenen mega-depressiven Roman „Steppenwolf“ las, den wir genauso unleserlich finden wie „Die Leiden des jungen Werther“, voll pathetisch. Iiih! Cerams Buch war viel packender und damals das Geschenk für Jugendliche seines Alters. Er erzählte, dass er es mindestens fünfmal geschenkt bekam und es mit glühender Begeisterung las. Übertroffen wurde es wohl nur von Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“., das jedoch in unserer umfangreichen Märchen und Sagen Abteilung steht. Die wird erschreckend von den Kunstmärchen der Romantik dominiert, ein Steckenpferd von Masterchen, der uns Tiecks „Der blonde Eckbert“ und „Der Runenberg“ kürzlich vorlas. Wunderschön!

Und er erklärte, wie dort der Schauer entdeckt wurde, der dann in Schlemihls wundersame Geschichte von Chamisso und natürlich bei Mary Shellys „Frankenstein“ und Bram Stockers „Dracula“ mehr und mehr zelebriert wurde. Neben „Dracula“ stehen unsere geliebten Werke von Edgar Allan Poe. Mit ihm haben wir den Übergang vom Schauerlichen zum Krimi, eine Gattung, die Masterchen erst durch den Einfluss seiner Schwester nahegebracht wurde. Wir können das ganz und gar nicht verstehen, dass Masterchen überhaupt kein Interesse daran zeigt, wer der Mörder sein könnte.

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Gerade liest er „Arthur and George“, ein moderner Sherlock-Holmes-Roman von Julian Barnes, aber „whosdoneit“ interessiert ihn nicht die Bohne. Er ist fasziniert von dem genialen Einfall eine Art Dreyfuss-Geschichte mit Conan-Doyle zu verbinden und in seiner Begeisterung bemerkte er gar nicht, dass er Gleiches mit Sigmund Freud und Sherlock Holmes in seinen Beitrag über das Rauchen machte. „Betriebsblind!“, sagen wir nur.
Naja, alle Werke von Conan Doyle, Agatha Christie und Patricia Highsmith stehen auch bei uns herum, wobei in den Sherlock-Holmes-Geschichten Masterchen noch heute öfters blättert. „Der Detektiv als Metapher für den Intellektuellen“ so wollte er uns diese Krimis verkaufen, die wir jedoch monoton finden, immer das gleiche Schema wie auch bei Agatha Christie, die Masterchen ebenfalls liebt. „Es ist wie beim Kinderbuch“, erklärte er sich, „es gibt eine angenehme Sicherheit zu wissen, was man zu erwarten hat.“ Allerdings gibt es eine Ausnahme für uns. Christies „Mord im Orientexpress“, bei der alle Verdächtigen die Mörder sind, das finden wir genial.

In this corner we found „Gods, Graves and Scholars“ by Ceram as well. When our Master has been young nearly every adolescent boy and girl got it for Christmas or birthday. Master did read it with a great interest like the „Legends from Classic Greec“ by Gustav Schwab when he was 16. At the same time he read Hesses`s „Steppenwolf“ as well. Oh dear, we Bookfayries find this book as pathetic and unreadable as Goethe`s „The Sufferings of Werther“.
Legends and fayrietales share one corner in our library. The poetic fayrietales of the romantic poets like Tieck, Novalis, E.T.A. Hoffmann and Camisso – just to name a few – dominate this corner. Our Masters loves those authors who „invented“ the shiver in literature which was cultivated in Mary Shelley`s „Frankenstein“ and Bram Stoker´s „Dracula“. Stoker was a friend of Conan Doyle, one of the honarary guests at Conan Doyle`s second wedding.
You see here we have reached the department of criminal stories. There we love Edgar Allan Poe`s stories marking the beginning of the criminal story („The Murder in the Rue Morgue“ f.e.). Although we have got the collected works of Agatha Christie, Conan Doyle, Patricia Highsmith, Donna Leon and many more our Master doesn`t really like criminal stories. You wouldn`t believe it but he isn`t interested in the slightest to find out who has done it. Well, actually he reads some times Conan Doyle and Agatha Christie. For us un-understandable, it`s all the time the same structure. We find those stories monotonous whereas our Master replies that it is for him like being a child reading a book again and again and the fun of it is knowing what will happen. „That`s a comforting security making the crime easier to bear“, he tells us. „The detective is the metaphore for the intellectual“ he goes on to make us like those classic authors of suspense. But we like one book from this collection: Chrstie`s „Murder in the Orient Express“. We consider it a great idea that all suspects commited the murder, really original.

