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Auf dem Pit

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Auf dem Pit

Old sailors never die, they just get a little dinghy.
Mast- und Schotbruch, Pit

Im Norden auf der Karte könnte ihr den Pit sehen, nein, nicht den Pit aus Süd-Texas, sondern den Blakeney Pit. Das ist das stark gezeitenabhängige Haff, das wir durchqueren müssen, um mit Circe unserem Boot in See zu stechen. Wir wohnen ja in Cley next the Sea, dem kleinen Dorf am großen Meer, seht ihr, wo wir mit Circe starten?
Es gilt als ehernes Gesetz, dass die Kinder der Küstenorte, nicht den Pit beim Segeln verlassen dürfen. Wir Bookfayries dürfen auch nur mit Masterchen am Ruder den Pit verlassen, denn die Dünung und der Wellendruck, die Strömungen und Untiefen sind jenseits des Pits gefährlich. “Immerhin”, hält uns Masterchen immer vor, “sterben vor dieser Küste alljährlich um die 25 Leute auf See.”

(Für den geographisch Interessierten: Morston liegt genau auf ein Grad östlicher Länge, die Koordinaten von unserem Haus in Cley: rund 53 Grad nördliche Breite, rund 1 Grad östliche Länge)

Bevor wir allerdings zum Pit kommen, müssen wir den Glaven befahren, der diese Haff-Nehrungsküste bildet, und da geht es durch`s Reet (dieses Schilfgras wird auch „Ried“  genannt). Im folgenden Bild könnt ihr unsere geliebte Circe sehen, das Boot, das wir schon seit über 20 Jahren fahren. Naja, so sieht es auch aus …

Also, durch`s Ried an der Mühle entlang, geht es raus auf den Pit durch die große Schleuse, die unser Dorf vor Überflutungen schützt. Die letzte große Flut war 1953, als man auf der Hauptstraße Kahn fahren konnte. Aber da waren wir noch nicht hier. Die old boys und girls haben ihre eigene Zeitrechnung in Jahren nach oder vor der großen Flut.

Die Fischer haben am Glaven ihre Reedbeds, die Flächen, wo sie im Februar das Ried schneiden, mit dem traditionell Dächer gedeckt werden.

Das Gebiet ist fest in der Hand der Birdwatcher. Treffen wir solche Vogelgucker, die meist mächtiges Gerät wie ein Teleskop, Fotoapparat auf Stativ mit baumlangem Teleobjektiv und natürlich ein Fernglas mit sich schleppen, begrüßen die uns keineswegs mit “hi!” oder “good afternoon”, nein, ein echter Birdwatcher fragt sogleich: “What have you spotted so far?” Sie erhoffen sich natürlich von uns fliegenden Wesen den heißen Tipp (meine Schwester und ich sind bekannt für unserm Scharfblick), aber unter uns, wir kennen uns mit Vögeln weniger aus, das sind völlig andere Flatterwesen als wir – wir sind nicht verwand!
Cley wird das „Mekka of Birdwatching“ genannt. Ja, es spielen sogar einige Birdwatcher-Krimis in unseren Marschen und gar auf der High Street, wie der von der BBC verfilmte Roman “The Murder in the Hide”.

Und wenn wir erst durchs Ried und danach auf dem Pit herumtuckern, befinden wir uns in einer Landschaft wie designed, klare Linien, Meer, viel Horizont, Strand, die stets die gleiche Wirkung auf uns haben: erfrischend, entspannend und entschleunigend.

Spürt ihr das jetzt auch? Tiiiiief inhalieren, das hilft! Oben seht ihr Masterchen mit Circe am Lifeboat House am Ende der Nehrung. Das blaue Lifeboat House wurde 1898 als Ersatz des älteren gebaut. Allerdings taugte es zur Seenotrettungsstation gar nicht, da sich innerhalb weniger Jahre so viel Kies, Sand und Schlick durch die Strömung ablagerte, dass man dort kein Rettungsboot mehr zu Wasser lassen konnte. Seit 1910 dient es als eine Forschungsstation, die dem University College von London gehört.
Schaut auf Selmas Lieblingskarte unten: NT (für National Trust) bezeichnet das Lifeboat House und dann seht ihr gleich steuerbord und backbord die großen Seehundkolonien. Am östlichen Ufer sahen wir gestern über tausend Common Seals und die riesigen Atlantic Seals. Wir Buchfeen lieben diese Robben, die stets unser Boot begleiten.

Da sind sie, unsere liiiiieben Freunde da draußen! Manchmal ist es ziemlich risky, sie zu besuchen. Der Wellendruck und die Höhe der Dünung zwingen Masterchen häufig zu kühnen Wendungen, und dann wird es eine nasse Angelegenheit. Ich, Selma, knipse mir mit Dina, die Finger wund und wie der kleine Hävelmann schreien wir “mehr, mehr! Noch eine Runde an den Seehunden vorbei!” Durch das schaukelnde Boot ist es nicht so leicht, unsere Freunde gut ins Bild zu bekommen. Ich, Siri, helfe dem Master die Wellen einzuschätzen, was immer wichtig bei Kursänderungen ist, sonst gibt`s eine so unfreiwillige wie heftige Dusche, brrrrrr … Das mögen die Kameras überhaupt nicht und das Geschrei ist groß. Naja und vom Kentern wollen wir gar nicht erst reden.

Die herzerweichend schauenden Seehunde sind natürlich Menschenwatcher. Alle beobachten, auch wir. Spannend ist es, den Seeschwalben beim Fischen zuzuschauen und wir lieben ihren ständigen schrillen Schrei. Über ihrer riesigen Kolonie (30.000 Vögel) gleich hinter dem Badestrand der Robben schwirrt die Luft.

Wir könnten ewig lang draußen auf dem Pit verweilen, aber leider, leider das Meer hat das Sagen und zieht das Wasser zurück. Dann müssen sogar die Piraten gehorchen, … oh ja! Es ist halt unehrenhaft für einen Piraten auf dem Trockenen zu landen und zu Fuß nach Hause zu gehen. Geht gar nicht!

Die Piraterie ist eine große Leidenschaft in dieser Gegend, aber psssst! nicht weitersagen, wir spielen nur Piraten. Wie das aussieht, seht ihr unten: Wie sich Masterchen eine Kaperfahrt erträumt. Na, wir lassen ihn ruhig träumen. Ist ja nett😉

Foto  © Konrad Lenz

Nun könnt ihr euch das hoffentlich besser vorstellen, wenn wir sagen, wir fahren mit dem Boot raus.

Ganz liiiiiebe Buchfeengrüße von
Siri & Selma🙂🙂

Über Klausbernd

Autor (fiction & non-fiction), Diplompsychologe (Spezialist für Symbolik, speziell Traum- und Farbsymbolik)

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  1. Wer an der See keinen Anteil hat, der ist ausgeschlossen von den guten Dingen der Welt und unseres Herrgotts Stiefkind.
    Friedrich List (1789 – 1846)

    Hallo, ihr Lieben, das passt doch – oder?
    Ganz liebe bookfayrie-Grüße von Siri🙂

    Antworten
  2. Liebe Sirifee,

    ich befürchte, dass ich Landwesen hier nicht viel Mitspracherecht habe:-)

    Du hast Recht, ich habe das Gefühl, ich habe etwas verpasst. Bootsfahren, ausser ein wenig rudern an unsere Sommerstuga, die nihct direkt am Wasser lag, habe ich nicht kennengelernt. Schade!

    Was ist ein Haff? Immer mit dem Meer verbunden, frage ich mich – oder dich🙂
    aber irgendwie getrennt, wie eine Lagune, das was wir in Schweden Strandsjö nennen, vielleicht?

    Das war ein schöner Ausflug mit Euch auf dem Wasser!

    Liebe Grüße ins Vattenparadis
    Buchdame

    Antworten
    • Liebe Buchdame,
      wenn eine Landzunge weit ins Meer hinausgeht, nennt man sie Nehrung. Hinter der Nehrung zur Landseite hin, wie du oben auf der Karte siehst, gibt es einen große Wasserfläche, die brakiges Wasser aufweist und tidenabhängig (von Ebbe & Flut) ist, das ist das Haff. Haff- Nehrungsküsten entstehen vorwiegend dort, wo ein Fluss ins Meer mündet. Stösst er aufs Meer, wird die Fließgeschwindigkeit verringert und Partikel sinken ab und schaffen erst eine Sandbank – die berüchtigten Untiefen in der Seefahrt – und bei weiterer Ablagerung eine Nehrung, auf der oft, wie auch bei uns, sich Sanddünen aufbauen und dann Strandhafer, Sea-Poppies (gelber See-Mohn) und andere asketische Pflanzen ansiedeln.
      Die Nehrung des Blakeney Points geht etwa 7 km ins Meer hinaus und dient als Landmarke für die Orientierung der Zugvögel.
      Ich glaube „strandsjö“ ist ein Haff, obwohl ich nicht weiß, ob ein strandsjö auch Zugang zum Meer besitzt (selbst bei Ebbe), das gehört nämlich zu einer Nehrung hinzu.
      Alles klar?
      Ganz liebe Grüße und Feenhauch aus dem sonnigen Cley
      Klausbernd, der sich schon mal jetzt für Morgen entschuldigt. Ich werde dich nicht virtuell zum Frühstück besuchen kommen, da ich den ganzen Tag unterwegs mit Siri & Selma sein werde. Sorry!

      Antworten
    • Ich fragte gerade Masterchen. Er meinte „Lagune“ sei der italienische Ausdruck dafür, was man speziell an der Ostsee und Nordsee „Haff“ nennt.
      Liiiiebe Grüße
      Selma Buchfee

      Antworten
  3. Der Träge sitzt, weiß nicht ein noch aus,
    und über ihm stürzt ein das Haus;
    doch mit mutig gespannten Segeln munter
    fährt der Frohe das Leben hinunter.

    Ich weiß leider nicht der Urheber, Martin kennt das vielleicht, als Segelenthusiast.

    Das habt ihr 2 Feenwesen sooo schön beschrieben, ich bekomme beim Lesen ganz schlimme, furchtbar akute Heimweih, gut ist, ich kann fast die feine Heilluft inhaliiiiiieren, wenn ich die Nase ganz nah am Monitor halte.😉 und wenn ich meine Ohren spitze, höre ich die Seehunde und die Terns. Ja ich weiß, ich kann die 250 Sorten niemals auseineanderhalten, nur knipsen.
    Am besten und am liebsten höre ich die Stille. Die himmlische Stille und Ruhe in Cley. Ein Schulgebäude in der Nähe wird abgerissen, es kracht und donnert auf den ganzen Berg.

    Liebe leise Grüße übers Land und Wasser
    Dina

    Antworten
    • Ist von Ludwig Tieck, die Fassung, die Du zitierst, ist aber verfälscht — hat mich direkt gewundert, dass der große Tieck so schlechte Verse schreiben soll (;–)) — Richtig heißt es:
      „Der Träge sitzt, weiß nicht, wo aus,
      Und über ihm stürzt ein das Haus;
      Mit frohen Segeln munter
      fährt der Frohe das Leben hinunter“ —

      So fällt nur die 4. Zeile vom Versmaß her aus dem Rahmen, weil plötzlich im Dreiertakt

      (x x X x x X x x X x)

      Bei Leuten wie Tieck sagt man dann, dass das nicht Unfähigkeit war, sondern Absicht: Im beschwingten Dreiertakt fährt der Frohe das Leben hinunter. Und Tieck wäre nicht Tieck, wenn er nicht im letzten Wort dann doch noch das Ende des Lebens angedeutet hätte, denn es geht ja das Leben hinunter, nicht immer im Kreis herum ……

      Antworten
      • Danke Martin!🙂

      • Nur schnell eine Empfehlung zu Tieck, der alle seine berühmten Zeitgenossen überlebte. Wer auf den Kunstmärchen der Romantik steht, sollte unbedingt „Der blonde Egbert“ und „Der Runenberg“ (gibt`s in einem Reclam-Bändchen beide zusammen) lesen.

