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Newton`s Bridge, Cambridge

Veröffentlicht am

We build too many walls and not enough bridges.
Sir Isaac Newton

Newtons Brücke ist schon eine Kuriosität, denn wirklich alles, was der Volksmund über sie sagt, ist falsch.

Newton`s bridge is a curiosity, indeed. Everything that`s told about it is wrong.

So wie Seemannsgarn gesponnen wird, gibt es auch Wissenschaftlergarn.
Man erzählt dem beflissenen Touristen in Cambridge (4 Millionen jährlich), diese Brücke sei ursprünglich von Sir Isaac Newton entworfen und gebaut worden, völlig ohne Schrauben und Nägel, weil sie durch ihr eigenes Gegengewicht hält. Falsch!  Die Brücke wurde 1749 – da ruhte Newton bereits 22 Jahre im Grab (und Goethe wurde gerade geboren) – von James Essex den Jüngeren (1722–1784) erbaut. Mit dieser Tat machte sich Essex unsterblich, der sonst längst vergessen worden wäre. Der Plan zu der Bücke stammte von William Etheridge (1709–1776), der ebenfalls durch diese Brücke unsterblich wurde. Zweimal wurde sie neu errichtet (1866 und 1905), jedoch stets nach den alten Entwürfen.
Noch kühneres Wissenschaftsgarn besagt gar, diese Brücke sei chinesischen Ursprungs. Ihre selbsttragende Form gehe auf bestimmte mathematische Formeln zurück, warum sie „Mathematical Bridge“ (Mathematische Brücke) genannt wird.
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Scientist have their tales as well as sailors.
The interested tourist in Cambridge (4 millions every year) will hear the tale that this bridge was designed and built by Sir Isaac Newton. He did it without the use of bolts, nuts and nails to show it holds together just by its own weight. Wrong! This bridge was actually built by James Essex (1722-1776) 22 years after Newton`s death. That was the only achievement Essex is known for today. The design of that bridge was done by William Etheridge (1709-1776) who also had been forgotten if not for this famous bridge. But what you see on these pictures is not the original bridge because it was twice rebuild (in 1866 and 1905) but always following the original plans.
Another even more daring tale tells about a Chinese origin of that bridge. Its statics follows certain mathematical formulas and therefore it`s called the Mathematical Bridge. 

Die  Mathematical Bridge verbindet die ältere, zauberhafte Hälfte des Queens Colleges, von den Studenten „die dunkle Seite“ genannt, mit der neueren Hälfte, welche „die helle Seite“ genannt wird. Gern wird die Geschichte erzählt, wie die Studenten einst versuchten, die Brücke auseinanderzunehmen, um sie anschließend wieder zusammenzusetzen. Sie wollten beweisen, dass ihre geliebte Brücke – eines der meist fotografierten Motive in Cambridge – ohne Schrauben und Nägel halten würde. Jedoch weit gefehlt, sie mussten die Brückenteile mit dicken Metallschrauben verbinden, die jedem gleich ins Auge springen, der sie betritt.

The Mathematical Bridge connects the so called Dark Side of Queen`s College (very beautiful) with its Light Side (the modern part). The story goes that the students tried to destruct and rebuild this bridge to proove it would hold by its own weight. But they horribly failed and had to use strong bolts and nuts which everyone can notice today.

Neugierig wollten Dina und ich die Brücke betreten, um das alles zu betrachten. Das ist jedoch nicht so einfach, denn um in das College zu gelangen, mussten wir an einem Zerberus, genannt Pförtner, vorbei. So setzten wir unser klügstes Gesicht auf und schritten mit verklärtem Wissenschaftlerblick durch die Pforte, die Kamera im Rucksack versteckt. So entstanden einige dieser Fotos hier.

Dina and me were determined to walk across the Mathematical Bridge. Not that easy, we can tell, because you have to pass Cerberus the gatekeeper to get into Queen`s College. So we tried hard to look intellectual and passed him by with the looks of dedicated scientist. The camera was smuggled in Dina`s fancy backpack.

Newton ist der große Wissenschaftsheld in Cambridge. An seinem Ansehen kratze allerdings der sonst so coole Goethe, der 22 Jahre nach Newtons Tod geboren wurde. Er bekämpfte Sir Isaac geradezu hysterisch wegen seiner Ansichten zur Farbenlehre. Naja, auch Genies seien ihre Ausrutscher zugestanden. Es fällt jedoch an Newton auf, dass er zur Mythenbildung anregt. Die Geschichte von dem Apfel, der auf seinen edlen Kopf fiel und ihm nach dem Prinzip „leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen die Denkfähigkeit“ auf die Gravitation brachte, habt ihr wahrscheinlich in der Schule gehört. Naja … Und diesen berühmtesten Apfelbaum der Welt kann man vor dem Trinity College bewundern, aber darüber in einem der nächsten Blogs von mir, in dem es um die erstaunliche Rolle des Apfels in der Wissenschaft gehen wird.

Opticks1

Originalmanuskriptseite aus „Opticks“.
An dieser hier dargestellten prismatischen Brechung und ihrer Erklärung entzündete sich Goethes Kritik an Newton.

Newton is great hero of science in Cambridge. But not a hero at all for the usually very distinguished German poet and scientist Goethe, born 22 years after Newton`s death. He was fighting hysterically this English genius because of his ideas of colour in „Opticks“ (1704). Well, even geniuses like Goethe have their weak spots. – But it stands out how many myths and tales are around about Newton. You all might have heard the story of the apple falling on Newton`s clever head and made him „invent“ gravitation. Well, this most famous apple tree is proudly presented by the Trinity College. But more about apples and scientists you can read in one of my next blogs. 

Bis dann und liebe Grüße von dem Ausflug nach Cambridge
Bye for now
Klausbernd
Herzlichen Dank an Dina für die Fotos xxx. Auf ihrem Blog könnt ihr noch mehr Bilder von dieser und anderen Brücken in Cambridge bewundern (das Foto der Manuskriptseite aus „Opticks“ stammt aus Wikipedia)
On Dina`s Blog you will find many more pictures of the beautiful bridges of Cambridge.

Hi folks, here are the Bookfayries Siri and Selma writing. We just found in Master`s library an old book we can recomment:
T. Selby Henry „Good Stories from Oxford and Cambridge“ (London 1918)
It`s little bit churchy but okay and fun to read.