Wir haben noch viel mehr Abteilungen. Über die Bücher der Eisecke berichteten wir bereits. Über die anderen Abteilungen werdet ihr demnächst hier Stück für Stück lesen – wenn`s euch interessiert. Was wir noch zu bieten haben? fragt ihr.

There are much more departments in our library. You will read about bit by bit on our Bookfayrie blog – if you are interested. What more we have got, you ask?

Eine umfangreiche Abteilung mittelhochdeutscher Literatur (Hochmittelalter)
Eine ganz Zimmer voller Lexika über die absonderlichsten Dinge, wie ein Betrugslexikon z.B.
Eine große Abteilung Symbolik mit der Unterabteilung Farben, wo wir demnächst das Regalbrett wechseln müssen, so biegt es sich
Die Sammlung von Atlanten der Erde und des Universums mit zwei schönen Globen unserer Erde und einem Sternenglobus wie auch ein großes Modell unseres Planetensystems, das in unserer Eingangshalle hängt und uns, ehrlich gesagt, beim Fliegen mächtig behindert, hier stehen auch die Bücher über die Entdecker, darunter eine vollständige Reihe weiblicher Entdecker (zu der die oben genannte Alexandra David-Neel neben Ella Maillard und James Morris [a she!] u.a. gehört)
Bücher über Mathematik, Physik und Alchimie (teilweise völlig abgefahrenes Zeugs)
Unmengen Bücher über Sexualität und Klassiker der Pornografie, wobei „Orgasm“ von Jack Lee Rosenberg (Masterchens Therapeut in New York) damals in keiner amerikanischen und deutschen Bibliothek fehlen durfte. Wir haben es noch!
Und dann die Romane, hauptsächlich englische, skandinavische, deutsche und arktische Autoren

medieval literature (a huge collection)
a room filled with encyclopedias about the most amazing subjects
a big collection of books about symbolism and exspecially about colour and dream symbolism
Geography, atlases of the world and our universe, terrestical and star globes, a moving model of our planetary systems we don`t like because it`s blogs our way flying around. In this section we store books about exploreres too
books about mathmatics, physic and weird books about alchemie (quite weird books)
a big collection of books about male and female sexuality and the classic pornographic books
and last not least novels, mostly by English, scandinavian, German and arctic authors

Also ihr seht, da könnt ihr euch noch auf einiges gefasst machen.
Ganz liebe Grüße der Bibliothek, die unsere Heimat ist, auf der wir sehr stolz sind
Greetings from our library
Siri und Selma, Buchfeen

The English and the German texts differ because of information that is only available in German or only of interest for the English spreaking reader.

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Reise in Eis – Teil 2

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Eine Reise gleicht einem Spiel. Es ist immer etwas Gewinn und Verlust dabei – meist von der unerwarteten Seite.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Das Reisen führt uns zu uns zurück.
Albert Camus (1913-1960)