  4. Liebe Buchfeen, lieber KB,
    beim Betrachten der Bilder wird eine Landratte ganz neidisch.Deshalb gehören zu mir auch keine Seehunde sondern pinscherartige Landhunde. Eure Bilder wirken wie eine Michung aus Ost & Nordsee. Wunderbar.
    „Old sailors never die, they just get a little dinghy“ das liest sich gut. Aber was bedeutet dinghy? Mit der Bitte um Aufklärung wünsche ich euch einen schönen Abend, Mast und Schotbruch an die SeefahrerInnen und liebe Grüße an dich und deine Buchfeen
    Georg

    Antworten
    • NA, ein Dinghy ist eben so ein kleines offenes Boot wie die Circe …

      Antworten
      • Hallo Martin, hallo Georg,
        richtig, dinghy [mit „h“] ist ein kleines offenes Boot [Ruder-, Motor- oder Segel-solches]. Das ganze ist aber auch ein Wortspiel, denn „dingy“ [ohne „h“] bedeutet u.a. „schabig“, „heruntergekommen“ oder „armselig“ [um einmal nur die noch etwas positiver besetzten Bedeutungen zu nehmen]. Für mich selber, ohne dass ich das aber im Lexikon belegen kann,hat es im Zusammenhang des Zitats auch die Konnotation „trottelig“ oder „senil“.
        Liebe Grüße von einem „old sailor“, der sich aber nich nicht so ganz „dingy“ fühlt,
        Pit
        P.S.: Und „old“ eigentlich auch nicht.😉

      • Das überrascht mich jetzt, dass „Circe“ zu den Dinghys gehört. Große Segelschiffe die ich kennengelernt habe, hatten stets einen Zodiak oder einen anderen Schlauchboot dabei, „tender to“, die wurden allesamt einfach Dinghy genannt.

        Wieder was gelernt…
        Schönes Wortspiel, vielen Dank für die Erläuterung, Pit.

        Dina

  5. Ja, toll, so kann man sich alles super vorstellen!

    Antworten
  6. Ja, genau, sogar auf Svalbard kann ich jetzt folgen!🙂

    Toll gemacht, Knipsifee! Mit der hohen Auflösung kann ich die Bilder ganz groß klicken und fast mitreisen, aber nur fast, leider. Vielleicht kann ich es träumen?

    „Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Boot ohne Segel.“
    😉

    Herzliche Grüße aus dem wieder recht kühlen Norden

    Per Magnus

    Antworten
  7. Hallo Klausbernd,
    ein ganz wunderbarer Artikel, den ich noch ein paar Mal lesen werde, ehe ich dann ausführlicher antworte. Und auch die Bilder werde ich in Ruhe genießen … und sehnsüchtig/neidisch werden! 😉
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

    Antworten
    • Lieber Pit,
      danke! Ja, ich denke mir, bei dir im Süden der Staaten sieht das Meer völlig anders aus -oder?
      Ich bin schon ganz gespannt auf deinen Kommentar.
      Einen schönen Tag noch
      Klausbernd, Siri & Selma saugen gerade das Haus, knurrend, aber für 10 Fayrietaler each😉 Sie lassen dich und Hundi gaaaanz liiiiieb grüßen🙂🙂

      Antworten
      • Hallo Klausbernd,
        stimmt, bei uns an der Golfküste sieht es – natürlich – etwas anders aus als bei Dir an der englischen Nordseeküste. Obwohl, haff-/nehrungsähnlich ist es auch hier. An der gesamten texanischen Küste, von der Mündung des Rio Grande bis zur Galveston Bay ziehen sich niedrige vorgelagerte Inseln hin. Ob man das wirklich als Nehrungen bezeichnen kann, darüber muss ich mich erst einmal schlau machen.
        Vom 22. bius zum 24. werden wir übrigens mal wieder in Port A sein, zur Feier unseres dreijährigen Hochzeitstages. Ich werde sehen, dass ich ein paar schöne Fotos mitbringe, und dann mehr erzählen. Vorab kannst Du Dir ja schon mal diesen Artikel [http://tinyurl.com/czqzure] und die Bilder ansehen.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

  8. laquo;Morston liegt genau auf ein Grad nördlicher Länge»

    Was soll uns denn damit gesagt werden? (jaja, ich weiß das ist einer von den Fehlern, der den mit dem Text Vertrauten nicht auffällt.)

    Antworten
    • Danke dir, aufmerksam lieber Emil, ich hab sofort die Peinlichkeit verbessert.

      Für alle die es nicht wissen: bei der Länge gibt es östlich und westlich – vom Nullmeridian aus gesehen, der durch Greenwich geht. Bei der Breite gibt es nördlich und südlich – vom Äquator aus gesehen. Also „nördliche Länge“ ist Quatsch, da hat der Emil recht.
      Liebe Grüße vom Pit
      Klausbernd und seine crazy bookfayries Siri & Selma🙂🙂
      Siri ist ganz geknickt, da sie beim Korrigieren Masterchens Fehler nicht bemerkte.

      Antworten
  9. Lieber Emil,

    daaanke sehr!😉

    Kennt ihr Dava Sobels „Längengrad“? Also ich habe mit großem Lesevergnügen das Buch verschlungen, aber das Mathematische ist leider nicht meins, ich begreife es einfach nicht.

    Herzliche Grüße an die Buchfeen und in die nette Runde

    Buchdame und Landdame

    Antworten
    • Ja, „Längengrad“ ist eines der schönsten Sachbücher, die ich kenne, speziell die illustrierte Ausgabe. Es geht um die Uhrmacher Harris, Vater und Sohn. Das Problem war, dass man nicht den Längengrad bestimmen konnte, bevor es genau gehende Schiffuhren gab. Deswegen wurden Inseln wie Jan Mayen und viele Südsee-Inseln entdeckt, aber keiner fand sie wieder, so konnten sie immerhin später nochmal entdeckt werden😉
      Harris gelang es, eine Uhr zu bauen, der Schiffsschwankungen und Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsunterschiede nichts ausmachten. Auf einer Fahrt in die Südsee beispielsweise sollte eine Schiffsuhr nicht mehr als eine Sekunde falsch gehen (da sonst die Kursabweichung zu groß wurde). Harris gelang es, solch eine Uhr zu konstruieren und Nachfolge-Uhren. Die Originale könnt ihr im Maritime Museum in Greenwich bewundern, genau dort, wo der Null-Längengrad durchgeht.
      Übrigens ist „Längengrad“ auch werkgetreu und im positiven Sinn stimmungsvoll verfilmt worden.
      Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen Cley next the Sea
      Klausbernd und seine beiden crazy bookfayries Siri & Selma, die beide eine Micky-Mouse-Watch tragen, die zwar nicht sehr genau geht, aber „soooo schön“ ist.

      Antworten
      • Lieber Klausbernd,
        ja „Längengrad“ ist ein tolles Buch, ich habe leider nur eine Taschbenbuchausgabe.
        Spannend fand ich ebenfalls „Die Vermssung der Welt“ von Daniel Kehlmann, lese gerade „Ruhm“ . wird (oder ist bereits?) auch verfilmt.

        Liebe Grüße aus Longyearbyen
        Per Magnus

      • „Längengrad“ habe ich in der englischen Ausgabe – meine Frau hatte es mir geschenkt – gelesen, und ich fand es einfacj großartig.

    • Lieber Per Magnus,
      Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ geht auf ein anderes geografisches Problem ein, das dem nicht-nautischen Menschen oft nicht klar ist, nämlich auf die Vermessung von allen geografischen Grenzen wie z.B. Küstenlinien. Das Buch, in Deutschland hoch gelobt, fand ich als Buchfee etwas überbewertet, obwohl Gauss und Humboldt anschaulich dargestellt werden.
      Wow, du mitten im Eismeer wirst wohl über 100 Jahre alt werden und froh und munter Robben fangen. Was mich noch wundert, du kannst ja gut Deutsch und liest sogar auf Deutsch. Wenn ich nur so gut Norwegisch könnte, das wird aber auf der Fayrie-Schule leider nicht gelehrt – schade.
      Ganz liiiiebe Grüße ins nördliche Eismeer, nach Ultima Thule
      Die muntere Siri Buchfee🙂

      Antworten
      • Hmm… ich lese gerade ein Buch von einem seekranken Tiger. Und weiß bis jetzt nicht so recht was ich davon halten soll…🙂 Hat jemand „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel gelesen, Gewinner der Booker Prize vor einige Jahren? Ich bin hin und her gerissen, habe schon wieder ein Buch in der Hand, der nicht ganz meiner Erwartungen enstpricht, allerdings habe ich nur 1/3 gelesen.

        Gute Nacht!
        Dina🙂

      • Liebe Buchfeen,

        vielen Dank für das Lob.🙂
        Ja, ich habe Deutsch gelernt und auch recht viel Zeit in Deutschland verbracht. Leider habe ich kaum Gelegenheit Deutsch zu sprechen, ich lese abwechselnd Deutsche und Englische Bücher um die Sprachen lebendig zu halten und blogge ein wenig um Schreibübung zu bekommen. Mein Sohn, ich schrieb ja bereits, bemüht sich um einen Studienplatz in Weimar, bald fahren wir wieder hin.

        God helg alle sammen fra oss!

        Per Magnus🙂

  10. EILMELDUNG von Siri Buchfee

    Forscher des Peninsula College of Medicine in Exeter veröffentlichten gerade, dass je näher man am Meer lebt, desto gesünder ist man speziell im Alter und desto länger lebt man. Die Forscher meinten, die Meeresnähe sei ein wichtigerer Faktor für Gesundheit als Einkommen/Vermögen oder Geschlecht. Andere Forscher sind der Ansicht, diese Ergebnisse gelten zumindest für ganz Europa.
    Ja, da seid ihr baff. Ich auch.

    Liiiiebe Grüße vom Meer
    Siri Buchfee🙂

    Antworten
  11. Ahoi! Melden uns zurück! Da habe ich ja mächtig was zu lesen…..
    Das kann dauern, bin ja sooooo entspannt, vom vielen Meditieren über die Farbe Grün!
    Herzlichste Grüße

    Antworten
    • Oh dear, Grün und Meer, das soll sich alter englischer Seefahrertradition gar nicht vertragen. Neptun kann Grün nicht ausstehen, heißt es da, und deswegen sollte man auch keine grüne Kleidung auf einem Boot tragen. Allerdings wir halten uns nicht immer daran. Wenn nicht, opfern wir Neptun immer einen Schluck des guten Rotweins, den wir ins Meer schütten. Das beschwichtigt ihn sofort.
      Welcome back
      Klausbernd und seine crazy bookfayries Siri & Selma🙂🙂

      Antworten
      • Wir haben auf unseren Törns Neptun immer etwas Schärferes – oft den guten Jubiläumsaquavit – geopfert. Und manchmal, wenn es dann trotzdem „wackelig“ wurde, haben wir uns gefragt, ob wir diesem alten Kerl nicht einfach zuviel gegeben haben! 😉 Aber andererseits, wir konnten ja schließlich nicht der alten Wikimngertradition folgen und ihm Jungfrauen opfern. Die hatten wir ebensowenig an Bord wie Priester, was ja bekanntlicherweise auch helfen soll, wenn man die über Bord wirft. 😉
        In diesem Zusammenhang: ich lese immer mal wieder mit Vergnügen Bengtssons „Die Abenteuer des Röde Orm“ – eine wunderbare Nachempfindung einer alten Wikingersaga mit Zügen einer Persiflage. DIe deutsche Übersetzung – das Original in Schwedisch kann ich ja leider nicht lesen – gefällt mit übrigens wesentlich besser als die englische, die unter dem Titel „The Long Ships“ erschienen ist. Ohne das Original zu kennen, ist es natürlich eigentlich nicht zu beurteilen, aber ich denke, die Übersetzung trifftt den humoristischen Ton, von dem ich annehme, dass er im Original auch da ist, viel viel besser.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

      • Danke, lieber Pit, für den Buchtipp!
        Ja, weder Jungfrauen noch Priester habe ich normalerweise an Bord. Allerdings war hier das Priesteropfern beliebter, da die Jungfrauen nicht ohne Macht und wahrscheinlich auch sehr beliebt waren.
        Liebe Grüße aus Sandringham, the Queens Norfolk Retreat
        Klausbernd

  12. NIX!😉🙂
    Selma, ihres Zeichens kichrige Buchfee

    Antworten
  13. Als absolutes norddeutsches Landei kann ich nur sagen: gelungene Fotos. Und danke, jetzt weiß ich, was ein Dinghy ist😉 ich wünsche euch immer eine Handbreit Wasser unter´m Kiel? Sagt so der Hamburger? Auf jeden Fall viel Spaß.
    lg magdalena

    Antworten
  14. Liebe doppelte Magdalena,
    das ist ja wie Kästners doppeltes Lottchen😉

    Also liebe Magdalena, ich werde demnächst auch wieder unnautische Beiträge bringen, aber irgendwie waren wir gerade so im nautischen Schwung und das Meer spielt in meinem kleinen Dorf und meinem Leben eine wichtige Rolle.
    Und danke für deinen korrekten nautischen Wunsch!

    Dir noch einen wunderfeinen Abend wünschen
    Klausbernd und seine beiden jetzt schlummrigen Buchfeen Siri & Selma, gleich werden sie selige Schnarchnasen sein. „Auch Landeier, wir“ murmeln sie noch.

    Antworten
  15. Jetzt hatte ich wieder eine ganze Menge zu lesen. Spannend und lehrreich. Nun bin wieder ein bisschen schlauer geworden. (Ich hoffe, das hält länger an.)

    Allerdings haben es mir die Seerobben angetan und ich gehöre wohl zu den Birdwatchern, die mit RIESEN-Fernglas und einer Kamera auf die Jagd nach ihnen ginge. Aber immer schön vom festen Boden aus. :-))

    Ein schöner Blogeintrag.

    Liebe Grüße, Szintilla

    ps.
    Ist die mail mit dem Zauberspruch angekommen? Oder ist sie im Spamordner gelandet, weil ich den Betreff vergaß?

    Antworten
    • Be Klausbernd? Ich habe weder noch… ?

      Antworten
    • Liebe Szintilla,
      Oh welche Schande. Die E-Mail mit dem Zauberspruch ist leider nicht angekommen, im Spam fand ich sie auch nicht. Sie hat sich wohl weggezaubert, so geheim ist dieser Zauberspruch. Aber Siri & Selma machten mich ganz verrückt, dass sie den Zauberspruch hören wollen.
      Hab einen feinen Tag, liebe Szintilla, ich bin jetzt mal weg. Ich fahre heute zu Queenie zu ihrem Privathaus in Sandringham – nee, nicht als Besucher der Queen, sondern als Tourist.
      Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen Cley
      Klausbernd
      Siri & Selma sind zur Dina geflogen und flattern über dem Rhein umher.

      Antworten
  16. Ich habe sie nochmal versandt …🙂

    Antworten
    • AGEKOMMEN. Danke. Die Zaubersprüche wurden sogleich an Siri & Selma bei Dina in Bonn weitergeleitet.
      Zu dem Anderen maile ich dir die Tage. Versprochen!
      Ganz liebe Grüße vom großen Meer
      Klausbernd

      Antworten
      • Ja, prima, jetzt haben es die Buchfeen hoffentlich etwas leichter weite Reisen zu unternehmen. *g*

        Ich wünsch dir eine schöne Zeit, mit viel Vergnügen.

        Liebe Grüße, Szintilla

      • Masterchen, wie hatten feinen Rückenwind und sind in Bonn gut angekommen, die Zaubersprüche jedoch nicht!
        Kannst du das bitte umgehend nachholen. Bitte.

        Deine Selma

        Feenhauch von mir und meiner Schwester ###

      • Spruch erhalten!
        Danke schön. Mit Feenhauch #

  17. Hi, ihr Lieben,
    wie schon gesagt, ich bin dann mal weg. Heute und morgen bin ich unterwegs, Gästen die Küste Norfolks zeigen, da geht`s zur Queen, dann nach Holme, wo Seahenge im Meer gefunden wurde, ein Kultplatz (?) um einiges älter als Stonehenge, zum Norfolk Lavendel Zentrum – voll kitschig, fast nicht auszuhalten – nach Burnham, dem Geburtsort Nelsons, wo der größte Pub deswegen auch „The Hero“ heißt und nach Stiffkey mit seinem verrückten Pfarrer, über den ich zu Beginn dieses Blogs berichtete.
    Aber ab morgen Abend bin ich wieder bereit zum Bloggen.
    Tschüß
    Klausbernd🙂

    Antworten
  18. Lieber Klausbernd,

    dann wünsch ich dir eine tolle Zeit mit deinen Gästen, die sicherlich ebenso begeistert von der Küste Norfolks sein werden, wie ich gerade von Eurem wunderbaren Artikel, den ich natürlich mehrmals gelesen und geschaut habe .. da schlägt das Herz eines jeden Meer-Liebenden höher.

    Die Menschengucker ..grins, was sie sich wohl „denken“🙂 sie sehen ja wirklich niedlich aus. Hunde eben🙂

    Ich hab ja einen begeisterten Segler an meiner Seite .. doch selbst bin ich schon immer für die Seekrankheit anfällig gewesen (bzw generell die „motion sickness“, also nicht nur auf Schiffe bezogen, und Auto fahre ich am liebsten selbst, nicht als Beifahrer) ..das ist wirklich ungünstig, so daß ich nicht wirklich gern ein kleines wackeliges Boot besteige. Dabei entgeht einem doch so vieles, was ein seefester Mensch genießen kann ..wie auf Euren schönen Bildern so gut zu sehen ist.

    Vögel beobachten ..eine faszinierende Sache. Bei Hohwacht an der Ostsee hat es auch schöne Fleckchen, die regelmäßig von Vogelguckern heimgesucht werden … ein Glück, wenn man diese Stellen mal für sich alleine hat, nicht nur wegen den Vögeln, sondern weil die Landschaft so wundervoll ist – ja, entschleunigend und einfach wohltuend für Seele und Geist.

    Nun fiel mir beim Stichwort Tieck gleich auch der andere Romantiker, ETA Hoffmann mit seinem Goldenen Topf ein – das sind solche Überbleibsel aus der Deutsch-LK-Zeit ..damals mochte ich die Romantiker, und auch den Werther .. Alles zu seiner Zeit🙂

    Liebe Wochenendgrüße an Euch alle,
    Ocean🙂

    Antworten
    • Liebe Ocean,

      wie schön, dass du das feine Fleckchen Hohwacht nennst, die Bucht ist ein Traum, oder? Ich habe mal in der Nähe von Preetz gewohnt, damals hatte ich einen wunderschönen schwarzen Cocker Spaniel. Die Rasse ist genauso Meer-süchtig wie die Golden Retriever, tolle Menschenfreunde und Begleiter.
      Unser Segelboot lag damals an der Kieler Förde, die Hohwachter Bucht hätte mir persönlich besser gefallen. Der Cocker hat sich erstaunlich schnell ans Segeln gewöhnt, ich war verblüfft wie easy es ging. Schade, dass du so unter motion sickness leidest!

      Herzliche Grüße an Euch
      und dicken Knuddler für Lisa-Monsterchen🙂

      Antworten
    • Liebe Ocean,
      ich kann mich auch für die Romantiker begeistern, im Gegensatz zu Goethe, den in späteren Jahren sein „Werther“ peinlich war und der nichts mit der Romantik zu tun haben wollte. Tieck, Novalis und E.T.A. Hoffmann liebe ich sehr, besonders E.T.A. Hoffmann, der eine intensive magische Stimmung in seinen Texten schafft. Hier in England wäre Mary Shelleys „Frankenstein“ und letztlich auch Bram Stockers „Dracula“ (auch ein Briefroman wie der „Werther“) zu nennen. Diese engl. Fraktion der Romantiker begründete den modernen Gruselroman. Sie betonten das, was C.G. Jung den „Schatten“ nannte.

      Ich habe einige Semester in Kiel Nordistik studiert und kenne deswegen die Ostsee ein wenig. Aber in Hohwacht, glaube ich, bin ich nie gewesen. Einer meiner Verleger lebt bei Kiel am Nordostsee-Kanal, dort wo die Schiffe durch die Wiesen fahren. Er hat mir auch ein wenig die Gegend gezeigt. Liebe Ocean, jetzt wirst du dich wundern, hier in Birdwatcherkreisen kennt man Hohwacht. Bei mir im Ort wohnen Brian Blunt, der im Guiness Book of Records vor einigen Jahren den Eintrag hatte, die meisten unterschiedlichen Vögel gesehen zu haben, und Toni Mar, der auf arktische Vögel spezialisiert ist und Fernsehteams zu dir, lieber Per Magnus, nach Svalbard führt, um besondere Tieraufnahmen zu schießen. Beide traf ich zufällig gestern Abend nach meinem Ausflug im Pub. Klar, sogleich fragte ich sie nach berühmten Vogelguckplätzen an der Ostsee und sie kamen sofort mit Hohwacht.
      Ich bin kein Birdwatcher, obwohl wenn man in solcher Gegend lebt, wird man automatisch zu einem. Ich hab`s jedoch nie soweit gebracht, dass ich im Pub in die Vogelbibel einen gesehenen Vogel gezeichnet habe, was augenscheinlich für Birdwatcher eine leichte Übung ist, die dazu noch mit einem Freibier belohnt wird. Mich erstaunt es immer, wie gut die meisten Birdwatcher zeichnen können.

      Übrigens braucht man bei uns nicht unbedingt Boot zu fahren, man kann auch sehr gut wandern und sieht dann auch mehr Vögel, da der Motorlärm viele Vögel verscheucht. Allerdings kommt man mit dem Boot näher an die Seehunde heran, da sie sich wenig vor Booten zu fürchten scheinen, ja, ganz im Gegenteil sie schwimmen neugierig näher. Auch wenn man am Strand auf die Nehrung hinausgeht, folgen einem oft Seehunde, die parallel zum Strand schwimmen.

      Ganz liebe Grüße dir vom ältesten Vogelschutzgebiet Europas
      Klausbernd

      Antworten
      • Hallo Klausbernd,
        ist die Hohwachter Bucht nicht auch, u.A., zumindest zu gewissen Zeiten, ein Schieß- und damit ein militärisches Sperrgebiet? Ich erinnere mich zumindest, dass wir früher auf unseren Segeltörns von Heiligenhafen aus in die „dänische Südsee“ da immer einen großen Bogen drum machen mussten und gescherzt haben wir müssten jetzt auf die Blasnebahn von Torpedos achten. 😉
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

    • Liebe Ocean,
      zu „Menschengucker“: In seinem Buch „Leben und Ansichten von Maf dem Hund und seiner Freundin Marilyn Monroe“ des irischen Autors Andrew O`Hagan gibt es folgend Stelle dazu (allerdings ist es hier ein Hund nur und kein Seehund, der spricht):
      „In Wahrheit wissen die Menschen, dass wir sie studieren“, sagte er [der Hund], „und die Schlauen wissen auch, dass wir über sie reden. Die Menschen sind nicht dumm. Sie verhalten sich nur so, als ob sie es wären.“
      O`Hagans Roman würde dir sicher gut gefallen.
      Die Idee, dass die Tiere die Menschen studieren, nahm schon Adams in „Hitchikers Guide to Galaxy“ – war`s der zweite Band? – auf. Vorläufer dieser literarischen Idee waren wahrscheinlich die Tierfabel mit ihrer langen Tradition seit der Antike.
      Liebe Grüße aus dem gerade gewittrigen Cley next the Sea
      Klausbernd

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  19. So so, eine Vogelbibel im Pub, ja sehr schade, dass man dazu zeichnen können muss!
    Kann man da auch Phantasievögel reinzeichnen oder muss man dann eine Runde ausgeben…..
    Was ist das für ein (weiter oben erwähnter) Zauberspruch, etwa für Blumen und Pflanzen?
    Leider mache ich gerade wieder Sterbebegleitung für eine Zimmerpflanze…hach,
    In unserem Ferienhaus habe ich übrigens eine ziemlich zefledderte Ausgabe von Hesses Narziss und Goldmund von 1954 entdeckt! Lieber Klausbernd, Du würdest weinen, laut fluchen, aber es würde alles nichts nutzen….Zauberspruch für leidende Bücher?
    Sonst alles im grünen Bereich…bin noch am lachen, Priester über Bord schmeißen, damit sie sich frei schwimmen…..herrlich fraulich…..beste Grüße!
    ..es gab mal einen poesiespruch: lass dein herz so rein wie diese seehundschnautze sein….

    Antworten
  20. Ja, liebe Pia, Priester gibt`s hier kaum, da seit Heinrich VIII. für lange, lange Zeit in England auf Katholischsein die Todesstrafe stand.

    Besser als Zaubersprüche für zerfledderte Bücher ist die Restaurierung😉, wozu Seiten bügeln, den Buchblock neu befestigen etc. gehört. Das würde sich jedoch nur bei einer Erstausgabe lohnen.