Foto Rolf Stange

Arktischer Halo über dem Schiff vor Kapp Brewster/Grönland

Christoph Ransmayr beschwört in seinem Roman „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ schauerlich die andere Seite einer Reise ins Eis: wenig heroisch, nur eklig. „Realistisch“ ist wohl das rechte Wort. Hätte ich diesen sprachlich brillanten Roman vor dem Beginn meines Tagebuchs gelesen, ich hätte mich nicht mehr getraut, über die Arktis zu berichten. Aber wie ermahnte mich Sir Siegfried eines Morgens beim Frühstück: „Lese nie in der Zeit, während du schreibst“. Sir Siegfried, der Hydrologe, ist derjenige unter uns, der im Stil eines ehemaligen Waldorf-Schülers keine grellbunte High-Tech Expeditionskleidung trägt. Wie ein englischer Gentleman-Explorer schreitet er bedächtig in brauner Cordhose und Wollpullover farblich angepasst über die tiefverschneite Tundra. So stelle ich mir Sir John Franklin vor: bedächtig, ruhig, umweht vom Hauch der Melancholie. Sir Siegfried und ich kommen uns näher – er väterlich, ich spiele seinen Sohn. Solche Beziehungen sind bei längeren Expeditionen üblich – hörte ich sagen.

Auf See, Foto Rolf Stange

Ein ganz normaler Tag auf See …

Hundert Seemeilen nördlich von uns sieht der Satellit dichtes Treib- und Packeis. Wir sind mitten drin. Diffuses Licht durch eine starke Sonne hinter Hochnebelschleiern lässt einsame Inseln wie ein Wunder erscheinen. Durch starken Nord-Wind wird das Eis zusammengetrieben. Naiv beneide ich Nansen, Nordenskjöld und Parry, die Monate bis Jahre nichts als Treibeis erlebten. „Möge diese Fahrt nie enden“ wünsche ich. Jeden Gedanken an ein Ende dieser Reise verbiete ich mir in dieser surrealen Traumlandschaft.

Mein Platz auf der Brücke. Heute hat sich der junge Navigationsoffizier den Spaß erlaubt, jedem etwas unbemerkt auf seinen Pullover zu kleben. Wochenlang Eis macht kindlich.

 Auf der Brücke bei Kakao mit Rum. Die Lücken zwischen den Schollen verringern sich. Bei ihrem Rammen geht ein Zittern durch das Schiff, das den jungen Rudergänger die Titanic erwähnen lässt. Für mich ist diese Eisfahrt meditativ, nicht für den Rudergänger, der die freie See bei voller Fahrt liebt. Die Dünung ist träge. Alles scheint verlangsamt bis zur Zeitlosigkeit. Zähe Trägheit umfängt mich, unfokussiert schaue ich in die Ferne, das gedämpfte Norwegisch der Offiziere auf der Brücke lullt ein. Der zweite Offizier sucht mit unbewegter Mine mit dem Fernglas ständig den Horizont ab. Unser Ornithologe fotografiert den Speicher seiner Kamera mit Elfenbein- und Dreizehenmöwen voll, um sich in der warmen Kajüte seine Zeit mit Löschen zu vertreiben. Träge schieben wir uns auf das freie Wasser zu, das dreißig Seemeilen vor uns liegt. Die Dünung nimmt zu, der Eisblitz liegt hinter uns.
Foto Klausbernd Vollmar, Eisblitz

Eisblitz, der helle Schimmer am Horizont, vor der Küste Ostgrönlands. Er zeigte schon Walfängern an, wo die Packeisgrenze liegt.

78055´ N, 12009´ E, -40 C, Sonnenschein

Kongsfjord im Sonnenlicht. Ich bewundere die subtilen Blautöne des Gletschereises, das in der Sonne glitzert. Nach Frühstück untersuchen wir eine Gletscherzunge. Wegen des guten Wetters kommen wir erschreckend nahe an sie heran. Und wenn der Gletscher jetzt kalben würde?

Und schon sind wir in Ny Ǻlesund, wo morgens das Thermometer –30 C im Schatten anzeigt, was ich inzwischen als warm empfinde. Es liegt Schnee wie auf der Postkarte, die ich im nördlichsten Postamt der Welt einwerfe. Nach Wochen unbesiedelter Wildnis kommt mir der Ort wie eine Weltstadt vor.
„Nördlichste Dauersiedlung der Welt, die auf 800 N liegt“, hatte ich gegoogelt. Der Ort besteht nur aus Forschungsinstituten von fünfzehn Nationen
Ny Ålesund ist ein kleiner bewohnter Fleck verloren in einer Urzeitlandschaft“ schreibe ich ins Logbuch.

Ny Alesund und Umgebung

Ny Ǻlesund ist postmoderne Arktis, ein Reich, in das Wissenschaftler flüchten, um den Intrigen an ihren Instituten zu entgehen“ erläutert mir Bohrkern-Bodo augenzwinkernd. „Wenn du es als Geologe über hast, Buchhalter der Landschaft und Leidender in deiner Familie zu sein, besinnst du dich auf die Goldgräbermentalität deines Fachs und verziehst dich in die Arktis oder Antarktis. Doch das heroische Zeitalter der Polarforschung ist Geschichte, die Romantik wurde im Kampf um Drittmittel ermordet.

Den rostenden Ankermast, an dem die Norge befestigt warjenes Luftschiff, mit dem Amundsen und Nobile den Pol überflogen, besuche ich pflichtschuldig. Er gibt sich dankbaren Fotografen zünftig vereist. Hinter ihm grasen einige Rentiere, etwas weiter vor ihm haben chinesische Forscher vor ihrer Station einen Schneemann gebaut, der in Eintracht neben den grimmig stilisierten Löwen steht.
Ny Ǻlesund – ein Leben im eisigen Elfenbeinturm, Hermann Hesses Gelehrtenrepublik …

Ich bin froh, als wir gen Grönland ins mächtige Eis weiterfahren.

Eisiges

Und noch mehr Eisiges

Bei manchen Dingen verhält es sich wie mit einem Eisberg. Rein oberflächlich betrachtet hängt nicht viel dran.“
Siegfried Wache

Schnell gewöhnt sich der Geist an das Enorme. Riesige Eisberge in Sicht, gegen die Caspar David Friedrichs Schollen, die er auf der Elbe skizzierte, putzig wirken. Vor uns eine Eisbarriere, die Rudergänger und Kapitän durch ihre Gläser beäugen. Stechendes Licht reflektiert auf Wellenrippeln. Am Radar wird die Entfernung gemessen, der Zeiger des Maschinentelegrafen nach unten auf „langsamste Fahrt“ geschoben. Elf Seemeilen vor uns eine weiße Wand über sechs Kilometer Fjordbreite. Die Eiswand rückt näher, zum Lunch werden wir sie erreichen. Kapitän und Rudergänger beraten die Passage, Ausweichmanöver nach backbord. Die Strömung wird stärker, Schaumkronen rollen uns entgegen. Abermalige Kurskorrektur, Stirnrunzeln. Der Rudergänger geht zum Ruder, durch Lücken im driftenden Eis wird per Hand gesteuert. Anweisungen vom Kapitän, der hinter ihm steht.

Suppe und viel Fleisch mit Gemüse werden im Speisesaal serviert, der Doc passt auf, dass jeder isst, sonst wird er nicht bei den Landgängen mitgenommen. Die Eisbarriere provoziert Tischgespräche über die Natur, die meist romantisch rezipiert wird. Adalbert Stifter und Novalis werden zitiert, während draußen driftendes Eis zerkleinert wird. Eine Schweizer Biologin behauptet, dass private Naturschützer oftmals der Blut-und-Boden-Ideologie zuneigen. „Der Mensch treibt durch sein Handeln die Evolution voran …“ alles andere geht im Kratzen und Rumpeln des Eises an der Schiffswand unter.