    Mit einem Fantasievogel in der Vogelbibel würdest du wohl größte Diskussionen auslösen. Die gibt es schon, wenn einer einen Vogel falsch bestimmt. Einer der Koriphäen ist Chris Wheeler, der genau darauf achtet, dass die Vögel richtig bestimmt und gezeichnet werden. Er unterrichtet auch jeden Haushalt hier, was zu sehen und worauf zu achten ist. Außerdem bekommen wir von der RSPB (Royal Society for Protecting Birds) vierteljährliche Infos zu den Vögeln. Prince Charles, der Vorsitzende der RSPB, ist öfters zum Vogelbeobachten hier.

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Cley
    Klausbernd

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  21. Das ist ein sehr informativer und reich bebilderter Bericht Deiner nicht so neuen Heimat.
    Haff und Nehrung kenne ich von meinem nicht sehr langen Aufenthalt in Tilsit (Ostpreussen) 1942. Danke das wir Dich somit zumindest ueber das Internet besuchen konnten.
    Frueher als ich noch in Hamburg wohnte, bin ich doch oefters an die See gekommen, aber nun wurde ich wieder zur Landratte. Die See bekommen wir eigentlich nur zu sehen, wenn wir mal wieder Besuche in Florida abstatten.
    Liebe Gruesse aus dem mehr als reichlich warmen NW-Arkansas,
    Schoenes Wochenende, Karl-Heinz

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  22. Lieber Karl-Heinz,
    danke für dein Lob, das ja immer gut tut.

    Ja, das Kurische Haff und das Frische Haff sind wohl in Europa die bekanntesten Haffs. Sie sind um einiges größer als der Blakeney Point.

    Dina ist öfter in Florida. Sie bringt mir dann von Key West „The Pirate`s Paradise“ Piratenliteratur mit.

    Ein rundum entspanntes Wochenende wünscht dir aus Norfolk mit sanften 23 Grad bei leichter Seebrise und blauem Himmel
    Klausbernd🙂

    Antworten
    • Lieber Klausbernd,
      wenn Dina nach Florida fliegt, ist sie von Deutschland schneller dort, als wenn ich mit dem Auto dorthin fahre, was eineinhalb Tage dauert. Allerdings sind wir schon paarmal nach Florida geflogen, was nicht unbedingt bequem ist.

      Um deine Frage zu den Cowboyfilmen zu beantworten, die man heute sicher als politisch incorrect bezeichnen wuerde, da die Indianer meist die Boesen waren, genauso wie die Cowboys, die schwarze Huete trugen.🙂
      Der Geschmack der Kinobesucher scheint sich ueber die Jahre um einiges geaendert zu haben.
      Heute werden entweder Problemfilme aus dem Leben gezeigt, wobei moeglicherweise mit einem politischen Unterton oder die ganze Welt fliegt einem durch Exposionen um die Ohren. Also die Qualitaet dieser amerikanischen Filme laesst doch einiges zu wuenschen uebrig. Heute bevorzuge ich beinahe wieder deutsche Filme, die man sich heute im Internet ansehen kann.
      Gestern nachmittags hatten wir 41 Grad C – wohlgemerkt im Schatten, denn die Sonne knallt hier unbarmherzig vom wolkenlosen Himmel und heute wird es wohl nicht viel anders sein. Werde wohl gleich die Klimaanlage wieder anstellen muessen.
      Angenehmes Wochenende, Karl-Heinz

      Antworten
  23. Wir haben hier im Ort einen Filmclub, der sich unregelmäßig in der Village Hall trifft. Da werden keine amerikanischen Filme gezeigt, weil das den Geschmack der Mitglieder nicht trifft. Deutsche und französische Filme stehen hier hoch im Kurs.
    Danke dir für deine Ausführung zum Cowboy-Film. Mir fiel beim Lesen ein, dass sich das Selbstbild des Mannes auch geändert hat. Es geht nicht mehr ums physische Kämpfen und der Held ist nicht mehr, der härter zuschlägt oder schneller zieht. Das Männerideal des Cowboy-Films ist einfach veraltert, es hat sich überholt. Außerdem ist zumindest bei Cineasten Hollywood geradezu zu einem Schimpfwort in England geworden, Hollywood bedeutet „trash“ für uns, naja und amerikanische Fernsehserien sind even more trash. In der Beziehung sind viele Engländer sehr europäisch ausgerichtete.

    Liebe Grüße nach Arkansas
    Klausbernd

    Antworten
  24. Also, Western kann man/frau eigentlich gar nicht mehr schauen, die Rollenklisches sind ja echt ein Brüller, schlimm! Höchstens noch, um sich die Veränderungen bewusst zu machen.
    Vor kurzem schaute ich aus Versehnen auch mal „Magnum“, ich wollte hawaiianische Vegetation sehen…., unglaublich komisch!! Den fand ich mal toll, das gibt´s doch gar nicht!
    Ich möchte Geschichten für Jungs schreiben, Mutgeschichten, habe viele Ideen, nein, besser: Erlebte Geschichten, es gibt kleine mutige Männer beim Ballett und mutige Väter!!!!
    Schönen Abend

    Antworten
    • Wenn man alle Literatur, alle Filme, alle Kunst, die in den letzten paar 1000 Jahren entstanden sind, nicht mehr lesen oder anschauen kann, weil sie den Vorstellungen von Geschlechterrrollen, die in Deutschland sich seit ein paar Jahrzehnten durchsetzen, nicht entsprechen, dann müsste man 99% der Kunstwerke, die überall auf der Welt entstanden sind, in den Müll werfen. Wäre schade drum, oder? Und Western, wie die von John Ford, zählen sicherlich zum besten, was der Film so hervorgebracht hat, handwerklich und dramaturgisch ………
      Heute können sehen viele diese Filme auch aus einem anderen Grund nicht gerne: Weil sie in epischer Breite dahinfließen, weil sie sich viel Zeit nehmen, eine Geschichte zu entwickeln. Heute wollen allzu viele Zuschauer permanent Aktion, wenn nicht sofort Knaller auf Knaller folgt, wird weggezappt — schon deswegen sollte man Western (oder auch die anderen Filme von John Ford oder Howard Hawks) nicht wegwischen, scheint mir, der ich jetzt nach oben gehe, um mir den Film „Where Were You When the Lights Went Out?“ von 1967 anzuschauen, der sicherlich auch voller Mann/Frau-Klischees stecken wird ….

      Antworten
      • Lieber Martin,

        ich danke dir sehr für diesen klugen Beitrag! Das wäre ja sonst fast zum Haare raufen! .-)

        Zu den elitären Snobismus der Engländer schreibe ich jetzt nichts😉
        sondern ich kann nur diejenigen bedauern, die die überaus kultigen John Wayne-Filme verpasst haben. Bildungslücke!🙂
        Schade um all diejenigen die den Superwestern schlechthin nicht gesehen haben und die berühnteste Filmmusik aller Zeiten nie gehört haben: Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ mit Charles Bronson, Henry Fonda und Claudia Cardinale. Hinsetzen! Gucken! Würde auch nicht den Filmclub schaden…

        Übrigens, es gibt 2 neue, aktulle Filmhitlisten aller Zeiten, in Deutschland gerade frisch veröffentlicht.
        Was schauen die Deutschen am aller liebesten?
        Die einen „Pulp Fiction“
        Die anderen „Vertigo“ (Hitchcock)
        Made in …?

  25. Na da sage ich doch nur: Provokation gelungen…das wollte ich nicht! Ich kenne mich mit Western gar nicht aus, ich gestehe…und Actionfilme, sorry, scheußlich!
    Also in den Pub gehe ich auch beser nicht, keine Diskussionen bitte!
    Und dem Mätes einen schönen Filmabend!
    ..scheinbar habe ich da einige ganz doofe Beispiele erwischt, sehr weit weg von Kunst!

    Antworten
  26. Ich kann dem Martin nur recht geben, seit der Venus von Willendorf und den ersten Mythen beherrschen Rollenbilder die Kunst und treiben die Kunst in ihrem Bemühen zur Stilisierung und Typisierung zu Höchstleistungen. In der Literatur war das Rollenbild von Mann und Frau schon immer ein großes Thema: Die wartende Gattin in der Odyssee und der abenteuersüchtige Mann, was wieder von „Faust“ und „Per Gynt“ aufgenommen wird.
    Nun ist der Western allerdings weitgehend die Beschreibung einer Männerwelt und da liefert dann die Spannung Gut versus Böse.
    Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren: Ich glaube wie der Martin, dass es im Western zu wenig Action gibt. Es wird oft alles auf einen oder einige wenige Höhepunkte hin aufgebaut. Der Actionfilm hat den Western durch ständige Höhepunkte überholt.

    Ist es nicht dem Wesen der Klischees wesenhaft, dass an ihnen etwas dran ist, sonst wären sie nämlich keine. Also ehrlich, liebe Pia, zu sagen, dass man solche Filme nicht sieht, nicht in den Pub geht etc., das halte ich für Dogmatismus, der sicherlich schlimmere Auswirkungen als Klischees zeigt. Außerdem sind denn nicht Western Mutgeschichten? Und ist`s nicht ein Klischee, dass Jungen Mutgeschichten brauchen – impliziert das, Mädchen benötigen sie nicht?
    Als Mann, ist meine Erfahrung, geht es mir besser, zu meiner Rolle zu stehen, als sie zu verweigern. Die Ablehnung von Rollenverhalten führt zu einer neurotisierenden Gleichmacherei, mit der keiner glücklich ist, meine ich.

    Wow, vom Blakeney Pit zum Rollenverhalten, welch ein Bogen. Aber es gibt verblüffenderweise eine Verbindung: Beim Segeln haben die Frauen das Kommando übernommen. Bei den größeren Regatten hier gewinnen fast immer Frauen, also nix mehr „Aye, aye, Sir!“

    Feines Filmgucken und allen ein entspanntes Wochenende wünscht
    Klausbernd

    Antworten
    • Hallo Klausbernd,
      ist es nicht eigentlich schade, dass die reine „Action“ in vielen heutigen Filmen so in den Vordergrund getreten ist, dass sie schon zum Selbstzweck geworden ist? Nicht dass ich mir z.B. die neuesten James Bond Filme nicht ansehen würde, aber sie sind für mich nicht das Nonplusultra. „The Best Exotic Marigold Hotel“ [http://tinyurl.com/bsj5h7q] und „Bernie“ [http://tinyurl.com/7mlrzv8] z.B habe ich neulich mit großem Vergnügen gesehen.
      Und was die Western angeht, Howard Hawks Klassiker z.B. nicht gesehen zu haben ist schon fast eine Bildungslücke. Natürlich sind sie voller Klischees, aber die als Zeitgeist zu erkennen und gedanklich zu verarbeiten ist doch auch (Weiter)bildung. Jedenfalls meiner Meinung nach.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit
      P.S.: Du hast schon recht, dieser Blogeintrag spannt eine enorm weiten Bogen. Fast ebenso wie der zu Sten Nadolny. Aber genau das ist es, was mir an Deinem Blog so ungemein gefällt.
      P.P.S.: Hier in San Antonio gibt’s – und das finde ich prima – ein kleines Kino in dem jeden Donnerstag Filmklassiker kostenlos gezeigt werden. Diesen Monat ist Hitchkock dran. Das finde ich ausgesprochen gut und wir werden bestimmt den einen oder anderen dieser Filme ansehen.

      Antworten
      • Du Pit, pssssssss…. bitte nicht verraten, ich habe „The best exotic Marigold Hotel“ für die Filmbibliothek in Rhu Sila (das ist dort wo wir Buchfeen zu Hause sind) schon gekauft. Masterchen war soooo zufrieden mit meiner Knipsiarbeit für den Sten Nadolnyartikel, dass er uns jeweils 25 Fairytaler extra spendierte. Ja Sirifee hat auch gut getextet, oder?
        Also Siri, meine Schwester, überlegt gerade welchen Film sie für ihre 25 Fairytaler besorgen könnte. Ich habe „Spiel mir das Lied vom Tod“ vorgeschlagen, aber sie ist sich total unschlüssig, vielleicht lieber „Vertigo“? Oder doch „Pulp Fiction“? Schwere Entscheidung, die Arme kommt richtig ins Schwitzen. Pit, was schlägst du denn vor?
        Lieber Martin, welchen Film würdets du kaufen? Was ganz anderes? Bitte kann jemand meine Schwester helfen! Manchmal versteh ich sie einfach nicht.