Bilder einer riskanten Eisfahrt durch den blockierten Fjordausgang

Ist es der Verlust des Ziels, der eine Eisfahrt faszinieren lässt? Wird Ähnliches variiert oder ständig Neues kreiert? Nebel kommt auf, die Perspektive verkürzt sich. Unser Expeditionsleiter spricht witzig (?) von der Rationierung der Lebensmittel. Seit vielen Jahren hat es an dieser Stelle nicht mehr so viel Eis gegeben, „obwohl allerorten von global warming gesprochen wird“, wie unsere chilenische Glaziologin kichernd kommentiert. Das Schaukeln des Schiffs lässt den Geist traumhaft schweifen, sich verlieren in den Tiefen des Unbewussten, dieses inneren Meeres, aus dem das Bewusstsein wie einzelne Inseln aufragt. Der Rudergänger fragt, was ich da schreibe.
„Wird sich die Eisbarriere nicht drehen, werden wir überwintern müssen“, meint er.  Ich hätte nichts dagegen.
Gegen Nachmittag nimmt die Eisdichte ab, es erscheint ein arktischer Halo. Die alten Walfänger nannten diese Regenbogen „fog lifter“, da sie klares Wetter ankündigen.

Aquarell eines Halos über dem Eisbrecher vor den nördlichen Fjorden Grönlands (aus dem Tagebuch der Expeditionszeichnerin Moni Obser)

„Maurice spricht um 18h Shiffszeit über Vogelkolonien“, verkündet das schwarze Brett. Maurice darf man sich nicht entgehen lassen. Geradezu genial ist, dass Maurice englisch vorträgt. Er meint zumindest auf englisch vorzutragen. Maurice beginnt über Girls zu reden. Atemberaubende Stille, der Verblüffungseffekt ist groß. Maurice ist ein gut gebauter, sportlicher Jungwissenschaftler, der als Schwarm der Frauen uns sicher noch in Sachen Girls aufklären kann. Er beginnt damit, dass es viele verschiedene Girls in der Arktis gibt. Stolz präsentiert er eine Karte, wo man die unterschiedlichen Girls auf Grönland findet.
Endlich mal sinnvolle Feldforschung“ wirft BohrkernBodo ein und fragt gleich interessiert, wer denn solche Forschung finanziert.
De Quebeck Bored of Girl Rechurch in Montreal
Ah, The Quebeck Board of Girl Research?” fragt BohrkernBodo nach und macht sich eine Notiz in seine kleine schwarze Kladde.
Maurice fängt mit den RaubGirls an.
Hört sich gefährlich an“, raunt mir Svea augenzwinkernd zu.
Nachdem er auf Flugverhalten und  Federstruktur zu sprechen kommt, wird uns klar, dass die Girls von Maurice seine Gulls sind, die er monatelang von einer eiskalten, verfallenen Hütte beobachtete. Maurice weiß alles über seine Girls. Was er nicht sprachlich ausdrücken kann, und das ist nicht wenig, verdeutlicht er anschaulich mit Gestik und Körperbewegung, dass man meint, ein Girl selbst würde vortragen.
Rauschender Beifall.

63 arktische Girls

Der Radarschirm zeigt einen Eisberg groß wie eine gotische Kathedrale acht nautische Meilen voraus.
Doch überwintern?

Copyright Klausbernd Vollmar, 2012

Liebe Grüße an euch alle von der Küste der Seefahrer
Klausbernd

Ich bedanke mich für die Kollagen bei Dina (Hanne Siebers, die weitere Eisbilder auf ihrem Blog zeigt) und für die ersten beiden Fotografien und einige in den Kollagen bei Rolf Stange, der als erfahrener Expeditionsleiter auf seiner informativen Website über die arktische Inselwelt berichtet. Vielen Dank an Moni Obser für die Abbildung aus ihrem Tagebuch und die Aquarelle, die alle von ihr stammen, und nicht zuletzt für das Klassentreffen der arktischen Girls 😉

Zum Tag des Schlafes – ein Sommertagstraum

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Zum Tag des Schlafes – ein Sommertagstraum

Wie Shakespeares Zaubergeschöpfe gehen  wir, Siri und Selma, um. Buchfeen sind wir, belesen und pfiffig. Wir lösen Probleme, sogar auf Bestellung. Unser einziges Werkzeug: die Träume. Hier arbeiten wir gerade – unsichtbar, versteht sich.