        Eure Selma Knipsi und Filmfee

      • Hallo Selma,
        was ich empfehlen würde? Da gibt es eigentlich eine ganze Menge. Fange ich einmal mit einem, ich glaube, sehr wenig bekannten Film an:
        – Der schwerze Sheriff/Lawman without Gun [http://tinyurl.com/9a4dfm8] – falls der für Euch irgendwo zu bekommen ist. Ich habe gerade die englische Version als Videoband gebraucht bei Amazon gekauft. Ich finde ihn faszinierend, und im Zuge des Massakers von Aurorra mal wieder hochaktuell.
        Ansonsten:
        – After the Sunset [leichte Kost, ein bisschen James-Bond Parodie, gemischt mit Karibik]
        – Chisum [um mal wieder einen klassischen John Wayne Western zu nennen]
        – Alamo [aus „Lokalpatriotismus“, die John Wayne Version]
        – Das war Roy Bean [schon wieder texansicher Lokalpatriotismus ;)]
        – Brubaker
        – Der Staatsfeind Nr. 1
        – Die Wiege der Sonne
        – The Man who Shot Liberty Valance [noch so ein Western Klassiker]
        Das ist nur eine kleine Auswahl, aber ich will’s nun mal nicht übertreiben.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

      • Eigentlich sollte ich hier lieber meine Klappe halten, denn Dina und Selma sind bei mir die Filmspezialisten. Aber ich kenne es aus der Literatur. Die Romane von Charles Dickens sind voller Klischees oder Typisierungen, wenn man so will, und deswegen ein hervorragendes Dokument des Zeitgeistes. Du hast es genau auf den Punkt gebracht, was auch ich meine, den Zeitgeist zu erkennen und gedanklich zu verarbeiten, ist Bildung. Humanistische und letztendlich auch technisch-naturwissenschaftliche Bildung haben sich immer historisch verstanden. Man muss doch wissen, wie etwas geworden ist, um es zu verstehen und auch um es ändern zu können.
        Huch, jetzt bin ich müde. Ganz liebe Grüße dir aus dem gewittrigen Norfolk
        Klausbernd

      • Siri und Selma

        Lieber Pit, wir hoffen, die zeigen Euch „Vertigo“. Weißt Du warum?
        900 – neunhundert Filmkritker aus, halt dich fest – aus UK! in der Fachzeitschrift „Sight and Sound“ haben abgestimmt, das ist der beste Filme aller aller aller Zeiten.
        Wie hättest Du abgestimmt?

        Liebe Grüße Selma FilmFee und Sirifee die auch gerne Filme guckt🙂

      • Liebe Selma FilmFee,
        da muss ich eine große Bildungslücke bekennen, „Vertigo“ habe ich nie gesehen. Und gezeigt haben sie den Film in diesem Kino in San Antonio vorgestern! 😦 Schade – verpasst.
        Das übrige Hitchcock Programm, immer donnerstags um 19:00, ist:
        Rear Window, North by Northwest, The Birds, Psycho
        Mal sehen, ob Mary und ich einen davon oder sogar mehrere schaffen. Dieses kleine Kino ist übrigens insofern ungewöhnlich, als man da am Platz auch Essen und Trinken serviert bekommen kann.
        Und apropos „Birds“: vor Jahren waren Mary und ich in Bodega Bay, wo es gedreht wurde, bei geradezu hitchcockmäßigem Nebel!
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, und einen schönen Sonntag Euch Dreien,
        Pit
        P.S.: etwas Interessantes – hier im Blog unterschreibst Du mit Selma, in der E-Mail Nachricht, die ich immer bekomme, wenn Ihr etwas bloggt, steht exakt derselbe Text, nur mit der Unterschrift SiriFee! Ich hätte nic gedacht, dass Ihr SO identisch seid. 😉

      • Alte Filme – klasse, bin ich Fan, besonders von Hitchcock.

        Wie wäre es denn da mit „Rebecca“ oder „Marnie“?

        Aber „Pulp Fiction“ ist natürlich auch nicht zu verachten.🙂

        Liebe Grüße, Szintilla

      • Liebe Szintilla,
        „Rebbeca“ habe ich erst kürzlich gesehen und fand den Film genauso gut wie Daphne du Mauriers Roman, in dem die Hauptperson eine Tote ist, nie auftritt, aber alles bewirkt. Den habe ich sofort für unsere Filmbibliothek angeschafft. „Marnie“ sah ich vor langer, langer Zeit und kann mich kaum erinnern – aber du hast recht, Hitchcock enttäuscht nie.
        Ganz liebe Grüße aus dem kleinen Dorf am großen Meer
        Klausbernd🙂

      • Lieber Pit,
        vielen Dank für deine Tipps für meine Schwester. Die gebe ich jetzt gleich in meinem kleine McFee ein. Ich spare jetzt für John Wayne.
        Weißt du was Siri gekauft hat? Eine Sonderedition, eine Box mit 14 Filmen von the Master of Suspense. Toll, oder? Siri braucht das als Anschauungsmaterial meint sie, sie möchte eines Tages etwas ganz Spannendes schreiben. Dieser Spruch hat’s ihr angetan:

        „Bei der üblichen Form von Suspense ist es unerlässlich, dass das Publikum über die Einzelheiten, die eine Rolle spielen, vollständig informiert ist. Sonst gibt es keinen Suspense“

        – Alfred Hitchcock

        Schönen Sonntag dir, lieber Pit!

        Selma Filmfee und Buchfee und Universalgenie

    • Hitchcock hat auch das Rollenverhältnis thematisiert, der Mann war seiner Zeit weit voraus;
      Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau kehrt Hitchcock in einigen Filmen gänzlich um: Die Frau ist dem Mann, der zunehmend passiver wird, überlegen und wendet das Geschehen zum Guten. Beispiele sind Jung und unschuldig (die Tochter des Polizeichefs verhilft einem Verdächtigen zur Flucht und löst letztendlich den Fall), Ich kämpfe um dich (eine Psychologin dringt in das Unterbewusste des Mordverdächtigen ein und rettet ihn vor der sicheren Verurteilung) sowie Der Mann, der zuviel wußte (die Ehefrau verhindert zuerst einen geplanten Mord und rettet dann das eigene Kind vor den Verbrechern).

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  27. Liebe Dina,
    hihihi, bei „Vertigo“ basiert das Drehbuch auf einem französischen Roman, wenn ich mich recht erinnere – also europäischer Geist😉
    Ganz, ganz liebe Grüße aus Cley next the Sea und einen stressfreien Nachtdienst wünscht
    Klausbernd🙂
    sein elitäres Vorurteil kultivierend😉

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    • 🙂
      Ha, hier ist ja was los! Schön.🙂

      Antworten
      • Auch ich finde das spannend und hochinteressant, wie Themen sich hier auf den Buchfeen und Klausbernds Blog entwickeln. Auch wenn ich nicht immer etwas schreibe, ich bin dabei. Ich möchte die Gespräche hier nicht mehr missen.
        Liebe Grüße und vielen Dank an euch alle aus Stockholm
        die Buchdame, die gerne Western sieht🙂

    • Lieber elitärer Snob, hihi
      ich muss mich entschuldigen.
      Kennst du Leytonstone? Ich nicht. Dort ist der große Knight Commander of the British Empire geboren. Klingelt es? Ja, Alfred Hitchcock ist zwar 1939 nach USA ausgewandert und nahm auch später die amerikanische Staatsbürgerschaft zusätzlich an, aber er war Britisch.
      Damit wäre das geklärt. Ich sollte ein wenig an meinem O-Ton pfeilen.

      Antworten
      • Leytonstone liegt östlich der City of London, es gehört zu Groß-London und liegt dort, wo man nach Norfolk herausfährt. Das Besondere dort: Auf dem U-Bahnhof von Leytonstone werden Szenen von Hitchcocks Filmen als Mosaik präsentiert.
        Dein elitärer Snob😉 war aber nur einmal auf dem U-Bahnhof in Leytonstone, wo es sonst nichts Besonderes zu sehen gibt.
        Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen Cley next the Sea, wo ich heute morgen wie Adenauer meditativ meine Rosen schnitt
        Klausbernd🙂

  28. Genau das finde ich auch. Ich habe auf Svalbard wenig – ehrlich gesagt keine – Möglichkeit solche Gespräche – genau das richtige Wort, liebe Buchdame – zu führen. Es ist schon wahr, wir führen hier einen kleinen Salon, von dem ich solz bin, Mitglied zu sein.
    Ich stimme Pit zu, Action als Selbstzweck finde ich auch öde.
    Mein Lieblingsfilm für lange Zeit war „Matrix“, der erste Teil.
    Liebe Grüße von Svalbard
    Per Magnus
    der auch Tarrantino-Filme (insbesondere der Kultige Pulp Fiction) gerne sieht, aber auch die von Buchdames Landsmann Lasse Hallström, liebe Grüße nach Schweden🙂, die ich hier öfters sehen kann.

    Antworten
  29. Lieber Pit, ich weiß auch nicht warum der Computer meine Schwester und mich nicht auseinanderhalten kann. Komisch, nee?🙂 Also, sooo identisch sind wir nicht, vom Wesen überhaupt nicht.

    Aber schau, ich habe mein eigenes Logo, dieses dunkle S bin ich, die liiiiebe Selma und Siri die Klugfee hat das helle S. Weißt Du wer unser Logo entworfen hat? Mmmmhmm… Der Master höchstpersönlich. Wenn wir beide gemeinsam auftreten, sollte eigentlich das Logo mit uns beiden erscheinen, aber das wird oft zu viel für den armen Computer. Tsee.

    Pit, weißt Du was? Bei uns zu Hause haben wir sogar ein eigenes Buchfeengeschirr, vielleicht zeigt Euch Dina das irgendwann, sie hat ganz viele Bilder davon. (Hand)Made in Cley, in der Pottery in Cley.

    Ich habe jetzt mein restlichen Fairytaler gezählt, ich werde versuchen einige von deinen Filmempfehlungen zu bekommen. VHS geht aber nicht, haben wir nicht.

    Liiiebe Grüße!🙂

    Antworten
    • Also, hier ein paar erläuternde Hinweise zu meinen beiden Buchfeen-Schwestern:
      Die sind ganz leicht auseinanderzuhalten. Siri, meine liebkluge Archivarin, Inspiratorin und Lektorin ist eine typische Leseratte und Intellektuelle. Selma, auch liebklug, ist dagegen eher praktisch ausgerichtet. Sie interessiert sich für Bilder wie „Knipsis“, wie sie es nennt, und für Filme. Übrigens meinte sie, der liebe Pit sollte „Psycho“ nicht verpassen. Als Buchfee liest Selma auch gerne, aber nicht so exessiv wie ihre Schwester Siri.
      Kann das sein, dass Siri eine typische Vatertochter ist und Selma eine Muttertochter?
      Liebe Grüße vom sonnigen Meer. Ich gehe jetzt mein Boot ausschöpfen
      Klausbernd🙂
      der allen einen feinen Sonntag wünscht

      Antworten
    • Nee, lieber Martin, kein Leck, sondern Circe ist nicht abgedeckt und bei dem tropischen Gewitterschauer gestern regnete es rein. Aber ich sehe das Bootausschöpfen so, wie andere mit ihrem Hund rausgehen. Das zwingt mich, regelmäßig einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Sonntags kommt Touristengucken dazu, die in den komischten Verrenkungen unsere Mühle fotografieren oder beim „George“ im Beergarden vor ihrem Pint sitzen.
      Liebe Grüße und noch einen angenehmen Sonntag
      Klausbernd

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  30. Hier im Regal steht ein Buch „Kliene Helden in Not“, ich wollte bei meinen Alltagsgeschichten das „in Not “ weglassen. Eher ein Buch für unkonventionelle, freidenkende, unperfekte und liebenswerte und daher mutige „Helden“ schreiben. Die Motivation ist übernacht angestiegen.
    Danke für die vielen Filmtipps und auch sonst die Anregungen zum Bewusstwerden!
    Ich finde den Blog einfach klasse!