Den unsrigen geben wir`s im Schlaf.

Kichrige Grüße von Holkham Beach, bei uns vor der Haustüre (kennt ihr vielleicht durch die berühmte Schlussszene von „Shakespeare in Love“)
Siri und Selma, Buchfeen 🙂 🙂

die sich übrigens sehr wundern, dass der Tag des Schlafs auf die kürzeste Nacht fällt, das soll einer verstehen …

Ich, die emsige Buchfee Siri, habe noch im Auftrag des Masters eine kurze und keineswegs vollständige Aufzählung gemacht, welche Autoren sich mit Schlaf und Traum beschäftigten:
Klar, William Shakespeare und Andreas Gryphius waren schon vom Thema Schlaf und Traum fasziniert, aber richtig beliebt wird der Schlaf mit seinen Phänomenen, speziell dem Schlaf der Vernunft, bei den Romantikern wie Tieck, Novalis und E.T.A. Hoffmann. Arthur Schnitzler als Freud-Kenner, aber auch Franz Kafka, Charles Beaudelaire und Elsa Morante bis hin zu Frank Schätzing und Marlene Haushofer ließen sich von ihren Träumen inspirieren. Huch, da fällt mir noch so viel ein, dass ich einen eigenen Blog-Beitrag – ja, da staunst du, Masterchen! – zu Schlaf und Traum in Literatur demnächst schreiben werde. Ich ganz alleine!
Lasst euch überraschen und wenn ihr, liebe Leserinnen und Leser, noch Ideen und Hinweise dazu habt, dann schickt sie mir doch bitte. Ich lass mich gern von euch inspirieren, sehr gern!
Tschüß  für heute, ach, und schnell noch was: Wer alles genau über den Schlaf und dessen Besonderheiten wissen möchte, dem empfehlen wir Buchfeen das Buch vom Master (Klausbernd Vollmar „Schlaf und Traum“, Königsfurt-Urania Verlag)
Liebe Grüße
Siri Buchfee 🙂

Picasso und ich

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Picasso und ich

„Wir wissen alle, daß Kunst nicht Wahrheit ist. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die Wahrheit, die wir als Menschen begreifen können. Der Künstler muß wissen, auf welche Art er die anderen von der Wahrhaftigkeit seiner Lügen überzeugen kann.“
Pablo Picasso, dessen  130. Geburtstag wir heute feiern.

Hallohallo, da bin ich wieder, Eure Siri. Wisst Ihr eigentlich, dass ich, Masters Muse und Chronistin, auch seine Kunst- und Farbassistentin bin? Heute am 130. Geburtstag von Pablo Picasso (geb. 25.10.1881), feiere ich als Farbfee den genialen Maler mit ein paar Worten zu seiner blauen und rosa Periode. Das war bevor er abstrakt wurde.

Happy Birthday Picasso!

Schon früh begann Pablo Ruiz Picasso mit dem Malen, ab 1901  hatte er seine sogenannte „blaue Periode“, die 1905 von der „rosa Periode“ abgelöst wurde und bereits 1907 endete. KnipsiSelma bedauert es bisweilen heute noch, es hätte ruhig etwas länger dauern können, sooo schön sind seine Werke aus dieser Zeit!

Der brilliante Künstler wurde in Málaga geboren, wo sein Vater Kunst- und Zeichenlehrer und Aufseher im Stadtmuseum war. Picasso war ein schlechter Schüler, was meine KnipsiFeeSchwester Selma übrigens mit Begeisterung wahrnahm. (Pssss….bei uns zu Hause zählt laut Master nur Bildung, Bildung, – was Selma und Dina manchmal gähnend langweilig finden, die nennen den Master „Kopffüssler“ und machen dann schmunzelig Knipsis von seinen „Thinking feet“ –  vielleicht zeigt Euch Selma die mal.) Jedenfalls  mit 5 Jahren konnte Picasso sich mit Zeichnungen besser ausdrücken als im Schriftlichen.

Er setzte seine Ausbildung in La Coruña und Madrid fort, und mit 18 Jahren führte er ein intensives Leben im künstlerischen Ambiente von Barcelona.
1901 lernte Picasso die Kunstmetropole Paris und damit die Arbeit der Impressionisten kennen, die ihn sehr beeindruckten und ihn zu Bildern von Außenseitern der Gesellschaft, wie Bettlern, Obdachlosen und einsamen Menschen inspirierten. Aus seiner damaligen Ideologie (Anarchismus und gesellschaftliche Unruhe) entwickelte sich seine „Blaue Periode“, denn die Farbe war geradezu ideal, um Schwermut, schlechte Angewohnheiten und Unglück auszudrücken. Da diese zwischen 1901 und 1904 entstandenen Bilder in kühlen bläulich-grünlichen Tönen gehalten sind, nennt man diese melancholische Schaffensphase die „Blaue Periode“.

1904 liess er sich in Paris nieder und begann mit der sogenannten „Rosa Periode“, welche die gleichen Themen wiederspiegelte, auch wenn andere Farben vorherrschend waren, jetzt begannen rosa Töne in Picassos Werken zu dominieren. Picasso zelebrierte geradezu Schönheit. Im Vergleich zur Blauen Periode gab es nur noch wenig Melancholie in seinen Werken, das Blau wich in den Hintergrund. Doch war es im Frühjahr 1907, mit dem Werk „Las chicas de Avinyó“, welches später als „Les demoiselles d´ Avignon“ bekannt worde, als das revolutionäre Manifest des Kubismus begann.

Das nur vorweg zu Picasso, Blau und Rosa, hmmm, da fragte ich mich, warum Mädchen nicht auf Blau, sondern eher auf Rosa stehen und warum männliche Babys in himmelblaue und weibliche in rosa Strampelhöschen gesteckt werden. Wisst Ihr es? Und könnt Ihr Euch vorstellen, Ihr habt gerade einen Jungen zur Welt gebracht und die Hebamme bringt Euch den, fein in Rosa eingewickelt? Rosa, igitt!

Kaum ein Klischee verfolgt uns so hartnäckig wie das der „Mädchen-“ und „Jungenfarben“. Verzweifelte Eltern versuchen, ihr Töchterchen zu einem grünen Kleid zu überreden. Sie aber weigert sich lautstark, auf ihre Lieblingsfarbe Rosa zu verzichten. Die Eltern raufen sich die Haare angesichts dieser Geschmacksverirrung: „Wer hat denn unser Kind auf diesen Kitsch gebracht?“
Zur Beruhigung: Töchterchen kann gar nichts dafür und die Eltern ebenso wenig. Der Grund ist naheliegend und historisch doch so fern: Es sind die rosa Früchte. Das zumindest behaupten Neurowissenschaftler der britischen Universität Newcastle. Sie fanden in Tests mit über 200 Teilnehmern heraus: Die  Lieblingsfarbe der meisten Menschen ist Blau. Darüber hinaus aber haben  Frauen einen Hang zu rötlichen, Männer hingegen zu blauen (genau: blaugrünen) Tönen.
Den Grund dafür sehen die Wissenschaftler in jenen Urzeiten, als wir als Jäger und Sammler durch die Welt liefen: Denn womit konnten Frauen die eigene Steinzeit-Sippe mehr beeindrucken als mit besonders reifen, rosa Früchten? Die Forscher vermuten außerdem, dass die Vorliebe für eine rötliche, also gesunde Gesichtsfarbe für die Frauen bei der Partnerwahl vorteihaft war, denn sie signalisierte: gesund.