    Antworten
  31. sorry, die Tippfehler, kann gerade meine Brille nicht finden……

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  32. Liebe Pia,
    mit den kleinen Helden, da gibt es eine Fülle von Literatur: die berühmtesten sind Harry Potter, Kalle Blomquist, Michel aus Lönneberg, die beiden Jungen in „The Boy with the Striped Pyjamas“ und in Michael Endes Romanen findest du auch viele. Ich persönlich bin ein Freund einer kleinen weiblichen Heldin, nämlich Pippi Langstrumpf.
    In der anspruchsvolleren Jugendbuchliteratur wimmelt es von kleinen Helden, die dem Autor die Möglichkeit bieten, die Welt aus einer vorgeblich naiven Sicht zu präsentieren. Die andere Perspektive gibt viele Möglichkeiten, das Erzählte witzig und zugleich entlarvend zu beschreiben, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben. Ich habe gerade von Boyne „The Boy in the Striped Pyjamas“ gelesen und bewundere an diesem Buch, wie der Autor eine KZ-Geschichte präsentiert, ohne aufdringlich moralisch zu werden.
    Als ich Kind war mein Held „Käptn Conny“. Das war eine Buchreihe, die ich verschlungen habe und natürlich identifizierte ich mich mit diesen kleinen Kapitän.
    Also gutes Gelingen mit deinem Buch. Übrigens fast alle Jugendbuchhelden sind unkonventionell (wie Kinder eben sind), freidenkend, unperfekt und liebenswert. Das ist diesem Genre zu eigen, sonst enstände keine Identifikation.
    Viel Glück beim Schreiben und noch einen lässigen Sonntag
    Klausbernd

    Antworten
    • Aber Klausbernd, wie konntest Du den Huckleberry Finn vergessen — die Bücher sind übrigens eigentlich – das habe ich erst kürzlich gemerkt – für Erwachsene und werden als Jugendbücher weit unter Wert gehandelt.

      Antworten
      • Oh dear, das hast du recht. Huckleberry Finn und Tom Sawyer gehören unbedingt zu den frechen kleinen mutigen Helden. Ich liebe Mark Twain. Zur Zeit blättere ich ab und an in „Bummel durch Europa“. Im Grunde kann man ja die beiden Bücher über Tom Sawyer und Huckleberry Finn als moderne Schelmenromane sehen.
        Danke, dass du Twains Werke erwähnt hast.
        Ich finde, Mark Twain schreibt lässig lustig und ist so stets höchst unterhaltsam.

      • „lässig lustig“ — das ist prima ausgedrückt — und leider – so scheint mir – ist es verdammt schwer, so zu schreiben, dass der Leser denkt, man hätte das mal so lässig dahingeworfen ….

      • Nachtrag zu Mark Twain
        Da diese munteren Gespräche ja vom Bootsfahren ausgingen, sei nur kurz erwähnt, das Twain ein Steuermannspatent für den Mississipi erwarb und auch in diesem Beruf als Lotse arbeitete. Mark Twain, ein Pseudonym von Samuel Langhorn Clemens, ist eine nautische Tiefenbezeichnung (2 Faden tief, geringere Tiefen waren nicht zu befahren), wie schon in diesem Blog im Artikel „Ton, die Albatros und Mark Twain“ weiter vorne erwähnt wurde.

      • Und… beide Werke sind mehrfach verfilmt. Von passabel, geht so bis hervorragend.
        Welcher Film findet ihr den Besten?

  33. Danke, das wünsche ich Dir auch! Deine kleine Buchfee mag ja bestimmt auch den kleinen Nils, den mit den Gänsen….
    Ich liebe den Karlson, wenn er auf dem Dach herumtanzt, seinen Propellor anschaltet und manchmal auch ein bissel zerstörerisch ist…
    Liebe Grüße
    ..es werden wohl eher Kurzgeschichten…

    Antworten
  34. Lieber Pit,
    beim meinem Buchhändler in Tromsø habe ich jetzt “Die Abenteuer des Röde Orm” von Bengtsson auf Schwedisch bestellt. Ich habe mit Erstaunen gerade gelesen, dass das Buch auf Platz 3 der Bestenliste Schwedísche Bücher aller Zeiten gelandet ist und dass eine Bibliotheksabstimmung das Buch auf Platz 7 „Bücher des Jahrhunderts“ gesetzt haben. Ein feiner Tipp, danke dir, ich bin gespannt!

    Liebe Sonntagsgrüße
    Per Magnus

    Antworten
    • Hallo Per Magnus,
      ich hoffe, dass Dir dieses Buch ebenso gut gefällt wie mir. Und da Du es auf schwedisch lesen wirst und auch so gut Deutsch kannst, könnten wir uns später vielleicht einmal austauschen, ob die deutsche Übersetzung dem schwedischen Original tatsächlich näher kommt als die englische. Würde mich nämlich unheimlich interessieren.
      Viel Spaß nich einmal bei der Lektüre, und beste Grüße nach Svalbard,
      Pit

      Antworten
  35. Hallo lieber Pit,
    hei lieber Per Magnus,

    witzig, die Buchfeen und ich haben das Buch auch gerade gekauft, wir kannten es auch nicht!
    Wir sind gespannt, wenn du es gelesen hast, musst du bitte berichten, ok?

    Liebe Grüße nach Texas und Longyearbyen
    von uns im Rheinland

    Antworten
  36. Schön – da möchte ich auch mal gern tief inhalieren. Und Seehunde als Menschenwatcher, das ist ja mal eine bezaubernde Sichtweise : )

    Antworten
  37. Und, liebe Petra, im nächsten Beitrag wirst du einen Vogel als Menschenwatcher kennenlernen. Bist du schon gespannt?

    Mir gefällt übrigens dein Blog sehr gut. Ich liebe deine längeren, schön bebilderten Buchrezensionen und lese sie stets mit Gewinn.

    Wow, ich sehe gerade, das ist hier der 94. Kommentar. Ob wir wohl noch auf 100 kommen? Ganz herzlichen Dank euch allen fürs muntere Kommentieren. Mir macht das viel Spaß. Es ist so spannend, wo wir überall beim Kommentieren hingelangen, wo wir verweilen und wie sich ein Thema entfaltet wie bei einem post-modernen Roman. Ja, die Themen bekommen ein Eigenleben, das ich ihnen gar nicht zugetraut hätte.
    Für mich ist es befreiend, mich so denklustig von Idee zu Idee treiben zu lassen, denn bei Romanen und mehr noch bei Sachbüchern bekomme ich von meiner Lektorin und meiner Agentin immer symbolische Haue mit dem Rotstift, wenn ich zu sehr ausufere.

    Hier donnert und blitzt es gar mächtig über dem Meer. Zum Glück bin ich nicht rausgefahren, da der Wind gegen den Uhrzeigersinn drehte. Da bleiben Seefahrer und Wanderer besser zu Hause. Nix Pit, today!
    Liebe Grüße von mir und den Seehunden in den Selfkant
    Klausbernd🙂

    Antworten
    • Als Tochter eines Ornithologen bin ich natürlich sehr gespannt auf die „Vogelperspektive“ : )
      Herzlichen Dank für dein ermutigendes Lob, das freut mich sehr – zumal ich zuweilen befürchte, dass es manchmal vielleicht zu ausführlich ist und man die Lust am Lesen verlieren könnte.
      Liebe Grüße aus dem schwülen Südwesten Deutschlands – ich würde mir jetzt viel lieber Küstenwind um die Nase wehen lassen!

      Antworten
  38. Lieber Klausbernd,
    was du über die streichende Lektorin schreibst, gab mir zu denken. Müssen denn Bücher heute zielgerichtet linear geschrieben werden? Will das Leserin und Leser? Noch ein provokantere Frage: Haben diese Helfer eines Autors überhaupt eine Ahnung vom normalen Leser? Es gibt doch einige spätere Erfolge, die jeder Verlag ablehnte und erst als der Autor/die Autorin sie erfolgreich selbst verlegte, rissen sich die Verlage um das copyright. Ich erinnere mich, dass es mit Kerry Humes „Bone People“ so war, ich glaube mit „Fifty Shades“ gab es da auch so was.
    Liebe Grüße an euch allen aus Longyearbyen, wo gerade ein Expeditionseisbrecher anlegte und die Forscher bunt gekleidet unsere Hauptstraße bevölkern. Ich ziehe mich ins Arktic Museum zurück, tschüß
    Per Magnus

    Antworten
    • Ist das nur ein Mythos der sich gut verkauft oder wurde tatsächlich „Harry Potter“ 6 oder 7x von diversen Verlagen abgelehnt?

      Antworten
      • Liebe Buchdame,
        im Gegensatz zu der Lebensgeschichte der Rowling ist das mit Ablehnungen wohl korrekt. Das hörte ich zumindest auf der Frankfurter Buchmesse. Aber man muss dabei beachten, dass es geradezu normal ist, dass Manuskripte von Lektoren und Agenten abgelehnt werden. Ehrtlich gesagt, sind 6 bis 7 Ablehnungen sehr wenig.
        Allerdings spreche ich von Großverlagen. Kleinverlage nehmen dagegen fast alles, ruinieren damit aber schnell die Reputation ihrer Autoren, oder sie verkaufen die copyrights weiter, wenn sie sich und den Autoren etwas Gutes tun wollen.
        Liebe Grüße von Cley next the Sea nach Stockholm on the islands
        Klausbernd

  39. Lieber Klausbernd, Dein Einsatz…wenn ich mich recht erinnere, ranken sich einige verkaufsfördernde Mythen um Harry Potter…..
    Also ich muss sagen, ich kann diese Frau nur bewundern…..in den letzten Jahren ist mir klar geworden, was sie eigentlich alles gelesen haben muss, um solch ein Werk zu schreiben….
    und die „Lehre“ des Buches, diese wunderbare Idee, dass ein Junge erkennen muss, dass es nur auf seinen Charakter ankommt. Die „dunklen Mächte“ können ihm nichts anhaben!
    Wundervoll!! Meine Kinder lieben diese Bücher.
    Aber ich lasse mich gerne belehren, wenn ich hier mal wieder etwas falsch verstanden habe!

    Antworten
    • Hallo Pia, hallo Klausbernd,
      In diesem Zusammenhang fällt mir Rick Riordan[http://www.rickriordan.com/home.aspx], ein Autor aus San Antonio, ein, mit seinen „Übertragungen“ klassischer griechischer Sagen in die Moderne, entstanden aus dem Wunsch, seinen eigenen Kindern die griechische Mythologie näherzubringen. Diesen Ansatz finde ich hochinteressant. Sein „The Lightning Thief“ habe ich gelesen und auch im Kino gesehen und Beides hat mir gefallen.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
      Pit

      Antworten
      • DANKE für den Tipp.
        Das werde ich gleich unserer Lehrerin weiterleiten, die sich nämlich vor Tagen darüber beschwerte, dass die Kinder hier aber auch kein Interesse an den klassischen Sagen zeigen würden. Das ist doch verständlich, dachte ich mir, Griechenland ist weit weg. Aber auf der anderen Seite habe diese Bilder der Sagen die gesamte europäische Kultur tiefgreifend geprägt. Rick Riordan sehe ich als Weg, auch für Kinder in Longyearbyen diese Welt zu öffnen.
        Einen schönen Abend – wahrscheinlich falsch, du lebst in einer anderen Zeitzonen
        Per Magnus

      • Hallo Per Magnus,
        freut mich, dass der Tipp Dir gefallen hat. Und zu „einen schönen Abend“: Deine Nachricht kam hier um ganz kurz nach Mittag an. Für uns gilt hier Central Time. Im Vergleich mit Deutschland [für Spitzbergen muss ich das mal nachsehen] ist es bei uns z.Zt. 7 Stunden früher am Tag.
        Liebe Grüße, und Dir wirklich einen schönen Abend,
        Pit

      • Lieber Pit,
        nur ganz schnell: Svalbard hat als Teil Norwegens CET, also die gleiche Zeit wie Deutschland
        Liebe Grüße, ich muss mich hurten
        Per Magnus

      • Lieber Pit,
        Siri und Selma haben sich den Film gerade bei Feebay gekauft. Der deutsche Titel:: „Diebe im Olymp“. Wir werden nichts weggucken, sondern den Film sofort in der Reisetasche verstauen und dann in 2 Wochen mit dem Master in Cley uns einen gemütlichen Filmabend machen.
        Dina

      • Hallo Dina,
        kommt mir das nur so vor, oder kurbele ich mit meinen Beiträgen hier tatsächlich die Buch- und Filmindustrie an??!! 😉 Ich hoffe, der Film wird Euch gefallen.
        Liebe Grüße,
        Pit

      • Ja, lieber Pit,
        scheint so! Siri und Selma lassen sich gerne inspirieren, ich finde das schön. Siri hat sich zurückgezogen, sie schreibt gerade an einer Geschichte und Selma ruft liiiiiiiiiiiiiebe Grüße an Pit und danke sehr für die vielen Tipps!