Das bedeutet Entwarnung für alle (verzweifelten) Eltern: Die Vorliebe für Rosa hat gar nichts mit Erziehung oder Vorbildern zu tun! Stattdessen ist die „Mädchenfarbe“ ein Ergebnis der Evolution zumindest laut der Ergebnisse von Newcastle. Übrigens: Dass trotz aller geschlechtsspezifischen Unterschiede Blau die Lieblingsfarbe der meisten Menschen ist, deuten die Wissenschaftler ebenfalls als ein Relikt aus der Vergangenheit: So bedeutet ein klarer, blauer Himmel feines Wetter und gute Wasserquellen schimmerten bläulich.

Ein Portrait der Familie George III. von 1770. Die Söhne sind in Rot oder Blau gekleidet, die Töchter tragen dagegen helle Kleider.

Noch einen Hinweis dazu, den Masterchen eben per Handy beisteuerte: Eine andere, historische Erklärung geht auf Queen Victoria zurück. Bis zu ihrer Zeit trugen männliche Babys meist Rot, da Rot als eine aggressive Farbe und somit männlich angesehen wurde. Auch das Jesuskind ist auf Gemälden meistens rot und selten blau gekleidet. Mädchen trugen Blau, da Blau spätestens seit der Romantik mit dem Gefühl verbunden wird. Ihr erinnert Euch vielleicht an „die blaue Blume der Romantik“ (aus „Heinrich von Ofterdingen“ von Novalis), das Symbol der Sehnsucht.
Zur Zeit von Queen Victoria sah das britische Weltreich seine Macht darin, dass es die Meere beherrschte. Man sang im Brustton der Überzeugung „rule Britannia, Brittania rules the waves …“ (das kennt Ihr aus „The last night of the proms“ nicht wahr). Das brachte die praktisch denkende Victoria dazu, ihr männliches Kleinkind in eine Matrosenuniform zu stecken, bei der Blau verherrschte, um den Jungen auf die Seefahrt (auf dem blauen Meer) vorzubereiten. Und so ergab sich für Mädchen als Farbe Rosa, ein weiß gebrochenes Rot, da man ein reines Rot für Mädchen zu aggressiv empfand – und außerdem galt es als Hurenfarbe. Da das englische Königshaus enorme Vorbildfunktion besaß, bürgerte sich ein, dass  männliche Babys blau und weibliche fürderhin rosa trugen. Sicherlich  half bei der Durchsetzung dieser Farbwahl, auch die viel weiter zurückreichenden Farbvorlieben, die die englischen Neurowissenschaftler erklären.

Picasso hat sich so gesehen von männlich zu weiblich entwickelt, ehe er sich der Abstraktion zuwandte. Dabei ist es ihm gelungen, dass seine rosa Bilder alles andere als kitschig wirken. Er hat, wie wir finden, die Farbe Rosa vom Makel des Kitschigen befreit – oder was meint Ihr?

Masterchen lässt von unterwegs grüßen. Er sitzt gerade im Zug, um nach Süddeutschland zu reisen, wo er Kurse hält und dann geht`s nach Liechtenstein, nee, nicht um Geld zu verstecken, sondern um am 11./12.11. in Balzers einen Farbworkshop zu halten (das findet Ihr auf www.kbvollmar.de). Da geht`s auch um Rot und Blau und all die anderen Farben.

„Jeder möchte die Kunst verstehen. Warum versucht man nicht, die Lieder eines Vogels zu verstehen? Warum liebt man die Nacht, die Blumen, alles um uns herum, ohne es durchaus verstehen zu wollen? Aber wenn es um ein Bild geht, denken die Leute, sie müssen es ‚verstehen‘.“

In Deinem Sinne, Happy Birthday Picasso!

Liebe Grüße von Eure Siri
sorry Bilder von Picasso kann ich Euch leider nicht zeigen, da über deren copyright der Picasso-Clan mit Adleraugen wacht