      • Danke für die lieben Grüße an Euch alle,
        Pit

    • Harry Potter habe ich auch mit Schmunzeln gelesen, die ersten Bände, dann war`s mir zu sehr das Gleiche. Ich bewundere die Rowling auch sehr. Wie sie sich zurückhält und überhaupt, wie gut sie scheinbar mit diesem Erfolg umgehen kann, ist eine große Leistung.

      Antworten
  40. ………. ich habe beim Lesen tiiiiiiiiiiiiiiiief inhaliert! Es ist eine berauschend schöne Landschaft und Du bist zu beneiden. Ich kann mir vorstellen, wie frei man dort wird, wie gut man durchatmen und Seele baumeln lassen kann, Inspirationen bekommt. Liebste Grüsse von Laura

    Antworten
    • Dir auch liebste Grüße zurück. Ja, ich liebe es, hier zu leben und bin dankbar, dass es mir möglich ist. Nun wohne ich hier seit über dreißig Jahre, wundere mich aber immer wieder, über die Schönheit der Landschaft, die mich auch die Langsamkeit entdecken ließ. „Norfolk slows you down“ ist der Slogan hier. Unser einziger Feind ist der Tourismus, aber wir können den mit Hilfe der EU in Grenzen halten. Die engen einspurigen und kurvigen Straßen werden nicht ausgebaut und bei mir im Dorf gibt es schon seit Jahren einen absoluten Baustopp. Vor ein paar Jahren setzten wir uns gegen light pollution durch und schafften die Straßenbeleuchtung ab, so dass es nachts richtig dunkel ist, was die Sterne einem näher kommen lässt. Die Landschaft wie z.B. die Nehrung am Blakeney Pit wird auch nicht bequem zugänglich gemacht, sondern man muss sie erwandern. Wer sich in diese unerschlossene Natur begibt, so unsere Vorstellung, die sich bislang bewährt, der ist auch naturverträglich.
      Ganz liebe Grüße dir von Küste Nord-Norfolks und eine angenehme Woche
      Klausbernd

      Antworten
      • Hallo Klausbernd,
        je mehr ich hier von Dir über Cley next the Sea lese, um so höher klettert es auf meine „must see“ Liste – wenn es denn überhaupt noch höher geht. Ich glaube, es ist schon auf der obersten Leitersprosse angekommen.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

  41. Nur als Info: teils haben sich die Gespräche über den Pit und die Landschaft hier verlagert. In den letzten Kommentaren zu meinem Blogartikel „British Greens – grün ist die Hoffnung“ ging`s teilweise weiter.

    Hi Pit,
    du bist herzlich willkommen. Da können wir doch glatt ein Treffen veranstalten: Dina, den reisefaulen Martin müssten wir wohl listig überreden, Siri & Selma und wer noch immer Lust hat.
    Liebe Grüße aus Norfolk
    Klausbernd

    Antworten
    • Hallo Klausbernd,
      das würde Mary und mich wirklich reizen! Und wir würden ja eine für uns beide noch neue Ecke Englands kennenlernen. Ach, da gibt es noch sooooooooooooo viel! London muss ich ihr noch zeigen, der Lake District steht auch auf dem Programm, und, und und! Und dann würden wir ja glatt auch eine Narrowboat-Tour noch einmal machen. Wie wär’s Buchdame und andere geneigte Mitleser? 😉
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, auch an die Siri & Selma, wo auch immer im All die Beiden gerade herumschwirren [chauffieren sie vielleicht gerade „curiosity“ durch die Marslandschaft? ;)]
      Pit

      Antworten
      • Ja, ja, du hast recht, Selma steuert „curiosity“ und Siri schreibt – was? Keine Ahnung.
        Ja, stell dir vor: Der digitale literarische Salon begibt sich auf Narrowboatfahrt, das wird ja glatt in die Literaturgeschichte eingehen.

        Ganz liebe Grüße
        Klausbernd🙂

      • Unter „Dreimal drei Mann auf einem Boot“ oder so? Je nach Anzahl der Teilnehmer bräuchten wir dann auch noch einen Mathematiker, der uns den Titel „errechnet“! 😉

  42. Nachtrag zu „Dreimal drei Mann in einem Boot“: da bin ich doch glatt mit „Mann“ wieder in mein altes chauvinistisches Rollenklischee verfallen! 😉 Und habe ganz vergessen, dass wir ja auch – Dina, Buchfee und andere Mitleserinnen mögen mir verzeihen – auf Bootsfahrerinnen hoffen würden. Ist doch schon schwierig, besonders im Deutschen mit seinen geschlechtsspezifischen Endungen. Mir lässt es aber immer noch die Haare zu Berge stehen, wenn ich in Lehrer-Emails vom SchülerInnen lese, obwohl „Schülerinnen und Schüler“ natürlich umständlich klingt.
    Und hier im Lande der political correctness kann ich mich auch schlecht an das geschlechtsneutrale „they“ etc. statt „he or she“ gewöhnen. Und das treibt ja manchmal auch etwas Blüten, wenn ich z.B. die Entwicklung von „chairman“ über „chairwoman“ für den weiblichen Gegenpart, dann zu „chairperson“ für beide und jetzt zu häufig nur noch zu „chair“ abgekürzt. Letzteres veranlasst mich dann schon wieder zum Schmunzeln, wenn ich daran denke, die Aussage „I’m the chair“ wörtlich zu interpretieren und mich auf diese Person zu setzen! 😉
    Liebe Grüße an Alle,
    Pit

    Antworten
    • Lieber Pit,
      diese haarsträubende bemühten weiblichen Formen im Deutschen sind überhaupt nicht berechtigt. Das fängt bereits bei dem unpersönlichen „man“ an, was sich etymologisch keimneswegs von Mann, sondern von Mensch herleitet. Außerdem betont es der Duden zu recht, dass all diese Bezeichnungen wie Mitleser, Bootsfahrer etc. semantisch geschlechtsneutral sind. Es wird ausdrücklich im Duden darauf hingewiesen, dass Formen wie MitfahrerInnen falsch sind, weil der Sprachlogik widersprechen. Würde ich als Autor trendy stets die männliche und weibliche Form bei entsprechenden Substantiven benutzen, würde das den Text völlig clumsy – „hölzern“ oder „umbeholfen“ zu deutsch? – machen.
      Also Männlein wie Weiblein sind als Bootsfahrer herzlich eingeladen😉
      Ich war gerade 4 Stunden bei schönstem Sonnenschein und nur 2 Meter Dünung draußen auf See. Es ist immer wunderschön, dafür blogge ich gern etwas weniger😉
      Ganz liebe Grüße von Norfolk nach Texas
      Klausbernd
      Noch eben eine kleine Anekdote aus der Kölner Straßenbahn. Als ich das letzte Mal mein Schwester besuchte, hörte ich in der Straßenbahn eine Unterhaltung zweier junger Türkinnen, wobei die eine die andere mit „eh, Man“ ansprach.

      Antworten
      • Hallo Martin,
        ich teile voll und ganz Deine Meinung zu diesen haarsträubenden Formen. Danke für deine ausführlichen Erläuterungen: wirklich interessant.
        Und ich schmunzele immer noch über die abschließende Anekdote. 🙂
        Freut mich, dass Du eine schöne Bootstour hattest. Aber denke dran: immer gut aufpassen!
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

      • Das war zwar von mir, Klausbernd, macht aber nichts, lieber Pit😉

      • Hallo Klausbernd,
        bei soviel Teilnehmern hier in Deinem Blog kommt mein armes altes Hirn schon einmal durcheinander! 😉 Sorry.
        Liebe Grüße,
        Pit

      • Macht nix, geht mir auch manchmal so
        Liebe Grüße
        Klausbernd🙂

    • …. auf See geht nichts über eine ordentliche Männertour! LG Martin

      Antworten
      • Hallo Martin,
        sind wir da nicht wieder beim Klischee der „harten Männer“?! 😉 Ich erinnere mich eigentlich nur an Gutes von meinen Törns, ganz unabhängig davon, wie die Crew zusammengesetzt war.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

      • Och, ob die Männer an Bord dann immer so harte Kerle sind, …. ? Nein, aber im Ernst, natürlich gibt es Frauen, die super Seglerinnen sind, meine eigene gehört dazu, aber ansonsten habe ich auch schlechtere Erfahrungen gemacht, ist aber schon lange her. Meine letzte größere Tour 2010, da waren ich und der Local Captain die einzigen Männer gegen 3 Frauen – war auch fein, waren aber auch alle Seglerinnen. Das Problem ist, dass meiner Erfahrung nach viele, viele Männer Probleme haben, ihre Frauen mit an Bord zu kriegen. Da spielen sich dann oft Dramen ab …..

      • Meine Segeltörns sind, leider leider, viel länger her als Dein letzter. Abgesehen einmal von einem halben Tag hier auf der Corpus Christi Bay war es das letzte mal in den frühen 90er Jahren. 😦

      • oooch, so lange, da müsste es Dir doch in den fingern jucken ….

      • Hallo Martin,
        und ob es mir in den Fingern juckt! Ich habe hier an den Stauseen immer wieder nachgefragt, aber man kann da kein Segelboot mieten. An der Küste, in Corpus Christi, wäre es möglich. Da müsste ich dann allerdings eins finden, das ich alleine segeln kann, zumindest fast, denn Mary könnte mir kaum helfen. Und ich müsste mal fragen, was sie an Qualifikation erwarten bzw. ob meine deutschen Segelscheine ausreichen würden. Aber vielleicht klappt das ja noch. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, mir hier (wieder) ein Boot zu kazfen, und bin einmal sogar – nur 14 Tagen vor unserer Hochzeit übrigens – ganze 2500 Kilometer nach Florida gefahren, um mir ein Gebrauchtes anzusehen, habe aber dann letztlich kalte Füße gekriegt. Auch für ein neues Boot [und zwar ein cat-getakelter Kielschwerter, so dass ich es wirklich einhand segeln könnte, und auch in den ganz flachen Gewässern hier an der Küste hinter den vorgelagerten Inseln] habe ich geschwärmt, und der Prospekt liegt immer noch hier, aber wenn ich es genau betrachte, so käme ich zu wenig zum Segeln als dass es sich wirklich lohnen würde, ein eigenes Boot zu haben. Also mal sehen was wird.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

  43. Uuups, hallohallo hier tut sich noch viel, habe ich jetzt was verpasst? 🙂
    Machen wir eine Bootsfahrt?🙂

    Ich hab’s gerade auf dem Dinablog geschrieben;
    möchte es auch hier erwähnen, es geht um die Norfolk Broads:

    Pit gab mir den Lesetipp “The Art of Coarse Sailing” von Michael Green, wie schön, als ich gerade vom Einkaufen zurückkam, wartete das Buch auf mich. Siri hat es sofort stiebitzt und kichert seitdem pausenlos beim lesen. Selma ist jetzt leicht ungehalten, sie möchte es auch lesen, auf der Stelle!, ich glaube ich muss schlichten. Schade, dass der Master nicht da ist, er hätte es laut vorlesen können.
    Auf jeden Fall bedanken wir uns bei Pit, und Master soll nicht traurig sein,
    wir bringen übernächste Woche das Buch mit!

    Liebe Grüße Dina & Co
    Dina

    Amazon:
    This book is the funniest in our book collection. I’ve owned my copy for over 30 years. My wife and I have read it over and over again and we still laugh out loud–we know all the punch lines by heart.
    Mike Green has a self-deprecating British sense of humor, and he paints a hilarious picture of a wacky boat trip on inland narrow rivers. In one week, they encounter (or, more accurately, cause) every marine disaster known, from Insanity of Ship’s Master and Explosion of Vessel, to Death at Sea, as well as some previously unknown, such as Going Aground on a Bungalow. Anyone who has ever sailed will be able to relate to the experiences described–knots that come untied in the middle of the night; knots that can’t be untied when they need to be; skippers shouting desperately at the crew in the face of an impending collision. . . you get the picture.

    Antworten
    • Hi y’alls, wie man hier bei uns so sagt,
      freut mich, dass ich mit „The Art of Coarse Sailing“ wohl schon wieder eine Anregung geben konnte. Und dazu ist mir dann noch mehr eingefallen: die Cartoons von Mike Peyton [http://tinyurl.com/cctgvtg und bei Amazon, sowohl com als auch de und co.uk]. Der Junge hat ein wunderbares Auge für Seglers Missgeschicke. Geschmunzelt habe ich beim Ansehen der Cartoons immer, und manchmal lauthals gelacht.
      Liebe Grüße von der derzeitigen Landratte im südlichen Texas,
      Pit

      Antworten
  44. Wir haben noch 3 prima Segeljacken, damit waren wir in Londons Regen gut angezogen….
    Leider, zum Segeln war nicht genug Wasser…so wissen wir nicht, wie ungeschickt wir uns beim Segeln anstellen würden. Bei nicht zu hohem Wellengang würden wir gerne mal segeln!

    Antworten
    • Am besten bei uns auf dem Rursee, da sind die Wellen höchstens 10 cm hoch (;–))

      Antworten
      • Hallo Martin,
        aus eigener Erfahrung: sie können da auch höher sein. Und aus eigener ganz negativer Erfahrung: da hat’s manchmal ganz gefährliche Fallböen, die von den Bergen herunterkommen – nicht, wie normalerweise eine Bö, ziemlich parallel zur Wasseroberfläche -und dann mehr von oben ins Segel drücken, was leicht(er) zu einer Kenterung führen kann. Ich habe da schon einmal neben meinem Boot geschwommen, und ein Schlüsselbund von mir liegt immer noch auf etwa 50 bis 70 Meter Tiefe vor Woffelsbach. 😉 Aber es ist auch ein sehr schönes Segelrevier. Und der Bootsverleih nahe der Staumauer hatte – zumindest vor ein paar Jahren – sehr gut gepflegte BM-Jollen zum Mieten.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit
        P.S.: Ach ja, wir haben über die Winde am Rursee immer gescherzt, dass sich da zwei Boote begegnen und sogar passieren können, beide hoch am Wind segelnd. Aber im Ernst, an den Ecken sind ziemlich abrupte Winddreher/-richtungsänderungen möglich.

      • Hallo Pit! Du verblüffst mich immer mehr – jetzt kennst du Dich auch auf dem Rursee aus, wo ich zwar schon 1968, 1971 und 1998 eine Regatta gesegelt habe, den ich aber nie besonders mochte, eben wegen der von dir sehr zutreffend beschriebenen Winde. 2009 haben wir unser zu behäbiges 24 Fuß Stahlboot, das in Holland, bei Roermond, gelegen hat, verkauft und uns den Kielzugvogel gekauft. Auf Holland hatten wie wegen der 100 km Entfernung keine Lust mehr, da haben wir uns mal an der Staumauer am Rursee ein Boot für einen halben Tag gemietet und es mal probiert. Hat uns so gut gefallen, dass wir kurze Zeit später Mitglied in einem Verein dort geworden sind, dem http://www.segelclubknapsack.de/ und uns jetzt mit den Winden dort herumschlagen …..
        1998 hatte ich eigentlich beschlossen, nie wieder auf dem Rursee zu segeln, denn da war die Deutsche Meisterschaft der Flying Junior da, im Vorjahr waren wir Vizemeister geworden, wollten unbedingt gewinnen, sind mit einem geliehenen Boot gesegelt mit dem ich nicht zurecht kam und direkt bei der ersten Regatta auf der Startkreuz gekentert, bekamen das Boot nur mühsam aufgerichtet. Bei der zweiten habe ich einen totalen Schrecken bekommen, weil wir vor dem Wind um ein Haar auf einen Felsen unter dem Wasser aufgelaufen wären (vor Woffelsbach, Du wirst ihn kennen), das vor uns liegende Root hat sich Ruder und Spiegel abgerissen … dann kam eine ganz gute Wettfahrt, noch eine bei Platz 10 oder so und der Rest fiel wegen Flaute aus …. ein Tiefpunkt meiner Regatta-Karriere.

      • Hallo Martin,
        freut mich, dass ich Dich immer mehr/noch verblüffen kann! 😉
        Meine vollständige Antwort zu meinem seglerischen Werdegang würde – ich werde bei so etwas ja immer so geschwätzig 😉 – den Rahmen dieses Blogs sprengen. Dazu werde ich Dir bald mal eine E-Mail schreiben.
        Bis dahin, mach’s gut, mit Seglergruß,
        Pit

  45. Ich hab`s ja nur bis zum Vorschoter gebracht und einen Segelschein habe ich auch nicht. In England ist man nicht so auf Scheine aus, außerdem geht man davon aus, ein Engländer ist nautisch veranlagt.
    Eine betagte Nachbarin zu mir: „Gehen in Deutschland die Jungen noch zu See?“
    Ich: „Nein, das ist nicht so verbreitet und man kann nicht mehr einfach so anheuern.“
    Sie: „Dann versteh ich nicht, wie Deutschland so stark werden konnte.“

    Liebe Grüße aus dem hochsommerlichen Norfolk
    Klausbernd🙂

    Antworten
    • Hallo Klausbernd,
      wir in Deutschland haben eben eine Führerscheinwut. 😉 Meine Segelscheine habe ich eigentlich eher notgedrungen gemacht, weil ich nicht immer nur in Holland chartern wollte. Und in Deutschland braucht man als Charterer/Skipper ja nun mal den entsprechenden Schein. Den BK-Schein [für den erweiterten Küstenbereich] und den Sporthochseeschiffer habe ich allerdings einfach aus Interesse und Spaß an der Sache gemacht. Na ja, für ein paar Überführungstörns brauchte ich die Astronavigation aus dem Sporthochseeschiffer dann später auch wirklich.
      Zur Bürokratie: auch die Amerikaner haben eine gewaltige! Mein Spruch dazu, „Sie haben die Bürokratie bei Preussens gelernt und das System dann noch ganz erheblich ‚verfeinert‘.“ 😉
      Ich musste z.B. für die Verlängerung meiner Green Card mal wieder Formblätter ausfüllen plus eine Menge Dokumente einreichen, und warte nun schon seit über 9 Monaten auf die neue Green Card! Es ist mir schleierhaft, wieso hier die bürokratischen Mühlen sooo langsam arbeiten.
      Und Segelscheine gibt’s hier auch. Aber bei meinem ersten und bisher einzigen Chartern hier [ein 34-Fuß Boot auf der Corpus Christi Bay] war der Vercharterer großzügig. Er hat mir jemand – natürlich – zur Einweisung auf’s Boot geschickt, Und der war dann von dem, was ich dabei gesagt und getan habe, wohl überzeugt, ich hätte genügend Kenntnis. Und so haben sie mich segeln lassen, ohne dass ich einen Schein hätte präsentieren müssen.
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Dir und den beiden Buchfeen,
      Pit

      Antworten
      • In Sachen Bürokratie sind die Briten unkompliziert, geradezu unpreußisch. Es gibt keine Meldepflicht, es wird auch immer noch furious darum gekämpft, die von der EU oktroierte Ausweispflicht zu verhindern und Scheine für irgendetwas ist eher unbekannt. Das hat jedoch den Nachteil, sagt einer, der eine strenge preußische Erziehung erlitt, dass Handwerker z.B. nicht viel mehr können als ich. Erst jetzt unter dem Druck der EU beginnt es langsam sich durchzusetzen, dass man in manchen Bereichen Qualifikationen vorweisen muss. Eine Ausnahme ist jedoch Gas: Alles, was mit Gas zusammenhängt, wie z.B. meine Heizung, dafür braucht eine Qualifikation (CORGI), wenn man daran herumschraubt.

        Ganz liebe Grüße und ein rundum feines Wochenende
        Klausbernd

      • Hallo Klausbernd,
        das mit der Melde-/Ausweispflicht ist eine Sache mit zwei Seiten. Ich stelle hier in den USA zunehmend fest, wie sehr eine nichtvorhandene Melde-/Ausweispflicht auch Vieles im öffentlichen Leben behindert.
        Bei den Wahlen z.B. [meine Frau als Vorsitzende der Demokraten hier hat es ganz konkret erfahren], dass ohne ein gut gepflegtes Melderegister doch relativ viele Unstimmigkeiten bei Wahlen vorkommen, sei es, dass Leute keinen Wahlschein bekommen, sei es, dass sie doppelt wählen oder im falschen Wahlbezirk – um nur einige der Probleme zu benennen. Und unter dem Vorwand, man wolle Wahlbetrug ausschließen, sind die Republikaner jetzt in fast allen Bundesstaaten, in denen sie das Sagen haben, dabei, irgendeinen Bildausweis für die Wahl einzuführen, genau wissend, dass sie damit einen Teil der traditionell demokratisch
        wählenden Bevölkerungsgruppen von der Wahl ausschließen, was natürlich der Sinn der Übung ist. Mit einer allgemeingültigen nationalen Melde- und Ausweispflicht gäbe es das Problem nicht. Ist natürlich – zugegeben – wieder mehr Bürokratie.
        Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

  46. Was sind denn das für Horrorszenarien! Gibt es denn da überhaupt ein Rettungsboot?
    An den Mast möchte ich nicht gebunden werden!
    Ich fühle mich schon wieder wie Dori aus „Findet Nemo“!

    Antworten
    • Liebe Dina
      Andre Bjerke schrieb eine der unterhaltsamsten Einführungen in Goethes Farbenlehre „Neue Beiträge zu Goethes Farbenlehre“ (Verlag Freies Geistesleben), er veröffentlichte außerdem unter dem Pseudonym Bernhard Borge drei psychologische Krimis, die in deutscher Übersetzung vorliegen. Bjerke gehörte zu den einflussreichsten Anthroposophen Norwegens. Er starb 1985.
      Ganz liebe Grüße
      Klausbernd xxx

      Antworten
  47. Warum das denn nicht, liebe Pia?
    Da hättest du doch gleich zwei große Vorbilder, den listenreichen Odysseus und den englischen Maler Turner. Als dieser vom Mast losgebunden wurde, soll er strahlend gesagt haben: „Jetzt endlich kann ich Wasser malen.“
    „Findet Nemo“ bezieht sich das auf Käptn Nemo aus Jule Vernes Geschichte unter dem Meer? Übrigens fällt mir gerade ein, Odysseus hatte sich auch als Nemo bei Polyphem vorgestellt.

    Antworten
    • Ahhhhhh! Du kennst „Findet Nemo“ nicht? Traurig! Also ich goggle das mal…mit dem Käptn. Sollte mir da etwas unentdeckt geblieben sein, in der Symbolik???
      Turner finde ich einfach toll.

      Antworten
      • Nee, kannte ich nicht. Ich hab sogar meinen jungen Berliner Freunde gefragt, die alles kennen, was „in“ ist. Kannten die auch nur vom Hörensagen und hielten es für ein Kinderspiel, zu einfach gestrickt. Ich schaute es mir im Netz an. Na, da springen einem doch die Anspielungen auf Jules Verne überdeutlich an. Das bezieht sich auf „20.000 Leages Under the Sea“.
        Turner war einer der ersten Maler, die sich an Goethes Farbenlehre ausrichteten.

      • Apropos Gothes Farbenlehre – jemand der sich sehr ernsthaft damit beschäftigte war der norweger Andre Bjerke.
        Andre Bjerke hat nicht nur das wunderbare Gedicht „Amor Fati“ auf den Dinablog geschrieben😉, er hat auch Bücher zu Farbenlehre herausgegeben, der Master hat auch eins davon…
        Andre Bjerke war der Cousin von Jens Bjørneboe. Wer sich jetzt fragt, wer ist Jens Bjørneboe? der wird geholfen, wen er den pornografische Roman liest.

        Liebe Grüße
        Dina

  48. NEUSTE NACHRICHT von Siri Buchfee und Archivarin:
    Von Radio North-Norfolk hörte ich gerade, dass Taucher das legendäre Piratenschiff (19. Jh.) „Port-au-Prince“ vor Tonga gefunden haben. Es gibt Berichte über einen riesigen Schatz am Bord.

    Liebe Grüße
    Siri, Buchfee

    Antworten
    • Hey! Das ist doch mal was!
      Ich liebe sowas, tauchen im Netz und in echt! Und dabei auch noch einen Schatz finden!
      Liebe Siri, hast du da etwa bei einem kleinen Flug übers Meer den Tauchern eine Prise Feenstaub an die richtige Stelle gestreut? Oder kannst du das nicht, oder darfst du das nicht?
      Es wäre ja auch ein bissel weit bis Tonga!
      Danke lieber Klausbernd, jetzt gibt es sogar auch schon ein Musical „20.000 Leages under the Sea“…
      Und beste Grüße nach Berlin, wenn sie noch älter werden, können sie vielleicht mit Kinderfilmen wieder was anfangen….die haben noch keine Kinder, oder?
      So, das war jetzt der kleine Ausflug ans Meer….

      Antworten

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